1. Einleitung
Konflikte und Auseinandersetzungen am Arbeitsplatz gab es schon immer. In der heutigen Zeit ist man sich jedoch des Problems Mobbing/ Bullying mehr und mehr bewusst geworden. Es gibt zahlreiche Literatur über Mobbing am Arbeitsplatz und die Beschäftigung mit diesem Phänomen ist international. Neben der menschlichen Tragik für die Betroffenen ist die gesamtgesellschaftliche Auseinandersetzung mit der Erscheinung des Mobbing immer wichtiger geworden, da ein Betriebsklima, welches durch Mobbing belastet ist, auch zu erheblichen wirtschaftlichen Einbußen führt, z.B. keine Identifikationsmöglichkeiten mit dem Betrieb oder hohe Reibungsverluste. Der Staat hat sich ebenfalls in den letzten Jahren mit Mobbing am Arbeitsplatz beschäftig, da die Folgen von Mobbing z.B. Frühverrentung, Notwendigkeit der Behandlung von Erkrankungen zum Ausscheiden von Arbeitnehmern aus dem Wirtschaftsprozess führt.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
2. DER BEGRIFF „MOBBING“
3. DIE ARTEN VON ÜBERGRIFFEN
4. STAND DER EMPIRISCHEN MOBBINGFORSCHUNG
4.1. MOBBINGHANDLUNGEN NACH HÄUFIGKEIT DES AUFTRETEN
4.2. FRAUEN UND MÄNNER
5. VERLAUFMODEL DES MOBBING
6. URSACHEN VON MOBBING
6.1. GESELLSCHAFTLICHE URSACHEN
6.2. BETRIEBLICHE URSACHEN
6.3. INDIVIDUELLE URSACHEN
7. FOLGEN VON MOBBING
7.1. INDIVIDUELLE FOLGEN
7.2. BETRIEBLICHE FOLGEN
8. MAßNAHMEN GEGEN MOBBING
8.1. RECHTLICHE MAßNAHMEN
9. ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit setzt sich kritisch mit dem Phänomen Mobbing am Arbeitsplatz auseinander, beleuchtet dessen Ursachen, Verlauf und Auswirkungen auf Betroffene sowie den Betrieb und analysiert die Möglichkeiten zur Prävention und Bewältigung.
- Definition und Herkunft des Begriffs Mobbing
- Kategorisierung von Mobbinghandlungen
- Phasenmodell der Mobbingentwicklung
- Ursachenkomplex: Gesellschaft, Betrieb und Individuum
- Folgen für die Gesundheit und die Unternehmensorganisation
- Rechtliche Handlungsmöglichkeiten und Interventionsstrategien
Auszug aus dem Buch
3. Die Arten von Übergriffen
Anfang 1980er Jahre führte Leymann (1993) eine explorative Studie durch, bei der über 300 Personen in Interviews befragt wurden. Sie beinhaltet 45 Handlungen, die er als Totalität aller möglichen Mobbinghandlungen erläutert. Sie lassen sich zum Mobben verdichten, wobei auch eine einzige Handlung genügt, um den Tatbestand des Mobbing zu erfüllen. Die Mobbinghandlungen lassen sich in fünf Bereiche gliedern:
Angriffe auf die Möglichkeit, sich mitzuteilen:
• Der/ die Vorgesetzte schränkt die Möglichkeit ein sich zu äußern
• Man wird ständig unterbrochen
• Kollegen und Kolleginnen schränken die Möglichkeiten ein sich zu äußern
• Anschreien oder lautes Schimpfen
• Das Privatleben wird ständig kritisiert
• Das Arbeitsleben wird ständig kritisiert
• Telefonterror
• Mündliche Drohungen
• Schriftliche Drohungen
• Kontaktverweigerung durch abwertende Blicke oder Gesten
• Kontaktverweigerung durch Andeutungen, ohne dass man etwas direkt ausspricht
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Die Einleitung führt in die Relevanz des Themas Mobbing am Arbeitsplatz als gesellschaftliches und wirtschaftliches Problem ein.
