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Das Ministerium für Staatssicherheit

Titre: Das Ministerium für Staatssicherheit

Dossier / Travail de Séminaire , 2001 , 22 Pages , Note: 2

Autor:in: Oliver Kirch (Auteur)

Politique - Histoire des systèmes politiques
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Résumé Extrait Résumé des informations

Das hier vorliegende Referat befasst sich mit dem „Schild und Schwert“ der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) der DDR, dem Ministerium für Staatssicherheit. Gegründet 1950, sollte es unter anderem für die Abwehr von inneren und äußeren Feinden, Saboteuren, Abweichlern und Opportunisten sorgen. Um diese Aufgabe erfüllen zu können, durchdrang es mehr und mehr die Gesellschaft der DDR, sowohl auf kultureller als auch wirtschaftlicher Ebene. Und doch konnte dieser gewaltige Apparat den Umsturz und die Auflösung des Staates, den es zu beschützen galt, nicht verhindern. Die zentrale Fragegestellung, die diesem Referat zu Grunde liegt, ist, ob das MfS in der Lage gewesen wäre, diesen Umsturz zu verhindern und warum keine Gegenmaßnahmen in der für die Staatsführung so bedrohlichen Situation ergriffen wurden. Dabei soll auch ein genauerer Blick dem Aufbau und der Entwicklung des Ministeriums für Staatssicherheit gelten, um die Rolle dieser Einrichtung innerhalb der Deutschen Demokratischen Republik besser abschätzen und verstehen zu können.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das MfS: Vorläufer, Gründung und Aufgaben

3. Die fünfziger und sechziger Jahre

4. Das MfS in der Ära Honecker

5. Machtverfall und Auflösung

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) als Machtinstrument der SED in der DDR. Ziel der Analyse ist es, zu ergründen, warum dieser apparativ mächtige Geheimdienst den Umsturz des Staates 1989 nicht verhindern konnte und welche internen sowie externen Faktoren dabei eine entscheidende Rolle spielten.

  • Aufbau und Entwicklung des MfS seit seiner Gründung 1950.
  • Methoden der Überwachung und Bespitzelung der DDR-Gesellschaft.
  • Veränderung der Rolle des MfS unter verschiedenen politischen Führungen.
  • Reaktion der Staatssicherheit auf interne Krisen und den Reformkurs Gorbatschows.

Auszug aus dem Buch

3. Die fünfziger und sechziger Jahre

Auf der zweiten Parteikonferenz der SED, die im Juli 1952 stattfand, verkündete Walter Ulbricht den „Aufbau des Sozialismus“ und „eine neuerliche Verschärfung des Klassenkampfes“. Dies hatte zur Folge, dass das MfS seine Arbeit erheblich steigerte und allein von August bis Dezember dieses Jahres 1500 Personen verhaftete. Der Grund für diese Aktivität war bedingt durch den Glauben, das Ministerium sei das Schild und Schwert der Partei, und habe für die Durchsetzung ihrer Interessen Sorge zu tragen.

Der Anstieg der Tätigkeit, der durch Ulbrichts Ankündigung ausgelöst worden war, führte zu einem rapidem Anstieg der Mitarbeiterzahlen. Hatte man im Februar 1950 noch mit knapp 1100 Mitarbeitern die Arbeit aufgenommen, so verfügte die Staatssicherheit zwischenzeitlich über 4500 (1951), Ende 1952 über 8800 hauptamtliche Angestellte. In der Führungsebene änderte sich jedoch zunächst nichts, sie bestand fast vollständig aus langjährigen Kommunisten. Erst Ende 1952 begann man damit, junge SED – und FDJ – Mitglieder anzuwerben. In erster Linie fand man diese Kräfte in der Volkspolizei, dem Staatsapparat und Jugendverbänden. Als Problem stellte sich dabei die Herkunft dieser neuen Mitarbeiter heraus: fast alle kamen aus proletarischen Verhältnissen und verfügten nur über eine rudimentäre Allgemeinbildung. Auch die polizeilichen und geheimdienstlichen Kenntnisse waren gering. Um diesem Zustand entgegenzuwirken, richtete man 1951 in Potsdam-Eiche eine eigene Aus- und Fortbildungsstätte ein, die jedoch nicht von der Masse in Anspruch genommen wurde.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Themas und der zentralen Forschungsfrage bezüglich der Effektivität des MfS während des DDR-Umsturzes.

