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Die Parallelen von Afrika und Deutschland in „Abu Telfan“. Der Afrikadiskurs des 19. Jahrhunderts

Title: Die Parallelen von Afrika und Deutschland in „Abu Telfan“. Der Afrikadiskurs des 19. Jahrhunderts

Seminar Paper , 2022 , 16 Pages , Grade: 2

Autor:in: Bianca Naderer (Author)

Didactics for the subject German - Literature, Works
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In dieser Arbeit sollte dem Bild, welches die Charaktere in Wilhelms Raabes‘ „Abu Telfan oder Die Heimkehr aus dem Mondgebirge“ von dem fernen Afrika, aus welchem der Protagonist Leonhard Hagebucher heimgekehrt war, näher untersucht werden. Weiters sollten die Parallelen zwischen dem Afrika, welches Leonhard Hagebucher in seiner Zeit als Sklave erlebt hatte, und der „süßen Heimat“, in die er zurückgekehrt war, herausgehoben und analysiert werden.
Im ersten Teil der Arbeit wird dem Überblick halber der Autor Wilhelm Raabe sowie dessen Leben und Wirken vorgestellt. Dann werden die Ereignisse der Erzählung „Abu Telfan oder Die Heimkehr aus dem Mondgebirge“ kurz zusammengefasst. Darauf folgt eine genauere Analyse des Bildes von Afrika, welches die Menschen von Bumsdorf haben. Dabei werden Textpassagen aus dem Werk verwendet, miteinander verbunden und eine Gesamtdarstellung über das in Bumsdorf herrschende Afrikabild erstellt. Danach werden die Parallelen zwischen Afrika und Deutschland beziehungsweise dem von Leonhard erlebten Afrika und dem von ihm erlebten Deutschland herausgehoben, verschiedene Aspekte dieser Parallelität beschrieben und ihre Aussage hinterfragt. Auch der Aspekt von Heimat und Ferne in dem Werk werden interpretiert.
Der letzte Teil der Arbeit beschäftigt sich mit einer Einordnung des literarisch gearteten Diskurses rund um Afrika von Wilhelm Raabe in seinem Werk in den zeitgenössischen, gesellschaftlichen Diskurs um Afrika. Im Fazit werden die erlangten Erkenntnisse zusammengefasst.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Über das Werk

1.1 Über den Autor: Wilhelm Raabe

2.1 Abu Telfan: Eine Zusammenfassung

2. Die Darstellung Afrikas in der Erzählung

2.1 Afrika in Abu Telfan

2.1.1 Afrika in den Augen der „Bumsdorfer“

2.2 Parallelen von Deutschland und Afrika

2.2.1 Interpretation: Heimatliche Nähe und afrikanische Ferne

3. Der Afrikadiskurs im 19. Jahrhundert

3.1 Europäische Darstellung Afrikas‘ im 19. Jahrhundert

3.1.1 Die Afrikareisenden im 19. Jahrhundert

3.2 Kohärenz des wissenschaftlichen und literarischen Afrikadiskurs

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Bild Afrikas in Wilhelm Raabes Roman „Abu Telfan oder Die Heimkehr aus dem Mondgebirge“ und analysiert inwieweit der Autor den zeitgenössischen Afrikadiskurs des 19. Jahrhunderts reflektiert oder kritisiert. Zudem werden die erzählerischen Parallelen zwischen dem fernen Afrika und der heimatlichen Umgebung des Protagonisten Leonhard Hagebucher herausgearbeitet.

  • Analyse des Afrikabildes in der Wahrnehmung der Figuren
  • Untersuchung der Parallelen zwischen Deutschland und Afrika
  • Kontextualisierung des Romans im Afrikadiskurs des 19. Jahrhunderts
  • Rolle und Motivation der Afrikareisenden im 19. Jahrhundert
  • Verhältnis zwischen literarischem Diskurs und gesellschaftlicher Identitätsstiftung

Auszug aus dem Buch

2.2 PARALLELEN VON DEUTSCHLAND UND AFRIKA

Leonhard Hagebucher war voller Glück, als er aus der Sklaverei Afrikas entkommen und in das in seiner Erinnerung „paradiesische“ Deutschland zurückkehren konnte. Die anfängliche Euphorie über seine Heimkehr vergeht, als seine Familie ihn nur wenige Tage nach seiner Rückkehr verstößt: Der exotische Abenteurer stellt sich schnell als mittelloser Vagabund heraus, welcher sich nur langsam in die „kleinbürgerlich philiströsen Verhältnisse der deutschen Kleinstaaterei“ (Gretz, 2016, S. 126) einfügen und auch die ihm zugewiesene Stelle in der Gesellschaft des Ratsschreiber von Nippenburg nicht antreten kann (vgl. ebd., S. 126).

