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Die Entstehung und Entwicklung der spanischen Indignados-Bewegung. Eine Analyse anhand sozialer Bewegungstheorien

Título: Die Entstehung und Entwicklung der spanischen Indignados-Bewegung. Eine Analyse anhand sozialer Bewegungstheorien

Trabajo Escrito , 2023 , 23 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Katharina Dehler (Autor)

Sociología - Política, Mayorías, Minorías
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Im Jahr 2011 entfaltete sich die Indignados-Bewegung in Spanien als Reaktion auf die ökonomischen und politischen Krisenbedingungen. Diese Hausarbeit untersucht, wie sich die Entstehung und Entwicklung dieser Massenbewegung anhand der Relative Deprivation Theory, Political Opportunity Theory, Resource Mobilization Theory, Collective Identity Theory und Framing Theory erklären lassen. Nach einer Definition von sozialen Bewegungen werden die krisenhaften Umstände Spaniens nach der Finanzkrise 2008 bis zur Legislaturperiode 2011-2015 dargestellt. Die anschließende Analyse betrachtet die Missstände, Emotionen und kollektive Identität der Indignados, ihre Mobilisierung und Reichweite sowie ihre Strategien und Ziele. Abschließend wird die Erklärungskraft der angewandten Theorien bewertet, um ein umfassendes Verständnis der Dynamiken hinter der Indignados-Bewegung zu liefern. Internationale Einflüsse und ideologische Ansätze werden dabei ausgeklammert.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Entstehung von sozialen Bewegungen

2.1 Relative Deprivation Theory

2.2 Resource Mobilization Theory

2.3 Political Opportunity Theory

2.4 Collective Identity Theory

2.5 Framing Theory

3 Der Kontext der ökonomischen und politischen Krise in Spanien

4 Die Entstehung und Entwicklung der Indignados in Spanien

4.1 Individuen schließen sich zu einer Bewegung zusammen – Grievances und kollektive Identität der Indignados

4.2 Entwicklung zu einer Massenbewegung – Mobilisierung und Reichweite der Indignados

4.3 Ausrichtung einer Bewegung im ökonomischen und politischen Kontext – Strategien und Ziele der Indignados

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie sich die soziale Massenbewegung der Indignados in Spanien im Zeitraum der ökonomischen und politischen Krisen nach 2008 vor dem Hintergrund etablierter sozialwissenschaftlicher Bewegungstheorien erklären lässt.

  • Analyse der sozioökonomischen Krisenursachen in Spanien.
  • Anwendung zentraler Theorien zur Entstehung sozialer Bewegungen (u.a. Relative Deprivation und Resource Mobilization).
  • Untersuchung von kollektiven Identitätsbildungsprozessen innerhalb der Bewegung.
  • Bewertung des Einflusses von Framing-Strategien auf die Mobilisierung.
  • Evaluation der politischen Rahmenbedingungen und deren Einfluss auf die Protestdynamik.

Auszug aus dem Buch

2.1 Relative Deprivation Theory

Mittels einer sozialpsychologischen Fundierung nähert sich die Relative Deprivation Theory den wahrgenommen Prozessen auf der Mikroebene, um die sichtbaren Prozesse auf der Makroebene erklären zu können (Morrison, 1971; Walker & Pettigrew, 1984, S. 301). Eine grundlegende Prämisse der Theorie besagt, dass die subjektive Wahrnehmung sozialer Ungleichheit die Entstehung sozialer Bewegungen verursacht. Menschen sind für Mobilisierungsprozesse empfänglich, wenn sie merken, dass sie sich ungerechterweise „on the wrong end of the inequality distribution“ (Peoples, 2019, S. 23) befinden. Das Gefühl der relativen Benachteiligung resultiert aus einer Diskrepanz zwischen legitimen Erwartungen und der Realität, in der diese nicht erfüllt werden (Gurney & Tierney, 1982, S. 34; Morrison, 1971, S. 675).

Sichtbar wird die relative Benachteiligung durch einen Vergleich der aktuellen Situation mit der eigenen Vergangenheit, mit der Situation eines anderen oder mit einem ideologischen Standard wie Gleichheit oder Gerechtigkeit (Klandermans, 2015, S. 220; Walker & Pettigrew, 1984, S. 302). Das Gefühl von relativer Benachteiligung kann sich auch auf ganze Gruppen von Menschen beziehen und kann durch verschiedenste Prozesse hervorgerufen werden (ebd., S. 303). Plötzliche und erhebliche Bedrohungen für die Interessen von ressourcenschwachen Gruppen wie im Rahmen einer Krise können vorherrschende Missstände noch verstärken. Wenn Krisen, die die Lebenswelten von Bürger:innen bedrohen, durch Handlungen von ressourcenstarken Eliten eingeleitet oder nicht verhindert werden, wird die institutionalisierte Vorstellung von der Verantwortung der Eliten verletzt (Jenkins, 1983, S. 531). Daraus ergeben sich sogenannte Grievances, also Empörung über die Art und Weise, wie die Autoritäten ein soziales Problem behandeln (Klandermans, 2015, S. 219). Je mehr Menschen das Gefühl haben, dass die Interessen und Grundwerte ihrer Gruppe bedroht sind, desto wütender sind sie und desto mehr sind sie bereit, sich an kollektiven Aktionen zu beteiligen, um ihre Interessen zu schützen und ihrer Empörung Ausdruck zu verleihen (ebd., S. 226f.).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Bedeutung des Jahres 2011 ein und umreißt die Forschungsfrage bezüglich der Entstehung der Indignados als Massenbewegung.

