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Gesinnungswandel als Antwort auf die ökologische Krise

Was die Pädagogik beitragen kann

Title: Gesinnungswandel als Antwort auf die ökologische Krise

Term Paper , 2010 , 24 Pages , Grade: 1,0 (15 NP)

Autor:in: Janka Vogel (Author)

Pedagogy - General
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Summary Excerpt Details

[...] Alte Begriffe werden verdrängt, was die Frage aufwirft, ob uns damit auch ein
Stück Kulturgut oder Lebensgefühl verlorengeht. Mit aussterbenden Wörtern scheinen
ganze Sinnzusammenhänge auszusterben und der Wandel der „Gesinnung“ gehört
offensichtlich dazu. Der Schwund jenes Worte, zurückführbar auf „Sinn“, ist ein Beispiel
für ein viel tiefer liegendes Problem in unserer modernen Gesellschaft, nämlich für den
Verlust von Sinn.
Sollten wir eine Ge-Sinnung also verstehen als die Art und Weise, wie jeder Mensch seinem Leben Sinn zu geben versteht, was ihn antreibt und womit er seine Taten
begründet? Kutting versteht Gesinnung als die jeweilige, innere Haltung einer Person. Eine Gesinnung können wir als etwas individuell Verschiedenes und zugleich als
etwas Flexibles wahrnehmen. Nur so erlangt die Forderung nach einem Wandel der
Gesinnung ihre Bedeutung. Die Absicht des Wandels impliziert die Wandelbarkeit des
betreffenden Sachverhaltes. Wieso ist aber von einem notwendigen Wandel überhaupt
die Rede?
Auch der Begriff des „Wandels“ ist kein häufig gebrauchtes Wort in der deutschen
Sprache. Sollte es damit zusammenhängen, dass für uns „(sich) wandeln“, bzw.
„Wandel“ keine Bedeutung mehr hat? Besteht keine Notwendigkeit zu einem Wandel
und deshalb auch nicht die Notwendigkeit zum Gebrauch dieses Wortes? Der Wandel
als eine Umkehr vor dem Abgrund, als ein Wenden in der Sackgasse ist nötiger denn
je, wenn man die politische, ökologische und soziale Schieflage unserer Welt ins Auge
fasst.
Die Welt als ein System von unbelebter und belebter Natur, von Pflanzen und
Tieren, von Naturgesetzen und Naturkatastrophen und als die Heimat der Menschheit
stehe vor dem Abgrund, prophezeien Ökologen, Sektierer und Pessimisten. Was ist
dran an dieser These und wie kann man der möglicherweise drohenden „ökologischen
Apokalypse“ begegnen? Sind möglicherweise wir Menschen aufgefordert, Schritte
vom Abgrund weg zu gehen, hin in eine neue Zukunft; wir Menschen mit Gefühlen, Einstellungen
und Verstand? Die Zukunft unserer Welt wird davon abhängen, wie viele
oder wenige Schritte die Einzelnen tun, um sich vom Abgrund zu entfernen. Und das
wiederum hängt mit ihrer Gesinnung zusammen; dem Sinn, den sie für sich und ihr Leben entdecken.
Jenen Sinn zu finden und zu leben, ist Teil der Inhalte einer neuen Pädagogik.
Kann sie beim „Wandel(n)“ der Ge-Sinnung helfen? Welchen Betrag vermag sie in der
heutigen Gesellschaft zu leisten, welchen sollte sie in der zukünftigen leisten?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Problemlage globale Öko-Krise

