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Gendersensible Berufsorientierung in der Informatik. Einstellung von Lehrkräften zur Geschichte "Alex wird Informatikerin"

Eine qualitative Studie mit leitfadengestützten Experteninterviews

Titel: Gendersensible Berufsorientierung in der Informatik. Einstellung von Lehrkräften zur Geschichte "Alex wird Informatikerin"

Masterarbeit , 2024 , 178 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Didaktik - Informatik
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Masterarbeit beschäftigt sich mit der Einstellung von Lehrkräften zu der Geschichte „Alex wird Informatikerin“, die in einem Seminar zum Gendergerechten Informatikunterricht im Sommersemester 2021 von vier Studierenden verfasst wurde. Die Geschichte handelt von Alex, die sich für Informatik interessiert und einen Beruf in diesem Bereich anstreben möchte. „Alex wird Informatikerin“ stellt eine Möglichkeit dar, eine gendersensible Berufsorientierung im Informatikunterricht durchzuführen. Dazu wird eine qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring durchgeführt, indem sechs Lehrkräfte mit unterschiedlichen Erfahrungen in Gender und Berufsorientierung befragt und ihre Aussagen mithilfe eines induktiven Kategoriensystems ausgewertet werden. Die Einstellung der Lehrkräfte ist überwiegend positiv: Sie beschreiben, welche Chancen, aber auch Herausforderungen die Geschichte bietet, und führen darüber hinaus Verbesserungsvorschläge und Einsatzmöglichkeiten der Geschichte innerhalb und auch außerhalb des Informatikunterrichts auf.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Vorgehensweise

2. Einstellungen

3. Gender und Berufsorientierung

3.1 Der Begriff „Gender“ und weitere relevante Begriffe

3.2 Gender in der Schule

3.3 Berufsorientierung in der Schule

3.4 Einflussfaktoren auf die Berufswahl

3.5 Gender als Einflussfaktor auf die Berufsorientierung

4. Geschichte „Alex wird Informatikerin“

4.1 Hintergrundinformationen zur Geschichte

4.2 Darstellung von Genderneutralität in der Geschichte

4.3 Einbindung der Geschichte in den (Informatik-)Unterricht

5. Methodik

5.1 Ablauf der Untersuchung

5.2 Erhebungsinstrument: Leitfadengestütztes Experteninterview

5.3 Pretest und Überarbeitung des Erhebungsinstrumentes

5.4 Datenerhebung und Durchführung der Hauptstudie

6. Auswertung

6.1 Auswertungsverfahren: Qualitative Inhaltsanalyse

6.2 Vorgehen zur Einhaltung der Gütekriterien qualitativer Forschung

6.3 Darstellung der Ergebnisse

6.4 Diskussion der Ergebnisse

7. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Einstellungen von Lehrkräften gegenüber der Geschichte „Alex wird Informatikerin“, einer Erzählung, die als Mittel für eine gendersensible Berufsorientierung im Informatikkontext entwickelt wurde. Ziel ist es, Chancen, Herausforderungen und Einsatzmöglichkeiten aus der Sicht von pädagogischen Fachkräften zu analysieren, um effektive Bildungsstrategien zur Überwindung von Geschlechterstereotypen in der Informatik zu fördern.

  • Forschung zur gendersensiblen Berufsorientierung in der Informatik.
  • Analyse der Geschichte „Alex wird Informatikerin“ als Lehrmaterial.
  • Expertise und Einstellungen von Lehrkräften zur Integration solcher Materialien.
  • Methodik der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring zur Auswertung von Lehrerinterviews.
  • Diskussion über Gender, MINT-Berufswahl und stereotype Geschlechterrollen in der Schulpraxis.

Auszug aus dem Buch

4.1 Hintergrundinformationen zur Geschichte

Die Geschichte „Alex wird Informatikerin“ wurde in dem Seminar „Gendergerechter Informatikunterricht“ an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg im Sommersemester 2021 von vier Lehramtsstudierenden für die Berufsorientierung verfasst (vgl. Dittert & Diethelm 2022, S. 135). Im Folgenden wird die Geschichte „Alex wird Informatikerin“ zusammengefasst, um einen Einblick in die Geschichte zu geben.

„Alex wird Informatikerin“ handelt, wie der Titel erwähnt, von der 17-jährigen Alex, die die 12. Klasse eines Gymnasiums besucht und sich für Informatik interessiert (vgl. Boyan et al. 2022, S. 3 ff.). Da sie bald ihren Abschluss macht, macht sie sich Gedanken darüber, welche Berufswahl für sie in Frage kommt. Ihre Mutter rät ihr zu einem Gespräch mit ihrer Informatiklehrerin, da Alex „mit Computern und Menschen arbeiten“ (Boyan et al. 2022, S. 3) möchte. Am Dienstag verabredet sich Alex mit ihrer Informatiklehrkraft, Frau Hopper, zu einem Berufsberatungsgespräch am nächsten Nachmittag. Die beiden treffen sich im Lehrerzimmer und Frau Hopper stellt ihr den Beruf der Informatiklehrkraft und die verschiedenen Inhalte des erforderlichen Bachelor- und Masterstudiums vor und erklärt ihr zunächst, womit sich die Informatik allgemein beschäftigt. Danach verweist sie auf die bevorstehende Berufsorientierungsmesse, die an der Schule stattfindet und an der u. a. eine Anwendungsentwicklerin anwesend sowie ein Stand zur Medizinischen Informatik vorhanden sein wird. Zudem erwähnt die Lehrerin den Namen der Schule (Ada-Lovelace-Gymnasium) und rät Alex sich über diese Namensgebung selbstständig zu informieren.

In der nächsten Woche begibt sich Alex auf die Berufsorientierungsmesse der Schule und besucht zuerst den Stand der Anwendungsentwicklerin, an dem die Fachinformatikerin für Anwendungsentwicklung Karlie einen Vortrag über ihren Beruf hält.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Stellt das Forschungsproblem der geschlechterspezifischen Unterrepräsentanz in der Informatik dar und definiert die Zielsetzung sowie die Vorgehensweise der Masterarbeit.

2. Einstellungen: Erläutert theoretische Grundlagen der Einstellungsbildung, insbesondere das Multikomponentenmodell, und deren Bedeutung für das pädagogische Handeln.

3. Gender und Berufsorientierung: Betätigt sich mit den Begriffen Gender, Stereotypen und den Einflussfaktoren auf die Berufswahl von Schüler*innen unter besonderer Berücksichtigung des schulischen Kontextes.

4. Geschichte „Alex wird Informatikerin“: Bietet Hintergrundinformationen zur Entstehung der Geschichte, analysiert deren genderneutrale Gestaltung und zeigt Möglichkeiten zur Einbindung in den Unterricht auf.

5. Methodik: Beschreibt das Forschungsdesign, inklusive der Durchführung leitfadengestützter Experteninterviews mit Lehrkräften und deren Vorbereitung durch einen Pretest.

6. Auswertung: Dokumentiert das angewandte Verfahren der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring und stellt die aus den Interviews gewonnenen Ergebnisse dar und diskutiert diese.

7. Fazit und Ausblick: Fasst die zentralen Erkenntnisse über die Einstellung der Lehrkräfte zusammen und reflektiert über den Bedarf, die Geschichte weiterzuentwickeln und Lehrkräfte intensiver zu sensibilisieren.

Schlüsselwörter

Gendersensible Berufsorientierung, Informatikonderricht, Lehrkräfteeinstellung, Qualitative Inhaltsanalyse, Gender-Kompetenz, Berufswahl, Stereotype, MINT, Fachkräftemangel, Unterrichtsmaterialien, Gender Mainstreaming, Schulentwicklung, Informatikberufe, Bildungsforschung, Experteninterview.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Untersuchung widmet sich der Einstellung von Lehrkräften gegenüber der Geschichte „Alex wird Informatikerin“, einer Erzählung, die als Unterrichtsmaterial zur gendersensiblen Berufsorientierung in der Informatik konzipiert wurde.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder umfassen die gendergerechte Gestaltung von Berufen, wie Stereotype Berufswahlentscheidungen beeinflussen und wie Lehrkräfte als Mentoren geschlechterneutralen Unterricht fördern können.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Ziel ist es zu ermitteln, wie Lehrkräfte die Geschichte bewerten, welche Chancen und Herausforderungen sie für den Unterricht sehen und inwiefern das Material dazu beitragen kann, den Genderbias in der IT-Ausbildung zu verringern.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?

Es wurde eine qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring durchgeführt, basierend auf leitfadengestützten Experteninterviews mit sechs Lehrkräften unterschiedlicher Schulformen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Hintergründe zu Gender-Einstellungen sowie eine detaillierte Analyse der Geschichte, ihrer intendierten genderneutralen Botschaften und ihrer praktischen, methodischen Einsatzmöglichkeiten im Unterricht.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Wichtige Begriffe sind Gendersensible Berufsorientierung, Informatik, Lehrkräfteeinstellung, Gender-Kompetenz, qualitative Forschung und Stereotypenforschung.

Wie bewerten die interviewten Lehrkräfte die Geschichte?

Die Einstellungen sind überwiegend positiv, allerdings äußerten einige Lehrkräfte, dass der Text für den direkten Unterrichtseinsatz zu lang oder sprachlich zu textlastig sei und eine modernere, interaktivere Aufbereitung in Comic- oder Videoform bevorzugt würde.

Welche Rolle spielt die „Gender-Kompetenz“ bei Lehrkräften?

Die Arbeit unterstreicht, dass eine bewusste Gender-Kompetenz entscheidend ist, um sicherzustellen, dass nicht nur binäre Rollenbilder vermittelt werden, sondern Schüler*innen unabhängig von stereotypes Entwicklungswege offenstehen.

Ende der Leseprobe aus 178 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Gendersensible Berufsorientierung in der Informatik. Einstellung von Lehrkräften zur Geschichte "Alex wird Informatikerin"
Untertitel
Eine qualitative Studie mit leitfadengestützten Experteninterviews
Hochschule
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg  (Fakultät 2)
Veranstaltung
Didaktik der Informatik
Note
1,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2024
Seiten
178
Katalognummer
V1487021
ISBN (PDF)
9783389040522
ISBN (Buch)
9783389040539
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Masterarbeit Didaktik der Informatik Informatik Gender gendersensibel Berufsorientierung Alex wird Informatikerin gendersensible Berufsorientierung Einstellung Lehrkräfte Interview Mayring qualitative Inhaltsanalyse Experteninterview leitfadengestützt
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2024, Gendersensible Berufsorientierung in der Informatik. Einstellung von Lehrkräften zur Geschichte "Alex wird Informatikerin", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1487021
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Leseprobe aus  178  Seiten
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