2 Die Entstehung von sozialen Bewegungen: In diesem Kapitel werden fünf theoretische Ansätze vorgestellt, die als analytisches Werkzeug zur Untersuchung der Indignados-Bewegung dienen.

3 Der Kontext der ökonomischen und politischen Krise in Spanien: Hier wird der krisenbehaftete Hintergrund in Spanien beleuchtet, insbesondere die Auswirkungen der Finanzkrise 2008 und die Austeritätspolitik der Jahre 2011 bis 2015.

4 Die Entstehung und Entwicklung der Indignados in Spanien: Das Hauptkapitel analysiert die konkrete Entstehung der Bewegung unter Anwendung der zuvor erläuterten Theorien.

4.1 Individuen schließen sich zu einer Bewegung zusammen – Grievances und kollektive Identität der Indignados: Dieser Abschnitt thematisiert die Rolle der relativen Benachteiligung und die Konstruktion eines neuen, inklusiven Kollektivgefühls.

4.2 Entwicklung zu einer Massenbewegung – Mobilisierung und Reichweite der Indignados: Hier wird untersucht, wie die Bewegung trotz geringer materieller Ressourcen durch digitale Medien und Selbstmanagement mobilisieren konnte.

4.3 Ausrichtung einer Bewegung im ökonomischen und politischen Kontext – Strategien und Ziele der Indignados: Dieser Teil befasst sich mit den Reaktionen der Bewegung auf ein geschlossenes politisches System und dem Wandel zu konventionelleren Politikformen.

5 Fazit: Das letzte Kapitel fasst die Erklärungskraft der Theorien zusammen und reflektiert die Ergebnisse sowie Potenziale für zukünftige Forschungsarbeiten.

Schlüsselwörter

Indignados, 15M-Bewegung, Spanien, Finanzkrise, Austeritätspolitik, soziale Bewegungen, Relative Deprivation Theory, Resource Mobilization Theory, politische Partizipation, kollektive Identität, Framing, Demokratie, Massenbewegung, Protest, soziale Ungleichheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Entstehen und die Entwicklung der spanischen "Indignados"-Bewegung im Kontext der Wirtschafts- und Politikkrise ab 2011.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Schwerpunkte sind die sozioökonomische Situation Spaniens, die Theoriebildung zu sozialen Bewegungen und die interne Organisationsdynamik der Bewegung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Die Forschungsfrage ist, wie sich die Entstehung und Massenwerdung der Indignados anhand wissenschaftlicher Bewegungstheorien schlüssig erklären lässt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch fundierte Analyse, die bestehende Modelle auf den empirischen Fall der spanischen 15M-Bewegung anwendet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Entstehung der Bewegung, die Mobilisierungsprozesse sowie die Strategien und Ziele der Aktivist:innen unter spezifischer Berücksichtigung des spanischen Krisenkontextes.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Neben den zentralen Konzepten wie "Indignados" und "15M-Bewegung" sind Begriffe wie "relative Benachteiligung", "Framing" und "Austeritätspolitik" prägend.

Welche Rolle spielt die "Relative Deprivation Theory" für die Indignados?

Sie dient zur Erklärung des Empfindens ungerechter Benachteiligung, welches durch die wirtschaftliche Krise und rigide Sparmaßnahmen ausgelöst wurde.

Warum wird die Bewegung als "Massenbewegung" bezeichnet?

Aufgrund der hohen Mobilisierungskraft über verschiedene Bevölkerungsschichten hinweg, die zwischen 2011 und 2012 eine breite Zustimmung in der Gesellschaft erreichte.

Wie veränderte sich die Bewegung ab 2014?

Die Bewegung wandelte sich in ihren Protestformen zunehmend von einer unkonventionellen Protestbewegung hin zu einer stärker institutionalisierten politischen Partizipation.

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Detalles

Título
Die Entstehung und Entwicklung der spanischen Indignados-Bewegung. Eine Analyse anhand sozialer Bewegungstheorien
Universidad
University of Dusseldorf "Heinrich Heine"  (Institut für Sozialwissenschaften)
Calificación
1,0
Autor
Katharina Dehler (Autor)
Año de publicación
2023
Páginas
23
No. de catálogo
V1494893
ISBN (PDF)
9783389054680
ISBN (Libro)
9783389054697
Idioma
Alemán
Etiqueta
soziale Bewegungen Theorien sozialer Bewegungen Entstehung sozialer Bewegungen Indignados-Bewegung Spanien Entstehung Indignados-Bewegung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Katharina Dehler (Autor), 2023, Die Entstehung und Entwicklung der spanischen Indignados-Bewegung. Eine Analyse anhand sozialer Bewegungstheorien, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1494893
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