2.1 Historischer Abriss zum Begriff der ökologischen Krise

2.2 Ist-Zustand unserer Welt

2.3 Unser Fehlverhalten als Ursache der Krise

2.4 Heutige Vorstellungswelten

3. Gesinnungswandel

3.1 Notwendigkeit eines Gesinnungswandels

3.2 Erwartungen an einen möglichen Gesinnungswandel

4. Das „Prinzip Hoffnung“

5. Die neue Pädagogik

5.1 Bedeutung

5.2 Selbstverständnis

5.3 Aufgaben und Wege

5.3.1 Selbst-Bildung

5.3.2 Bewusstseinsbildung

5.3.3 Wissensvermittlung

5.4 Die Person des Pädagogen

5.5 Probleme

6. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der ökologischen Krise und der Notwendigkeit eines gesellschaftlichen sowie individuellen Gesinnungswandels. Dabei wird die zentrale Forschungsfrage gestellt, welchen Beitrag die Pädagogik leisten kann, um Menschen zu einer verantwortungsvollen Lebensweise und einer neuen Wahrnehmung der Welt zu befähigen.

  • Die Analyse der Ursachen der globalen ökologischen Krise unter besonderer Berücksichtigung menschlicher Verhaltensmuster.
  • Die philosophische und pädagogische Fundierung des „Prinzips Hoffnung“ als Antrieb für Veränderungsprozesse.
  • Die Entwicklung pädagogischer Strategien wie Selbstbildung, Bewusstseinsbildung und zielgerichtete Wissensvermittlung.
  • Die kritische Reflexion der Rolle und authentischen Haltung des Pädagogen in diesem transformativen Prozess.

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

In heutiger Zeit dürfte der Begriff des „Gesinnungswandels“ mindestens genauso altmodisch erscheinen wie die Botschaft, die er transportiert. Etymologen staunen über fantasievolle Wortneuschöpfungen und eine Flut von Anglizismen in unserer Sprache. Alte Begriffe werden verdrängt, was die Frage aufwirft, ob uns damit auch ein Stück Kulturgut oder Lebensgefühl verlorengeht. Mit aussterbenden Wörtern scheinen ganze Sinnzusammenhänge auszusterben und der Wandel der „Gesinnung“ gehört offensichtlich dazu. Der Schwund jenes Worte, zurückführbar auf „Sinn“, ist ein Beispiel für ein viel tiefer liegendes Problem in unserer modernen Gesellschaft, nämlich für den Verlust von Sinn.

Sollten wir eine Ge-Sinnung also verstehen als die Art und Weise, wie jeder Mensch seinem Leben Sinn zu geben versteht, was ihn antreibt und womit er seine Taten begründet? Kutting versteht Gesinnung als die jeweilige, innere Haltung einer Person. Eine Gesinnung können wir als etwas individuell Verschiedenes und zugleich als etwas Flexibles wahrnehmen. Nur so erlangt die Forderung nach einem Wandel der Gesinnung ihre Bedeutung. Die Absicht des Wandels impliziert die Wandelbarkeit des betreffenden Sachverhaltes. Wieso ist aber von einem notwendigen Wandel überhaupt die Rede?

Auch der Begriff des „Wandels“ ist kein häufig gebrauchtes Wort in der deutschen Sprache. Sollte es damit zusammenhängen, dass für uns „(sich) wandeln“, bzw. „Wandel“ keine Bedeutung mehr hat? Besteht keine Notwendigkeit zu einem Wandel und deshalb auch nicht die Notwendigkeit zum Gebrauch dieses Wortes? Der Wandel als eine Umkehr vor dem Abgrund, als ein Wenden in der Sackgasse ist nötiger denn je, wenn man die politische, ökologische und soziale Schieflage unserer Welt ins Auge fasst.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die abnehmende Bedeutung des Begriffs „Gesinnungswandel“ und thematisiert den allgemeinen Verlust von Sinn sowie die Notwendigkeit einer existentiellen Kehrtwende angesichts der globalen Krise.

2. Problemlage globale Öko-Krise: Dieses Kapitel skizziert die historische Entwicklung und den gegenwärtigen Zustand der ökologischen Krise, wobei das menschliche Fehlverhalten und entfremdete Vorstellungswelten als wesentliche Ursachen identifiziert werden.

