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Routen zur Industriekultur im Ruhrgebiet und in Nordrhein-Westfalen

Título: Routen zur Industriekultur im Ruhrgebiet und in Nordrhein-Westfalen

Trabajo de Seminario , 2009 , 23 Páginas , Calificación: 2,3

Autor:in: Christina Gieseler (Autor)

Historia de Europa - Tiempos modernos, absolutismo, industrialización
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„Hochöfen, Gasometer oder Fördertürme prägen bis heute das Gesicht des Ruhrgebiets. Sie sind wichtige Zeugen der 150-jährigen industriellen Vergangenheit des Reviers, aber auch des sich vollziehenden Strukturwandels. Denn die ehemaligen Produktionsstätten – nicht wenige davon stehen unter Denkmalschutz – sind keine Orte wehmütiger Erinnerung, sondern haben sich längst zu "lebendigen" industriekulturellen Räumen und attraktiven Veranstaltungsorten mit touristischer Anziehungskraft entwickelt.[…]“.
Dieses Zitat von der Internetseite der „Route der Industriekultur“ erläutert, was die Route präsentieren will, und umfasst ebenso, worum es in dieser schriftlichen Ausarbeitung gehen wird. So soll hier vor allem die „Route der Industriekultur“ vorgestellt und beschrieben werden. Zu Beginn wird allerdings erst der Begriff „Industriekultur“ näher beleuchtet und in seinen historischen Hintergrund eingebettet, woran sich ein Definitionsversuch dieses weit gefassten Begriffes anschließt. Danach werden das Themenspektrum und der Aufbau der "Route der Industriekultur“ ausführlich dargestellt. Außerdem soll die Entstehung der Route kurz skizziert und dann die Bedeutung der Route als kulturelles Erbe in den Blick genommen werden. Des Weiteren soll die Präsentationsweise der Route analysiert und ihre Interpretationsansätze und Deutungsmuster herausgearbeitet werden. Im Anschluss soll noch auf die Bedeutung der Route der als Touristenattraktion eingegangen werden. Abschließend werden stichpunktartig weitere Routen der Industriekultur im Ruhrgebiet und in Nordrhein-Westfalen dargestellt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. „Industriekultur“: Erläuterung des historischen Hintergrundes und ein Definitionsversuch

2.1 Der historische Hintergrund des Begriffes

2.2 Ein Definitionsversuch

3. Die „Route der Industriekultur“

3.1 Der thematische Schwerpunkt und die geographische Lage der Route

3.2 Der Aufbau der Route

3.2.1 Ankerpunkte und Besucherzentren

3.2.2 Themenrouten

3.2.3 Arbeitersiedlungen und Panoramen der Industrielandschaft

3.3 Das Informationssystem der Route

4. Die Entstehung der „Route der Industriekultur“

5. Die Bedeutung der „Route der Industriekultur“ als kulturelles Erbe

6. Die Art des Umgangs mit der Vergangenheit – Die Interpretationsansätze und Deutungsmuster der „Route der Industriekultur“

6.1 Der metaphorische Charakter der Route

6.2 Die metonymische Ordnung der Route

6.3 Die synekdochische Ordnung der Route

6.4 Die Verwendung von Ironie bei der Präsentation der Objekte der Route

6.5 Die allgemeine Interpretationsansatz der „Route der Industriekultur“

7. Die Bedeutung der „Route der Industriekultur“ als Touristenattraktion

7.1 Strukturelle und marketing-orientierte Besonderheiten der Route

7.2 Der touristische Erfolg der Route und Ausbaumöglichkeiten

8. Weitere Routen der Industriekultur im Ruhrgebiet und in Nordrhein-Westfalen

8.1 EnergieErlebnis Rheinland

8.2 Netzwerk Industriekultur Bergisches Land e.V.

8.3 Bergischer Ring e.V.

8.4 Museumsinitiative in OWL e.V.

8.5 Märkische Straße Technischer Kulturdenkmäler

8.6 Arbeitsgemeinschaft technikhistorischer Museen in Südwestfalen (AR.TE.M.I.S.)

8.7 Euregio Maas-Rhein

8.8 ERIH – The European Route of Industrial Heritage

9. Fazit

10. Bibliographie

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die "Route der Industriekultur" als zentrales Instrument zur Transformation industrieller Relikte in kulturell und touristisch nutzbare Räume. Das Ziel ist es, die konzeptionellen Grundlagen, die Deutungsmuster der historischen Vermittlung sowie die touristische Bedeutung der Route im Ruhrgebiet aufzuzeigen und sie in den Kontext weiterer industriekultureller Initiativen in Nordrhein-Westfalen zu setzen.