An dieser Stelle der Erzählung sieht der/die Leser/in, wie Leonhard die Ähnlichkeiten zwischen Afrika und Deutschland erkennt: Er sieht den „seltsamen indianischen Kriegestanz“ (Raabe, 2014, S. 38), welchen „die süße Heimat“ (ebd, S. 38) um ihn aufführte, die „rötlich angehauchte Nasenspitze“ (ebd, S. 38) der Tante Schnödler beängstigte ihn ebenso wie die „rotgefärbten scharfnägeligen Krallen“ (ebd, S. 38) der Tumurkierin Madam Kulla Gulla und „die Atmosphäre des Vaterhauses wurde beängstigender als die heiße Luft der Lehmhütten zu Abu Telfan“ (ebd, S. 38).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Über das Werk: Dieses Kapitel bietet eine biografische Einführung zu Wilhelm Raabe und eine inhaltliche Zusammenfassung des Romans „Abu Telfan“.

2. Die Darstellung Afrikas in der Erzählung: Hier wird analysiert, wie die Bewohner von Bumsdorf Afrika wahrnehmen und welche Parallelen zwischen der Heimat und dem fernen Kontinent im Roman gezogen werden.

3. Der Afrikadiskurs im 19. Jahrhundert: Das letzte Kapitel bettet den Roman in den zeitgenössischen wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Kontext des Afrikadiskurses ein und beleuchtet die Rolle europäischer Reisender.

Schlüsselwörter

Wilhelm Raabe, Abu Telfan, Afrikadiskurs, 19. Jahrhundert, Deutschland, Kolonialismus, Bumsdorf, Leonhard Hagebucher, Identitätsstiftung, Ethnologie, Exotismus, Literaturwissenschaft, Heimat, Fremde, Stereotypen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es grundsätzlich in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert Wilhelm Raabes Roman „Abu Telfan“ im Kontext der kolonialen und gesellschaftlichen Wahrnehmung Afrikas im 19. Jahrhundert.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zu den zentralen Themen gehören das Afrikabild des 19. Jahrhunderts, die Parallelen zwischen Deutschland und Afrika sowie die kritische Reflexion des eigenen Kulturraums durch das literarische Instrument des „Fremden“.

Was ist die Forschungsfrage der Publikation?

Die Arbeit untersucht, ob Raabe das Bild Afrikas als bloße Projektionsfolie nutzt oder ob er durch die Gegenüberstellung von Heimat und Ferne den herrschenden Afrikadiskurs seiner Zeit ironisch hinterfragt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die den erzählerischen Text von Raabe mit historischen und postkolonialen Diskursen über das 19. Jahrhundert in Verbindung setzt.

Welche Aspekte werden im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst der Autor und der Inhalt zusammengefasst, gefolgt von einer detaillierten Analyse der Afrika-Darstellung in Bumsdorf und einer Interpretation des Kontextes der damaligen Forschungsreisenden.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Afrikadiskurs, Identitätsstiftung, Wilhelm Raabe, Postkolonialismus und literarische Zeitkritik geprägt.

Wie unterscheidet sich die Sichtweise der Bumsdorfer auf Afrika?

Die Bumsdorfer konstruieren ein koloniales Bild von Afrika als barbarisch und als Gegensatz zur vermeintlich zivilisierten Heimat, ohne den Kontinent jemals selbst bereist zu haben.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin über das „Innere Afrika“ im Werk?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass das „Innere Afrika“ bei Raabe primär als Metapher dient, um dem postrevolutionären Deutschland einen Spiegel vorzuhalten und gesellschaftliche Zwänge freizulegen.

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Details

Title
Die Parallelen von Afrika und Deutschland in „Abu Telfan“. Der Afrikadiskurs des 19. Jahrhunderts
College
PH Oberoesterreich  (Fachbereich Germanistik)
Course
Neuere Deutsche Literatur
Grade
2
Author
Bianca Naderer (Author)
Publication Year
2022
Pages
16
Catalog Number
V1491727
ISBN (PDF)
9783389048696
ISBN (Book)
9783389048702
Language
German
Tags
Abu Telfan Kolonialdiskurs Afrika in der Literatur Kolonialliteratur Reiseliteratur Bumsdorf Afrikadiskurs Leonhard Hagebucher Wilhelm Raabe
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bianca Naderer (Author), 2022, Die Parallelen von Afrika und Deutschland in „Abu Telfan“. Der Afrikadiskurs des 19. Jahrhunderts, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1491727
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