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Religiöse Konstruktion des Raumes im Martyrium Polykarps

Eine Untersuchung über die Weisen der religiösen Konstruktion des Raumes

Título: Religiöse Konstruktion des Raumes im Martyrium Polykarps

Trabajo de Seminario , 2010 , 21 Páginas

Autor:in: Elchan Gassanow (Autor)

Teología - Teología histórica, historia eclesiástica
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Die Texte, die zur „materiellen Hinterlassenschaft der Antike“1 gehören, können als Primärquellen angenommen werden und haben Mehrbedeutung, wie die archäologischen Funde. Einer von diesen ist das Martyrium Polykarps. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der religiösen Konstruktion des Raumes im Martyrium Polykarps. Des Weiteren stellt sich die Frage, ob neben den archäologischen Funden auch die Texte, die sich mit räumlichen Problemen beschäftigen, einen Ort religiös konstruieren können. Auf welche Weise wurde Smyrna im Martyrium Polykarps als religiöser Ort konstruiert?
Der Fokus dieser Arbeit richtet sich auf Gottes Ruf während der Hinrichtung des Polykarp. Zuerst wird die Bedeutung des Rufes herausgefunden. Ein anderes Forschungsobjekt ist das Ritual, das am Grab Polykarps durchgeführt wurde. Die Quelle zeigt auf der einen Seite ein heidnisches religiöses Ritual, wo Polykarp als Opfer hingerichtet wurde, andererseits wurde die Opferbereitschaft der Christen für ihren Glauben abgebildet. Aus dieser Parallele ergibt sich ein Bild vom heidnischen Ritual, das als barbarisch gelten könnte, und von christlicher Liebe zu Gott, die im Glauben monotheistische Züge stärkt und das Christentum als richtige Wahl darstellt. Es wird in dieser Arbeit ein Versuch unternommen, die Rolle dieser Abbildung und das Ritual bei der Sakralisierung des Raumes herauszufinden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Hauptquelle: MartPol

2.1. Bezeugung

2.2. Datierung

2.3. Aufbau

2.4. Gattung

2.5. Kurze Paraphrase

3. Religiöse Konstruktion des Raumes

3.1. Heiliger Ort

3.2. Unbenannte Orte

3.3. Gottes Ruf

3.4. „Einmal heilig, immer heilig“

3.5. Qualität des Ortes

4. Dauerhafte Sakralität durch Ritual und Tradition

4.1. Tradition als dauerhafte Sakralität

4.2. Beispiel für sakrale Topografie

5. Diskontinuität und Kontinuität paganer Tradition im MartPol

6. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, auf welche Weise im „Martyrium Polykarps“ die Stadt Smyrna religiös als heiliger Ort konstruiert wird. Dabei steht die Frage im Zentrum, wie neben archäologischen Funden auch Texte durch die Beschreibung von Ereignissen und rituellen Praktiken eine räumliche Sakralisierung bewirken können.

  • Religiöse Konstruktion des Raumes durch Texte
  • Bedeutung von Gottes Ruf bei der Sakralisierung
  • Die Rolle von Ritual und Tradition für die dauerhafte Sakralität
  • Verhältnis von Kontinuität und Diskontinuität zwischen heidnischen und christlichen Traditionen
  • Die Funktion von Gedenkorten und Topografien

Auszug aus dem Buch

3.2. Unbenannte Orte

„[…]Der bewunderungswürdige Polykarp aber erschrak nicht, als er davon hörte, und wollte zunächst in der Stadt bleiben; aber die Mehrzahl beredete ihn zur Flucht. Da zog er sich auf ein Landgut zurück, das nahe bei der Stadt lag, und hielt sich dort mit einigen wenigen auf, ohne Tag und Nacht etwas anderes zu tun als zu beten für alle Menschen und für die Kirchen der ganzen Welt, wie er es gewohnt war.“

Für diese Arbeit ist die Bedeutung des Ortes wichtig, an dem das ausserordentliche Ereignis geschah. Christian Hänger erklärt in seinem Buch „Die Welt im Kopf“ die Bedeutung der Ortsgebundenheit der Religion: „Es ist ein wesentliches Merkmal einer Religion, einen festgelegten Teil des Raums herauszulösen und für heilig zu erklären.“ Der Hinrichtungsplatz, an dem von Gott gesprochen wurde, und Polykarps Grab, an dem die Gläubigen das traditionelle Ritual durchführen, sind im MartPol die Teile des Raumes, die durch Polykarps Tod herausgelöst werden. Der Platz und das Grab liegen in Smyrna. Aber es gibt auch unbenannte Landschaften, die im Brief als Landgut (wo Polykarp sich versteckte E.G) oder Stadt bezeichnet werden.

