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Neurodiversität in der Praxis. Anwendung des Konzeptes in Bezug auf AD(H)S-Betroffene in der Arbeitswelt

Titel: Neurodiversität in der Praxis. Anwendung des Konzeptes in Bezug auf AD(H)S-Betroffene in der Arbeitswelt

Bachelorarbeit , 2024 , 79 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Eva Wellinger (Autor:in)

Psychologie - Wirtschaftspsychologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeitswelt ist im Umbruch. Wo bleiben unsere neurodivergenten Talente hierbei? Und wie werden die wertvollen Ressourcen neurodivergenter Menschen genutzt? Diversität ist das Kernthema, mit dem sich die nachfolgende Arbeit beschäftigt. In der heutigen Gesellschaft hat sich ein wachsendes Bewusstsein für die Bedeutung von Vielfalt entwickelt. Neurodiversität ist eine Facette des Gesamtkonzeptes Diversity, welches die neurologische Vielfalt als eine natürliche und wertvolle Erscheinung betont, die nicht nur akzeptiert, sondern gefördert werden sollte. Einige Unternehmen haben bereits die besonderen Potenziale erkannt, die neurodivergente Talente mitbringen und in den verschiedensten Bereichen wie z. B. Innovation, Effizienz und Profitabilität vorantreiben können.

Anhand der Forschungsfrage „Neurodiversität in der Praxis - wie kann die Anwendung des Konzeptes in Bezug auf AD(H)S-Betroffene in der Arbeitswelt gelingen?“ wurde untersucht, inwieweit das Neurodiversitätskonzept im Allgemeinen und insbesondere zu der neurodivergenten Variante AD(H)S bei den Beschäftigten bekannt ist. Es wurde ein Quasi-Experiment durchgeführt, bei dem untersucht wurde, inwieweit Wissen, Empathie und Bereitschaft zu diesem Thema im Arbeitsumfeld vorhanden sind. Dabei absolvierte die Experimentalgruppe einen Workshop zum Thema Neurodiversität und AD(H)S und wurde anschließend, wie die Kontrollgruppe, die keinen Workshop durchlief, mithilfe eines Fragebogens befragt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Relevanz des Themas

1.2 Zielsetzung

2 Theoretischer Hintergrund und Stand der Forschung

2.1 Neurodiversität im Gesamtkonzept der Diversität

2.1.1 Neurodivergent versus neurotypisch

2.1.2 Chancen und Herausforderungen im Neurodiversitätskonzept

2.1.2.1 Chancen durch neurodivergente Beschäftigte

2.1.2.2 Herausforderungen durch neurodivergente Beschäftigte

2.1.3 Umsetzung eines Neurodiversitätskonzeptes im Unternehmen

2.2 Die Aufmerksamkeitsdefizit und Hyperaktivitätsstörung

2.2.1 AD(H)S Merkmale

2.2.2 Helfende Maßnahmen

2.2.3 AD(H)S Stigmata

2.2.4 Komorbiditäten und Kriminalität

2.2.5 Die AD(H)S in der Arbeitswelt

2.3 Hypothesen

3 Methodischer Teil

3.1 Auswahl der Forschungsmethode

3.2 Messinstrument

3.3 Rekrutierung und Beschreibung der Stichprobe

3.4 Durchführung

4 Ergebnisse

4.1 Datenauswertung

4.2 Vorstellung der Ergebnisse

5 Diskussion

5.1 Interpretation der Ergebnisse

5.2 Beschränkungen der Forschungsarbeit und Empfehlungen

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie das Konzept der Neurodiversität in der Arbeitswelt erfolgreich auf Menschen mit AD(H)S angewendet werden kann. Im Fokus steht dabei die Analyse, ob ein zielgerichteter Workshop das Wissen, die Empathie und die Bereitschaft von Mitarbeitenden in Bezug auf neurodivergente Kolleginnen und Kollegen positiv beeinflussen kann.

