In der vorliegenden Hausarbeit wird mithilfe des Design Thinking Prozess des Ansatzes des Hasso-Plattner-Institutes die Problematik der Bearbeitung der Steuererklärung betrachtet und ein möglichen Lösungsweg zur Bewältigung bzw. Vereinfachung des Problems entwickelt.
Steuern sind ein faszinierendes und gleichzeitig komplexes Thema, das jeden von uns betrifft, egal ob wir uns dessen bewusst sind oder nicht. Sie sind nur nicht ein Mittel zur Finanzierung staatlicher Ausgaben, sondern auch ein Spiegelbild der sozialen und wirtschaftlichen Prioritäten einer Gesellschaft. Von der Einkommensteuer, die einen Teil unseres Gehalts abzieht, bis hin zur Grundsteuer, die wir für unser Zuhause zahlen, durchdringen Steuern fast jeden Aspekt unseres Lebens.
Steuern beeinflussen nicht nur unsere finanziellen Entscheidungen, sondern auch unsere Lebensentscheidungen. Sie können den Anreiz für Investitionen oder den Kauf von Wohneigentum beeinflussen und sogar unsere Karriereentscheidungen beeinflussen. Doch Steuern sind mehr als nur eine Belastung, sie sind auch ein Instrument zur Förderung des sozialen Ausgleichs und der wirtschaftlichen Stabilität.
Inhaltsverzeichnis
- I. Abbildungsverzeichnis
- 1. Einleitung
- 1.1 Ausgangssituation
- 1.2 Problemstellung
- 2. Projektvorbereitung und Controlling
- 2.1 Ziel des Projekts
- 2.2 Projektzeitraum
- 2.3 Berechtigung für den Sonderausgabenabzug
- 2.4 Projektsteuerung und Projektcontrolling
- 3. Der Design Thinking Prozess
- 3.1 Projektphasen nach Ansatz Hasso-Plattner-Institutes
- 3.2 Meilensteine
- 4. Projektphase Eins – Phase des Verstehens
- 4.1 Problemdefinition
- 4.2 Definition Problemverständnis
- 4.3 Lösungsraum
- 5. Projektphase Zwei – Phase des Beobachtens
- 5.1 Empathy Map
- 5.2 Empathy Interviewfragebogen
- 5.3 5 x Warum Methode
- 6. Projektphase Drei – Definition Standpunktes
- 6.1 „How might we“ Methode
- 6.2 Fragebogenauswertung – Analyse der Bedürfnisse
- 6.3 Personas und die idealen Nutzer – Zielgruppenanalyse
- 6.4 Standpunkt
- 6.5 Marktanalyse
- 7. Projektphase vier – Ideen entwickeln
- 7.1 Lösungsansätze
- 7.2 Definition Funktionen
- 7.3 Namensfindung
- 8. Projektphase fünf - Prototyping
- 8.1 Farb- und Schriftwelt
- 8.2 Sitemap
- 8.3 Prototyping
- 9. Projektphase sechs - Testen
- 10. Projektabschluss und Fazit mit Ausblick
- II. Anhang
- III. Abbildungsverzeichnis
- VI. Quellenverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, mithilfe des Design Thinking Prozesses eine digitale Lösung zur Vereinfachung und Bewältigung der Steuererklärung zu entwickeln. Die zentrale Forschungsfrage ist, wie ein nutzerzentrierter Ansatz die Komplexität steuerlicher Angelegenheiten reduzieren und Bürgern den Umgang mit Steuern erleichtern kann.
- Anwendung des Design Thinking Prozesses nach dem Hasso-Plattner-Institut
- Nutzerzentrierte Problemanalyse und Ideenfindung im Steuerwesen
- Entwicklung einer benutzerfreundlichen digitalen Plattform zur Steuervereinfachung
- Methoden der Bedürfnisanalyse (Empathy Map, Personas, Interviews)
- Prototyping und Testen von innovativen Steuerlösungen
- Optimierung der Kommunikation und Informationsbereitstellung für Steuerzahler
Auszug aus dem Buch
Projektphasen nach Ansatz Hasso-Plattner-Institutes
Durch den Anlass sich eine Aufgabe auszusuchen, fiel die Wahl auf die dritte Aufgabenstellung mit Hinblick auf den Design Thinking Ansatz des Hasso-Plattner-Institutes. Denn obwohl Design Thinking noch vergleichsweise neu ist, wurde bereits 2007 die HPI School of Design Thinking in Potsdam gegründet, gefolgt von der Stanforder d.school. Diese Institute haben durch Forschung und Bildung die Verbreitung von Design Thinking weltweit unterstützt. Der Ansatz hat sich in den letzten zwei Jahrzenten weiterentwickelt und wird in vielen verschiedenen Bereichen eingesetzt, einschließlich der Bewältigung gesellschaftlicher Probleme und der Förderung agiler Lern- und Arbeitskulturen in Zeiten des digitalen Wandels (DTINB,2021).
