Zusammenfassend thematisiert das vorliegende Fallbeispiel die Abschaffung der Präsenzpflicht an Hochschulen und die Auswirkungen auf das Lernverhalten und die Leistungserfolge der Studierenden. Die Diskussion um die Präsenzpflicht ist schon lange existent und wurde durch die Corona-Pandemie verstärkt. Im Zuge des Online-Unterrichts wurden viele Herausforderungen deutlich, wie z.B. technische Schwierigkeiten und Selbstmanagementprobleme. Um die Fragestellung zu beantworten, werden qualitative Forschungsmethoden angewendet, wie z.B. narrative Interviews mit Studierenden und Dozent:innen. Durch eine qualitative Inhaltsanalyse sollen die Erfahrungen und Meinungen der Befragten ausgewertet werden. Das Ziel der Forschung ist es, die Auswirkungen der Abschaffung der Präsenzpflicht auf die Studierenden zu verstehen und Möglichkeiten zur Optimierung der Lernmethoden und Leistungserfolge zu identifizieren.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Grundlagentheoretische Einbettung
2.1 E-Learning
2.2 Selbst- und Zeitmanagement
3. Methode
4. Forschungsfeld
5. Sampling
6. Erhebungsverfahren
6.1 Erhebungsinstrument: Narratives Interview
6.2 Erstellung eines Interviewleitfadens
6.3 Transkription
7. Auswertungsverfahren: Qualitative Inhaltsanalyse
8. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen der Abschaffung der Präsenzpflicht an Hochschulen auf die individuellen Lernmethoden und den damit verbundenen Leistungserfolg der Studierenden. Ziel ist es, durch die qualitative Erforschung von Erfahrungen und Meinungen zu verstehen, wie Studierende den Wandel zum Online-Unterricht und die gestiegene Eigenverantwortung wahrnehmen und verarbeiten.
- Einfluss von Online-Lehrformaten (E-Learning) auf den universitären Alltag
- Herausforderungen des Selbst- und Zeitmanagements bei wegfallender Präsenzpflicht
- Motivation und Leistungserfolg im Kontext flexibler Lernstrukturen
- Methodik des narrativen Interviews als Instrument zur Erfassung individueller Erfahrungen
- Anwendung der qualitativen Inhaltsanalyse zur wissenschaftlichen Auswertung
Auszug aus dem Buch
6.1 Erhebungsinstrument: Narratives Interview
Wie bereits in Kapitel 3 beschrieben, eignet sich das narrative Interviewverfahren zur Datenerhebung im vorliegenden Fallbeispiel.
Das narrative Interview wurde von Fritz Schütze und seinen Kollegen ausgearbeitet. Der Befragte soll in diesen Interviews selbst Erlebtes wiedergeben und erzählen wie sich die Ereignisse entwickelt haben. Die Identität der Befragten wird hierbei beachtet und sie erzählen die Ereignisse aus ihrer Sicht der Dinge. (Holtgrewe 2009, S. 57f.)
Das narrative Interview ist nicht bei Befragungen zu alltäglichen Routinen geeignet, da es für die Erzählung einen Prozess- und Geschichtencharakter benötigt. (Brüsemeister 2008, S. 105)
Im vorliegenden Fallbeispiel ist der Alltag durch die Corona Pandemie erschüttert worden und der Ablauf an den Hochschulen wurde verändert. Diese Methode eignet sich, um die Fragestellung zu beantworten, da die Befragten den Prozess von vor der Pandemie, Beginn der Pandemie und momentane Situation erzählen können.
Während dem Interview wird nicht an fest formulierten Fragen festgehalten, sondern der Forschende geht auf die Schilderungen des Befragten ein. Das Interview wird als Audiodatei aufgenommen, damit währenddessen eine offene und freie Kommunikation herrscht, die nicht durch Notizen gestört wird. Zudem erleichtert die Audiodatei die anschließende Auswertung und garantiert, dass keine Punkte aus den Erzählungen vergessen werden. (König 2016, S. 120f.)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Entwicklung der Anwesenheitspflicht vor dem Hintergrund landesgesetzlicher Regelungen sowie die massiven hochschulischen Veränderungen durch die Pandemie.
