In dieser Hausarbeit zum Thema Feminisierung von Funktionsbezeichnungen im spanischen Militär werde ich mich damit befassen, inwieweit zum Beispiel bestimmte Dienstgrade an die zunehmende Präsenz der Frauen im Militär angepasst sind. Zunächst werde ich einen Überblick über grundlegende Informationen geben, wie die rechtlichen Grundlagen und die Präsenz von Frauen im spanischen Militär. Anschließend werde ich einen Überblick über die verschiedenen Funktionsbezeichnungen geben und mir die Aufteilung der Dienstgrade der Soldatinnen ansehen. In meiner Analyse werde ich dann ein Imagevideo des "Ejército de Tierra", sowie drei Zeitungsartikel über spanische Soldatinnen angucken und diese mit Empfehlungen der "Real Academia Española" abgleichen. Zum Schluss werde ich betrachten, inwieweit es bereits eine Feminisierung der Funktionsbezeichnungen im spanischen Militär gibt und falls diese noch nicht feminisiert wurde, was die Begründung dafür ist.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1. Allgemeine Informationen und Forschungsstand
1.1 Rechtliche Grundlagen
1.2 Präsenz von Frauen im spanischen Militär
2. Korpus
2.1 Funktionsbezeichnungen im spanischen Militär
2.2 Aufteilung der weiblichen Soldatinnen auf die Dienstgrade
3. Analyse
3.1 Repräsentation der Frauen durch das spanischen Militär
3.2 Analyse von Zeitungsartikel hinsichtlich der Funktionsbezeichnungen
3.3 Benutzung der Funktionsbezeichnungen laut der RAE
Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die sprachliche Repräsentation von Frauen im spanischen Militär, insbesondere die Frage, ob Dienstgrade und Funktionsbezeichnungen an die wachsende Zahl weiblicher Angehöriger angepasst wurden oder ob weiterhin maskuline Formen dominieren.
- Gleichberechtigung im spanischen Militär und rechtliche Grundlagen
- Statistische Analyse der Frauenpräsenz in verschiedenen militärischen Laufbahnen
- Untersuchung von Sprachgebrauch in Image-Kampagnen und aktuellen Pressemeldungen
- Konflikt zwischen puristischer Sprachvorgabe der RAE und Bestrebungen zur Feminisierung
- Soziolinguistische Einordnung funktionaler Bezeichnungen im militärischen Kontext
Auszug aus dem Buch
3.1 Repräsentation der Frauen durch das spanischen Militär
Zunächst werde ich ein Image-Video des Ejército de Tierra über Frauen im spanischen Militär untersuchen und dabei einige markante Stellen hervorheben. Diese Video wurde am 3. Juni 2021 auf dem Twitter Kanal @EjercitoTierra veröffentlicht (vgl. Abb.7: Tweet de Ejercito Tierra). In dem beistehenden Text wird betont, dass mehr als 9000 Frauen dem Ejercito de Tierra dienen, um Spanien gemeinsam - Männer und Frauen - zu verteidigen. Parallel zu den Bildern des Videos wird folgender Text vorgetragen:
“Eligieron el Ejército como forma de vida. Eligieron demostrar su valor. Sacrificio, disciplina, compañerismo, espíritu de servicio y honor. Eligieron aportar su entrega, su liderazgo, su inteligencia, su empatía para hacer más grande nuestro Ejército en España y en el mundo. No fue un camino fácil para ellas, pero se hizo realidad. Porque el Ejército trabaja por la conciliación y es un modelo para la sociedad porque hoy hombres y mujeres, más que compañeros, son hermanos. Porque en un Ejército moderno y tecnológico existe una gran variedad de carreras y destino.