  • Historischer Kontext und Definitionsversuch des Begriffs "Industriekultur"
  • Aufbau, Struktur und Informationssystem der Route der Industriekultur
  • Analyse der visuellen Rhetorik und Interpretationsansätze (Metapher, Metonymie, Synekdoche, Ironie)
  • Untersuchung der touristischen Bedeutung und des Transformationsprozesses zum kulturellen Erbe
  • Überblick über ergänzende industriekulturelle Routen in der Region

Auszug aus dem Buch

3.1 Der thematische Schwerpunkt und die geographische Lage der Route

Die Route berichtet visuell von der Geschichte des Ruhrgebietes im Industriezeitalter und präsentiert dessen Entstehung, Entwicklung und Wandel: „In ihrer Gesamtheit erzählt die Route der Industriekultur die große Geschichte der Entstehung, des Aufstiegs und des Wandels einer Industrieregion, mit ihren Anfängen im frühen Bergbau und der Metallverarbeitung in den Ruhrbergen, ihrem Höhepunkt in der Hochphase der Montanindustrie mit den Tiefbauzechen, Kokereien, Hochöfen und der Schwerindustrie und ihrem (vorläufigen) Abschluss in der Bergbau- und Stahlkrise, im Strukturwandel zur Dienstleistungsgesellschaft und in der Umwandlung von Industrieanlagen zu Denkmälern.“

Dabei werden die Bereiche und Phasen der Industrialisierung an verschiedenen Originalschauplätzen demonstriert und interpretiert. So werden zum Beispiel neben anderen Standorten und Themen das vorindustrielle Handwerk und die Frühindustrialisierung im Freilicht-Museum Hagen gezeigt, die Anfänge des Bergbaus in der Zeche Nachtigall in Witten, und Hochphase des Ruhrbergbaus in der Zeche Zollern in Dortmund. Die DASA (Deutsche Arbeitsschutzausstellung) zeigt schließlich die Veränderung der Arbeitswelt.

Die Route bezieht sich in ihrer Darstellung nicht nur Dauerausstellungen und -präsentationen mit ein, sondern auch zeitlich begrenzte kulturelle Attraktionen in der Region, „die in steigender Zahl eben auch in Räumlichkeiten der Standorte entlang der Route stattfinden“. Auf der Internetseite der Route gibt es hierfür unter Rubrik „Route aktuell“ einen Veranstaltungskalender, der über Ausstellungen, Führungen, Touren und Feiern an den Standorten informiert.

Die „Route der Industriekultur“ umfasst eine Strecke von 400 km. Geographisch betrachtet, lässt sich der Kern der „Route der Industriekultur“ allgemein im Raum zwischen den Flüssen Emscher bzw. dem Rhein-Herne Kanal im Norden und der Ruhr im Süden festmachen; die westliche Grenze bildet der Rhein, und im Osten endet die Route in Hamm. Von den Ankerpunkten her gesehen wird dieser geographische Rahmen allerdings teilweise etwas überschritten, wie z.B. im Süden durch die Standorte in Hagen (Hohenhof und Freichlichtmuseum).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema ein und erläutert die Relevanz der "Route der Industriekultur" als lebendiges Zeugnis des Strukturwandels und kulturellen Raums.

2. „Industriekultur“: Erläuterung des historischen Hintergrundes und ein Definitionsversuch: Das Kapitel beleuchtet die historische Entwicklung des Begriffs "Industriekultur" seit den 1990er Jahren und versucht eine inhaltliche Definition im Kontext von Industriegeschichte und Tourismus.

3. Die „Route der Industriekultur“: Hier werden der thematische Aufbau, die geographische Ausdehnung sowie die verschiedenen Bestandteile wie Ankerpunkte, Themenrouten und das Informationssystem detailliert beschrieben.

4. Die Entstehung der „Route der Industriekultur“: Dieses Kapitel skizziert die Genese der Route als Großinvestition durch die Internationale Bauausstellung (IBA) Emscher Park in den 1990er Jahren.

