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Die Kritik an Schumpeters Demokratietheorie - Versuch einer Rezension der Rezensenten

Titel: Die Kritik an Schumpeters Demokratietheorie - Versuch einer Rezension der Rezensenten

Seminararbeit , 1997 , 31 Seiten , Note: 1

Autor:in: Matthias Franke (Autor:in)

Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Als ein Anhänger der österreichischen Schule der Ökonomie vertrat Schumpeter
die Auffassung, durch Abstraktion und Vereinfachung einer Theorie auf einen
Modellcharakter relevante Ergebnisse erzielen zu können, welche dann durch die
Ökonometrie zu verifizieren wären. Wenn auch unter deutschen Ökonomen diese
Vorgehensweise inzwischen längst etabliert ist, so bedauert man heute doch, sich
nicht so direkt in die Tradition Schumpeters stellen zu können, der - enttäuscht
davon, seinen Ansatz in der hiesigen Wirtschaftswissenschaft nicht etablieren zu
können - Bonn verließ, um in Harvard zu lehren.
Während also in der Wirtschaftswissenschaft Reue vorherrscht, stößt Schumpeters
Demokratietheorie, auf die er seine wirtschaftswissenschaftlichen Methoden
übertrug, unter Politologen noch oft auf Unverständnis und die daraus resultierende
Kritik.
Ziel der vorliegenden Arbeit soll es also sein, festzustellen, inwieweit die an
Schumpeters Demokratietheorie geäußerte Kritik fundiert und berechtigt ist.

Leseprobe


Inhalt und Gliederung

1 INHALT UND GLIEDERUNG

2 ZIEL DIESES VERSUCHS ÜBER SCHUMPETER

3 MÖGLICHKEITEN DIESES VERSUCHS ÜBER SCHUMPETERS DEMOKRATIETHEORIE

4 SCHUMPETERS METHODE

4.1 die Verweigerung Schumpeters gegen Normatives

4.1.1 Kritik an Schumpeter

4.1.2 Kommentar zur Kritik

4.2 Schumpeters Empirie

4.2.1 Kritik an Schumpeters Empirie

4.2.1.1 Kommentar zur Kritik

4.2.2 konkretere Kritik an Schumpeters Empirie

4.2.2.1 Kommentar zur Kritik

4.3 erklärender Kommentar zur Kritik an Schumpeters Methode

5 SCHUMPETERS POLITISCHER MARKT

5.1 Schumpeters Prämisse vom unfähigen Wähler

5.1.1 Kritik an Schumpeters Prämisse vom unfähigen Wähler

5.1.1.1 Kommentar zur Kritik

5.2 Markt als Forum?

5.2.1 Kritik an Schumpeters Auffassung vom politischen Markt

5.2.1.1 Kommentar zur Kritik

5.3 Probleme bei der Beurteilung Schumpeters Markttheorie und der hieran geübten Kritik

5.3.1 Überlegungen zum Wert einer Theorie

5.4 Suche nach einem Fehler, der Schumpeters Markttheorie immanent ist

5.4.1 Instrument zur Vereinbarung Schumpeters Prämissen mit denen der Kritik

5.4.2 Schlußfolgerungen aus den Prämissen des Instruments und Beurteilung von Schumpeters Markttheorie

5.5 Alternativen zu dem erarbeiteten Instrument

5.5.1 Ergänzung von Schumpeters Markttheorie durch Friedrichs

5.5.2 Ergänzung von Schumpeters Markttheorie durch Downs

5.5.3 Fazit

6 DER VORWURF GEGEN SCHUMPETER, ELITIST ZU SEIN

6.1 Kommentieren des Elitismusvorwurfs vor dem Hintergrund der Betrachtungen zu Schumpeters Methode

6.2 Kommentieren des Elitismusvorwurfs vor dem Hintergrund von Überlegungen zum Anspruch der Theorie Schumpeters

7 ERGEBNIS UND AUSSICHT

8 ZITIERTE LITERATUR

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht kritisch die Demokratietheorie von Joseph Schumpeter. Ziel ist es, festzustellen, inwieweit die an Schumpeters Ansatz geäußerte Kritik fundiert ist, insbesondere hinsichtlich seiner wissenschaftlichen Methode und seiner Markttheorie der Demokratie.

  • Methodische Grundlagen und die empirische Ausrichtung Schumpeters
  • Analyse der Schumpeterschen Prämisse vom "unfähigen Wähler"
  • Die Demokratie als politischer Markt versus Forum
  • Elitismusvorwürfe und normative Wissenschaftsauffassungen
  • Möglichkeiten der Ergänzung und Fruchtbarmachung für die Partizipationsforschung

Auszug aus dem Buch

4.2.2 konkretere Kritik an Schumpeters Empirie

Um die grundsätzliche Frage, die durch diese Kritik an Schumpeters Begriff, Terminus von Demokratie aufgeworfen wird, besser und anschaulicher zu beleuchten, sollen auch der diesbezügliche Standpunkt Mittermaiers und Mairs erörtert werden. Die beiden gehen nämlich in ihrem Vorwurf gegen Schumpeter ungleich weiter, auch wenn dieser im Endeffekt in eine ganz ähnliche Richtung wie bei Habermas zielen soll:

In ihren weiteren Betrachtungen über Schumpeters Methoden führen Mittermaier und Mair folgendes an: Der Fehler der empirischen Demokratietheorie liege darin, eine empirische, politisch-institutionelle Tatsache als Demokratie anzunehmen. „Woher wissen wir, daß das, was vorgibt, eine Demokratie zu sein, wirklich eine Demokratie ist, wenn eine Definition von der Vorgabe abgeleitet wird? Innerhalb einer konsequenten Auslegung der empirischen Theorie kann jeder Repräsentant jeder politischen Verfassung das jeweilige System als Demokratie bezeichnen; der empirische Demokratietheoretiker hat dann nichts anderes zu tun, als es terminologisch zur Kenntnis zu nehmen und eine beschreibende Definition zu liefern. Was ist das aber für eine wissenschaftliche Methode, die etwas als terminologisch richtig annimmt, bevor überhaupt eine Definition des Terminus existiert?“ (Mittermaier/Mair 1995 S.176)

Zusammenfassung der Kapitel

1 INHALT UND GLIEDERUNG: Auflistung der Kapitelstruktur der Arbeit.

2 ZIEL DIESES VERSUCHS ÜBER SCHUMPETER: Einführung in die wissenschaftliche Motivation, Schumpeters Demokratietheorie kritisch zu evaluieren.

3 MÖGLICHKEITEN DIESES VERSUCHS ÜBER SCHUMPETERS DEMOKRATIETHEORIE: Darstellung des methodischen Nutzens der Rezension für das Verständnis von Schumpeters Werk.

4 SCHUMPETERS METHODE: Analyse der wissenschaftlichen Arbeitsweise Schumpeters, insbesondere seine Ablehnung normativer Ansätze.

5 SCHUMPETERS POLITISCHER MARKT: Untersuchung der ökonomischen Marktmetaphorik in Schumpeters Demokratiemodell.

6 DER VORWURF GEGEN SCHUMPETER, ELITIST ZU SEIN: Diskussion der Vorwürfe gegen Schumpeter hinsichtlich elitärer Machtstrukturen.

7 ERGEBNIS UND AUSSICHT: Fazit zur Methodik Schumpeters und Perspektiven für zukünftige Partizipationsansätze.

8 ZITIERTE LITERATUR: Verzeichnis der verwendeten Quellen und Literatur.

Schlüsselwörter

Joseph Schumpeter, Demokratietheorie, Empirie, Normativität, Politischer Markt, Wählerkompetenz, Elitismus, Partizipation, Politische Ökonomie, Interessenbildung, Methodenstreit, Klassische Demokratietheorie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit setzt sich kritisch mit der Demokratietheorie von Joseph Schumpeter auseinander, indem sie die von verschiedenen Rezensenten vorgebrachte Kritik analysiert und auf ihre wissenschaftliche Berechtigung hin prüft.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen Schumpeters wissenschaftliche Methode, seine ökonomische Interpretation der Demokratie als Markt und die Debatte über einen angeblichen Elitismus in seiner Theorie.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, inwieweit die an Schumpeter geübte Kritik, er vernachlässige normative Aspekte oder das Gemeinwohl, aus einem Missverständnis seiner rein empirisch-analytischen Fragestellung resultiert.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor nutzt eine analytische Methode, um die Argumentationen von Kritikern (wie Mittermaier, Mair, Habermas) den methodischen Prämissen Schumpeters gegenüberzustellen und so logische Konsistenzen oder Inkompatibilitäten aufzudecken.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Methodenkritik, die Untersuchung des politischen Marktes unter Berücksichtigung von Wähler- und Politikerverhalten sowie eine Auseinandersetzung mit dem Elitismusvorwurf.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie "Demokratietheorie", "Empirie", "Politischer Markt", "Elitismus" und "Methodenstreit" geprägt.

Wie bewertet der Autor den Vorwurf des "unfähigen Wählers"?

Der Autor argumentiert, dass Schumpeters Prämisse des unfähigen Wählers durch den darwinistischen Wettbewerb der Politiker auf dem Markt relativiert wird, da nicht die Wählerkompetenz, sondern die Konkurrenz der Parteien den Prozess steuert.

Warum erscheint Schumpeter laut den Kritikern als Elitist?

Kritiker interpretieren Schumpeters nüchterne Feststellung realer Machtstrukturen als eine normative Zustimmung zu einer elitistischen Herrschaft, was der Autor als Fehlinterpretation von Schumpeters rein analytischem Anspruch entlarvt.

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Details

Titel
Die Kritik an Schumpeters Demokratietheorie - Versuch einer Rezension der Rezensenten
Hochschule
Philipps-Universität Marburg  (Politikwissenschaft im Fachbereich 03 Gesellschaftswissenschaften)
Veranstaltung
Seminar POLITIK UND WIRTSCHAFT I
Note
1
Autor
Matthias Franke (Autor:in)
Erscheinungsjahr
1997
Seiten
31
Katalognummer
V14951
ISBN (eBook)
9783638202190
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kritik Schumpeters Demokratietheorie Versuch Rezension Rezensenten Seminar POLITIK WIRTSCHAFT
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Matthias Franke (Autor:in), 1997, Die Kritik an Schumpeters Demokratietheorie - Versuch einer Rezension der Rezensenten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/14951
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Leseprobe aus  31  Seiten
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