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Die Staatliche Europaschule Berlin als Beispiel für den Umgang mit und Erziehung zu Mehrsprachigkeit

Title: Die Staatliche Europaschule Berlin als Beispiel für den Umgang mit und Erziehung zu Mehrsprachigkeit

Research Paper (undergraduate) , 2009 , 23 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Christin R. Müller (Author)

Pedagogy - Intercultural Pedagogy
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Innerhalb der Europäischen Union leben circa 175 Nationalitäten, was eine ungemein große sprachliche und kulturelle Vielfalt bedingt. Die EU reagiert darauf mit der Forderung nach M+2 als Beitrag zum interkulturellen Dialog, zum sozialen Zusammenhalt, zur internationalen Wettbewerbsfähigkeit und zu umfangreichen Beschäftigungsmöglichkeiten für die Bürger der EU. (vgl. Mehrsprachigkeit: Trumpfkarte Europas, aber auch gemeinsame Verpflichtung)

Durch den dadurch wachsenden Bedarf an Fremdsprachen werden diese zu elementaren Kulturtechniken und die individuelle Mehrsprachigkeit wird zur zentralen Aufgabe für Ausbildung, Beschäftigung, kulturellen Austausch und die per- sönliche Entfaltung des Einzelnen. (vgl. Zydatiß 2000, S. 152 ff.)
Bedingt durch den Globalisierungsprozess und anwachsende Migrationsströme entstehen internationale Kooperationen und der Arbeitsmarkt wird räumlich entgrenzt. Sprachenkenntnisse und das Verständnis für fremde Kulturen werden da- mit zu unerlässlichen Kompetenzen. (vgl. Schiersmann 2008, S. 19 f.)
Weiterhin werden durch die demografische Entwicklung und sich verändernde Familienstrukturen vorhandene Humanressourcen knapp. Das heißt, dass vorhandene Ressourcen effektiver genutzt werden müssen. Damit wird Bildung die Voraussetzung für Beschäftigung und somit auch für den Wohlstand der EU. (vgl. Mattern/Münk 2008, S.19 ff.)

Die Bundesregierung sieht die kulturelle und sprachliche Vielfalt als selbstverständlichen Teil der deutschen Schule an. Eine Erziehung zu Mehrsprachigkeit sollte deshalb der Auftrag an die deutsche Schule sein. Europaschulen können für die Erfüllung dieser Aufgabe gute Hinweise geben. (vgl. Mehrsprachigkeit an deutschen Schulen 2001, S. 38 ff.)

Diese Studienarbeit beschäftigt sich mit der Forderung nach Mehrsprachigkeit im europäischen Rahmen und versucht zu zeigen, dass die Europaschulen eine geeignete Möglichkeit sind, diese Forderung zu erfüllen.
Dazu werden zunächst die zentralen Begriffe Mehrsprachigkeit und Europaschule erläutert. Daran anschließend erfolgt die Herleitung der forschungsleitenden Fragestellung. Informationen über die SESB, der Europaschule zugrunde liegende Sprachlernkonzepte, den Unterricht sowie über außerunterrichtliche Programme werden gegeben. Im Anschluss daran werden einige kritische Punkte der Europa- schule benannt. Zum Schluss werden die Forschungsfrage beantwortet und eine Zusammenfassung der Arbeit gegeben.

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Gliederung

1. Einleitung

2. Definition der zentralen Begriffe

2.1 Definition Europaschule

2.2 Definition Mehrsprachigkeit

3. Herleitung der Forschungsfrage

4. SESB als Beispiel in Berlin

4.1 Konzepte

4.2 Unterricht und Lehrer

4.3 Außerunterrichtliche Programme

4.4 Kritik

5. Beantwortung der Forschungsfrage

6. Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Anforderungen der Europäischen Union an eine Erziehung zur Mehrsprachigkeit (Barcelona-Ziel M+2) und prüft, inwiefern das Modell der Staatlichen Europaschule Berlin (SESB) eine geeignete institutionelle Antwort auf diese bildungspolitischen Forderungen darstellt.

  • Die Förderung von Mehrsprachigkeit im europäischen Kontext
  • Strukturen und pädagogische Konzepte der Staatlichen Europaschule Berlin (SESB)
  • Methoden des Spracherwerbs (Immersion, bilinguale Erziehung, CLIL)
  • Herausforderungen und Kritikpunkte am bilinguale Schulmodell
  • Die Rolle der Schule bei der sozialen Integration und Identitätsbildung

Auszug aus dem Buch

4.1 Konzepte

Es gibt drei Spracherwerbskonzepte, auf denen die Europaschule hauptsächlich basiert. Diese sind Immersion, bilinguale Erziehung und CLIL, wobei letzteres das von der EU favorisierte Konzept darstellt.

Von Bilingualismus spricht man, wenn ein Individuum zwei Sprachen beherrscht oder verwendet, unabhängig vom Grad der Sprachbeherrschung und vom aktuellen Gebrauch der Sprachen. Man unterscheidet mehrere Formen des Bilingualismus.