2. Grundlagentheoretische Einbettung: Es werden grundlegende Konzepte wie E-Learning sowie die Notwendigkeit von Selbst- und Zeitmanagement bei einer flexiblen Studienorganisation theoretisch verortet.
3. Methode: Dieses Kapitel begründet die Wahl des qualitativen Forschungsansatzes zur Untersuchung individueller Fallbeispiele und grenzt diesen von quantitativen Methoden ab.
4. Forschungsfeld: Hier werden die potenziellen Zielgruppen der Untersuchung, insbesondere Studierende und Dozenten, sowie ihre Relevanz für die Befragung identifiziert.
5. Sampling: Die Auswahlkriterien für die Studierenden-Stichprobe zwecks Repräsentativität hinsichtlich Semesteranzahl und Studienvielfalt werden definiert.
6. Erhebungsverfahren: Die qualitative Erhebungsmethode des narrativen Interviews wird theoretisch hergeleitet, der Interviewleitfaden strukturiert und der Transkriptionsprozess erläutert.
7. Auswertungsverfahren: Qualitative Inhaltsanalyse: Das vierstufige Vorgehen der qualitativen Inhaltsanalyse wird als systematischer Prozess zur Datenauswertung dargelegt.
8. Fazit: Die Arbeit resümiert die gewonnenen Erkenntnisse und unterstreicht die Bedeutung der individuellen Lernkompetenz und Eigenverantwortung für den Studienerfolg.
Schlüsselwörter
Präsenzpflicht, E-Learning, Online-Unterricht, Selbstmanagement, Zeitmanagement, Qualitative Forschung, Narratives Interview, Qualitative Inhaltsanalyse, Hochschule, Lernmethoden, Leistungserfolg, Individualität, Fernstudium, Studierende, Pandemie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie sich der Wegfall der Anwesenheitspflicht an Hochschulen auf das Lernverhalten und den Erfolg von Studierenden auswirkt.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die Kernthemen sind E-Learning-Formate, die Anforderung an das persönliche Selbstmanagement sowie die Motivation und schulische Entwicklung während der Corona-Pandemie.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?
Es wird untersucht, welche Auswirkungen die Abschaffung der Präsenzpflicht auf die Lernmethoden und Leistungserfolge jedes einzelnen Studierenden hat.
Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?
Es wird ein qualitativer Forschungsansatz gewählt, der auf narrativen Interviews basiert, da diese Methode den individuellen Erfahrungen und der Subjektivität der Studierenden gerecht wird.
Was wird im Hauptteil der Arbeit primär behandelt?
Der Hauptteil widmet sich der theoretischen Einbettung, der Begründung des gewählten Studiendesigns, der detaillierten Beschreibung der Erhebungs- und Auswertungsmethoden sowie der konkreten Erstellung des Interviewleitfadens.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese wissenschaftliche Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Präsenzpflicht, E-Learning, Selbstmanagement, qualitative Forschung, narratives Interview und qualitative Inhaltsanalyse.
Inwiefern beeinflusst das Selbstmanagement den Erfolg beim E-Learning?
Da E-Learning hohe zeitliche Flexibilität bietet, ist ein gutes Selbstmanagement entscheidend, um durch Ablenkungen (wie soziale Medien) den Studienverlauf nicht negativ zu beeinflussen.
Warum wird genau das narrative Interview als Methode favorisiert?
Das narrative Interview erlaubt es, Studierende als Individuen zu betrachten und bietet den nötigen Raum für ihre persönlichen Erfahrungen, Gefühle und Sichtweisen zum Thema Präsenzpflicht.
- Arbeit zitieren
- Hannah-Maria Klostermeier (Autor:in), 2021, Die Abschaffung der Präsenzpflicht für Studierende. Auswirkungen auf die Lernmethoden und Leistungserfolge, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1484887