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Alternative Finanzierungsformen für den deutschen Mittelstand

Title: Alternative Finanzierungsformen für den deutschen Mittelstand

Research Paper (undergraduate) , 2003 , 84 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Andreas Dengler (Author)

Business economics - Investment and Finance
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Summary Excerpt Details

Kaum ein Tag vergeht an dem der Begriff Mittelstand nicht in der Presse zu lesen ist.
Wer oder was ist aber der Mittelstand? Trotz der Alltäglichkeit des Begriffs ist es
schwer ihn zu definieren. Für den Begriff Mittelstand gibt es keine gesetzliche oder
allgemein gültige Definition. Da bei Diskussionen um die deutsche Wirtschaft jedoch
kaum ein Schlagwort so häufig verwendet wird, ist es außerordentlich wichtig, nach
der jeweils zugrunde liegenden Definition zu fragen. Hierzulande am bekanntesten
und gebräuchlichsten sind die Definitionen des Instituts für Mittelstandsforschung in
Bonn (IfM) sowie die der Europäischen Union (Kommission).
Das IfM unterscheidet die Unternehmensgrößen klein (weniger als 9 Beschäftigte
und weniger als eine Million Euro Jahresumsatz), mittel (10-499 Beschäftigte und 1
bis 50 Millionen Euro Jahres-umsatz) und groß (über 500 Beschäftigte und über 50
Millionen Euro Jahresumsatz). Zum Mittelstand gehören demnach alle Unternehmen
die weniger als 500 Beschäftigte haben und deren Jahresumsatz unter 50 Millionen
Euro liegt. Branchenbezogen gelten Unternehmen im Bereich Einzelhandel, Verkehr
und Nachrichtenübermittlung sowie den Freie Berufe mit mehr als 12,5 Millionen
Euro Umsatz bereits als Großbetriebe.
Nach der Definition der Europäischen Union gehören zu den kleinen und mittleren
Unternehmen alle Gesellschaften mit weniger als 250 Beschäftigten und einem
Jahresumsatz von höchstens 40 Millionen Euro oder einer Bilanzsumme von maximal 27 Millionen EUR. Zur weiteren Definition zieht die Europäische
Kommission das Unabhängigkeitskriterium heran. Demnach dürfen kleine oder
mittlere Unternehmen nicht zu 25% oder mehr des Kapitals oder der Stimmanteile im
Besitz eines oder mehrerer Unternehmen stehen, die die Definition für kleine und mittlere Unternehmen nicht erfüllen. Dieser Schwellenwert kann allerdings
überschritten werden, wenn das Unternehmen im Besitz von öffentlichen
Beteiligungsgesellschaften, Risikokapitalgesellschaften oder institutionellen Anlegern
steht und diese weder einzeln noch gemeinsam eine Kontrolle über das
Unternehmen ausüben. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

1.1 Definition des Begriffs „Mittelstand“

1.2 Die Relevanz kleiner und mittlerer Unternehmen für den Wirtschaftsstandort Deutschland

2 Diagnose Mittelstand - Finanzierung im Umbruch

2.1 Derzeitige Finanzierungsstruktur im Mittelstand

2.2 Veränderung der Rahmenbedingungen auf den Finanzmärkten

3 Ausgewählte Finanzierungsalternativen zum klassischen Kredit (Aussenfinanzierung)

3.1 Überblick

3.2 Eigenkapital- / Beteiligungsfinanzierung

3.2.1 Private Equity / Venture Capital

3.2.2 IPO / Cold-IPO

3.3 Mezzanine-Finanzierungen

3.3.1 Nachrangdarlehen

3.3.2 Stille Beteiligung

3.3.3 Genussscheine

3.3.4 Wandel- und Optionsanleihen

3.4 Fremdfinanzierung

3.4.1 Unternehmensanleihen (Corporate Bonds)

3.4.2 Schuldscheindarlehen

3.4.3 Leasing

3.4.4 Factoring

3.4.5 Asset-Backed-Securities (ABS)

3.5 Öffentliche Fördermittel

4 Fazit

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit analysiert die aktuelle Finanzierungssituation des deutschen Mittelstands vor dem Hintergrund veränderter Rahmenbedingungen auf den Finanzmärkten und identifiziert alternative Finanzierungsinstrumente, um die Kapitalbasis zu stärken und die Abhängigkeit vom klassischen Bankkredit zu verringern.

