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Sprachpolitische Maßnahmen in Quebec. Ein Blick auf die Meilensteine der Sprachpolitik

Titre: Sprachpolitische Maßnahmen in Quebec. Ein Blick auf die Meilensteine der Sprachpolitik

Dossier / Travail , 2024 , 21 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Evelyn Isaak (Auteur)

Etudes des langues romanes - Français
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Zentrale Frage dieser Arbeit soll es sein, welche sprachpolitischen Maßnahmen konkret in Quebec ergriffen wurden. Wie genau kam es dazu, dass die Sprachpolitik an Relevanz gewann, und welche Meilensteine lassen sich abzeichnen? Um diese Frage
beantworten zu können, soll zunächst ein Überblick über die Geschichte Quebecs gegeben werden. Der Fokus soll hier, mit Blick auf das Thema der Hausarbeit, auf den linguistischen Gegebenheiten liegen.

Anschließend wird der Beginn der Sprachpolitik dargestellt, mit einem Fokus auf den Kommissionen als zentrale Akteure sowie einige der zentralen sprachpolitischen Meilensteine. Aufgrund des Umfangs werden nicht alle Kommissionen sowie alle Gesetze und ihre Änderungen im Detail dargestellt werden können. Ziel ist es, einen runden Gesamtüberblick zu geben.

Die Sprachpolitik Quebecs ist in der Forschung bereits zahlreich aufgegriffen worden, darunter beispielsweise im Werk Hoerkens (1998) zur Wiederbelebung der französischen Sprache in Quebec oder in den Ausführungen Pölls (1998) zur Geschichte und zum Status des Französischen außerhalb Frankreichs. Die vorhandene Forschung wird in dieser Arbeit berücksichtigt und diskutiert.

Die Provinz Quebec nimmt in Kanada einen ganz besonderen Status in Hinblick auf ihre Sprachpolitik ein: Sie ist die einzige der zehn kanadischen Provinzen, in denen ausschließlich Französisch die Amtssprache ist. Dies war allerdings nicht immer so. Die
Geschichte der französischsprachigen Gemeinschaft in Quebec zeigt auch Zeiten der sprachlichen Unterdrückung und Benachteiligung, die erst nach Generationen beseitigt werden konnte. Eine große Rolle in diesem Prozess spielte dabei die Sprachpolitik Quebecs, welche etwa ab 1960 eine höhere Relevanz bekam.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kurzer historischer Überblick: Das Französische in Quebec

2.1. Die Stille Revolution

3. Die Anfänge der Sprachpolitik

3.1. Relevanz der Kommissionen

3.1.1. La Commission Parent (1961–1964) und das Projekt des Loi 85

3.1.2. La Commission Laurendeau-Dunton (1963-1971)

3.1.3. La Commission Gendron (1969–1973)

3.2. Die Loi 63 (1969)

3.3. Die Loi 22 (1974)

4. Die Charte de la langue française (1977)

4.1. Einflussbereiche der Charta

4.2. Auswirkungen und Änderungen der Charta

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung der Sprachpolitik in der kanadischen Provinz Quebec seit etwa 1960. Zentrales Ziel ist es, die spezifischen sprachpolitischen Maßnahmen und Meilensteine zu identifizieren, die zur Etablierung des Französischen als alleiniger Amtssprache führten, und dabei die Rolle von Kommissionen sowie zentralen Gesetzesinitiativen kritisch zu beleuchten.

  • Historischer Kontext des Französischen in Quebec
  • Die Rolle der "Stillen Revolution" als gesellschaftlicher Wendepunkt
  • Analyse der sprachpolitischen Kommissionen (Parent, Laurendeau-Dunton, Gendron)
  • Entwicklung und Auswirkungen der Loi 63, Loi 22 sowie der Charte de la langue française (Loi 101)

Auszug aus dem Buch

3.3. Die Loi 22 (1974)

Trotz der Fortschritte, die mit der Loi 63 in Bezug auf die Sprachenfrage in Quebec gemacht wurden, konnten also nicht alle Probleme beseitigt werden. Der Wunsch der frankophonen Bevölkerung nach einer Sprachpolitik, die die Sprachenfrage Quebecs beantwortet und eine Unterdrückung des Französischen verhindert, wuchs weiter.