5. Die Bedeutung der „Route der Industriekultur“ als kulturelles Erbe: Der Abschnitt analysiert den Prozess der Neubewertung alter Industrieanlagen als kulturelles Erbe und deren Funktion als Mittler zwischen Vergangenheit und Zukunft.

6. Die Art des Umgangs mit der Vergangenheit – Die Interpretationsansätze und Deutungsmuster der „Route der Industriekultur“: Es werden die eingesetzten rhetorischen Figuren wie Metapher, Metonymie, Synekdoche und Ironie analysiert, um zu verstehen, wie die Geschichte der Objekte vermittelt wird.

7. Die Bedeutung der „Route der Industriekultur“ als Touristenattraktion: Das Kapitel untersucht die Marketingstrategien, den touristischen Erfolg sowie das Potenzial zur weiteren ökonomischen Etablierung des Industrietourismus.

8. Weitere Routen der Industriekultur im Ruhrgebiet und in Nordrhein-Westfalen: Es erfolgt eine stichpunktartige Darstellung alternativer industriehistorischer Routen und Institutionen in NRW, wie beispielsweise das Netzwerk Industriekultur Bergisches Land.

9. Fazit: Das Fazit fasst die Bedeutung der Umnutzung alter Industrieanlagen zusammen und verweist auf das Potenzial zur Etablierung als kultureller Nationalpark.

10. Bibliographie: Das Verzeichnis listet die verwendete Literatur sowie die herangezogenen Internetquellen auf.

Schlüsselwörter

Industriekultur, Route der Industriekultur, Ruhrgebiet, Strukturwandel, Industrietourismus, kulturelles Erbe, Ankerpunkte, Themenrouten, Industriedenkmalpflege, Industriegeschichte, visuelle Rhetorik, Denkmalschutz, Nordrhein-Westfalen, Transformation, Industrielandschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, wie das Ruhrgebiet seine industriellen Hinterlassenschaften durch die "Route der Industriekultur" in eine lebendige Erinnerungslandschaft und eine touristische Attraktion transformiert hat.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind der historische Wandel des Industriebegriffs, die bauliche und inhaltliche Struktur der Route, die Analyse der visuellen Vermittlung von Geschichte sowie die touristische Bedeutung der Standorte.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es, die konzeptionelle Gestaltung und die Interpretationsmuster der Route zu analysieren, um aufzuzeigen, wie aus ehemaligen Industriebetrieben ein kulturelles Erbe mit touristischem Mehrwert geformt wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine Analyse von Fachliteratur sowie auf die Auswertung von Deutungsmustern, wie sie etwa vom Geschichtstheoretiker Hayden White und dem Kulturwissenschaftler Stephen Bann für die visuelle Rhetorik beschrieben wurden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Route und ihres Aufbaus, die Analyse ihrer historischen Einordnung, die Untersuchung der eingesetzten Deutungsfiguren (Metaphern, Ironie, etc.) sowie den touristischen Erfolg der Route.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den prägenden Begriffen zählen Industriekultur, Strukturwandel, Ankerpunkte, kulturelles Erbe, visuelle Rhetorik und Industrietourismus.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen "echten Routen" und anderen industriekulturellen Projekten?

Die Arbeit differenziert Routen, die als durchgängige "Touristikstraßen" mit klarer Beschilderung und Infrastruktur fungieren, von bloßen Sammlungen von Industriemuseen oder Initiativen ohne zusammenhängende Streckenführung.

Welche Rolle spielt die Ironie bei der Präsentation der Objekte laut der Arbeit?

Ironie wird hier als selbstreflexiver Umgang verstanden, der die Zeitdifferenz zwischen der ursprünglichen industriellen Funktion und der heutigen Nutzung als kulturelles Objekt bewusst macht und so eine nostalgische Rückwendung vermeidet.

Final del extracto de 23 páginas  - subir

Detalles

Título
Routen zur Industriekultur im Ruhrgebiet und in Nordrhein-Westfalen
Universidad
University of Wuppertal  (Neuere und Neueste Geschichte)
Calificación
2,3
Autor
Christina Gieseler (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
23
No. de catálogo
V148713
ISBN (Ebook)
9783640665976
ISBN (Libro)
9783640666188
Idioma
Alemán
Etiqueta
Routen Industriekultur Ruhrgebiet Nordrhein-Westfalen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Christina Gieseler (Autor), 2009, Routen zur Industriekultur im Ruhrgebiet und in Nordrhein-Westfalen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/148713
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