Stundenplanung Sport: Ballannahme und Passen beim Fußball, Klassenstufe 6


Unterrichtsentwurf, 2008
16 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Sachanalyse

2. Didaktische Analyse
2.1. Formulierung und Begründung der Lernaufgabe
2.2. Bedeutsamkeit des Unterrichtsinhalts für die Schülerinnen und Schüler
2.3. Didaktische Reduktion
2.4. Einbettung der Stunde in die Unterrichtseinheit

3. Voraussetzungen für den Unterricht
3.1. Innere Voraussetzungen bei den Schülerinnen und Schülern
3.2. Äußere Voraussetzungen

4. Lernziele
4.1. Ziel der Unterrichtseinheit
4.2. Ziel der Unterrichtsstunde
4.3. Feinziele

5. Methodische Überlegungen
5.1. Einstiegsmöglichkeiten
5.2. Artikulation
5.3. Sozial- und Aktionsformen
5.4. Medien
5.5. Mögliche Schwierigkeiten
5.6. Unterrichtsprinzipien

6. Geplanter Unterrichtsverlauf

7. Literaturverzeichnis

8. Anhang

1. Sachanalyse

Neben den Stoßarten ist das Stoppen und die Annahme des Balls eines der häufigsten und wichtigsten technischen Elemente beim Fußball. Es beinhaltet die sichere Übernahme des Balls. Wenn der Spieler einen lockeren Pass annehmen will, dann ist das Stoppen des Balles das Ziel. Wenn er ihn jedoch härter annehmen will, dann ist die Mitnahme des Balles in die weitere Bewegung das Ziel. Die Entscheidung darüber, wie die Ballannahme erfolgen soll, hängt von der weiteren Spielsituation ab. Wichtig ist es so schnell wie möglich mit kurzer Vorbereitungsphase und wenig Ballberührungen den Ball ohne Tempoverlust weiter zu spielen. Knotenpunkte der Technik der Ballannahme sind: Grundstellung zum Ball (im Stand und in der Bewegung), der Fuß oder ein entsprechendes Körperteil wird dem Ball entgegengeführt und dann erfolgt ein Nachgeben in die Bewegungsrichtung des Balles. Am einfachsten lernt man das Stoppen und die Ballmitnahme von flach anrollenden Bällen. Deswegen sollte man den Anfängern erst diese Form beibringen.[1]

Der Bewegungsablauf der Ballannahme erfolgt folgender maßen: Die An- und Mitnahme des Balles kann, abgesehen von der Hand, mit allen Körperteilen erfolgen. Der Ball kann somit mit der Fußsohle, der Innenseite des Fußes, der Außenseite des Fußes, dem Fußspann, dem Unter- und Oberschenkel, dem Kopf, der Brust und dem Bauch angenommen werden. Bei der Annahme des Balles wird der ballannehmende Körperteil dem Ball entgegen geführt. Bei der Berührung weicht er dann „elastisch“ dem Aufprall des Balles dämpfend zurück.[2]

Beim Stoppen des Balles mit der Innenseite wird der im rechten Winkel nach Außen gedrehte Fuß dem Ball entgegen gesetzt und gibt somit dem anrollenden Ball in seiner Bewegungsrichtung leicht nach.

Beim Stoppen des Balles mit der Fußsohle wird der Fuß angehoben, sodass die Fußspitze nach vorn/oben weist. Danach führt man den Fuß in diese Stellung in die Richtung des ankommenden Balls und gibt in dem Moment des Stoppens leicht nach.

Die Ballmitnahme mit der Innenseite oder Außenseite erfolgt dann, wenn man den Ball nicht stoppen will und ihn in die weitere Bewegung mit einbeziehen will. Bei der Mitnahme neigt sich der Oberkörper in die Spielrichtung des Balles.[3] Dabei kann das Körperteil, mit dem der Ball angenommen wird nicht grundsätzlich zurückweichen. Vielmehr muss er gegen den Ball geführt werden, sodass der Ball die Bewegungsrichtung erhält die der Spieler auch wünscht.[4]

Die Qualität des Passes hängt von der Sicherheit und demnach vom Erfolg des Spiels ab. Das Zuspiel kann flach und hoch, scharf und weich und mit oder ohne Ausholbewegung erfolgen. Für das Zuspiel sind der Zeitpunkt, die Richtung und die Flugbahn des Zuspieles von Bedeutung.[5]

Der Stoß besteht aus folgendem Bewegungsablauf: Zuerst die Positionseinnahme zum Ball und anschließend die Ausholbewegung des Spielbeins nach hinten. Dann erfolgt der Vorschwung des Spielbeines zum Ball hin und letztendlich der Stoß des Balles. Danach muss nur noch die Ausholbewegung abgefangen werden, indem das Spielbein ausgeschwungen wird. Bei einem flachen Zuspiel oder Torschüssen hingegen muss der Ball sich im Moment des Stoßes neben dem leicht gebeugten Standbein befinden. Der Oberkörper beugt sich dabei nach vorne über den Ball.[6]

2. Didaktische Analyse

2.1. Formulierung und Begründung der Lernaufgabe

Die Stunde „Ballannahme und Passen“ beim Fußball weist Bezüge zum rheinlandpfälzischen Lehrplan Sport in der Sekundarstufe 1 auf. Spielen ist zentraler Gegenstand des Sportunterrichts, da es dem natürlichen Bewegungsdrang der Schüler entgegenkommt und das soziale miteinander in der Gruppe fördert. Vorbereitende Spielformen haben bei der Entwicklung elementarer Spielfertigkeiten ihren besonderen Stellenwert. Der Erwerb technischer Fertigkeiten und taktischer Fähigkeiten ist für bestimmte Spielsituationen unverzichtbar. Dabei werden die allgemeinen motorischen Grundeigenschaften entwickelt und das Kind lernt Erfahrungen im Umgang mit Regeln.

2.2. Bedeutsamkeit des Unterrichtsinhalts für die Schülerinnen und Schüler

Die Kinder hatten alle schon Kontakt mit einem Ball, sodass das Interesse am Ballspiel sowie das Verbessern der Ballbehandlung geweckt werden. Mit zunehmendem Alter der Kinder, verbessern sich auch ihre koordinativen Fähigkeiten, welche für das Erlernen der Techniken vorhanden sein sollten. Das bisherige Spielverständnis ist inzwischen für fast alle nicht mehr ausreichend, sodass sie neue Fertigkeiten erlernen wollen. Sie sind jetzt in einem Alter, indem sie das soziale Agieren in der Gruppe erlernen müssen, sofern dies noch nicht vorhanden ist.

Die Gegenwartsbedeutung spielt in sofern eine Rolle, dass die Kinder ein gewisses Interesse an Sportspielen mitbringen und sie dieses Interesse verknüpfend mit dem sozialen Hintergrund nutzen sollen, um Gemeinschaftsspiele erfolgreich durchführen zu können. Dennoch ist die Zukunftsbedeutung viel wichtiger im Bezug auf die Sozialkompetenz und ihrer Freizeitgestaltung. Die Schüler lernen durch den Fußball, sowie durch andere Sportspiele sich richtig sozial zu verhalten. Sie müssen lernen mit Erfolg und Misserfolg richtig umzugehen und Mitspieler beziehungsweise Gegenspieler zu respektieren. Des Weiteren sollen die Kinder lernen Mitschüler zu integrieren. Diese Fähigkeiten benötigen sie auch außerhalb des Sportunterrichts und der Schule. Der Fußball ist somit ein Exemplar für viele Ballsportarten.

Durch die Vielfalt des Sportunterrichts wird ihnen ein breit gefächertes Sportangebot geliefert und sie können selbst feststellen welche Sportart ihnen am besten liegt, um zu wissen für welche Sportart sie sich in Vereinen entscheiden.

2.3. Didaktische Reduktion

Durch das visuelle Darstellen der Bewegungsformen durch den Lehrer, wird das Verständnis der Übung erleichtert. Die Schüler sehen wie die Übung optimal durchzuführen ist, was eine Vereinfachung für sie darstellt. Die Schüler, die erfolgreiche Freizeitfußballer sind, sind in der Lage den anderen Mitschülern und Mitschülerinnen bei der Durchführung der Techniken zu helfen.

2.4. Einbettung der Stunde in die Unterrichtseinheit

Eine kurze Übersicht soll die Stellung der Stunde im größeren Zusammenhang verdeutlichen:

a) Einführung in das Fußball
b) Ballannahme und Passen
c) Torschuss
d) Einführung in das Angriffsspiel
e) Spielformen in Über- und Gleichzahl
f) Einführung in das Abwehrverhalten
g) Regelkunde
h) Abschlussspiel zum Anwenden der gelernten Techniken

[...]


[1] Fußballtraining mit Kindern S. 41-42

[2] Lehrbuch Fußball S. 38

[3] Fußballtraining mit Kindern S. 42-43

[4] Lehrbuch Fußball S. 38

[5] Lehrbuch Fußball S. 109

[6] Fußballtraining mit Kindern S. 71

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten

Details

Titel
Stundenplanung Sport: Ballannahme und Passen beim Fußball, Klassenstufe 6
Hochschule
Universität Koblenz-Landau  (Sportwissenschaft)
Note
1,0
Autor
Jahr
2008
Seiten
16
Katalognummer
V149135
ISBN (eBook)
9783640870950
ISBN (Buch)
9783640870912
Dateigröße
539 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Stunde, Fußball, Ball, Spiel, Sport, Einführung, Langzeitplanung, Unterrichtsplanung, Pass, Schuss, Team, Teamsport
Arbeit zitieren
Florian Schwarze (Autor), 2008, Stundenplanung Sport: Ballannahme und Passen beim Fußball, Klassenstufe 6, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/149135

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