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Worin liegt die Bedeutung der modernen Säuglingsforschung für die Pädagogik?

Titel: Worin liegt die Bedeutung der modernen Säuglingsforschung für die Pädagogik?

Hausarbeit , 2010 , 18 Seiten , Note: 3

Autor:in: Manuel Lehmann (Autor:in)

Pädagogik - Pädagogische Psychologie
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Rahmen dieser Arbeit möchte ich mich mit der Fragestellung
auseinandersetzen, welche Bedeutung der Säuglingsforschung in der
Pädagogik heutzutage zukommt. Hierzu möchte ich zunächst in Kapitel II einen allgemeinen Überblick über die Aufgaben der Säuglingsforschung geben und vergleichen worin der Unterschied zwischen den Methoden und Erkenntnissen der heutigen Säuglingsforschung und der Säuglings- und Kleinkindforschung zu
Zeiten Freuds liegt.
Kapitel III baut auf den Erkenntnissen der modernen Säuglingsforschung auf. Hier möchte ich klären, in welcher Weise sich die Sicht der Wissenschaft und Forschung auf das neugeborene Kind geändert hat und welche Erkenntnisse aus dieser neuen Anschauung des kompetenten Säuglings erwachsen sind.
In Kapitel IV möchte ich dann einen einfachen Überblick über die
Entwicklungsschritte des Kindes von der Geburt bis zu den ersten
Gehversuchen geben. Hierauf aufbauend soll dann in Kapitel V der Frage nachgegangen werden, was Pädagogik ist und wie sie funktioniert.
Im sechsten Kapitel schließlich werde ich die beiden Teile dieser Arbeit, Säuglingsforschung und Pädagogik, zusammenführen, um die titelgebende Fragestellung zu beantworten.
In Kapitel VIII, meinem Fazit, möchte ich dann noch meine eigenen
Gedanken zu diesem Thema zum Ausdruck bringen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Säuglingsforschung

1. Die psychoanalytisch gestützte Säuglingsforschung

2. Die direktbeobachtende Säuglingsforschung

III. Der kompetente Säugling

1. Untersuchungsmethoden

2. Untersuchungsergebnisse / oder was kann der Säugling?

IV. Entwicklung des Kindes

V. Pädagogik

1. Was ist Pädagogik

2. Erziehung! - Aber wie?

VI. Zur Bedeutung der Säuglingsforschung für die Pädagogik

VII. Fazit

VIII. Literatur

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht, welche praktische Bedeutung die Erkenntnisse der modernen Säuglingsforschung für pädagogische Kontexte hat. Dabei wird analysiert, wie sich das wissenschaftliche Bild vom Säugling gewandelt hat und welche Auswirkungen dieser Paradigmenwechsel auf Erziehungsansätze und die Förderung kindlicher Entwicklungsprozesse ausübt.

  • Wandel in den Methoden der Säuglingsforschung: Von der Psychoanalyse zur Direktbeobachtung.
  • Das Konzept des "kompetenten Säuglings" und dessen wissenschaftliche Belege.
  • Entwicklungsschritte des Kindes von der Geburt bis zum 18. Lebensmonat.
  • Theoretische Grundlagen der Pädagogik und der Einfluss verschiedener Erziehungsstile auf das Sozialklima.
  • Bedeutung von Bindung, Kompetenz und Autonomie für die frühkindliche Förderung.

Auszug aus dem Buch

2. Die direktbeobachtende Säuglingsforschung

Seit einiger Zeit hält die Direktbeobachtung immer mehr Einzug in das Feld der Säuglingsforschung. Den Anfang machten in den 40er Jahren Persönlichkeiten wie Margaret Fries, René Spitz, Margaret Mahler, Ernst Kris u.a. Anfang der 60er Jahre war dann schließlich der große Durchbruch.

Wie die Überschrift dieses Kapitels bereits aussagt, kann der Säugling heute auch direkt und vor allem passiv beobachtet werden. Geschuldet ist diese begrüßenswerte Entwicklung zum großen Teil den neuen technischen Möglichkeiten der Beobachtung, z.B. der Videoaufzeichnung, welche man bei Bedarf vor und zurück spulen kann, bzw. in Zeitlupe ablaufen lassen kann, um auch Reaktionen beobachten zu können, die das bloße Auge nicht wahrnehmen kann. Der Säuglingsforscher ist nun nicht mehr nur auf die rekonstruierten Kindheitserinnerungen von Erwachsenen angewiesen, sondern hat die Möglichkeit in kindgerechten Versuchsanordnungen das Verhalten und die Entwicklung der geistigen und körperlichen Fähigkeiten von Säuglingen und Kindern direkt, objektiv und passiv als unbeteiligter Außenstehender ohne den verfälschenden Einfluss des aktiv am Geschehen Beteiligten zu beobachten.

Diese Entwicklung führte auch zu einer völlig neuen Sichtweise auf den Säugling: Wo er früher, aus der Sicht des Erwachsenen, als ein defizitäres Wesen angesehen wurde, wird er heutzutage als ein, mit mannigfaltigen und sich laufend weiterentwickelnden Fähigkeiten ausgestatteter, junger Mensch angesehen. Zu dieser neuen Sichtweise des kompetenten Säuglings werde ich weiter unten noch eingehen.