  • Grundlagen der Neurodiversität im Diversity-Management
  • Spezifika und Merkmale der AD(H)S-Störung im Arbeitsumfeld
  • Methodik des Quasi-Experiments zur Wissensvermittlung
  • Analyse von Stigmata und Barrieren im beruflichen Kontext
  • Empfehlungen für eine integrative Unternehmenskultur

Auszug aus dem Buch

2.2.1 AD(H)S Merkmale

Folgende Schwächen können bei AD(H)S unter anderem auftreten: Unkonzentriertheit, die sich durch die Schwierigkeiten zeigen, an einer Sache zu bleiben oder anderen länger zuzuhören. Ablenkbarkeit, da der Brennpunkt des Interesses schnell wechselt oder die Aufmerksamkeit abdriftet. Somit werden häufig Dinge, die nicht mehr interessant erscheinen, nicht zu Ende gebracht. Schwierigkeiten, Dinge zu organisieren und zu strukturieren, ebenso die Eigenorganisation betreffend, da nur wenig Überblick vorhanden ist. Eine hohe Vergesslichkeit, insbesondere in alltäglichen, eher unspannenden Dingen. Erhöhte Impulsivität, was bedeutet, dass Gefühle direkt und unreflektiert ausgelebt werden. Ein vorschnelles Handeln zeigt dieses ebenso, wie Schwierigkeiten beim Abwarten. Teilweise zeigt sich ein schwieriges Sozialverhalten, bedingt durch eine unzureichende Einschätzung von sich selbst und anderen, daher bestehen auch häufig Schwierigkeiten, sich in andere Personen hineinzuversetzen. Stimmungslabilität in Form von Berg- und Talfahrten der Emotionen, ob schnell gereizt oder zu Tode betrübt, erklärt in der Besonderheit des negativen Hyperfokus. Schwierigkeiten mit gesetzten Regeln und Vorgaben, die wie Eigensinn wirken, um den eigenen Willen durchzusetzen, die oft in Endlosdiskussionen enden (Aust-Claus, Hammer 2018). Sprach- und Kommunikationsprobleme wie erhöhte Rede Lust, schnelles, teils sprunghaftes Reden ohne Pausen, Wortschwälle und Schwierigkeiten, den Gesprächspartner zu Wort kommen zu lassen (ADxS, 2024).

Als Stärken können bei beiden Typen unter anderem auftreten: Schnelle Begeisterungsfähigkeit für ein Projekt. Unkonventionelle Gedanken und ein liebenswertes, offenes Wesen. Empathie und Hilfsbereitschaft. Spontanität, sowie ein unbedingtes und rückhaltloses Engagement für eine sie interessierende Sache, beschrieben als positiver Hyperfokus. Neugier und Offenheit für Neues, ein ausgeprägter Entdecker und Erforschungsdrang. Anderen gegenüber nicht nachtragend sein. Verhalten wie ein Stehaufmännchen, da Enttäuschungen schnell vergessen und weggesteckt werden sowie ein ausgeprägter Gerechtigkeitssinn (Claus, Aust-Claus, Hammer, 2017). Besonders hoch sind häufig die Merkmale Kreativität, Flexibilität und Dynamik ausgeprägt (Gelitz, 2023b).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Stellt das Konzept der Neurodiversität als Gegenentwurf zur Pathologisierung dar und diskutiert dessen Relevanz für moderne Unternehmen.

2 Theoretischer Hintergrund und Stand der Forschung: Beleuchtet das Neurodiversitätskonzept, die Diagnose AD(H)S sowie deren Symptomatik, Stigmata und betriebliche Auswirkungen.

3 Methodischer Teil: Detaillierte Erläuterung des quantitativen Quasi-Experiments, des Aufbaus des Fragebogens und der Durchführung der Workshops.

4 Ergebnisse: Präsentation der erhobenen Daten, statistische Auswertung mittels t-Tests und Überprüfung der aufgestellten Hypothesen.

