Trotz der Möglichkeit nahezu alle Leistungen erbringen zu können, ist es für die Logistik GmbH nicht immer sinnvoll die Leistungen selbst zu erbringen, da diese oft günstiger eingekauft werden können, wodurch eine größere Gewinnspanne für das Unternehmen entsteht. Ziel ist es, einen Workshop vorzubereiten und durchzuführen, inwieweit es Sinn macht, bestimmte Dienstleistungsumfänge fremdzuvergeben. Dabei wird zunächst erarbeitet, worum es sich bei der Outsourcing-Entscheidung genau handelt. Im Anschluss wird eine SWOT-Analyse erstellt, um auf Stärken und Schwächen sowie Chancen und Risiken des Unternehmens zu analysieren. Im Anschluss daran wird ein Phasenmodell zur Outsourcing-Entscheidung erstellt, um eine Empfehlung für die finale Make or Buy Entscheidung abzugeben.
1. Einleitung
1.1 Ausgangssituation I Problemstellung
1.2 Fragestellung I Ziel der Arbeit
1.3 Methodisches Vorgehen
1.4 Aufbau der Arbeit
2. Begriffserläuterungen
2.1 Was ist ein Kontraktlogistikdienstleister?
2.2 Der Auftraggeber Food GmbH
2.3 Was ist Outsourcing?
2.4 Wie werden Workshops gestaltet?
3. SWOT-Analyse
4. Phasenmodell der Outsourcing-Entscheidung
5. Fazit
5.1 Zusammenfassung der Ergebnisse
5.2 Ausblick
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Fallstudie untersucht für die Logistik GmbH die strategische Frage, ob ausgewählte Dienstleistungen für einen neuen Kunden aus der Lebensmittelbranche eigen erbracht oder extern vergeben werden sollten. Ziel ist es, mittels einer fundierten Analyse eine Entscheidungsgrundlage zu schaffen, die sowohl ökonomische Faktoren als auch betriebliche Anforderungen berücksichtigt.
- Grundlagen der Kontraktlogistik und des Outsourcings
- SWOT-Analyse zur internen und externen Bestandsaufnahme
- Anwendung des Phasenmodells nach Wildemann zur Outsourcing-Entscheidung
- Konzeption und strukturierte Durchführung eines Entscheidungsworkshops
- Bewertung von Eigen- vs. Fremdleistungsszenarien
Auszug aus dem Buch
2.3 Was ist Outsourcing?
Outsourcing bezeichnet den Einsatz von Marktpartnern für die Durchführung bestimmter Dienstleistungen, es ist also die Fremdvergabe an externe Dienstleister bestimmter Leistungen. Auslöser dafür sind häufig Leistungsdefizite.
Gründe für eine Outsourcing-Entscheidung sind neben der Akquisition von Know-how auch die gesteigerte Flexibilität. So kann die Logistik GmbH sich schneller an neue Innovationen anpassen, ohne diese selbst in ihrem Unternehmen implementieren zu müssen. Zudem gibt es ein enormes Kosteneinsparungspotenzial, denn die Fixkosten können variabilisiert werden (Piontek, J., 2016).
Den genannten Vorteilen stehen jedoch auch einige Nachteile und Probleme gegenüber, die mit der Entscheidung für ein Outsourcing einher gehen. Je komplexer auf aufwendiger der Leistungsbereich ist, desto höher ist die Gefahr des Unternehmens in eine Abhängigkeit gegenüber dem Drittanbieter zu geraten. Außerdem befindet sich das Know-how für die ausgelagerten nicht im eigenen Unternehmen, hier entsteht also ein Defizit. Zusätzlich zu diesen Nachteilen muss genannt werden, dass nicht zwangsläufig eine Kosteneinsparung eintritt und die Transaktionskosten steigen (Piontek, J., 2016).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel stellt die Ausgangslage der Logistik GmbH dar und definiert die Zielsetzung der Arbeit, eine fundierte Make-or-Buy-Entscheidung für einen neuen Kundenauftrag zu treffen.
2. Begriffserläuterungen: Hier werden die zentralen Begriffe Kontraktlogistik, Outsourcing und Rahmenbedingungen des konkreten Kundenauftrags der Food GmbH definiert.
3. SWOT-Analyse: Dieser Abschnitt bewertet die internen Stärken und Schwächen sowie die externen Chancen und Risiken der Logistik GmbH in Bezug auf den neuen Auftrag.
4. Phasenmodell der Outsourcing-Entscheidung: In diesem Kapitel wird das theoretische Phasenmodell nach Wildemann praxisnah auf die Logistik GmbH angewendet, um den Entscheidungsprozess methodisch abzubilden.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Analyse zusammen und begründet die Entscheidung zur Zusammenarbeit mit einem externen Dienstleister, gefolgt von einem allgemeinen Ausblick in die Zukunft der Branche.
Schlüsselwörter
Kontraktlogistik, Outsourcing, Make or Buy, Logistikdienstleister, SWOT-Analyse, Phasenmodell, Supply Chain, Lebensmittelbranche, Qualitätssicherung, Kosteneinsparung, Prozessoptimierung, Strategie, Workshop, Kundenauftrag.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Fallstudie grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die strategische Entscheidungsfindung eines mittelständischen Kontraktlogistikers bei der Annahme eines Auftrags eines neuen Kunden aus der Lebensmittelbranche.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Felder sind die Definition von Kontraktlogistik-Dienstleistungen, die Durchführung einer SWOT-Analyse sowie die Anwendung eines strukturierten Phasenmodells für Outsourcing-Entscheidungen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Erarbeitung einer fundierten Empfehlung, ob die Logistik GmbH die geforderten Zusatzleistungen für den neuen Kunden selbst erbringen oder an einen spezialisierten Partner auslagern sollte.
Welches methodische Vorgehen wird angewandt?
Es wird eine fundierte Literaturrecherche durchgeführt, die durch die Analyse von betriebswirtschaftlichen Instrumenten wie SWOT-Analyse und dem Phasenmodell nach Wildemann ergänzt wird.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsklärung, die Durchführung der SWOT-Analyse zur Unternehmensbewertung sowie die schrittweise Anwendung eines Phasenmodells zur Entscheidungsfindung.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Make-or-Buy-Entscheidung, Kontraktlogistik, Outsourcing, SWOT-Analyse und Prozessmanagement charakterisiert.
Warum spielt die Lebensmittelbranche eine besondere Rolle in der Fallstudie?
Die Logistik GmbH ist spezialisiert auf Non-Food Produkte, weshalb der neue Kunde aus der Lebensmittelbranche spezifische Anforderungen wie die Einhaltung einer Kühlkette stellt, für die das interne Know-how fehlt.
Was ist das Ergebnis der Make-or-Buy-Entscheidung?
Aufgrund des hohen Mehraufwands für den Aufbau von spezifischem Know-how entscheidet sich die Logistik GmbH für die Kooperation mit der Kühllogistik AG.
Welchen Stellenwert nimmt der Workshop in der Untersuchung ein?
Der Workshop dient als methodisches Instrument, um das Projektteam aktiv in den Prozess der Entscheidungsfindung einzubinden und eine konsensfähige Bewertung der Eigen- und Fremdleistungsszenarien zu erreichen.
- Citation du texte
- Anonym (Auteur), 2023, Make or Buy Entscheidung bei einem Kontraktlogistikdienstleister, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1493033