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Leistungseliten. Mythos oder Realität?

Ein internationaler Vergleich von Elitenherkunft und -bildung unter besonderer Berücksichtigung der Excellenze-Diskussion in Deutschland

Título: Leistungseliten. Mythos oder Realität?

Trabajo , 2009 , 34 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Saskia Rennebach (Autor)

Psicología - Trabajo, Empresa, Organización
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"Wie Elite muss ich sein?" fragt das Magazin Zeit Campus auf dem Titelblatt einer Ausgabe und spricht damit vielen jungen Menschen aus der Seele. Sie ahnen, dass bei gegenwärtiger hoher Arbeitslosigkeit und schleichender Konjunkturkurve die Antwort lauten müsste: So Elite wie möglich. Aber wie wird man Teil der Elite? Ist es allein der Wille zur Leistung, der einen in die Topebenen von Wirtschaft, Politik, Justiz und Verwaltung katapultiert? Oder bestimmt am Ende doch die Herkunft die Zukunft?

Auch die Politiker wissen, dass das Thema Elite in Zeiten von struktureller Wirtschaftskrise und Pisa-Schock wieder von Relevanz ist und versprechen sich von Förderprogrammen wie der Exzellenzinitiative Wählerstimmen und Wissenschaftsvorsprung. Aber ist es tatsächlich möglich, Elite gezielt zu rekrutieren oder an Eliteuniversitäten heranzuzüchten? Und ist es überhaupt erstrebenswert, nur einige wenige Universitäten zu fördern und die anderen ihrem ohnehin schon unterfinanzierten Schicksal zu überlassen? Dieser Fragen soll sich in der vorliegenden Arbeit angenommen werden.

Dazu sollen zunächst der Begriff der Elite und die in diesen Zusammenhang fallenden Schlagwörter Klassen, Schichten, Habitus definiert werden. In einem zweiten Schritt soll die Herkunft von Eliten in unterschiedlichen Ländern untersucht werden. Exemplarisch werden dazu zum internationalen Vergleich die Länder Frankreich, Japan, Amerika und Deutschland herangezogen, um den Einfluss von differierenden Gesellschafts- und Bildungssystemen auf die Zusammensetzung von Eliten und Gemeinsamkeiten und Unterschiede deutlich zu machen. Weiterhin wird auf die besondere Rolle der Wirtschaftseliten und die Internationalisierung von Eliten eingegangen.

Der dritte Abschnitt befasst sich mit der aktuellen Situation in Deutschland: Die Themen und Motive der Exzellenzdebatte sowie, in einem noch enger gefassten Ausschnitt, die Umbruchsituation an der Universität zu Lüneburg, die in einem Neuausrichtungsprozess zum Leuphana College Lüneburg wurde.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsbestimmungen

2.1 Der Begriff Elite - Definition und Veränderung

2.2. Begriffsbestimmung Klassen und Schichten

2.3. Begriffsbestimmung Habitus

3. Elitenherkunft im Ländervergleich

3.1 Frankreich – die Reproduktion der herrschenden Klassen an den Grandes Écoles

3.2. Japan – das akzeptierte hierarchisierte Bildungssystem

3.3. USA – vom Tellerwäscher zum Millionär?

3.4. Deutschland – Illusion der Chancengleichheit

3.5 Zwischenfazit: Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Elitenherkunft in den betrachteten Ländern

4. Besondere Rolle der Wirtschaftselite

5. Internationalisierung von Eliten

6. Die aktuelle Exzellenz-Diskussion in Deutschland – Themen und Motive

6.1 Eliteuniversitäten in Deutschland – Chancen und Risiken

6.2 Lüneburg goes Heideharvard – das ‚Leuphana College’

7. Mythos der Leistungseliten

8. Fazit

9. Anhang I: Zehn Fragen an die potentielle Elite

9. 1 Anhang II

10. Literatur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Frage, ob die Idee einer Leistungselite in der Realität Bestand hat oder lediglich einen Mythos darstellt. Der Fokus liegt dabei auf dem Einfluss von sozialer Herkunft, Bildungssystemen und individuellem Habitus auf den Aufstieg in gesellschaftliche Führungspositionen im internationalen Vergleich sowie unter besonderer Berücksichtigung der aktuellen Exzellenzdebatte in Deutschland.

  • Analyse der Elitenrekrutierung in Frankreich, Japan, den USA und Deutschland.
  • Untersuchung der Rolle der Wirtschaftselite und deren Machtstrukturen.
  • Kritische Beleuchtung der deutschen Exzellenzinitiative und universitären Neuausrichtungsprozesse.
  • Vergleich der Konzepte von Leistungselite und Herkunftselite.
  • Experteneinordnung durch ein Interview mit einem Absolventen einer privaten Eliteeinrichtung.

Auszug aus dem Buch

3.4. Deutschland – Illusion der Chancengleichheit

In Deutschland gibt es keine etablierten Eliteuniversitäten, keine Schul- und nur geringe Studiengebühren. Dennoch existiert ein Ungleichgewicht bei der Besetzung von Führungspositionen. Die Idee der Leistungselite wird dennoch von den meisten als Realität angenommen. Dabei ist der Bildungsweg für Kinder aus unteren Schichten erschwert. Hier zeigt sich ganz deutlich wieder die Relevanz des Habitus und seine Funktionsweise im Selektionsprozess: „Gleich und gleich gesellt sich gern.“ In Deutschland besteht dennoch hartnäckig die Illusion der Chancengleichheit.