2. Das MfS: Vorläufer, Gründung und Aufgaben: Darstellung der Ursprünge aus der sowjetischen Besatzungszeit und der strukturellen Etablierung des Ministeriums Anfang der fünfziger Jahre.

3. Die fünfziger und sechziger Jahre: Analyse der massiven Erweiterung der Überwachungsstrukturen und der veränderten Methoden zur Bekämpfung von Opposition und „feindlichen Elementen“.

4. Das MfS in der Ära Honecker: Beschreibung der Perfektionierung des IM-Netzes und der Ausdehnung des Sicherheitsapparates unter Erich Mielke.

5. Machtverfall und Auflösung: Untersuchung der Krisenbewältigung während der wirtschaftlichen Misere und dem politischen Zerfall der DDR bis zur endgültigen Auflösung.

6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung, dass die Untätigkeit des MfS 1989 primär durch politische Rahmenbedingungen und den internationalen Reformdruck bedingt war.

Schlüsselwörter

Ministerium für Staatssicherheit, MfS, Stasi, DDR, SED, Erich Mielke, Überwachung, Inoffizielle Mitarbeiter, IM, Politisch-ideologische Diversion, PID, Staatssicherheit, DDR-Geschichte, Klassenkampf, Geheimdienst.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Entstehung, den Aufbau und die Entwicklung des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) als zentrales Machtinstrument der DDR.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die organisatorische Entwicklung des MfS, der Einfluss sowjetischer Berater, die Ausweitung des Überwachungsnetzes und die Reaktion auf gesellschaftlichen Widerstand.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, warum das MfS trotz seiner massiven Strukturen und des weitreichenden Überwachungsapparates den Zusammenbruch des DDR-Regimes 1989 nicht verhindern konnte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historisch-analytische Arbeit, die auf der Auswertung relevanter Fachliteratur und historischer Aufzeichnungen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt chronologisch die Phasen von der Gründung über die Ära Ulbricht bis zur Ära Honecker sowie die spezifischen Mechanismen der Repression und Infiltration.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen das „Schild und Schwert der Partei“, inoffizielle Mitarbeiter (IM), die „politisch-ideologische Diversion“ und die Machtstrukturen unter Erich Mielke.

Welche Rolle spielten die sowjetischen Einflüsse auf das MfS?

Sowjetische Dienste (NKWD/KGB) waren maßgeblich am Aufbau beteiligt und fungierten anfangs als kontrollierende Instanz, bevor sich das Verhältnis hin zu einer sicherheitspolitischen Kooperation wandelte.

Warum konnte das MfS den Untergang der DDR 1989 nicht stoppen?

Der Autor argumentiert, dass nicht eine Unfähigkeit des Sicherheitsapparates, sondern die politischen Rahmenbedingungen, insbesondere der Reformkurs Gorbatschows und die veränderte Haltung der DDR-Führung, ein Eingreifen verhinderten.

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Résumé des informations

Titre
Das Ministerium für Staatssicherheit
Université
Ruhr-University of Bochum  (Institut für Politikwissenschaft)
Cours
Drittes Reich und DDR
Note
2
Auteur
Oliver Kirch (Auteur)
Année de publication
2001
Pages
22
N° de catalogue
V14858
ISBN (ebook)
9783638201544
ISBN (Livre)
9783656878490
Langue
allemand
mots-clé
Ministerium Staatssicherheit Drittes Reich
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Oliver Kirch (Auteur), 2001, Das Ministerium für Staatssicherheit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/14858
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Extrait de  22  pages
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