Abschließend lässt sich auf jeden Fall festhalten, dass der wesentliche Unterschied zwischen beiden Methoden darin liegt, „[...] daß (sic) der Analytiker teilnehmender Beobachter ist, d.h. die Übertragung empathisch begleitet und aktiv interveniert, während der Direktbeobachter sich des zweiten Schrittes in der Regel enthält.“

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung definiert das Ziel der Arbeit, die Bedeutung der Säuglingsforschung für die Pädagogik zu untersuchen und den theoretischen Aufbau der nachfolgenden Kapitel darzulegen.

II. Säuglingsforschung: Dieses Kapitel vergleicht den methodischen Wandel von der psychoanalytischen Betrachtung erwachsener Erinnerungen hin zur objektiven Direktbeobachtung von Säuglingen.

III. Der kompetente Säugling: Hier werden moderne Untersuchungsmethoden und die daraus resultierenden Erkenntnisse vorgestellt, die das Bild des Säuglings als kompetentes und fähiges Wesen untermauern.

IV. Entwicklung des Kindes: In diesem Teil wird eine detaillierte Übersicht über die körperlichen, geistigen und sozialen Entwicklungsschritte vom Neugeborenen bis zum 18. Lebensmonat gegeben.

V. Pädagogik: Das Kapitel behandelt die Definition von Pädagogik und Erziehung sowie die Analyse unterschiedlicher Erziehungsstile und deren Auswirkungen auf das soziale Klima.

VI. Zur Bedeutung der Säuglingsforschung für die Pädagogik: Dieser Abschnitt führt die Ergebnisse zusammen und zeigt auf, wie die Kenntnis über kindliche Fähigkeiten eine gezielte und bedürfnisorientierte Förderung ermöglicht.

VII. Fazit: Das Fazit resümiert die Arbeit und betont die Notwendigkeit, das gewonnene Wissen breit in der Gesellschaft zugänglich zu machen, um Chancengleichheit in der Förderung zu gewährleisten.

VIII. Literatur: Das Verzeichnis listet die verwendeten Quellen und Fachliteratur zur Untermauerung der Arbeit auf.

Schlüsselwörter

Säuglingsforschung, Pädagogik, Direktbeobachtung, Kompetenter Säugling, Erziehungsstile, Kindliche Entwicklung, Frühkindliche Förderung, Bindung, Autonomie, Kompetenz, Sozialklima, Entwicklungspsychologie, Erziehungswissenschaft, Sensible Phase.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Relevanz moderner Erkenntnisse aus der Säuglingsforschung für den pädagogischen Alltag und die Erziehungspraxis.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Schwerpunkte liegen auf dem methodischen Wandel in der Forschung, der Charakterisierung des "kompetenten Säuglings", den Meilensteinen der frühkindlichen Entwicklung sowie der Analyse pädagogischer Erziehungsstile.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?

Das Hauptziel besteht darin zu klären, wie die veränderte wissenschaftliche Sicht auf die Fähigkeiten von Säuglingen dazu genutzt werden kann, pädagogische Maßnahmen und Förderansätze zu optimieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse herangezogen?

Die Arbeit stützt sich primär auf eine literaturbasierte Analyse und den Vergleich theoretischer Konzepte sowie empirischer Studien aus den Bereichen Entwicklungspsychologie und Pädagogik.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Entwicklung der Säuglingsforschung, die Vorstellung entwicklungspsychologischer Erkenntnisse über Säuglinge, eine Übersicht über die kindliche Entwicklung in den ersten 18 Monaten sowie eine Diskussion über Erziehungsstile und deren soziale Auswirkungen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich maßgeblich durch Begriffe wie Säuglingsforschung, kompetenter Säugling, frühkindliche Förderung, Erziehungsstile und pädagogische Entwicklung definieren.

Wie unterscheidet sich der Laissez-faire-Stil von der antiautoritären Erziehung?

Der Autor stellt klar, dass der Laissez-faire-Stil durch Passivität und mangelnde Führung geprägt ist, während die antiautoritäre Erziehung auf einem gesunden, gleichberechtigten Miteinander zwischen Erziehenden und Kindern basiert.

Warum ist laut dem Autor die Vermittlung des Wissens in unteren sozialen Schichten wichtig?

Der Autor argumentiert, dass Bildungschancen eng mit der Qualität der Förderung im Kleinkindalter verknüpft sind und ein besserer Zugang zu diesem Wissen soziale Benachteiligungen abbauen kann.

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Details

Titel
Worin liegt die Bedeutung der modernen Säuglingsforschung für die Pädagogik?
Hochschule
Hochschule Darmstadt
Note
3
Autor
Manuel Lehmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
18
Katalognummer
V148529
ISBN (eBook)
9783640591374
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Pädagogik Säuglingsforschung Neugeborenenforschung Entwicklung des Kindes Entwicklungspsychologie Erziehungsstile Entwicklung Psychoanalyse
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Manuel Lehmann (Autor:in), 2010, Worin liegt die Bedeutung der modernen Säuglingsforschung für die Pädagogik?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/148529
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  18  Seiten
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