Ein Spiegel Artikel aus dem Jahr 2004 widerspricht: „Jeder kann alles schaffen, allein Können, Talent und Fleiß ölen die Karriere – nichts als eine schöne Fata Morgana. In Wahrheit bleibt Deutschland eine geschlossene Gesellschaft. Beruflicher Erfolg wird über Generationen vererbt. Gerade auf den Chefetagen gilt das U-Bahn-Prinzip: Wer drin ist, hält die Tür zu.“ (Mayer-Kuckuk 2004: 1) Viele Studien belegen mit eindeutigen Zahlen, dass die wahre Eintrittskarte zu den Topetagen die Geburt zu sein scheint. Wie etwa die Potsdamer Elitestudie aus dem Jahr 1995, die ergab, dass 82% der Chefs in Deutschland selber einen Chef zum Vater haben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der Elitenrekrutierung ein, thematisiert den Pisa-Schock sowie die Exzellenzdebatte und formuliert das Ziel, den Mythos der Leistungselite kritisch zu hinterfragen.

2. Begriffsbestimmungen: Dieses Kapitel definiert zentrale theoretische Konzepte wie Elite, Klassen, Schichten und Habitus, um eine gemeinsame Grundlage für die weitere Analyse zu schaffen.

3. Elitenherkunft im Ländervergleich: Der internationale Vergleich von Frankreich, Japan, den USA und Deutschland zeigt auf, wie unterschiedliche Bildungssysteme soziale Selektionsprozesse und die Elitenreproduktion beeinflussen.

4. Besondere Rolle der Wirtschaftselite: Hier wird der spezifische Einfluss der Wirtschaftselite auf politische Prozesse analysiert und die Bedeutung von Herkunft sowie Habitus für den Aufstieg in Vorstandsetagen dargelegt.

5. Internationalisierung von Eliten: Dieses Kapitel betrachtet die Auswirkungen der Globalisierung auf die Elitenrekrutierung und bewertet die tatsächliche Reichweite transnationaler Karrierewege gegenüber nationalen Strukturen.

6. Die aktuelle Exzellenz-Diskussion in Deutschland – Themen und Motive: Es wird die deutsche Debatte um Eliteförderung analysiert, wobei Chancen und Risiken von Eliteuniversitäten sowie konkrete Beispiele wie die Umgestaltung der Universität Lüneburg beleuchtet werden.

7. Mythos der Leistungseliten: Dieses Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und schlussfolgert, dass Leistung allein oft nicht ausreicht, da soziale Herkunft und Habitus maßgebliche Faktoren für den Erfolg sind.

8. Fazit: Das Fazit resümiert, dass die Bildungsexpansion die disproportionale Rekrutierung von Eliten nicht beseitigen konnte und der Begriff der Leistungselite größtenteils einen Mythos darstellt.

Schlüsselwörter

Elite, Leistungselite, Herkunftselite, Habitus, Chancengleichheit, Exzellenzinitiative, Sozialer Aufstieg, Bildungssystem, Elitenrekrutierung, Soziale Selektion, Wirtschaftselite, Internationalisierung, Führungspositionen, Gesellschaftsstruktur, Karriere

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, ob der Aufstieg in gesellschaftliche Führungspositionen tatsächlich auf individueller Leistung basiert oder ob soziale Herkunft und der damit verbundene Habitus entscheidend sind.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der Elitenforschung, dem Einfluss von Bildungssystemen, der Rolle der Wirtschaftselite und der aktuellen bildungspolitischen Exzellenzdebatte in Deutschland.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den „Mythos der Leistungselite“ wissenschaftlich zu beleuchten und kritisch zu hinterfragen, ob die Chancengleichheit in der Realität besteht.

Welche wissenschaftlichen Grundlagen werden verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf soziologische Theorien, insbesondere von Pierre Bourdieu, sowie auf empirische Elitestudien, etwa von Michael Hartmann.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst einen internationalen Ländervergleich (Frankreich, Japan, USA, Deutschland), eine Analyse der Wirtschaftselite, die Internationalisierung von Eliten sowie eine Diskussion der deutschen Exzellenzdebatte.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Elitenrekrutierung, Habitus, Chancengleichheit, Exzellenzinitiative und soziale Selektion.

Warum spielt das Konzept des Habitus eine so wichtige Rolle?

Der Habitus dient als Erkennungsmerkmal für die soziale Herkunft und beeinflusst unterbewusst die Auswahlprozesse in Führungspositionen, da Entscheider oft Bewerber bevorzugen, die ihrem eigenen Auftreten und Verhalten entsprechen.

Wie bewertet die Arbeit die Exzellenzinitiative in Deutschland?

Sie betrachtet die Initiative kritisch, da sie eine weitere Spaltung der Gesellschaft fördern könnte und die Hoffnung, durch Exzellenzförderung echte soziale Durchlässigkeit zu schaffen, als unrealistisch einstuft.

Final del extracto de 34 páginas  - subir

Detalles

Título
Leistungseliten. Mythos oder Realität?
Subtítulo
Ein internationaler Vergleich von Elitenherkunft und -bildung unter besonderer Berücksichtigung der Excellenze-Diskussion in Deutschland
Universidad
Leuphana Universität Lüneburg  (Wirtschfts- und Sozialwissenschaften)
Calificación
1,3
Autor
Saskia Rennebach (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
34
No. de catálogo
V149468
ISBN (Ebook)
9783668674806
ISBN (Libro)
9783668674813
Idioma
Alemán
Etiqueta
leistungseliten mythos realitä vergleich elitenherkunft- berücksichtigung excellenze-diskussion deutschland
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Saskia Rennebach (Autor), 2009, Leistungseliten. Mythos oder Realität?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/149468
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