Die Sprache der Jugendzeitschriften am Beispiel von Popcorn und Mädchen


Hausarbeit, 2010

12 Seiten, Note: 1,7

Alexandra Krüger (Autor)


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was ist eine Jugendzeitschrift?

3. Zur Untersuchung der Sprache in Popcorn und Mädchen
3.1. Allgemeine sprachliche Auffälligkeiten in Jugendzeitschriften
3.2. Popcorn: „Gemobbt weil wir Visus sind!“
3.3. Mädchen: „Hot Stuff“

4. Resümee

5. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Geht man in einen Zeitschriftenladen und betrachtet das Regal, fallen einem die bunt aufgemachten Jugendzeitschriften ins Auge. Unzählige Zeitschriften reihen sich aneinander, von der allseits bekannten Bravo, über Yam! bis hin zur Sugar. Auch im Zeitalter des Fernsehens bleiben die Printmedien für Jugendliche immer noch attraktiv und erhalten im Jahr 2009 sogar ein weiteres Plus in den Verkaufszahlen.[1]

Jugendzeitschriften spielen somit auch heute noch eine große Rolle im Leben der Heranwachsenden und beeinflussen ihre Entwicklung. Insbesondere die Sprache von Jugendlichen macht starke Veränderungen durch. Hört man sich in der Straßenbahn um, so kommen einem Ausdrucksweisen zu Ohr, die nicht dem grammatisch richtigen Deutsch entsprechen, wie man es im Duden vorfinden kann. Jugendzeitschriften greifen diese Sprache auf, um eine größere Nähe zu ihren Lesern herzustellen.

Inhalt dieser Hausarbeit soll eine Untersuchung der Sprache in kommerziellen Jugendzeitschriften sein. Hierfür wurden zwei Jugendzeitschriften ausgewählt: Zum einen die Popcorn (Ausgabe Nr.2/ 2010) – eine Jugendzeitschrift, die sich an Mädchen als auch an Jungen wendet und inhaltlich hauptsächlich Musik, Film und Liebe in den Mittelpunkt stellt. Außerdem die Mädchen (Ausgabe Nr.3/ 2010) deren Zielgruppe sind Mädchen zwischen 12-16 Jahren. Neben Musik, Film und Liebe kommt hier die Rubrik Styling und Beauty hinzu.

Zunächst werden allgemein sprachliche Auffälligkeiten, die größten Teils die Lexik betreffen, analysiert. Anschließend wird auf die Formen der Ansprache des Lesers eingegangen. Ein sehr stark auftretendes Phänomen in Jugendzeitschriften, das die Verbindung zum Leser unterstützen soll. Abschließend steht der Sprachduktus im Mittelpunkt der Untersuchung. Das Ende der Hausarbeit werden zwei Artikel aus der Popcorn und der Mädchen ausmachen. Aus der Zeitschrift Popcorn soll der Artikel Gemobbt weil wir Visus sind und der Artikel Hot Stuff der Zeitschrift Mädchen genauer betrachtet und durchleuchtet werden. Hierbei wird neben der Sprache auch der Inhalt eine Rolle spielen.

Ziel dieser Hausarbeit ist es, einen Einblick in die Sprache der Jugendzeitschriften zu erhalten. Zudem wird auch eine Bewertung der festgestellten sprachlichen Auffälligkeiten am Ende dieser Hausarbeit stehen.

2. Was ist eine Jugendzeitschrift?

Zur genauen Betrachtung einer Jugendzeitschrift und ihrer Sprache, ist es wichtig, zuvor zu klären, was eine Jugendzeitschrift ausmacht. Auf diese Weise wird die darauf aufbauende Sprachanalyse erst nachvollziehbar. Eine Definition von Jugendpresse gibt das Werk Jugendpresse in der Bundesrepublik Deutschland:

Die Jugendpresse ist ein Teil der Jugendpublizistik und umfaßt alle periodisch erscheinenden Druckwerke, die für die Zielgruppe Jugend allgemein oder spezialisiert (altersspezifisch, geschlechtsspezifisch, interessenspezifisch) herausgegeben werden, sei es von Verbänden, Institutionen, Verlagen oder Gruppierungen engagierter Jugendlicher.[2]

Doch scheint es offenkundig, dass die Jugendzeitschrift nicht nur durch ihre Zielgruppe von 12-19 Jährigen ausreichend beschrieben wird. Jugendzeitschriften sind - nach der Definition - Zeitschriften, die periodisch erscheinen. Meist wöchentlich, wie z.B. die Bravo. Zudem ist für Jugendzeitschriften sehr charakteristisch, dass sie günstig zu erstehen sind. Ihr Preis liegt zwischen zwei und drei Euro – also im Rahmen des Taschengeldes. Sie erfüllen außerdem eine wichtige Funktion für die Jugendlichen, denn sie bieten Identifikationsmöglichkeiten.[3]

