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Sind McLuhans Thesen über das Fernsehen auch heute noch aktuell?

Vergleich des Fernsehens der Anfangsjahre als Massenmedium mit aktuellen Entwicklungen und Veränderungen des heutigen Fernsehens im Hinblick auf Gültigkeit der Fernseh-Thesen McLuhans

Titel: Sind McLuhans Thesen über das Fernsehen auch heute noch aktuell?

Seminararbeit , 2008 , 19 Seiten , Note: 2,7

Autor:in: Daniel Forstner (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Film und Fernsehen
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

„Marshall McLuhan should have been living at this hour.“
Dieser 2006 geäußerte prägnante Satz macht deutlich, dass an seinen damals aufgestellten Thesen sehr viel Kritik geübt werden kann. Zur Zeit McLuhans befand sich das Fernsehen noch stark in der Entwicklung und entwickelt sich auch heute noch intensiv weiter. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass viele seiner Meinungen nach heutiger Sicht der Dinge anders gelagert werden könnten bzw. sich Abweichungen einstellen. Diese Arbeit beschäftigt sich damit, inwieweit sich damals verfasste Thesen über das Fernsehen von McLuhan im Vergleich zum heutigen Wissensstand bestätigen oder widerlegen lassen. Deshalb wird in Kapitel 2 zunächst als Orientierung dargestellt, wie sich die Fernsehrealität, auf die McLuhan sich in seinen Werken bezieht, darstellte. Im Anschluss wird das „alte“ Fernsehen mit dem „neuen“ verglichen, was Veränderung und Entwicklung angeht, um ein Verständnis für die Umgebung zu kreieren, in der sich bewegt wird. Danach werden im Hauptteil die einzelnen Thesen McLuhans zum Fernsehen mit der heutigen Aktualität kombiniert und verglichen, um dann im 5. Kapitel mit einem adäquaten Fazit abzuschließen, wie McLuhan denn nun heutzutage einzustufen ist.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Fernsehrealität der Anfangszeit des Fernsehens als Massenmedium

3 Unterscheidung „altes“ zu „neuem“ Fernsehen

3.1 Fernsehprogramm

3.2 Fernsehwerbung

3.3 Fernsehnutzung/Fernsehkultivierung

3.4 Fernsehformen

4 Fernsehen nach McLuhan: Auch heute noch aktuell?

4.1 Das Fernsehen und die Gesellschaft

4.2 Global Village durch Fernsehen?

4.3 Light on, light through

4.4 Wahrnehmung

4.5 Lernen durch Fernsehen

4.6 Manipulationsgefahren

4.7 Geschichte und Technik von HDTV

4.8 Heiß vs Kalt

4.9 HDTV

4.10 Der Inhalt eines Medium ist immer ein anderes Medium

5 Schluß

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die anhaltende Relevanz der Medientheorien von Marshall McLuhan im Kontext des modernen Fernsehens. Das primäre Ziel ist es, den Wandel des Fernsehens von seinen Anfängen als Massenmedium bis zur heutigen fragmentierten Medienlandschaft zu analysieren und kritisch zu prüfen, ob McLuhans Thesen zur Wirkung des Fernsehens auf Gesellschaft, Wahrnehmung und Individuum unter modernen technischen Bedingungen weiterhin Bestand haben.

  • Historische Entwicklung des Fernsehens als Massenmedium
  • Gegenüberstellung von „altem“ linearen und „neuem“ interaktiven Fernsehen
  • Kritische Analyse von McLuhans Medientheorien
  • Einfluss von Technologie (HDTV) auf Rezeption und Wahrnehmung
  • Untersuchung von Manipulationspotentialen und Lerneffekten

Auszug aus dem Buch

4.4 Wahrnehmung

Diese Light on/Light through-Methodik wurde für ein Experiment benutzt, das 2 Gruppen einen Film ansehen ließ, bei der eine Gruppe diesen durch Auflicht, die andere mit Durchlicht präsentiert bekam. Als die beiden Gruppen zu dem Film befragt wurden, gab die „light on“-Gruppe objektive, analytische Antworten, wohingegen die „light through“-Gruppe subjektiv emotional antwortete. Dies lässt sich darauf zurückführen, dass bei beiden Gruppen unterschiedliche Gehirnregionen stimuliert wurden und somit ihre Wahrnehmung veränderten. Im Rahmen dieser Versuchsreihe an der Ford Universität wurden diese Erkenntnisse ebenfalls bestätigt. Wieder ein anderes Experiment verglich das Printmedium und das Fernsehen miteinander. Der Proband sollte ein Buch lesen und wurde durch das Einschalten des Fernsehers unterbrochen. Sofort kam es zu einer signifikanten Verlangsamung der Gehirntätigkeiten, die auch bei unangenehmem, angenehmem und langweiligem Programminhalt gleich blieb. Auch hier wurde wiederum nur die rechte Gehirnhälfte angesprochen. Diese Versuche wurden anfänglich nur durchgeführt, um die „the medium is the message“-These zu entkräften. „The TV thing itself is very, very polluting. It goes right into the nervous system. The problem is how literate is your society, your family circle, your immediate circle. Your child is coming out in an intensely literate world, so he can take a fair amount of TV without too much harm. But to the ordinary kid without a lot of literacy, TV will just turn off any possibility of left hemisphere.“

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit führt in die Relevanz der Medientheorien von Marshall McLuhan ein und skizziert die methodische Vorgehensweise, Fernsehen heute im Lichte seiner historischen Thesen zu betrachten.

