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Die Spaltung der sozialistischen Arbeiterbewegung (1914-1918)

Titre: Die Spaltung der sozialistischen Arbeiterbewegung (1914-1918)

Dossier / Travail , 2009 , 25 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Marcel Fidelak (Auteur)

Histoire de l'Allemagne - 1848, Empire, Impérialisme
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Résumé Extrait Résumé des informations

„(…) Seit langem schon ist die Parteispaltung vorbereitet. Meinungsverschiedenheiten von rechts und links haben tiefe Gegensätze geschaffen und die Partei in zwei Lager geschieden. (…) Die alte (Minderheit) mit den alten Parteigrundsätzen mit dem Ziele der Überwindung des Kapitalismus, die neue (Mehrheit) mit dem opportunistischen Prinzip des Reformismus und der Anpassung an den Kapitalismus. (…).“
Am 12. Januar 1916 wurde Otto Rühles Artikel „Zur Parteispaltung“ im „Vorwärts“ veröffentlicht, in welchem er zu dem Schluss kam, dass eine Spaltung der SPD unvermeidlich sei. Die Partei habe eine völlige Kehrtwende vollzogen und verfolgt nun eine andere Richtung mit neuen Grundsätzen, die dem bisherigen Weg entgegenstehen. Jedoch versuchte eine kleine Minderheit dem neuen Kurs der Partei entgegenzuwirken.
Der 4. August 1914 gilt hier als Stichtag, der den Beginn zur Spaltung der Arbeiterbewegung initiierte. In der Reichstagssitzung an diesem Tag, wurde zur Abstimmung über die Bewilligung der Kriegskredite, für den heraufziehenden Krieg aufgerufen. Sämtliche Fraktionen gaben ihre Zustimmung, auch die SPD. Jedoch sollte diese die Partei in die bis dahin schwerste Krise ihrer Geschichte führen und letztendlich in ihrer Spaltung enden.
Ziel dieser Arbeit ist es, die Spaltung der politischen Arbeiterbewegung während des Ersten Weltkrieges zu untersuchen. Zunächst soll ein kurzer Überblick über die Arbeiterbewegung generell gegeben werden. Es soll geklärt werden, was Arbeiterbewegung eigentlich ist, ihre Absichten und ein kurzer Abriss ihrer Geschichte bis 1914. Weiter wird ihre Ideologie bis zum Ersten Weltkrieg kurz erläutert, da das Handeln der politischen Arbeiterbewegung ab 1914 im Gegensatz zu dieser stand. Schließlich steht der Spaltungsprozess im Mittelpunkt der Betrachtung. Beginnend mit dem 4. August 1914, soll die Spaltung erläutert werden. Es sind die Gründe zu klären, die einzelnen Fraktionen innerhalb der Arbeiterbewegung werden näher betrachtet, sowie ihre Ziele und Gegensätze. Am Ende des Spaltungsprozesses stand die Gründung der USPD 1917. Hier werden ihre Ideologie und ihre Zusammensetzung untersucht. Gleichzeitig wird ihr Programm betrachtet und ihr Gegensatz zur SPD.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Die Arbeiterbewegung

2.1. Die Geschichte der Arbeiterbewegung

2.2. Die Ideologie: Lassalle, Marx und Engels

3. Die Spaltung der sozialdemokratischen Reichstagsfraktion

3.1. Der 4. August 1914

3.2. Das Ende der Einheit

3.2.1. Die radikale Linke

3.2.2. Die linke Mitte

4. Die Spaltung der Partei - die Gründung der USPD

5. Schlusswort

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht den Prozess der politischen Spaltung der deutschen Arbeiterbewegung während des Ersten Weltkrieges, ausgehend von der Bewilligung der Kriegskredite im Jahr 1914 bis zur Gründung der USPD im Jahr 1917.

  • Historische Entwicklung der deutschen Arbeiterbewegung bis 1914
  • Die ideologischen Gegensätze zwischen Lassalleanismus und dem Marxismus
  • Die Rolle der SPD-Reichstagsfraktion und der Burgfriedenspolitik
  • Differenzierung innerhalb der Opposition: Radikale Linke versus linke Mitte
  • Die Gründung der USPD als Resultat innerparteilicher Ausschlussmechanismen

Auszug aus dem Buch

3.1. Der 4. August 1914

„Diesem System keinen Mann und keinen Groschen!“ Bis zum 4. August 1914 war dieser Satz die Parole der deutschen Sozialdemokratie. Mit der Zustimmung für die Kriegskredite, schlug man einen anderen Weg ein, die Arbeiterbewegung entdeckte ihr nationales Bewusstsein und brach mit den Ideen Marx. Ein Prozess, der bereits viel früher einzusetzen begann.

Das beginnende 20. Jahrhundert war für das Deutsche Reich eine wirtschaftliche Blütezeit, es gehörte zu den einflussreichsten Staaten Europas. Die Sozialdemokratie sah das Deutsche Reich immer mehr als die Sphäre, in der allein sozialistische Ziele verwirklicht werden konnten. Was der Idee Marx, eines internationalen Sozialismus entgegenstand.