2. DER BEGRIFF „MOBBING“: Dieses Kapitel erläutert die sprachliche Herkunft des Begriffs und definiert ihn im arbeitspsychologischen Kontext.
3. DIE ARTEN VON ÜBERGRIFFEN: Hier werden die von Leymann identifizierten Mobbinghandlungen systematisch in fünf Kategorien unterteilt.
4. STAND DER EMPIRISCHEN MOBBINGFORSCHUNG: Das Kapitel belegt das Spektrum von Mobbinghandlungen empirisch und analysiert geschlechtsspezifische Unterschiede.
5. VERLAUFMODEL DES MOBBING: Es wird der Prozess der Mobbingentwicklung in vier spezifischen Phasen dargestellt.
6. URSACHEN VON MOBBING: Das Kapitel untersucht die multikomplexen Ursachen auf gesellschaftlicher, betrieblicher und individueller Ebene.
7. FOLGEN VON MOBBING: Die Auswirkungen werden sowohl für die physische und psychische Gesundheit des Opfers als auch für den betrieblichen Erfolg beleuchtet.
8. MAßNAHMEN GEGEN MOBBING: Hier werden präventive und intervenierende Maßnahmen sowie rechtliche Rahmenbedingungen aufgezeigt.
9. ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und fordert ein stärkeres Engagement von Firmen, Politik und Gewerkschaften.
Schlüsselwörter
Mobbing, Bullying, Psychoterror, Betriebsklima, Arbeitsplatz, Konfliktmanagement, Stigmatisierung, Leymann, Arbeitsrecht, Fehlzeiten, Prävention, Intervention, soziale Ausgrenzung, Gesundheitsfolgen, Leistungsgesellschaft
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt Mobbing als Psychoterror am Arbeitsplatz, analysiert dessen Strukturen, Ursachen und die verheerenden Folgen für die Betroffenen und Unternehmen.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die Themen umfassen die Definition, die Kategorisierung von Übergriffen, das Phasenmodell der Eskalation, Ursachenanalysen sowie Maßnahmen zur Prävention und rechtliche Aspekte.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, ein Verständnis für den Mobbingprozess zu schaffen und aufzuzeigen, wie Betroffene sowie Arbeitgeber auf diese Problematik reagieren können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die zentrale Studien und Konzepte der Mobbingforschung, insbesondere von Heinz Leymann, zusammenführt und interpretiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Mobbingarten, die empirische Forschung, das Verlaufsmodell, die Ursachenfaktoren sowie eine detaillierte Ausarbeitung der individuellen und betrieblichen Folgen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Mobbing, Psychoterror, Betriebsklima, Arbeitsplatzkonflikte, Prävention, Gesundheitsfolgen und arbeitsrechtliche Handlungsmöglichkeiten sind die zentralen Begriffe.
Welche Rolle spielt der Vorgesetzte bei Mobbingprozessen?
Der Arbeitgeber oder Vorgesetzte ist laut Arbeit nicht nur ein Akteur, der Konflikte lösen sollte, sondern in vielen Fällen auch eine Person, von der Mobbing ausgeht oder die es durch Ignoranz ermöglicht.
Warum wird Mobbing oft als "Strukturproblem" bezeichnet?
Mobbing ist laut Autor nicht nur ein individuelles Fehlverhalten, sondern wird häufig durch betriebliche Rahmenbedingungen, Leistungsdruck und mangelnde Unternehmenskultur begünstigt oder sogar als Disziplinierungsinstrument eingesetzt.
Was ist das Ergebnis der Analyse zu rechtlichen Schritten?
Die Autorin stellt fest, dass rechtliche Schritte oft schwierig sind, da Mobbing als Gesamtheit verschiedener Handlungen schwer juristisch greifbar ist und oft nur einzelne Tatbestände sanktioniert werden können.
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- Betriebswirtin Eylem Celikkol (Author), 2007, Mobbing am Arbeitsplatz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/149369