Der natürliche Bilingualismus entsteht durch bestimmte Lebensumstände und beschreibt die Situation der Kinder mit Migrationshintergrund, da diese in Familie und umgebender Gesellschaft meist mit verschiedenen Sprachen konfrontiert werden. Additiver Bilingualismus ergibt sich daraus, dass sich ein Individuum eine Zweitsprache aneignet und dabei die Fähigkeiten in der Muttersprache beibehält. Diese Form dürfte oft auf die Kinder ohne Migrationshintergrund mit deutscher Muttersprache zutreffen, da diese häufig erst in der Schule mit der Partnersprache in Berührung kommen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit von Mehrsprachigkeit in der EU aufgrund von Globalisierung und demografischem Wandel und stellt die Forschungsfrage zur Eignung von Europaschulen.

2. Definition der zentralen Begriffe: Es werden die Begriffe Europaschule (Unterscheidung zwischen echter und unechter Europaschule) sowie Mehrsprachigkeit als individuelle Kompetenz definiert.

3. Herleitung der Forschungsfrage: Das Kapitel erläutert die Barcelona-Strategie M+2 der EU und leitet daraus die Frage ab, ob die Europaschule die europäische Forderung nach Mehrsprachigkeit erfüllt.

4. SESB als Beispiel in Berlin: Hier werden das Profil, die Sprachlernkonzepte, der Unterricht, Lehrkräfte und außerunterrichtliche Aktivitäten der SESB sowie kritische Aspekte beleuchtet.

5. Beantwortung der Forschungsfrage: Die Ergebnisse zeigen, dass die Europaschule die EU-Ziele wie Mehrsprachigkeit, Zugang zu Kultur und Integration im Grundsatz erfüllen kann, sofern kritische Aspekte berücksichtigt werden.

6. Zusammenfassung und Ausblick: Abschließend wird das Innovationspotenzial der SESB hervorgehoben und die Notwendigkeit einer fundierten wissenschaftlichen Begleitforschung betont.

Schlüsselwörter

Mehrsprachigkeit, Europaschule, SESB, Berlin, M+2, Bilinguale Erziehung, Immersion, CLIL, Interkulturelle Kompetenz, Fremdsprachenerwerb, Integration, Europäische Union, Sprachlernkonzepte, Schulversuch, Identitätsbildung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie die Staatliche Europaschule Berlin (SESB) dazu beiträgt, das Ziel der Europäischen Union zu erreichen, jedem Bürger den Erwerb von zwei Fremdsprachen neben der Muttersprache zu ermöglichen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen sind Sprachlernkonzepte wie Immersion und CLIL, die organisatorische Struktur der SESB sowie die Auswirkungen einer bilingualen Erziehung auf die soziale und kulturelle Identität der Schüler.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist die Beantwortung der Frage: "Erfüllt die Europaschule die europäische Forderung nach Mehrsprachigkeit?"

Welche wissenschaftlichen Methoden finden Anwendung?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Auseinandersetzung mit bildungspolitischen Dokumenten, Empfehlungen der EU sowie einer Analyse der pädagogischen Konzepte und schulpraktischen Studien zur SESB.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsklärung, die Herleitung der EU-Sprachziele, die detaillierte Beschreibung der SESB-Praxis und eine kritische Auseinandersetzung mit Herausforderungen des bilingualen Lernens.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Schlagworte sind Mehrsprachigkeit, Europaschule, SESB, bilinguale Erziehung, M+2-Zielsetzung und interkulturelle Kompetenz.

Warum wird zwischen "echten" und "unechten" Europaschulen unterschieden?

Die Unterscheidung erfolgt anhand der Zielgruppe und Finanzierung: "Echte" Europaschulen richten sich primär an Kinder von Bediensteten europäischer Institutionen, während "unechte" Europaschulen (wie die SESB) reguläre öffentliche Schulen mit besonderem Profil sind.

Welche Rolle spielt die "Kontakthypothese" in dieser Untersuchung?

Die Kontakthypothese nach Allport dient als theoretische Grundlage für die Annahme, dass die Begegnung von Kindern verschiedener Kulturen in der Europaschule aktiv zum Abbau von Fremdenhass beitragen kann.

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Details

Title
Die Staatliche Europaschule Berlin als Beispiel für den Umgang mit und Erziehung zu Mehrsprachigkeit
College
University of Hagen  (Kultur- und Sozialwissenschaften)
Course
Bildungswissenschaften
Grade
2,0
Author
Christin R. Müller (Author)
Publication Year
2009
Pages
23
Catalog Number
V148864
ISBN (eBook)
9783640604692
ISBN (Book)
9783640605026
Language
German
Tags
EU Mehrsprachigkeit Europaschule Barcelona-Forderung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christin R. Müller (Author), 2009, Die Staatliche Europaschule Berlin als Beispiel für den Umgang mit und Erziehung zu Mehrsprachigkeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/148864
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