Porque se puede llegar muy lejos. Porque a nivel OTAN nos encontramos en el primer tercio de países con mayor presencia de la mujer en las Fuerzas Armadas. Hay 15000 mujeres en las Fuerzas Armadas, de las cuales el 60% están en el Ejército de Tierra. Se ha trabajado mucho para llegar hasta aquí y el Ejército quiere seguir avanzando. Siempre ha habido mujeres con coraje, espíritu de lucha y voluntad de servicio. Pero hoy son mucho más que reseñas en los libros de historia. Hoy hay mujeres valientes que sacrifican la vida por su país. Y mujeres condecoradas por su valor y participación en combate. Los homenajes a las más de 9000 mujeres que trabajan por nosotros en el Ejército de Tierra. Ellas aportan normalidad a una institución que ha dado pasos de gigante hasta convertirse en un ejemplo para toda la sociedad. Juntos, hombres y mujeres, construimos el futuro, defendemos España.” (Ejercito de Tierra, 2021).
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Vorstellung des Themas, Klärung der Forschungsfrage sowie Erläuterung des methodischen Vorgehens anhand von Quellen wie Gesetzen, Videos und Artikeln.
1. Allgemeine Informationen und Forschungsstand: Erörterung der spanischen Rechtslage zur Gleichstellung sowie Darstellung der historischen und aktuellen Entwicklung der Frauenquote im Militär.
2. Korpus: Definition des untersuchten Materials, basierend auf gesetzlichen Rängen und statistischen Daten zur Verteilung von Frauen auf Dienstgrade.
3. Analyse: Sprachwissenschaftliche Auswertung von Medieninhalten und institutionellen Vorgaben bezüglich der Verwendung feminisierter Funktionsbezeichnungen.
Fazit: Zusammenfassende Feststellung, dass eine Feminisierung der Funktionsbezeichnungen bisher kaum stattgefunden hat und maskuline Sprachmuster dominieren.
Schlüsselwörter
Feminisierung, Funktionsbezeichnungen, spanisches Militär, Gleichberechtigung, RAE, Soldatin, Sprache und Geschlecht, Sprachgebrauch, Offizierslaufbahn, Unteroffiziere, Maskulinum, soziale Dynamik, Diskriminierung, Gleichstellung, Militärwesen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert, wie Funktionsbezeichnungen im Kontext des spanischen Militärs verwendet werden, wenn es um weibliches Personal geht.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Themenfelder umfassen die Gleichstellungspolitik in Spanien, die statistische Präsenz von Frauen im Militär sowie die sprachliche Normalisierung dieser Entwicklung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es herauszufinden, ob sich die zunehmende Anzahl von Frauen im Militär auch in einer feminisierten Sprache bei den Dienstgradbezeichnungen widerspiegelt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin nutzt eine korpusbasierte Analyse, wobei offizielle Gesetze, Imagevideos der Armee, Zeitungsberichte und Stellungnahmen der Real Academia Española (RAE) verglichen werden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in rechtliche Grundlagen, statistische Daten zur Frauenpräsenz und eine detaillierte sprachliche Analyse von Medienbeiträgen und Regulierungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Feminisierung, Funktionsbezeichnungen, spanisches Militär, Gleichberechtigung und Sprachwandel.
Wie positioniert sich die Real Academia Española zur Feminisierung im Militär?
Die RAE lehnt die Bildung von Formen wie „la soldada“ im gehobenen Sprachgebrauch meist ab und empfiehlt, das Geschlecht lediglich über Artikel oder Adjektive zu markieren.
Welchen Ansatz verfolgt das "Libro de estilo" von El País?
Im Gegensatz zur RAE fordert die Redaktion von El País eine aktive Feminisierung der Berufsbezeichnungen im Militär, um Diskriminierung effektiv zu bekämpfen.
Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin?
Obwohl Frauen mittlerweile über 12 % der Streitkräfte ausmachen, zeigt die Analyse, dass eine notwendige sprachliche Anpassung der Funktionsbegriffe bisher aussteht.
- Citation du texte
- Luisa Rode (Auteur), 2021, Feminisierung von Funktionsbezeichnungen im spanischen Militär. Analyse von Dienstgraden und Präsenz von Frauen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1494864