2 Fernsehrealität der Anfangszeit des Fernsehens als Massenmedium: Dieses Kapitel beleuchtet die Etablierung des Fernsehens in der Nachkriegszeit, seine Rolle als soziales Integrationsmedium und die frühe gesellschaftliche Skepsis gegenüber dem neuen „Fenster zur Welt“.

3 Unterscheidung „altes“ zu „neuem“ Fernsehen: Es wird der Wandel von linearen Programmmustern hin zur Fragmentierung, Individualisierung und zu neuen technischen Möglichkeiten wie dem zeitversetzten Konsum analysiert.

4 Fernsehen nach McLuhan: Auch heute noch aktuell?: Der Hauptteil hinterfragt McLuhans Thesen kritisch in Bezug auf moderne Entwicklungen wie Globalisierung, HDTV, Wahrnehmungspsychologie und die Interaktion zwischen Medium und Inhalt.

5 Schluß: Das Fazit resümiert, dass McLuhans Thesen trotz ihrer Sprunghaftigkeit und methodischen Kritikpunkte weiterhin wertvolle Impulse für die Medienwissenschaft bieten.

Schlüsselwörter

Marshall McLuhan, Fernsehen, Medientheorie, Massenmedium, Global Village, HDTV, Wahrnehmung, Manipulation, Lineares Fernsehen, Digitalisierung, Mediale Wirkung, Rezeptionsforschung, Kulturindustrie, Technologische Entwicklung, Interaktivität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, inwieweit die medientheoretischen Thesen von Marshall McLuhan über das Fernsehen auf das heutige, digital geprägte Fernsehzeitalter anwendbar sind.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind der Wandel des Fernsehens vom Massenmedium zur individuellen Nutzung, die Auswirkungen der Technik auf die menschliche Wahrnehmung sowie die kritische Prüfung von McLuhans Theorien.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Das Ziel ist die kritische Evaluation, ob McLuhans Konzepte (wie „Global Village“ oder „Heiß vs. Kalt“) in der modernen Medienrealität noch Gültigkeit besitzen oder durch den technischen Fortschritt überholt wurden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und dem Vergleich von historischen Medientheorien mit gegenwärtigen Entwicklungen in der Fernsehlandschaft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert spezifische Aspekte wie die gesellschaftliche Rolle des Fernsehens, die Wahrnehmungstheorie, Manipulationsgefahren, den Einfluss von HDTV sowie die Interaktion zwischen Programminhalt und technischem Medium.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Marshall McLuhan, Fernsehen, Medientheorie, Global Village, Wahrnehmung, HDTV und Medienwirkung.

Wie unterscheidet sich die „alte“ Fernsehrealität von der modernen?

Während das frühe Fernsehen als massenmedialer Integrationsfaktor fungierte, ist das moderne Fernsehen durch Fragmentierung, zeitunabhängige Nutzung (PVR/Video-on-Demand) und eine stärkere Individualisierung des Programms geprägt.

Was besagt McLuhans Theorie von „Heiß“ und „Kalt“ in Bezug auf das Fernsehen?

„Heiße“ Medien definieren sich durch hohen Informationsgehalt und geringe Beteiligung, während „kalte“ Medien detailarm sind und den Zuschauer zu einer höheren mentalen Ergänzungsleistung bzw. Beteiligung zwingen.

Wie beeinflusst HDTV laut der Arbeit die Wahrnehmung?

Die Arbeit diskutiert, ob HDTV durch die gesteigerte Auflösung und technischen Möglichkeiten die Distanz zum Gezeigten verändert und ob dies McLuhans ursprüngliches Konzept des Fernsehens als „kaltes“ Medium in Frage stellt.

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Details

Titel
Sind McLuhans Thesen über das Fernsehen auch heute noch aktuell?
Untertitel
Vergleich des Fernsehens der Anfangsjahre als Massenmedium mit aktuellen Entwicklungen und Veränderungen des heutigen Fernsehens im Hinblick auf Gültigkeit der Fernseh-Thesen McLuhans
Hochschule
Universität Regensburg  (Lehrstuhl Medienwissenschaft)
Veranstaltung
Seminar Mediengeschichte
Note
2,7
Autor
Daniel Forstner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
19
Katalognummer
V148777
ISBN (eBook)
9783640592760
ISBN (Buch)
9783640592210
Sprache
Deutsch
Schlagworte
McLuhan heute damals Thesen früher global village medium message
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Daniel Forstner (Autor:in), 2008, Sind McLuhans Thesen über das Fernsehen auch heute noch aktuell? , München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/148777
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  19  Seiten
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