3. Gesinnungswandel: Hier wird die fundamentale Notwendigkeit einer persönlichen und gesellschaftlichen Neuausrichtung erörtert und aufgezeigt, welche Erwartungen mit einem solchen Wandel verbunden sind.

4. Das „Prinzip Hoffnung“: Das Kapitel analysiert Hoffnung als essenziellen Bestandteil menschlichen Daseins und als notwendiges Fundament pädagogischen Handelns, um trotz drohender Krisenszenarien wirksam agieren zu können.

5. Die neue Pädagogik: Es werden konkrete pädagogische Aufgabenfelder wie Selbstbildung, Bewusstseinsbildung und Wissensvermittlung definiert sowie die Rolle der Person des Pädagogen und auftretende praktische Probleme kritisch hinterfragt.

6. Fazit: Das Fazit fasst die pädagogischen Überlegungen zusammen und plädiert für eine „Philosophie des Lebendigen“, um den notwendigen Wandel in der Gesellschaft zu initiieren.

Schlüsselwörter

Gesinnungswandel, Ökologische Krise, Pädagogik, Bewusstseinsbildung, Selbstbildung, Nachhaltigkeit, Prinzip Hoffnung, Naturpädagogik, Ethik, Verantwortung, Identität, Zukunftsfähigkeit, ökologische Bildung, Sinnfindung, Weltbild.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der ökologischen Krise und der These, dass ein grundlegender Gesinnungswandel der Menschen notwendig ist, um die drohenden globalen Gefahren abzuwenden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Ursachen der Öko-Krise, die philosophische Bedeutung von Hoffnung und die Rolle einer „neuen Pädagogik“ bei der Förderung von Verantwortungsbewusstsein.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist aufzuzeigen, wie pädagogische Prozesse dazu beitragen können, dass Menschen ihre innere Haltung zur Natur und Umwelt so verändern, dass ein nachhaltiges Handeln möglich wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und Aufarbeitung erziehungswissenschaftlicher Literatur sowie philosophischer Konzepte zum Thema ökologische Bildung und Gesinnung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Problemlage, die Begründung für einen Gesinnungswandel, die Bedeutung des „Prinzips Hoffnung“ sowie die detaillierte Ausarbeitung neuer pädagogischer Aufgaben und Anforderungen an den Lehrenden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Gesinnungswandel, Ökologische Krise, Bewusstseinsbildung, pädagogische Verantwortung und Zukunftsfähigkeit.

Inwieweit spielt die Person des Pädagogen eine Rolle?

Der Pädagoge fungiert als authentisches Vorbild, das durch eigenes Verhalten und eine ehrliche Auseinandersetzung mit der Krise den Lernprozess der Zöglinge maßgeblich beeinflusst.

Warum ist laut der Arbeit eine „neue Pädagogik“ erforderlich?

Da herkömmliche Ansätze oft nur an der Oberfläche bleiben, wird eine Pädagogik gefordert, die tiefere Schichten der menschlichen Haltung anspricht und zu einem wirklichen Sinnwandel führt.

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Details

Title
Gesinnungswandel als Antwort auf die ökologische Krise
Subtitle
Was die Pädagogik beitragen kann
College
University of Marburg  (Fachbereich 21: Erziehungswissenschaften)
Course
Proseminar: Mensch - Natur: Einführung in die Naturpädagogik
Grade
1,0 (15 NP)
Author
Janka Vogel (Author)
Publication Year
2010
Pages
24
Catalog Number
V148914
ISBN (eBook)
9783640594276
ISBN (Book)
9783640593798
Language
German
Tags
Pädagogik Gesinnung Gesinnungswandel Wandel Krise ökologische Krise Welt Hoffnung Bewusstseinsbildung Selbst-Bildung Wissensvermittlung Pädagoge
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Janka Vogel (Author), 2010, Gesinnungswandel als Antwort auf die ökologische Krise, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/148914
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