Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Filología clásica - Estudios griegos

Herdot und die Bisotun Inschrift

Eine Quellenkritische Auseinandersetzung mit dem Machtantritt Dareios‘ I.

Título: Herdot und die Bisotun Inschrift

Trabajo Escrito , 2024 , 16 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor)

Filología clásica - Estudios griegos
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Die Bisotun Inschrift ist wohl eine der bekanntesten Inschriften im vorderasiatischen Raum. Sie beschreibt den Machtantritt von Dareios I. um 520 v. Chr. sowie die Aufstände, die sich gegen ihn zu Beginn seiner Herrschaft ereigneten. In dem großen Relief, welches von der Inschrift umrahmt wird, wird Dareios‘ Erfolg über die sogenannten Lügenkönige gezeigt. Der griechische Historiograph Herodot schildert die gleiche Geschichte im dritten Buch seiner Historien. Seine Version von der Machtbesteigung Dareios I. ist die ausführlichste Quelle, die über dieses Ereignis zur Verfügung steht. Es ist demnach lohnenswert, beide Quellen kritisch miteinander zu vergleichen, unter anderem auch deshalb, weil Herodot oft kritisch von Seiten der Altorientalistik betrachtet wird. Dareios ist der erste persische König, der die „Geschichte“ seiner Handlung in Inschriften festhält. Vor der Bisotun Inschrift beschränkte sich die Überlieferung iranischer Tradition auf das Mündliche. Demgegenüber ist die Bisotun Inschrift eine der wichtigsten Inschriften der Altorientalistik, da ihre Erschließung auch mit der Geburt des Faches gleichgesetzt wird. Durch die Entzifferung der persischen Keilschrift, die Dareios eigens für diese Inschrift entwickeln ließ, konnte man schließlich auch Elamisch und Akkadisch entziffern.
In der folgenden Arbeit sollen demnach beide Quellen verglichen werden. Zudem soll aufgezeigt werden, wie Herodot Ansichten und Vorstellungen verschiedener Kulturen, hier der griechischen und altorientalischen Tradition, miteinander verwebt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Machtantritt des Dareios nach Dareios in der Bisotun Inschrift

Machtantritt des Dareios nach Herodot in den Historien

Die Verfassungsdebatte

Der Wettstreit mit den Pferden

Die Geschichte des falschen Königs

Herodots Transliteration altpersischer Namen

Herodots Kenntnis der Inschrift

Dareios als Usurpator

Fazit zu Herodots Arbeitsweise

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht und vergleicht quellenkritisch die Darstellung des Machtantritts von Dareios I. in der Bisotun-Inschrift sowie in den Historien des Herodot, um die Gemeinsamkeiten, Abweichungen und narrativen Strategien beider Berichte zu beleuchten.

  • Vergleichende Analyse der Darstellung des Machtantritts von Dareios I.
  • Untersuchung der Glaubwürdigkeit und der politischen Absichten in der Bisotun-Inschrift.
  • Kritische Bewertung der historiographischen Methoden Herodots bei der Darstellung persischer Ereignisse.
  • Analyse der kulturellen Verwebungen und der Wahrnehmung persischer Traditionen durch griechische Autoren.
  • Beurteilung der Legitimation von Dareios I. als Herrscher vor dem Hintergrund der Usurpationsvorwürfe.

Auszug aus dem Buch

Die Verfassungsdebatte

Die Verfassungsdebatte ist ein wesentlicher Aspekt von Herodots Erzählung. Sie wird von Bleicken als „erste staatstheoretische Abhandlung der Weltgeschichte“ bezeichnet. Es ist wahrscheinlich, dass Herodot in die Verfassungsdebatte sein Wissen über die Mardonios nach dem ionischen Aufstand eingerichteten kleinasiatischen Demokratien einfließen lässt. Das Achämeniden-Reich konnte nämlich keine Verfassungsprobleme. Als Herodot dieses im 6. Buch erwähnt, verweist er auch ausdrücklich auf die Frage nach der Historizität der Verfassungsdebatte im 3. Buch. Er geht an dieser Stelle nochmals darauf ein, wie schon zu Beginn der Verfassungsdebatte, dass diese den meisten Griechen wohl unglaubhaft erscheinen möge. Herodot arbeitet hier demnach anachronistisch und versucht Mardonios‘ Handlung durch ein früheres Ereignis zu rechtfertigen. Das ausschlaggebende Argument gegen die Historizität der Debatte ist, dass die verschiedenen Verfassungstypen überhaupt erst ausgebildet sein müssen bevor sie diskutierter kann.

Herodot ist also in dieser Episode als kein akribischer Historiker zu verstehen. Bleicken nimmt an, dass Herodot diese Stelle nachträglich einschiebt. Es handle sich hierbei um „ein fremdes, nachträglich aus einem ganz anderen Sinnzusammenhang übertragenes Einschiebel, und er ist, wie leicht gezeigt werden kann, auch nur lose mit der Erzählung von der Beseitigung des Gaumāta und der Wiederaufrichtung der Monarchie durch Dareios verbunden.“

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Thematik des Machtantritts von Dareios I. und Relevanz des Vergleichs zwischen der Bisotun-Inschrift und den Historien Herodots.

