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Briefe über die Moralität der Leiden des jungen Werthers

Lenz zwischen Lob und Kritik über Goethe und dessen Werk

Titre: Briefe über die Moralität der Leiden des jungen Werthers

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2009 , 15 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Anne Mrotzek (Auteur)

Philologie Allemande - Littérature Allemande Moderne
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In der vorliegenden Seminararbeit Briefe über die Moralität der Leiden des jungen Werthers – Lenz zwischen Lob und Kritik über Goethe und dessen Werk. soll herausgearbeitet werden, inwieweit Lenz den Roman Goethes wirklich verteidigt oder inwiefern es sich nicht in Teilen um eine Abwertung desselben handelt. Als Grundlage für die Darstellung dient zum einen der Aufsatz „J.M.R. Lenz’ Poetik der Bedingungsverhältnisse: Werther, die ,Werther-Briefe’ und der Waldbruder ein Pedant zu Werthers Leiden“ von Karin Wurst, zum anderen wird Roland Krebs mit seiner Schrift „Lenz’ Beitrag zur Werther-Debatte: die Briefe über die Moralität der Leiden des jungen Werthers.“ herangezogen. In der Forschungsliteratur wird häufig auf das Konkurrenzverhältnis der beiden Dichter eingegangen, jedoch erfolgt diese meist allgemein oder auf mehrere Werke bezogen. Daher wird in dieser Seminararbeit nur auf die „Werther-Briefe“ eingegangen und geringfügig auf Sekundärliteratur zurückgegriffen.
Zunächst wird kurz der Aufbau und Entstehungskontext der Moralitätsbriefe erläutert. Im Anschluss folgt eine Analyse einiger ausgewählter Briefe, in denen die Uneinigkeit Lenz’ in Bezug auf Goethe und dessen literarisches Schaffen zum Tragen kommt. In diesem Kontext soll zudem versucht werden, innerhalb der Briefe einige (mögliche) Gründe für die Kritik bzw. Abwertung seitens Lenz’ herauszuarbeiten. Es erscheint denkbar, dass Lenz in dieser Art des literarischen Schreibens seine einzig verbliebene Möglichkeit sah, in der Öffentlichkeit Aufmerksamkeit zu erlangen.
In einem Schlusskapitel werden die wichtigsten Ergebnisse noch einmal zusammengefasst und ein abschließendes Bild über die Beziehung von Lenz zu Goethe auf Basis der vorangegangenen Untersuchung gezeichnet.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 KURZE VORSTELLUNG DES WERKES UND DER HISTORISCHEN HINTERGRÜNDE

3 ZWISCHEN KRITIK UND LOB – DER ZWIESPALT IN LENZ’ AUSFÜHRUNGEN

4 SCHLUSSBETRACHTUNG

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das ambivalente Verhältnis von J.M.R. Lenz zu Johann Wolfgang von Goethe, wie es sich in seinen "Briefen über die Moralität der Leiden des jungen Werthers" manifestiert. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob Lenz mit diesen Briefen eine tatsächliche Verteidigung Goethes anstrebte oder ob er das Werk durch gezielte Kritik und Abwertung instrumentalisierte, um sein eigenes literarisches Ansehen im Schatten des etablierten Dichters zu steigern.

  • Die literaturkritische Rezeption von Goethes "Leiden des jungen Werthers" durch Lenz.
  • Das Spannungsfeld zwischen persönlicher Freundschaft und beruflicher Konkurrenz.
  • Die Analyse der gewählten Briefform als Ausdrucksmittel für ein unsystematisches und sprunghaftes Denken.
  • Die Untersuchung der moralischen Wirkung und Funktion von Literatur im Diskurs der Sturm-und-Drang-Zeit.
  • Die Einordnung der Rolle von Lenz als "verteidigender Leser" und seine Abgrenzung zu anderen zeitgenössischen Kritikern.

