In dieser Arbeit möchte ich mich mit Wittgensteins Gedanken aus den „Philosophischen Untersuchungen“, wie etwas in der Sprache zu seiner Bedeutung kommt, beschäftigen.
Zu diesem Zweck, betrachte ich im ersten Kapitel Wittgensteins Begriffe des Sprachspiels und der Lebensform. Anschließend gehe ich auf das Meinen ein und versuche zu klären, in welchem Zusammenhang es zur Verwendung von Ausdrücken steht. Im darauf folgenden Kapitel werde ich den „therapeutischen“ Aspekt von Wittgensteins Sichtweise auf die Bedeutung darstellen. Zuletzt ziehe ich ein Fazit und erläutere noch meine eigenen Überlegungen zu Wittgensteins Gedanken.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Der Kontext
Das Meinen
Die Bedeutung der Bedeutungslosigkeit
Fazit
Zielsetzung und Themen
Die Arbeit untersucht das Zustandekommen von Bedeutung in der Sprache anhand von Ludwig Wittgensteins „Philosophischen Untersuchungen“, mit dem Ziel, die verbreitete Annahme einer festen Bedeutung hinter Worten kritisch zu hinterfragen und den „therapeutischen“ Aspekt seines Philosophierens herauszuarbeiten.
- Wittgensteins Sprachspiel-Konzept und Lebensformen
- Die Relativierung der Sprecherabsicht (das Meinen)
- Destruktion des Glaubens an eine „einzige wahre Bedeutung“
- Die therapeutische Funktion philosophischer Erkenntnis
Auszug aus dem Buch
Die Bedeutung der Bedeutungslosigkeit
Der Glaube an die eine, einzig wahre Bedeutung, von Wörtern und Sätzen, an die Übereinstimmung von Aussagen und Tatsachen, der Glaube an einen Grund der Sprache, der überhaupt nicht existiert, wird bei Wittgenstein zerstört. Er wurde deshalb auch das „Genie der Destruktion“ genannt. Verantwortlich ist hierfür vor allem der „therapeutische“ Aspekt seines Philosophierens, denn es gibt auch einen konstruktiven Aspekt der Destruktion, durch den sie erst ihren Sinn bekommt. Es kann, wie Wittgenstein in den „Philosophischen Untersuchungen“ immer wieder betont, keine positiven Ergebnisse der Philosophie geben.
Die Philosophie nimmt die Ausdrücke aus ihrem ursprünglichen Verwendungskontext und trägt sie in andere Zusammenhänge und nur dadurch entstehen überhaupt erst die Probleme, die durch die Philosophie eigentlich gelöst werden sollen. Was also den Erfolg des Philosophierens ausmacht, ist zu erkennen, dass philosophische Probleme nicht so gelöst werden können wie naturwissenschaftliche Probleme, sondern dass man sich bei ihnen darüber bewusst werden muss, dass man gar nicht vor Problemen steht. Sie müssen, um es in Wittgensteins Sprache zu sagen, „zum Verschwinden gebracht werden“.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Der Autor führt in die Fragestellung ein, wie in der Sprache Bedeutung entsteht, und skizziert den Aufbau der Arbeit entlang zentraler Wittgenstein-Begriffe.
Der Kontext: Dieses Kapitel erläutert die Begriffe Sprachspiel und Lebensform als notwendige Einbettung, die den Gebrauch von Wörtern erst sinnvoll macht.
Das Meinen: Hier wird dargelegt, dass das Meinen eines Sprechers nicht als unmissverständliche Absicht hinter einem Wort zu verstehen ist, sondern als sozialer Sachverhalt innerhalb etablierter Sprachgebräuche.
Die Bedeutung der Bedeutungslosigkeit: Das Kapitel analysiert den „therapeutischen“ Ansatz Wittgensteins, philosophische Probleme durch die Zerstörung metaphysischer Luftgebäude aufzulösen.
Fazit: Die abschließende Betrachtung unterstreicht, dass Bedeutung erst in der Anwendung entsteht und hinter den Worten keine verborgene Essenz existiert.
Schlüsselwörter
Ludwig Wittgenstein, Philosophische Untersuchungen, Sprachspiel, Lebensform, Bedeutung, Meinen, therapeutische Philosophie, Destruktion, Sprachgebrauch, Zeichen, Philosophie, Sprachphilosophie, Sinn, Konvention, Erkenntnistheorie
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit Wittgensteins Sprachphilosophie, speziell mit der Frage, wie Ausdrücke in der Sprache ihre Bedeutung erhalten und warum die Suche nach einer tieferliegenden, festen Bedeutung oft in die Irre führt.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Zentrum stehen die Begriffe Sprachspiel, Lebensform, die Analyse des Meinens sowie der therapeutische Ansatz der Philosophie Wittgensteins.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass Bedeutung kein privater mentaler Prozess ist, sondern sich aus der regelmäßigen, sozialen Verwendung von Zeichen in konkreten Sprachspielen ergibt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt die hermeneutische Textanalyse der „Philosophischen Untersuchungen“ von Ludwig Wittgenstein sowie ergänzende fachwissenschaftliche Literatur.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Sprachspielen und Lebensformen, die Dekonstruktion des Begriffs „Meinen“ und die Erläuterung der therapeutischen Rolle der Philosophie.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Sprachspiel, Lebensform, Bedeutungslosigkeit, therapeutische Philosophie und soziale Konvention charakterisiert.
Warum wird Wittgenstein als „Genie der Destruktion“ bezeichnet?
Er wird so bezeichnet, weil er den metaphysischen Glauben an einen festen, hinter der Sprache verborgenen Grund zerstört, um das Verständnis für die tatsächliche Funktionsweise der Sprache freizulegen.
Was bedeutet die Aussage, dass philosophische Probleme „zum Verschwinden gebracht“ werden müssen?
Dies bedeutet, dass philosophische Probleme oft nur durch die Entkontextualisierung von Sprache entstehen; erkennt man den Gebrauchskontext, lösen sich die Probleme als Scheinprobleme auf.
Wie verhält sich das „Meinen“ zur Bedeutung eines Wortes?
Das Meinen ist bei Wittgenstein kein isolierter mentaler Akt, sondern an die Bereitschaft gebunden, das Wort gemäß den sozialen Konventionen der Gemeinschaft zu gebrauchen.
Welche Schlussfolgerung zieht der Autor über „Zeichen“?
Der Autor schließt, dass es letztlich nur Zeichen und deren Verhältnis zueinander gibt; hinter den Zeichen verbirgt sich kein tieferer, geheimnisvoller Sinn, den man „entschlüsseln“ könnte.
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- Patrick Zimmerschied (Autor), 2010, Die Bedeutungslosigkeit der Bedeutung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/149132