Darüber hinaus lassen sich Jugendzeitschriften kategorisieren: Eine erste Unterteilung kann man in kommerzielle und nicht-kommerzielle Jugendzeitschriften vornehmen. Kommerzielle Jugendzeitschriften wurden unter dem Gesichtspunkt der Gewinnerzielung ins Leben gerufen. Nicht-kommerzielle Jugendzeitschriften sind demzufolge Jugendzeitschriften, die nicht den Marktmechanismen unterworfen sind und keiner Gewinnerzielung verfolgen. Ihre Herausgeber sind meist Verbände, Parteien oder auch konfessionelle, berufliche und sonstige Organisationen. Diese Hausarbeit wird sich den kommerziellen Jugendzeitschriften zuwenden.[4] Die weiteren Unterkategorien sollen hier vernachlässigt werden.

Insgesamt stellt man bei Jugendlichen eine geringe Beliebtheit der Printmedien fest. Hierunter fallen sowohl Bücher und Zeitungen als auch Zeitschriften. In der Gesamtheit der Mediennutzung fallen den Printmedien nur 13 % zu[5]. Insbesondere seien Tageszeitungen – laut Claudia Nothelle[6] – ein weniger beliebtes Informations- und Unterhaltungsmedium. Dies liege unter anderem am Inhalt, den unterschiedlichen Sprachen sowie den Bildungsniveaus der breiten Leserschaft. Die jugendlichen Leser wenden sich eher den Jugendzeitschriften zu, welche für sie von den Verlagen konzipiert wurden. Die Zeitschriftenverleger geben an, dass 50 % aller Jugendlichen eine Jugendzeitschrift lesen würden. Dieser beträchtlich große Anteil gibt daher auch Anlass die Jugendzeitschriften näher zu betrachten. Mädchen seien hier die im Alter von 12-14 Jahren begeisterte Jugendzeitschriftenleser; Jungen beginnen hingegen erst im Alter von 14 Jahren.[7]

Um noch einmal genauer auf die Merkmale von Jugendzeitschriften[8] zurückzukommen: Was ist inhaltlich in solchen Zeitschriften zu finden? Die typischen Jugendzeitschriften weisen eine ähnliche inhaltliche Struktur auf. Hierzu gehören Star-Storys, Hilfe bei Problemen der Pubertät, Musik- und Kino-News sowie Gesundheit. Sehr beliebt bei den Jugendlichen sind Poster, Autogrammkarten und Preisrätsel, darüber hinaus auch die Fotostorys und Psycho-Tests.[9] Vor allem die bunte Aufmachung mit vielen Bildern und reißerischen Schlagzeilen fallen beim ersten Betrachten ins Auge. Das Merkmal, was ein großes Interesse in der Forschung geweckt hat und Thema der Hausarbeit sein soll, ist die besondere Sprache, welche im Folgenden nun anhand von zwei Zeitschriften aufgezeigt werden soll.

[...]


[1] Siehe: http://meedia.de/nc/details-topstory/browse/1/article/trotz-internet--jugendzeitschriften-boomen_100024056.html?tx_ttnews[backPid]=1716&cHash=d47d86cbf5 (11.02.10).

[2] M. Knoche/ M. Lindgens/ M. Meissner: Jugendpresse in der Bundesrepublik Deutschland. Beiträge zur Jugendpresseforschung 1. Berlin, 1979. S. 33.

[3] Vgl. http://www.hdm-stuttgart.de/ifak/medienpaedagogik_lesefoerderung/lesefoerderung_jugend/konzepte2/steckbrief (11.02.10).

[4] Vgl. Ebd. S. 122.

[5] Vgl. Claudia Nothelle: Zwischen Pop und Politik – Zum Weltbild der Jugendzeitschriften „Bravo“, „’ran“ und „Junge Zeit“, in: Hans-Dieter Kübler, Medien & Kommunikation Bd. 19. Münster/Hamburg, 1994. S. 33-36.

[6] Vgl. Ebd.

[7] Vgl. Ebd.

[8] Unter dem Begriff „Jugendzeitschrift“ fallen in dieser Hausarbeit, wie eingangs erwähnt, nur kommerzielle Jugendzeitschriften..

[9] Vgl. http://wapedia.mobi/de/Jugendmagazin (11.02.10).

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten

Details

Titel
Die Sprache der Jugendzeitschriften am Beispiel von Popcorn und Mädchen
Hochschule
Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover  (Deutsches Seminar)
Veranstaltung
Jugendsprache(n)
Note
1,7
Autor
Jahr
2010
Seiten
12
Katalognummer
V148626
ISBN (eBook)
9783640589517
ISBN (Buch)
9783640589715
Dateigröße
433 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Jugendzeitschrift, Popcorn, Mädchen, Sprache, Sprachwissenschaft
Arbeit zitieren
Alexandra Krüger (Autor), 2010, Die Sprache der Jugendzeitschriften am Beispiel von Popcorn und Mädchen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/148626

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