Warum fehlen hier die Namen? Damit ein Ort seine Funktion als religiösen Raum erfüllen kann, bedarf er einer Benennung. Die Benennung stellt die Verbindung zwischen dem Ort und dem Geschehen fest. Aber MartPol nennt nur einen Namen: Smyrna. Dieses Vorgehen macht deutlich, dass die Priorität bei Smyrna liegt und die Benennung eines zusätzlichen Ortes eine Konkurrenz darstellen könnte. Die Orte, wo Polykarp angehalten hat oder zu denen er geleitet wurde, spielen eine zentrale Rolle, die Smyrnas Wichtigkeit stärken.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Fragestellung der religiösen Konstruktion von Raum im Martyrium Polykarps ein und skizziert den methodischen Ansatz.

2. Die Hauptquelle: MartPol: Dieses Kapitel widmet sich der Quellenkritik, inklusive Bezeugung, Datierung, Aufbau und Gattung des Martyriums, sowie einer inhaltlichen Zusammenfassung.

3. Religiöse Konstruktion des Raumes: Hier wird analysiert, wie durch Erzählungen und Ereignisse wie Gottes Ruf bestimmte Orte im Text als heilig identifiziert und konstruiert werden.

4. Dauerhafte Sakralität durch Ritual und Tradition: Das Kapitel untersucht, wie Rituale und jährliche Gedenktraditionen an Polykarps Grab den Raum dauerhaft sakralisieren.

5. Diskontinuität und Kontinuität paganer Tradition im MartPol: Hier wird das Spannungsfeld zwischen der Ablösung heidnischer Traditionen und der Etablierung christlicher Räume thematisiert.

6. Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung resümiert die Bedeutung des Berichts für die religiöse Konstruktion von Smyrna und die Dauerhaftigkeit der Sakralität.

Schlüsselwörter

Martyrium Polykarps, Religiöse Raumkonstruktion, Sakralität, Smyrna, Heiliger Ort, Märtyrerkult, Ritual, Tradition, Gottes Ruf, Topografie, Pilgerfahrten, Diskontinuität, Kontinuität, Paganismus, Kirchenbau.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie der Ort Smyrna im frühchristlichen „Martyrium Polykarps“ religiös konstruiert und sakralisiert wird.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen umfassen die religiöse Wahrnehmung von Raum, die Bedeutung von Märtyrerberichten, den Einfluss von Ritualen auf die Sakralität sowie das Verhältnis zwischen alten heidnischen und neuen christlichen Traditionen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, auf welche Weise Smyrna im Text des Martyriums als religiöser Ort konstruiert wird und ob Texte räumliche Problematiken ebenso religiös aufladen können wie physische archäologische Funde.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine quellenkritische Interpretation sowie auf einen kulturwissenschaftlichen Ansatz, der räumliche Konstruktionen und die Bedeutung von Ritualen und Traditionen untersucht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Quellenanalyse des „MartPol“, die Untersuchung der religiösen Raumkonstruktion (Heiligkeit, Gottes Ruf, Qualität des Ortes) und die Rolle von Ritualen und Traditionen bei der dauerhaften Sakralisierung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Martyrium Polykarps, Religiöse Raumkonstruktion, Sakralität, Heiliger Ort, Märtyrerkult, Tradition und Topografie.

Welche Rolle spielt die „Stimme Gottes“ im Martyrium für die Raumkonstruktion?

Gottes Ruf fungiert als legitimierendes Ereignis, das einen bestimmten Bereich im Raum herauslöst, diesen als heilig kennzeichnet und somit das Bewusstsein der Gläubigen für die Heiligkeit der Stadt Smyrna stärkt.

Inwiefern beeinflusst der Begriff „Einmal heilig, immer heilig“ die Wahrnehmung des Ortes?

Dieser Aspekt verdeutlicht, dass die Verehrung des Märtyrers an seinem Hinrichtungs- und Grabplatz eine dauerhafte Sakralisierung bewirkt, die den Ort über das einmalige Ereignis hinaus als religiöses Zentrum definiert.

Final del extracto de 21 páginas  - subir

Detalles

Título
Religiöse Konstruktion des Raumes im Martyrium Polykarps
Subtítulo
Eine Untersuchung über die Weisen der religiösen Konstruktion des Raumes
Universidad
University of Zurich  (Historisches Seminar)
Curso
Religion als Ort und Raum:Sakraltopografie antiker und spätantiker Städte
Autor
Elchan Gassanow (Autor)
Año de publicación
2010
Páginas
21
No. de catálogo
V148639
ISBN (Ebook)
9783640678297
ISBN (Libro)
9783640678389
Idioma
Alemán
Etiqueta
Religiöse Konstruktion Raumes Martyrium Polykarps Eine Untersuchung Weisen Konstruktion Raumes
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Elchan Gassanow (Autor), 2010, Religiöse Konstruktion des Raumes im Martyrium Polykarps, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/148639
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