Design Thinking hat sich als eine vielseitige Methode etabliert, die verschiedene Ansätze zu kreativen Lösungen vereint. Traditionelle Ansätze allein sind nicht mehr ausreichend für innovative Lösungen. Ein Perspektivenwechsel ist erforderlich, um unkonventionelle Problemlösungen zu entwickeln. Der systematische Design Thinking Prozess bietet einen Rahmen, um komplexe Alltagsprobleme anzugehen. Um ein Projekt erfolgreich umzusetzen, ist es entscheidend, die einzelnen Phasen sorgfältig zu definieren und die passenden Werkzeuge zum richtigen Zeitpunkt einzusetzen. Im iterativen Design Thinking Prozess sind die Phasen in Verstehen, Beobachten, Sichtweise definieren, Ideen finden, Prototypen entwickeln und Testen definiert (Abbildung 1).
Die ersten drei Phasen bilden den Problemraum, in dem das Problem erkannt, definiert und strukturiert wird. Die Fragen, welches Problem gelöst werden soll und für wen die Lösung gedacht ist, stehen im Mittelpunkt, wobei der Nutzer stets berücksichtigt wird. Durch kritisches Hinterfragen vorhandener Lösungsvorschläge entsteht eine persönliche Wissensdatenbank, auf der kreative Lösungen aufbauen können. Nach der präzisen Definition des Problems folgen die nächsten drei Phasen, die den Lösungsraum bilden. Hier liegt der Fokus auf der Entwicklung von Lösungen, wobei Iterationen und Flexibilität gefragt sind. Der Design Thinking Prozess ist nicht linear und ermöglicht es, einzelne Schritte je nach Bedarf anzupassen. Der entwickelte Forschungsplan bildet die Grundlage für die erfolgreiche Bewältigung der Design Challenge (Design thinking live [DTL],2017).
Da das Projekt alleine durchgeführt wird und die Dauer des Projektes absehbar ist, gibt es keine festdefinierten Meilensteine. Die sechs Projektphasen des Design Thinking Prozesses werden, sobald diese abgeschlossen bzw. erfolgreich durchlaufen sind, als Meilensteine definiert. Das erfolgreiche Durchlaufen bezieht sich ebenfalls auf das eventuelle Verwerfen von Ansätzen und die dadurch neugebildeten Anhaltspunkte.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Stellt die Problemstellung der Steuererklärung dar und leitet die Anwendung des Design Thinking Prozesses zur Lösungsfindung ein.
2. Projektvorbereitung und Controlling: Beschreibt die Projektziele, den Zeitrahmen und die Methoden zur Steuerung und Kontrolle des Projekts im Rahmen des Design Thinking.
3. Der Design Thinking Prozess: Erläutert den Design Thinking Prozess nach dem Hasso-Plattner-Institut, seine Phasen (Verstehen, Beobachten, Sichtweise definieren, Ideen finden, Prototypen entwickeln, Testen) und die Meilensteine des Projekts.
4. Projektphase Eins – Phase des Verstehens: Konzentriert sich auf die Problemdefinition und das Verständnis der Herausforderungen, denen Bürger bei der Steuererklärung begegnen, und erste Lösungsansätze.
5. Projektphase Zwei – Phase des Beobachtens: Beschreibt Methoden wie Empathy Maps und Interviewfragebögen, um ein tiefes Verständnis für die Bedürfnisse und Emotionen der Nutzer zu gewinnen.
6. Projektphase Drei – Definition Standpunktes: Behandelt die Auswertung der gesammelten Erkenntnisse, die Formulierung von "How might we"-Fragen und die Erstellung von Personas sowie eine Marktanalyse.