Auszug aus dem Buch

3 Zwischen Kritik und Lob – Der Zwiespalt in Lenz’ Ausführungen

Im Folgenden soll der zweite, dritte, sechste und in Teilen auch der achte Brief hinsichtlich Lob und Kritik am Werther und Goethe selbst untersucht werden. Lenz beginnt ohne eine Einleitung mit seinem Vorhaben, aber bereits zu Beginn des ersten Briefes wird erkennbar, dass er eine These voranstellt und diese zu widerlegen versucht. Der zweite Brief befasst sich mit dem Vorwurf, das Werk Goethes sei „eine subtile Verteidigung des Selbstmords.“ Lenz nennt als Gegenbeispiel Homers „Ilias“, welches niemals die Funktion habe, den Leser zu Wut oder Zwietracht zu veranlassen. Im weiteren Verlauf geht er auf die Bedeutung des moralischen Endzwecks ein. Für ihn verfasse ein Dichter, und damit auch Goethe, keine schlicht ablesbare moralische Intention. Er sei kein Philosoph, der am Ende einen prägnanten Satz nenne, welcher zuvor mit Widerlegen oder Beweisen begründet wurde. Aus dieser Darlegung zieht er nun Rückschlüsse auf Goethes Werther: „Nichts mehr und nichts weniger als die Leiden des jungen Werthers wollt er darstellen.“ Mit dieser Aussage entzieht er dem Werther jegliche Aufgabe beim Leser: Wird dieser Aspekt auf die vielfach geforderte Trias docere, movere und delectare transformiert, so wird nach Lenz’ Ansicht hauptsächlich der Bereich des movere in Goethes Roman angesprochen, das docere werde von Goethe nicht beabsichtigt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Vorstellung der Problemstellung, des literarischen Kontextes und der methodischen Herangehensweise an die "Moralitätsbriefe" von Lenz.

2 KURZE VORSTELLUNG DES WERKES UND DER HISTORISCHEN HINTERGRÜNDE: Erläuterung der Entstehungsgeschichte, der Intention der Briefform und der persönlichen sowie historischen Rahmenbedingungen.

3 ZWISCHEN KRITIK UND LOB – DER ZWIESPALT IN LENZ’ AUSFÜHRUNGEN: Detaillierte Analyse ausgewählter Briefe, in denen Lenz’ ambivalente Haltung zwischen literarischer Bewunderung und persönlicher Rivalität zu Goethe deutlich wird.

4 SCHLUSSBETRACHTUNG: Fazit über das Scheitern einer stringenten Verteidigung und Zusammenfassung der Gründe für Lenz' zwiespältiges Vorgehen.

Schlüsselwörter

Jakob Michael Reinhold Lenz, Johann Wolfgang von Goethe, Die Leiden des jungen Werthers, Briefe über die Moralität, Werther-Debatte, literarische Konkurrenz, Sturm und Drang, Literaturkritik, Briefform, moralische Wirkung, Selbstmord, docere, movere, delectare, Autorschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die "Briefe über die Moralität der Leiden des jungen Werthers" von J.M.R. Lenz und untersucht, wie Lenz darin Goethes Werk einerseits verteidigt, es aber durch eine subtile Abwertung auch für seine eigenen Interessen nutzt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen das problematische Konkurrenzverhältnis zwischen Lenz und Goethe, die zeitgenössische Werther-Rezeption sowie die ästhetischen und moralischen Anforderungen an die Literatur des 18. Jahrhunderts.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es herauszuarbeiten, inwieweit Lenz’ Äußerungen eine aufrichtige Verteidigung des Romans darstellen oder ob sie durch persönliche Enttäuschung und das Bedürfnis nach eigener öffentlicher Anerkennung geprägt sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine literaturwissenschaftliche Analyse ausgewählter Briefe und zieht relevante Sekundärliteratur zur Poetik des Sturm und Drang sowie zur Goethe-Lenz-Beziehung heran.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Untersuchung des zweiten, dritten, sechsten und achten Briefes, um den Wechsel zwischen Lob des künstlerischen Könnens und der Kritik an der moralischen Intentionslosigkeit des Romans aufzuzeigen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen: Lenz, Goethe, Werther, Moralitätsbriefe, literarische Konkurrenz, Selbstmordthematik und moralische Wirkung.

Warum wurden die Moralitätsbriefe zu Lebzeiten nicht veröffentlicht?

Aufgrund des Rates von Friedrich Heinrich Jacobi, der keinen strategischen Nutzen darin sah und die Argumentation als nicht stringent genug empfand, sowie möglicherweise Goethes eigener Einschätzung der darin enthaltenen indirekten Kritik.

Wie bewertet Lenz den "Werther" im sechsten Brief?

Lenz gesteht dem Werk hier eine positive Wirkung zu, da es jungen Menschen zeige, "was schön edel und gut ist", schränkt diese Aufwertung jedoch durch den Vergleich mit anderen Dichtern wieder ein.

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Résumé des informations

Titre
Briefe über die Moralität der Leiden des jungen Werthers
Sous-titre
Lenz zwischen Lob und Kritik über Goethe und dessen Werk
Université
Humboldt-University of Berlin  (Institut für deutsche Literatur)
Cours
Lenz und Lenz-Rezeption
Note
1,3
Auteur
Anne Mrotzek (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
15
N° de catalogue
V148493
ISBN (ebook)
9783640591831
ISBN (Livre)
9783640864409
Langue
allemand
mots-clé
Lenz; Jakob Michael Reinhold; Werther; Leiden; Briefe; Moralität; Goethe; Verteidigung; Dichter; Konkurrenz; Nicolai
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anne Mrotzek (Auteur), 2009, Briefe über die Moralität der Leiden des jungen Werthers, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/148493
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Extrait de  15  pages
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