  • Strukturanalyse der mittelständischen Finanzierung
  • Einfluss von Basel II und veränderter Marktbedingungen
  • Evaluation von Eigenkapital- und Mezzanine-Finanzierungen
  • Analyse alternativer Fremdfinanzierungsformen wie Leasing und Factoring
  • Überblick über öffentliche Fördermöglichkeiten

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Private Equity / Venture Capital

Private Equity und Venture Capital (Übersetzung: Risikokapital oder Chancenkapital) sind Schlag-worte aus der angelsächsischen Sprache, welche die direkte Beteiligung eines Investors am Eigen-kapital eines nicht börsennotierten Unternehmens bezeichnen und somit eine besondere Art der Außenfinanzierung darstellen. Dabei trägt der Investor zusammen mit dem/den Unternehmer/n das volle unternehmerische Risiko, da die Kapitalüberlassung ohne bankübliche Besicherung erfolgt. Für die Kapitalüberlassung erhält der Investor Anteile am Grund- oder Stammkapital des Unternehmens und wird dadurch zum Miteigentümer beziehungsweise Gesellschafter. Der Investor geht hier ein unternehmerisches Risiko im klassischen Sinne. Anstatt wie bei einem konventionellen Darlehen mit Zinsen für das Kapital zu bezahlen, wird bei Venture Capital und Private Equity mit Unternehmens-anteilen „bezahlt“. Nach erfolgter Wertsteigerung dieser Unternehmensanteile veräußert der Investor seine Anteil am finanzierten Unternehmen wieder. Die Weiterveräußerung wird als „Exit“ bezeichnet.

Die Begriffe Private Equity und Venture Capital bezeichnen beide dieselbe Art von Eigenkapital-finanzierungen, aber konzentrieren sich auf unterschiedliche Entwicklungsstufen eines Unternehmens in seinem Lebenszyklus. Während Venture Capital bei sehr jungen bzw. erst gegründeten Unter-nehmen, die allerdings ein exzeptionelles Wachstumspotential bieten, zum Einsatz gelangt, ist Private Equity auf Unternehmen in reiferen Märkten, die sich gerade in einer Veränderungs- oder Wachstums-phase befinden, ausgerichtet. Der Übergang zwischen beiden Begriffen ist dabei fließend und nicht exakt abzugrenzen. Mit der Finanzierung unterschiedlicher Lebensphasen des Unternehmens sind in der Regel auch unterschiedliche Risiken verbunden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Definition des Mittelstandsbegriffs und Darstellung der volkswirtschaftlichen Bedeutung kleiner und mittlerer Unternehmen.

2 Diagnose Mittelstand - Finanzierung im Umbruch: Analyse der bestehenden Eigenkapitalschwäche und der Auswirkungen regulatorischer Veränderungen wie Basel II.

3 Ausgewählte Finanzierungsalternativen zum klassischen Kredit (Aussenfinanzierung): Detaillierte Betrachtung von Eigenkapital-, Mezzanine-, Fremdkapital-Instrumenten und öffentlichen Fördermitteln.

4 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Notwendigkeit einer diversifizierten Finanzierungsstrategie für mittelständische Unternehmen.

Schlüsselwörter

Mittelstand, Unternehmensfinanzierung, Eigenkapital, Venture Capital, Private Equity, Mezzanine-Kapital, Nachrangdarlehen, Leasing, Factoring, Asset-Backed-Securities, Basel II, Fördermittel, Finanzierungsalternativen, Bonität, Rating.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Finanzierungssituation deutscher mittelständischer Unternehmen und untersucht alternative Möglichkeiten zur klassischen Kreditfinanzierung durch Banken.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Eigenkapitalausstattung des Mittelstands, die Auswirkungen veränderter Finanzmarktbedingungen (insb. Basel II) sowie die Analyse verschiedener Finanzierungsinstrumente wie Private Equity, Leasing und öffentliche Förderprogramme.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel besteht darin, dem Mittelstand aufzuzeigen, wie er durch ein breiteres Spektrum an Finanzierungsinstrumenten seine Unabhängigkeit und Wettbewerbsfähigkeit trotz erschwerter Kreditbedingungen wahren kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literatur- und Datenanalyse, inklusive der Auswertung von Statistiken relevanter Institutionen (z.B. IfM, BVK, KfW) und Expertenmeinungen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Diagnose der aktuellen Finanzierungslage und eine detaillierte Vorstellung alternativer Finanzierungsformen, von Eigenkapitalbeteiligungen bis hin zu assetbasierten Modellen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Mittelstandsfinanzierung, Eigenkapitalquote, Basel II, Mezzanine-Kapital und alternative Finanzierungsinstrumente charakterisiert.

Welche Bedeutung hat "Basel II" für den deutschen Mittelstand?

Basel II führt zu einer risikogerechteren Eigenkapitalunterlegung bei Banken, was für den Mittelstand tendenziell zu höheren Anforderungen an die Transparenz und Bonität führt und die Kreditfinanzierung verteuern oder erschweren kann.

Warum ist die "Stille Beteiligung" für viele Mittelständler interessant?

Die stille Beteiligung ermöglicht eine Stärkung der Eigenkapitalbasis, ohne die bestehenden Mitspracherechte und Eigentümerstrukturen des Unternehmens wesentlich zu verändern.

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Details

Title
Alternative Finanzierungsformen für den deutschen Mittelstand
College
University of Applied Sciences Kaiserslautern  (Betriebswirtschaftslehre)
Grade
1,7
Author
Andreas Dengler (Author)
Publication Year
2003
Pages
84
Catalog Number
V14922
ISBN (eBook)
9783638201964
Language
German
Tags
Alternative Finanzierungsformen Mittelstand
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andreas Dengler (Author), 2003, Alternative Finanzierungsformen für den deutschen Mittelstand, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/14922
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