7. Projektphase vier – Ideen entwickeln: Fokussiert sich auf das Brainstorming und die Entwicklung erster Lösungsansätze, insbesondere einer benutzerfreundlichen Online-Plattform, und die Definition ihrer Funktionen.
8. Projektphase fünf - Prototyping: Erläutert die Visualisierung der Ideen durch Prototypen, die Festlegung von Farb- und Schriftwelt sowie die Strukturierung der Plattform über eine Sitemap.
9. Projektphase sechs - Testen: Beschreibt die Testphase der Online-Plattform "TaxEase", in der intern und extern Feedback gesammelt wird, um die Benutzererfahrung zu optimieren.
10. Projektabschluss und Fazit mit Ausblick: Fasst die Entwicklung der innovativen Online-Plattform zusammen und gibt einen Ausblick auf deren Optimierung und weitere Zugänglichmachung.
Schlüsselwörter
Design Thinking, Steuererklärung, Steuervereinfachung, digitale Plattform, Nutzerzentrierung, Problemlösung, Innovation, Prototyping, Empathy Map, Personas, Usability, Steuerrecht, Projektmanagement, Steuerberatung, TaxEase.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
In dieser Arbeit geht es um die Anwendung des Design Thinking Prozesses zur Entwicklung einer digitalen Lösung, die Bürgern hilft, ihre Steuererklärung zu vereinfachen und das Verständnis für steuerliche Angelegenheiten zu verbessern.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themenfelder sind der Design Thinking Prozess, nutzerzentrierte Forschung, die Problematik der Steuererklärung und die Konzeption einer digitalen Plattform namens "TaxEase".
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist die Entwicklung eines möglichen Lösungswegs zur Bewältigung bzw. Vereinfachung der Steuererklärungsproblematik durch den Design Thinking Prozess des Hasso-Plattner-Institutes.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die primäre wissenschaftliche Methode ist der iterative Design Thinking Prozess, der Phasen wie Verstehen, Beobachten, Sichtweise definieren, Ideen finden, Prototypen entwickeln und Testen umfasst.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil behandelt die detaillierte Beschreibung der einzelnen Projektphasen des Design Thinking Prozesses, von der Problemdefinition über die Nutzeranalyse mittels Empathy Maps und Personas bis hin zur Entwicklung von Lösungsansätzen, Prototyping und der Testphase einer digitalen Plattform.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Schlüsselwörter wie Design Thinking, Steuervereinfachung, digitale Plattform, Nutzerzentrierung, Prototyping und Empathy Map charakterisiert.
Was ist die "TaxEase"-Plattform und welche Funktionen bietet sie?
„TaxEase“ ist eine benutzerfreundliche Online-Plattform, die entwickelt wurde, um Bürgern zu helfen, ihre steuerlichen Verpflichtungen zu verstehen und zu erfüllen. Sie bietet Informationen, personalisierte Empfehlungen, interaktive Assistenten zur Steuererklärungsvorbereitung und informiert über Änderungen im Steuerrecht.
Welche Design Thinking Phasen sind im Projekt besonders wichtig?
Alle sechs Phasen des Design Thinking – Verstehen, Beobachten, Sichtweise definieren, Ideen finden, Prototypen entwickeln und Testen – sind gleichermaßen wichtig, da sie einen iterativen und nutzerzentrierten Prozess zur Problemlösung bilden.
Warum ist die "5 x Warum Methode" relevant für dieses Projekt?
Die "5 x Warum Methode" wird verwendet, um die Ursachen der Überforderung und Unsicherheit von Steuerzahlern tiefgehend zu analysieren und so die Problemstellung differenzierter zu beleuchten, was zur Entwicklung effektiver Lösungen beiträgt.
Wie trägt die Farb- und Schriftwelt zum Erfolg der "TaxEase"-Plattform bei?
Die Farb- und Schriftwelt der Plattform ist so gewählt, dass sie Vertrauen, Ruhe, Modernität und Benutzerfreundlichkeit vermittelt. Ein sanftes Grün/Blau und die Schriftart "Avenir" sollen den Nutzern Sicherheit geben und eine angenehme Benutzererfahrung ermöglichen.
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- Anonym (Author), 2024, Design Thinking, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1487809