Das Sozialistengesetz vermittelte den Arbeitern das Gefühl aus der Nation ausgeschlossen zu sein. Nach 1900 jedoch verschwand dieses Gefühl allmählich und es trat ein Nationalisierungsprozess ein. Was war der Grund? Die wirtschaftliche Blüte des Deutschen Reiches. Sie machte die Arbeiterschaft stolz, sie hatte schließlich einen nicht unerheblichen Anteil daran. Gleichzeitig verbesserte sich die Arbeits- und Lebenssituation der Arbeiter. Die aber wohl bedeutendste Rolle spielte, wie Helga Grebing feststellte, die stetige Begegnung mit den Werten des Militarismus und des nationalstaatlichen Denkens. Man war stolz, ein treuer Untertan Wilhelms II. zu sein.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmenden Spannungen innerhalb der SPD vor dem Hintergrund des Ersten Weltkrieges und definiert die Zielsetzung der Untersuchung.

2. Die Arbeiterbewegung: Dieses Kapitel skizziert die Entstehung der organisierten Arbeiterbewegung und analysiert die theoretischen Gegensätze zwischen den Lehren von Lassalle sowie Marx und Engels.

3. Die Spaltung der sozialdemokratischen Reichstagsfraktion: Hier werden die Ereignisse um den 4. August 1914 sowie die zunehmende Fragmentierung der SPD in eine radikale Linke und eine linke Mitte analysiert.

4. Die Spaltung der Partei - die Gründung der USPD: Das Kapitel dokumentiert die Eskalation der Konflikte innerhalb der Gesamtpartei, die schließlich 1917 zur Abspaltung und Gründung der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (USPD) führte.

5. Schlusswort: Die Arbeit schließt mit einer Reflexion über die Folgen der Spaltung und die Rolle der USPD in den Jahren der Novemberrevolution.

Schlüsselwörter

SPD, USPD, Arbeiterbewegung, Erster Weltkrieg, Kriegskredite, Burgfrieden, Sozialismus, Marxismus, Klassenkampf, Parteidisziplin, Karl Liebknecht, Hugo Haase, Spaltung, Reichstag, Novemberrevolution

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die historische Zäsur der Parteispaltung der deutschen Sozialdemokratie zwischen 1914 und 1918.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Untersuchung konzentriert sich auf die Wechselwirkung zwischen Kriegspolitik, innerparteilicher Ideologie und der Durchsetzung von Fraktionsdisziplin.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die Gründe für die Entfremdung der verschiedenen Parteiflügel und den daraus resultierenden Bruch, der zur Gründung der USPD führte, aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Analyse historischer Quellen, Parteitagsdokumente, Reichstagsreden und einschlägiger wissenschaftlicher Sekundärliteratur zur Geschichte der Arbeiterbewegung.

Was bildet den inhaltlichen Schwerpunkt des Hauptteils?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit den Abstimmungen zu den Kriegskrediten und dem Verhalten der verschiedenen Gruppierungen innerhalb der SPD-Fraktion.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation am besten?

Die zentralen Begriffe sind Parteispaltung, Arbeiterbewegung, Burgfrieden, Klassenkampf und Sozialdemokratie.

Warum war das Datum 4. August 1914 so entscheidend für die Partei?

Es markiert die Zustimmung der SPD-Fraktion zu den Kriegskrediten, was den Bruch mit der bisherigen Anti-Kriegs-Haltung und dem Internationalismus bedeutete.

Inwiefern unterschieden sich die radikale Linke und die linke Mitte?

Während die radikale Linke um Liebknecht den Krieg prinzipiell als imperialistisch ablehnte, versuchte die linke Mitte um Haase zunächst einen Kompromiss zu finden, bis der Annexionscharakter des Krieges diesen unmöglich machte.

Welche Rolle spielten die sogenannten "Säuberungsaktionen"?

Sie waren ausschlaggebend dafür, dass die Opposition innerhalb der SPD, die ursprünglich keine Parteispaltung anstrebte, in die Gründung der USPD gedrängt wurde.

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Résumé des informations

Titre
Die Spaltung der sozialistischen Arbeiterbewegung (1914-1918)
Université
Ernst Moritz Arndt University of Greifswald  (Historisches Institut)
Cours
Entstehung und Entwicklung des deutschen Parteiensystems
Note
1,7
Auteur
Marcel Fidelak (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
25
N° de catalogue
V148608
ISBN (ebook)
9783640592586
ISBN (Livre)
9783640943524
Langue
allemand
mots-clé
Spaltung der Arbeiterbewegung sozialistische Arbeiterbewegung Arbeiterbewegung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Marcel Fidelak (Auteur), 2009, Die Spaltung der sozialistischen Arbeiterbewegung (1914-1918), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/148608
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Extrait de  25  pages
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