Im Jahr 1974 wurde schließlich die Loi 22 verabschiedet, die sich in ihren sprachpolitischen Zielen unter anderem den Empfehlungen der Commission Gendron orientiert: Die französische Sprache wird erstmals als offizielle Sprache Quebecs deklariert. Dementsprechend wird die Loi 22 auch die Loi sur la langue officielle genannt. Sie „a fait du français la langue de l’administration et des services de même que la langue du travail“ (Hudon 2006a).

Während die Loi 63 viele Frankophone unzufrieden zurückließ, sah es bei diesem Gesetz anders aus. Mit der Loi 22 wurde ein ganz anderer sprachpolitischer Weg eingeschlagen als zuvor. So ließ die Loi 63 noch die Möglichkeit zur Bilingualität offen. Die Loi 22 hingegen legte Französisch als alleinige, offizielle Nationalsprache in Quebec fest und verfügte, dass auf öffentlichen Aushängen, Schildern etc. das Französische zu verwenden ist (Pöll 1998: 66). Somit mussten, damit den Berichten der Commission Gendron folgend, viele Bereiche des Alltags angepasst werden. Privatwirtschaftliche Unternehmen wurden zum Erwerb eines sogenannten ‚certificat de franchisation‘ verpflichtet, um sicherzustellen, daß der Status der französischen Sprache den neuen Anforderungen entspricht. Der Nachweis eines solchen Zertifikats bildet die Grundlage für Vertragsabschlüsse und für die Zuteilung (Hoerkens 1998: 109).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in den besonderen Status Quebecs als einsprachig französische Provinz Kanadas ein und formuliert die zentrale Forschungsfrage nach den Meilensteinen der Sprachpolitik.

2. Kurzer historischer Überblick: Das Französische in Quebec: Dieses Kapitel zeichnet die koloniale Vergangenheit nach und beleuchtet die Entstehung einer Schichtenhierarchie, welche die frankophone Bevölkerung benachteiligte.

2.1. Die Stille Revolution: Hier wird der gesellschaftliche und politische Wandel ab den 1960er Jahren thematisiert, der den Wunsch nach einer Aufwertung der französischen Sprache verstärkte.

3. Die Anfänge der Sprachpolitik: Das Kapitel erläutert die dringliche Sprachenfrage, getrieben durch demografischen Rückgang und die Debatte um die Schulsprache.

3.1. Relevanz der Kommissionen: Hier wird die Bedeutung staatlicher Kommissionen als zentrale Akteure für die Vorbereitung und Legitimation sprachpolitischer Reformen dargelegt.

3.1.1. La Commission Parent (1961–1964) und das Projekt des Loi 85: Fokus auf die bildungspolitischen Empfehlungen der Parent-Kommission und das gescheiterte Gesetz 85.

3.1.2. La Commission Laurendeau-Dunton (1963-1971): Untersuchung der königlichen Kommission zum Thema Bi-Kulturalismus und Zweisprachigkeit in ganz Kanada.

3.1.3. La Commission Gendron (1969–1973): Vorstellung der Kommission, die gezielt den Status des Französischen in Quebec untersuchte und den Weg für weitreichende Gesetzgebung ebnete.

3.2. Die Loi 63 (1969): Analyse der Loi 63, die als Reaktion auf soziale Unruhen wie die "crise de Saint-Léonard" entstand, aber aufgrund ihrer Milde bei Frankophonen auf Ablehnung stieß.

3.3. Die Loi 22 (1974): Dieses Kapitel beschreibt den Paradigmenwechsel hin zur Loi 22, die Französisch erstmals zur offiziellen Sprache in Verwaltung und Arbeit machte.

4. Die Charte de la langue française (1977): Vorstellung der zentralen Charta (Loi 101), die das Französische umfassend als offizielle Amtssprache in Quebec verankerte.

4.1. Einflussbereiche der Charta: Erörterung der sechs Abschnitte der Charta, die von Bildung bis zum öffentlichen Wirtschaftsleben alle Lebensbereiche regulieren.

4.2. Auswirkungen und Änderungen der Charta: Untersuchung der Folgen für die frankophone und anglophone Gesellschaft sowie die juristischen Herausforderungen im Zeitverlauf.

5. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der historischen Entwicklung und der Bedeutung der Sprachpolitik für die kulturelle Identität Quebecs bis in die Gegenwart.

Schlüsselwörter

Sprachpolitik, Quebec, Französisch, Frankophonie, Révolution tranquille, Loi 22, Loi 101, Charte de la langue française, Commission Gendron, Identität, Zweisprachigkeit, Schulsprachen-Frage, Sprachgesetzgebung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung der Sprachpolitik in der kanadischen Provinz Quebec von 1960 bis zur Verabschiedung der Charta der französischen Sprache im Jahr 1977.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind das historische Erbe der französischen Sprache in Quebec, der gesellschaftliche Aufbruch durch die "Stille Revolution", die Arbeit verschiedener Untersuchungskommissionen und die Implementierung von Sprachgesetzen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, zu analysieren, welche spezifischen Maßnahmen ergriffen wurden, um den Status des Französischen zu sichern, und welche Meilensteine diese Entwicklung maßgeblich geprägt haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Forschungsbeiträge, internationaler Berichte und juridischer Texte zur Sprachpolitik in Quebec.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse, die Vorstellung der drei maßgeblichen Sprachkommissionen (Parent, Laurendeau-Dunton, Gendron) und die Untersuchung der Gesetzeswerke Loi 63, Loi 22 sowie der Charte de la langue française.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Sprachpolitik, Quebec, Révolution tranquille, Frankophonie, Loi 101 und gesellschaftliche Identität.

Warum spielt die "Révolution tranquille" eine so zentrale Rolle für die Sprachpolitik?

Diese Periode markierte einen tiefgreifenden gesellschaftlichen Wandel, der den Frankophonen ihr Minderheitsgefühl bewusst machte und den politischen Willen stärkte, die französische Sprache aktiv zu fördern und gegen anglophone Dominanz zu schützen.

Inwiefern unterschied sich die Loi 22 von ihrem Vorgänger, der Loi 63?

Während die Loi 63 die Möglichkeit zur Bilingualität noch offenließ, setzte die Loi 22 einen radikalen neuen Weg durch, indem sie Französisch zur alleinigen offiziellen Sprache für Verwaltung, Arbeit und Services erklärte.

Was war der "Sprachpolizei"-Status bestimmter Gremien?

Der Begriff "Sprachpolizei" wurde vor allem für die Gremien verwendet, die die Umsetzung der Sprachbestimmungen der Charta in Unternehmen und Behörden überwachten und bei Verstößen sanktionieren konnten.

Wie reagierte die anglophone Bevölkerung von Quebec auf die strenge Sprachgesetzgebung?

Die Reaktionen waren sehr stark; viele Anglophone verließen die Provinz, während andere den Rechtsweg beschritten, um gegen die Einschränkungen ihrer Rechte, insbesondere in Bezug auf Bildung und Geschäftsleben, zu protestieren.

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Résumé des informations

Titre
Sprachpolitische Maßnahmen in Quebec. Ein Blick auf die Meilensteine der Sprachpolitik
Université
University of Mannheim  (Romanisches Seminar)
Cours
Frankophonie: Weltsprache Französisch
Note
1,3
Auteur
Evelyn Isaak (Auteur)
Année de publication
2024
Pages
21
N° de catalogue
V1487799
ISBN (PDF)
9783389044957
ISBN (Livre)
9783389044964
Langue
allemand
mots-clé
Frankophonie Quebec Sprachgesetze Französisch Offizielle Sprache Kanada Sprachpolitik sprachpolitische Maßnahmen Linguistik linguistische Gegebenheiten
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Citation du texte
Evelyn Isaak (Auteur), 2024, Sprachpolitische Maßnahmen in Quebec. Ein Blick auf die Meilensteine der Sprachpolitik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1487799
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Extrait de  21  pages
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