5 Diskussion: Interpretation der Studienergebnisse im Hinblick auf Wissenszuwachs, Empathiefähigkeit und Bereitschaft sowie Reflexion der methodischen Limitationen.

6 Fazit: Resümee über das Potenzial von Workshops zur Förderung einer integrativen Unternehmenskultur und zum Abbau von Vorurteilen gegenüber neurodivergenten Menschen.

Schlüsselwörter

Neurodiversität, AD(H)S, Arbeitswelt, Diversity Management, Workshop, Wissen, Empathie, Innovationskraft, Unternehmensführung, betriebliche Integration, Stigmatisierung, psychische Gesundheit, Arbeitsgedächtnis, Hyperfokus, Unternehmenskultur

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie das Konzept der Neurodiversität – insbesondere bei AD(H)S-Betroffenen – in Unternehmen erfolgreich umgesetzt werden kann, um sowohl individuelle Stärken als auch organisationale Potenziale zu nutzen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung von Neurodiversität, die klinische und psychosoziale Dimension von AD(H)S, sowie die praktische Implementierung von Diversity-Programmen in der Personalwirtschaft.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet: „Neurodiversität in der Praxis – wie kann die Anwendung des Konzeptes in Bezug auf AD(H)S-Betroffene in der Arbeitswelt gelingen?“ Ziel ist es, den Effekt von Sensibilisierungsmaßnahmen zu messen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin wählt ein quantitatives explanatives Forschungsdesign, das ein Quasi-Experiment mit einer Versuchs- und Kontrollgruppe zur Messung von Wissen, Empathie und Bereitschaft umfasst.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine umfassende Literaturanalyse zum Stand der Forschung (Neurodiversität und AD(H)S), die methodische Beschreibung der Datenerhebung sowie die detaillierte Darstellung und Diskussion der Ergebnisse.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Neurodiversität, AD(H)S, Unternehmenskultur, Empathiefähigkeit und betriebliche Integration zusammenfassen.

Was verbirgt sich hinter dem „Notfallvorteil“ bei AD(H)S-Betroffenen?

Bei AD(H)S-Betroffenen führt ein Adrenalinschub in Stresssituationen dazu, dass sich der sonst breite, ablenkungsanfällige Filter auf einen klaren Fokus reduziert, was zu überdurchschnittlicher Leistungsfähigkeit in Krisen führt.

Wie unterscheidet sich die AD(H)S-Verhaltensweise von pathologischem Narzissmus?

Während ein Narzisst das Eingestehen eines Fehlers als Schwäche nutzt, um Macht zu demonstrieren, reagieren AD(H)S-Betroffene beim Fehlereingeständnis oft pragmatisch oder gar beschämt, da AD(H)S ein Defizit in der Steuerung, aber keine Machtabsicht widerspiegelt.

Welche Rolle spielt der Workshop für die Teilnehmer?

Der Workshop fungiert als Sensibilisierungsmaßnahme, die den Teilnehmern ermöglicht, eigenes Halbwissen abzubauen und durch fundierte Einblicke in neurodivergente Funktionsweisen eine höhere berufliche Offenheit zu entwickeln.

Ende der Leseprobe aus 79 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Neurodiversität in der Praxis. Anwendung des Konzeptes in Bezug auf AD(H)S-Betroffene in der Arbeitswelt
Note
1,3
Autor
Eva Wellinger (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2024
Seiten
79
Katalognummer
V1490756
ISBN (PDF)
9783389058640
ISBN (Buch)
9783389058657
Sprache
Deutsch
Schlagworte
AD(H)S Neurodiversität Neurodivergent Bereitschaft Kommunikation Empathie Diversität Diversity ADS ADHS
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Eva Wellinger (Autor:in), 2024, Neurodiversität in der Praxis. Anwendung des Konzeptes in Bezug auf AD(H)S-Betroffene in der Arbeitswelt, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1490756
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Leseprobe aus  79  Seiten
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