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Biologische und biochemische Wirkung von Polymoxometallaten und deren therapeutische Eigenschaften

Titel: Biologische und biochemische Wirkung von Polymoxometallaten und deren therapeutische Eigenschaften

Essay , 2008 , 11 Seiten , Note: 1,5

Autor:in: Franziska Hofmann (Autor:in)

Chemie - Biochemie
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Polyoxometallate, die auch unter der Abkürzung POM bekannt sind, gehören zu einer großen Gruppe von anionischen Metall-Sauerstoff-Clustern. Mit einer großen Strukturvielfalt, speziellen chemischen und biologischen Eigenschaften ist diese Stoffklasse vor allem für „Anwendungen in der Katalyse, aber auch in den Materialwissenschaften sowie der Bio- und Nanotechnologie“ von Interesse.[2]
Das erste 1826 in einer Datenbank registrierte Polyoxometallat geht auf Jöns Jakob Berzelius zurück, der einen gelben Niederschlag beschrieb, welchen er aus Ammoniummolybdat in einem Überschuss an Phosphorsäure herstellte und der heute unter (NH4)3[PMo12O40]aq bekannt ist.[3]
1933 gelang es J. F. Keggin erstmals anhand von Röntgenpulveraufnahmen des H3[PW12O40]
die Struktur eines Polyoxometallates aufzuklären.[5]
(...)

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Chemische und biologische Eigenschaften

3. Therapeutische Eigenschaften

Zielsetzung & Themen

Diese Seminararbeit gibt einen wissenschaftlichen Überblick über die chemische Strukturvielfalt von Polyoxometallaten (POMs) und untersucht deren Anwendungspotenzial in der medizinischen Forschung, insbesondere im Hinblick auf ihre antiviralen und antitumoralen Wirkmechanismen.

  • Grundlagen der Polyoxometallat-Strukturen (Isopolyanionen und Heteropolyanionen)
  • Chemische Reaktivität und pH-Abhängigkeit von POM-Clustern
  • Synthese und Eigenschaften molekularer Hybrid-Cluster
  • Antivirale Wirkmechanismen am Beispiel von HPA-23
  • Potenziale und Herausforderungen beim Einsatz in der Medizin

Auszug aus dem Buch

Therapeutische Eigenschaften

In der Medizin sind Polyoxometallat-Verbindungen mit zytostatischer, antiviraler und antitumoraler Wirkung schon relativ lange bekannt.[20] Medikamente die auf Polyoxometallaten basieren sind recht günstig und leicht zugänglich und noch dazu gut in einem größeren Maßstab zu produzieren, im Gegensatz zur Mehrheit der organischen Pharmazeutika.[18]

Zwei bestimmte Typen von POMs, die eine antivirale und antitumorale Wirkung haben, dominieren heute die medizinische Chemie im Bereich der Polyoxometallate. POMs sind aber auch in einem weiteren Anwendungsbereich vertreten. Man fand heraus, dass Polyoxowolfram-Verbindungen in Kombination mit -Lactam Antibiotika, den antibiotischen Effekt gegen sonst resistente Bakterienstämme erhöhen. Noch dazu sind POMs generell für normale Zellen nicht giftig.[21]

Die Struktur von HPA-23, die 1976 von Raymond Weiss und seinen Mitarbeitern durch Röntgenspektroskopie aufgeklärt wurde, enthält eine asymmetrische Einheit, die vier kristallographisch unabhängige Wolfram Atome und zwei Antimon Atome enthält. Das Anion hat senkrecht zu einer Symmetrieebene eine C3h Achse. Die Ebene erstreckt sich in der Stereoansicht Abbildung 13, von den Wolfram Atomen W4 A, B und C oder von den Antimon Atomen Sb1 A, B und C. Somit gibt es sechs mögliche Seiten an denen zusätzliche Metallionen binden können, die die antitumorale Wirkung verbessern könnten.[22]

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Stoffklasse der Polyoxometallate ein, erläutert deren geschichtliche Entdeckung durch Jöns Jakob Berzelius und klassifiziert die Verbindungen in Isopolyanionen und Heteropolyanionen.

2. Chemische und biologische Eigenschaften: Hier werden die strukturelle pH-Abhängigkeit, die Aggregatbildung sowie die industrielle und technologische Relevanz von POMs, inklusive ihrer Fähigkeit Zellmembranen zu durchdringen, detailliert beschrieben.

3. Therapeutische Eigenschaften: Dieses Kapitel befasst sich mit der medizinischen Anwendung von POMs, insbesondere der antiviralen Wirkung des HPA-23-Komplexes und den zugrundeliegenden biochemischen Wirkmechanismen gegen Viren wie HIV.

Schlüsselwörter

Polyoxometallate, POM, Heteropolyanionen, Isopolyanionen, HPA-23, antivirale Wirkung, Antitumor-Eigenschaften, pH-Abhängigkeit, molekulare Hybrid-Cluster, Zellmembran-Durchdringung, Metall-Sauerstoff-Cluster, Katalyse, Nanotechnologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die chemischen Eigenschaften und das medizinische Anwendungspotenzial von Polyoxometallaten (POMs), einer Gruppe von anionischen Metall-Sauerstoff-Clustern.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Themenfelder umfassen die strukturelle Klassifizierung von POMs, ihre chemische Reaktivität in Abhängigkeit vom pH-Wert sowie ihre Wirkung als antivirale und antitumorale Wirkstoffe.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist die Darstellung des aktuellen Forschungsstandes zur biochemischen Aktivität von POMs und die Evaluierung ihrer therapeutischen Nutzungsmöglichkeiten in der Medizin.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Es handelt sich um eine wissenschaftliche Literatur- und Skriptanalyse, die den chemischen Wissensstand auf Basis bestehender Forschungsergebnisse und strukturanalytischer Daten zusammenfasst.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der fundamentalen Strukturtypen, die Analyse der chemischen Eigenschaften wie pH-Stabilität und Reaktivität sowie eine Diskussion zur therapeutischen Wirksamkeit von Verbindungen wie HPA-23.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Schlagworte sind Polyoxometallate, antivirale Therapie, Keggin-Struktur, Metall-Oxoanionen und biomedizinische Forschung.

Was ist das Besondere an der Struktur von HPA-23?

HPA-23 besitzt eine spezifische asymmetrische Einheit aus vier Wolfram- und zwei Antimon-Atomen, die durch eine C3h-Achse charakterisiert ist und die Bindung zusätzlicher Metallionen zur Wirkungsoptimierung ermöglicht.

Wie durchdringen POMs zelluläre Strukturen?

Trotz ihrer Größe und Ladung können Polyoxometallate Zellmembranen durchdringen, was durch Fluoreszenzmikroskopie und die Beobachtung von Vakuolen in behandelten Zellen nachgewiesen wurde.

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Details

Titel
Biologische und biochemische Wirkung von Polymoxometallaten und deren therapeutische Eigenschaften
Hochschule
Universität Basel  (Chemisches Department)
Note
1,5
Autor
Franziska Hofmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
11
Katalognummer
V148910
ISBN (eBook)
9783640607266
ISBN (Buch)
9783640607532
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Jöns Jakob Berzelius J. F. Keggin Isopolyanionen Heteropolyanionen Lindqvist Keggin Dawson Anderson Grundstrukturen chemische Eigenschaften biologische Eigenschaften pH-Konzentrationsabhängigkeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Franziska Hofmann (Autor:in), 2008, Biologische und biochemische Wirkung von Polymoxometallaten und deren therapeutische Eigenschaften, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/148910
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Leseprobe aus  11  Seiten
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