Machtantritt des Dareios nach Dareios in der Bisotun Inschrift: Darstellung der Eigenbeschreibung des Machtantritts aus der Sicht des Herrschers, unter Betonung seines Wahrheitsanspruchs und der Schilderung der Ausschaltung des Gaumāta.

Machtantritt des Dareios nach Herodot in den Historien: Analyse der von Herodot überlieferten Version der Thronbesteigung, ergänzt um die spezifischen Episoden der Verfassungsdebatte, des Pferdewettstreits und des "falschen Königs".

Herodots Transliteration altpersischer Namen: Kritische Untersuchung, wie Herodot altpersische Eigennamen ins Griechische übertrug und wie sich diese methodische Vorgehensweise auf die historische Forschung auswirkt.

Herodots Kenntnis der Inschrift: Erörterung der Frage, inwiefern Herodot direkten oder indirekten Zugang zum Inhalt der Bisotun-Inschrift gehabt haben könnte.

Dareios als Usurpator: Historische Reflexion über die Legitimität des Dareios, unter Berücksichtigung von Ungereimtheiten in der Genealogie und der politischen Notwendigkeit, den Thronanspruch zu rechtfertigen.

Fazit zu Herodots Arbeitsweise: Zusammenfassende Bewertung der historiographischen Arbeitsweise Herodots, insbesondere im Kontext seiner Darstellung persischer Geschichte für ein griechisches Publikum.

Schlüsselwörter

Dareios I., Herodot, Bisotun-Inschrift, Machtantritt, Achämeniden-Reich, Usurpation, Historiographie, Gaumāta, Verfassungsdebatte, Antike, Quellenkritik, Persien, Legitimationsstrategien, Griechische Geschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit fokussiert sich auf eine quellenkritische Untersuchung und den Vergleich der Berichte über den Machtantritt von Dareios I., wie sie in der epigraphischen Bisotun-Inschrift einerseits und in Herodots Historien andererseits überliefert sind.

Welche zentralen Themenfelder werden in der Publikation behandelt?

Zu den zentralen Themen gehören die historische Legitimation der Herrschaft des Dareios, die Einordnung Herodots als historiographische Quelle sowie die spezifische Darstellung persischer Ereignisse in der griechischen Erzähltradition.

Was ist die grundlegende Forschungsfrage der Arbeit?

Die Forschungsfrage zielt darauf ab, die Übereinstimmungen und Differenzen zwischen dem offiziellen persischen Selbstverständnis aus der Bisotun-Inschrift und der griechischen Wahrnehmung des Ereignisses durch Herodot methodisch herauszuarbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Es wird eine vergleichende Quellenanalyse angewandt, die das Ziel verfolgt, historische Fakten von narrativen Ausgestaltungen zu trennen und die zugrunde liegenden politischen Absichten der Autoren zu identifizieren.

Welche wesentlichen Aspekte werden im Hauptteil diskutiert?

Der Hauptteil behandelt neben dem direkten Vergleich der Machtantrittsschilderungen auch die methodischen Probleme bei der Namensübertragung (Transliteration), die Frage nach dem Umfang von Herodots Kenntnis der Inschrift sowie die Problematik des Usurpationsvorwurfs gegen Dareios.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am präzisesten durch Schlagworte wie quellenkritische Analyse, Dareios I., Bisotun-Inschrift, Herodot, Achämeniden-Reich und antike Geschichtsschreibung definieren.

Welche Rolle spielen die Mager bei Herodots Erzählung über Dareios?

Die Mager nehmen bei Herodot die Rolle der Usurpatoren ein; die Entlarvung des „falschen Smerdis“ durch die fehlenden Ohren ist hierbei ein zentrales, wenngleich vermutlich stilistisches Motiv zur Diskreditierung der Gegner des Dareios.

Inwiefern beeinflusste die Verfassungsdebatte die Darstellung des Dareios?

Die Verfassungsdebatte ist laut der Arbeit als spätere, anachronistische Einschubstelle zu sehen, die dazu dient, Herodot für ein griechisches Publikum einen Wiedererkennungswert zu bieten und Dareios in ein verständliches politisches Schema einzuordnen.

Final del extracto de 16 páginas  - subir

Detalles

Título
Herdot und die Bisotun Inschrift
Subtítulo
Eine Quellenkritische Auseinandersetzung mit dem Machtantritt Dareios‘ I.
Universidad
http://www.uni-jena.de/
Calificación
1,3
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2024
Páginas
16
No. de catálogo
V1484953
ISBN (PDF)
9783389038048
ISBN (Libro)
9783389038055
Idioma
Alemán
Etiqueta
herdot bisotun inschrift eine quellenkritische auseinandersetzung machtantritt dareios‘
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2024, Herdot und die Bisotun Inschrift, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1484953
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  16  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint