Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › History of Germany - National Socialism, World War II

Die deutsch-polnischen Beziehungen 1933 bis 1939

Title: Die deutsch-polnischen Beziehungen 1933 bis 1939

Seminar Paper , 2009 , 16 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Sebastian Ketting (Author)

History of Germany - National Socialism, World War II
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Auf das Verhältnis in dieser Zeit möchte ich im Folgenden eingehen und festhalten, inwiefern sich das deutsch-polnische Verhältnis, bis in die Eskalation des Krieges entwickelt hat.
Ich halte es für sehr wichtig die Außenpolitik des Deutschen Reiches einmal speziell unter dem Aspekt des deutsch-polnischen Verhältnisses zu betrachten, da dieser Konflikt der Grund für Hitlers erste entscheidende Aggression zu Beginn des europäischen Krieges 1939 war. Natürlich zwang dieser Konflikt Hitlers letztendlich keinesfalls zu einem Angriff. Jedoch kann man von einer bereitwilligen Ausnutzung des bereits vorhandenen Konflikts sprechen.
Ich werde dabei zunächst auf die Beziehung der beiden Staaten schon in der Zeit der Weimarer Republik zurückgreifen, um später den weiteren Verlauf während der Zeit des Nationalsozialismus deutlicher aufzeigen zu können. Dabei werde ich mich weitestgehend nur
Ereignissen widmen, die das deutsch-polnische Verhältnis betreffen, da alles andere den Rahmen meiner Arbeit sprengen würde. Gerade die Beziehungen zwischen dem Deutschen Reich und Großbritannien sind für den Gesamtzusammenhang sehr wichtig, jedoch möchte ich den Scheinwerfer ausschließlich auf die deutsch-polnischen Beziehungen richten und nur gelegentlich die deutsche Beziehungen zu den anderen europäischen Großmächten einblenden, wenn dies für die Erklärung meines Hauptthemas unumgänglich ist. Für die verschiedenen Phasen sind die verschiedensten Bücher hilfreich. Um die Ausgangslage der Beziehungen beider Staaten zu erläutern war sicherlich Volkmar
Kellermanns Buch über die Polenpolitik der Weimarer Republik sehr hilfreich, genauso wie für den Beginn der nationalsozialistischen Herrschaft Marie-Luise Reckers, als auch Rainer F. Schmidts Werke hilfreich waren. In der Endphase der Vorkriegszeit werde ich mich neben Schmidt, auch auf Charles Bloch beziehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die deutsch-polnischen Beziehungen 1933-1939

2.1. Die Endphase der Weimarer Republik

2.2. Beginn des nationalsozialistischen Einflusses

2.3. Deutsch-polnischer Nichtangriffspakt 1934

2.4. Die Jahre 1935-1937

2.5. Die Folgen der Münchener Konferenz 1938

2.6. Der Hitler-Stalin-Pakt 1939

2.7. Die letzten Tage Polens bis zum 1.9.1939

3. Zusammenfassung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung der deutsch-polnischen Beziehungen zwischen 1933 und 1939, um aufzuzeigen, wie diese in die Eskalation des Zweiten Weltkriegs mündeten und inwiefern der Konflikt um Polen bereits früh als zentrales Ziel nationalsozialistischer Expansionspolitik angelegt war.

  • Analyse der außenpolitischen Zäsur durch die Machtübernahme der Nationalsozialisten.
  • Untersuchung der diplomatischen Taktik Hitlers zwischen Friedensrhetorik und Aggression.
  • Bewertung der Rolle des Nichtangriffspakts von 1934 und dessen langfristige Bedeutung.
  • Einordnung des Hitler-Stalin-Pakts als Schicksalsereignis für die polnische Souveränität.
  • Untersuchung der britischen Garantieerklärungen und deren Einfluss auf den Kriegsbeginn.

Auszug aus dem Buch

2.2. Beginn des nationalsozialistischen Einflusses

Wenn man über Hitlers Buch „Mein Kampf“ spricht, dann ist eine der zentralen Thesen, die darin beinhaltet sind, der so genannte Lebensraum im Osten und die „„rassische“ Umgestaltung des deutschen Machtbereiches“. So gesehen war für die zahlreichen Leser innerhalb Deutschlands abzusehen, wie sich Hitlers Außenpolitik, gerade im Bezug auf Polen, darstellen würde.

Als Adolf Hitler am 30. Januar 1933 die Macht im Deutschen Reich erlangte, war auch für Polen sofort klar, dass man es nun mit einer höheren Stufe von Aggressivität zu tun hatte, als noch in Zeiten der Weimarer Republik. Vorher noch moderat und manchmal undurchsichtig für Polen, stand ihnen nun ein Kontrahent gegenüber, der seine Ziele klar und offen formulierte. So geschah es schon im Sommer 1932, als Hitler seine außenpolitischen Ziele, vor seiner späteren Amtszeit, schon einmal intern umriss. Zu seinem Machtkern, zu dem alle Deutschen zählen sollten, schloss er auch die westpolnischen Gebiete ein, die zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht zum deutschen Territorium zählten. Am 3. Februar 1933 sprach Hitler bereits von „Eroberung neuen Lebensraums im Osten und dessen rücksichtlose Germanisierung“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Problematik der deutsch-polnischen Beziehungen ein und stellt die Forschungsfrage nach der Entwicklung bis zur Eskalation des Krieges.

2. Die deutsch-polnischen Beziehungen 1933-1939: Dieser Hauptteil analysiert chronologisch die diplomatischen, wirtschaftlichen und militärischen Entwicklungen zwischen beiden Staaten, vom Ende der Weimarer Republik bis zum Überfall 1939.

2.1. Die Endphase der Weimarer Republik: Das Kapitel beleuchtet die Spannungen und Handelsbeziehungen der letzten Jahre vor 1933, die von der Nichtanerkennung der Ostgrenze geprägt waren.

2.2. Beginn des nationalsozialistischen Einflusses: Hier wird der radikale Wechsel in der deutschen Außenpolitik unter Hitler und dessen Zielsetzungen hinsichtlich des „Lebensraums im Osten“ thematisiert.

2.3. Deutsch-polnischer Nichtangriffspakt 1934: Dieses Kapitel behandelt die kurzfristige bilaterale Annäherung, die für Hitler strategische Vorteile bot, aber keine dauerhafte Entspannung bedeutete.

2.4. Die Jahre 1935-1937: Es wird kurz auf die Phase der diplomatischen Stagnation eingegangen, in der das Deutsche Reich seine außenpolitische Handlungsfähigkeit durch die Passivität der Westmächte erprobte.

2.5. Die Folgen der Münchener Konferenz 1938: Der Fokus liegt auf der Verschlechterung der Beziehungen nach der Zerschlagung der Tschechoslowakei und den verstärkten Gebietsforderungen an Polen.

2.6. Der Hitler-Stalin-Pakt 1939: Dieses Kapitel analysiert das geheime Zusatzprotokoll und die strategischen Motive, die zur Teilung Polens zwischen den beiden Mächten führten.

2.7. Die letzten Tage Polens bis zum 1.9.1939: Der abschließende Abschnitt schildert die gezielte Eskalation, Provokationen durch die SS und den Beginn des Angriffs trotz Friedensbemühungen.

3. Zusammenfassung: Die Arbeit resümiert, dass der deutsche Angriff aufgrund der rassenideologischen und taktischen Ziele Hitlers politisch unvermeidbar war.

Schlüsselwörter

Deutsch-polnische Beziehungen, Nationalsozialismus, Außenpolitik, Hitler, Polen, Lebensraum, Nichtangriffspakt 1934, Münchener Konferenz, Hitler-Stalin-Pakt, Appeasement-Politik, Zweifrontenkrieg, Danzig, Korridor, Revisionismus, Zweiter Weltkrieg.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der historischen Dynamik der deutsch-polnischen Beziehungen in der Zeit von 1933 bis 1939 und deren Beitrag zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die nationalsozialistische Expansionspolitik, die diplomatische Taktik Hitlers gegenüber Polen, die Auswirkungen der Appeasement-Politik sowie die strategischen Bündniskonstellationen in Europa.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich das deutsch-polnische Verhältnis über die Jahre stetig verschlechterte und warum eine militärische Auseinandersetzung aus Hitlers ideologischer Sicht von Beginn an präferiert wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf einer fundierten Auswertung relevanter Fachliteratur und historischer Quellen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in chronologische Abschnitte, die von der Weimarer Republik über den Nichtangriffspakt 1934 bis hin zu den entscheidenden Ereignissen des Jahres 1939 wie dem Hitler-Stalin-Pakt reichen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind hierbei insbesondere Außenpolitik, Nationalsozialismus, Lebensraum, Aggression, diplomatische Täuschung und die geopolitische Lage Polens.

Was war die Funktion des Nichtangriffspakts von 1934 für Hitler?

Der Pakt diente Hitler primär als taktisches Mittel, um Ruhe an der Ostgrenze zu sichern, deutsche Minderheiten zu schützen und eine Pufferzone zur Sowjetunion aufzubauen, während er sich außenpolitisch nach dem Austritt aus dem Völkerbund konsolidierte.

Warum lehnte Polen die Forderungen von 1938/1939 ab?

Polen lehnte die Forderungen ab, da diese mit der sogenannten Konsultationsklausel verbunden waren, die faktisch den Verlust der polnischen Souveränität und die Unterordnung unter deutsche Außenpolitik bedeutet hätte.

Welche Bedeutung hatte der Anschlag auf den Sender Gleiwitz?

Der von der SS inszenierte Anschlag diente als „entscheidende Provokation“ und gezielter Vorwand, um die polnische Seite als Aggressor darzustellen und den geplanten Angriff am 1. September 1939 zu legitimieren.

Excerpt out of 16 pages  - scroll top

Details

Title
Die deutsch-polnischen Beziehungen 1933 bis 1939
College
Dresden Technical University  (Geschichte)
Course
Proseminar: Die internationale Krise 1939
Grade
2,0
Author
Sebastian Ketting (Author)
Publication Year
2009
Pages
16
Catalog Number
V149163
ISBN (eBook)
9783640596416
ISBN (Book)
9783640595990
Language
German
Tags
Deutsche Außenpolitik Hitlers Außenpolitik deutsch-polnische Beziehungen 1933 1939 1933-1939
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sebastian Ketting (Author), 2009, Die deutsch-polnischen Beziehungen 1933 bis 1939, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/149163
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  16  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint