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Rating / Basel 2

Title: Rating / Basel 2

Research Paper (undergraduate) , 2003 , 29 Pages , Grade: 2,1

Autor:in: Tim Vollborth (Author)

Business economics - Investment and Finance
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Summary Excerpt Details

Das Kreditrisikomanagement gewinnt für Kreditinstitute angesichts der zunehmenden
Globalisierung und Internationalisierung der Finanzmärkte sowie der deutlich steigenden
Unternehmensinsolvenzen immer größere Bedeutung. Mit 49.600 hat die Zahl der
Gesamtinsolvenzen in Deutschland im Jahr 2001 einen neuen traurigen Höchststand erreicht.
Dies war gegenüber dem Jahr 2000 (41.780) ein deutlicher Anstieg um 18,7%. Im Jahr 2000
war vor allem die Entwicklung bei den Verbraucherinsolvenzen für den massiven Zugang der
Insolvenzzahlen verantwortlich. Hingegen war im Jahr 2001 ein deutliches Wachstum der
Unternehmensinsolvenzen um 16% zu verzeichnen.1
Auf Grund dieser Wirtschaftsverflechtungen sind entstehende Krisen gegenwärtig nicht mehr
regional begrenzt. Es genügt also nicht mehr, sich lediglich auf nationale Richtlinien zu
konzentrieren. Vielmehr erfordern die modernen Märkte zur Stabilisierung des Finanzsystems
internationale Standards für sämtliche Markteilnehmer2. In diesem Zusammenhang sind die
Entwicklung neuer Finanzinstrumente und damit verbundener Risiken sowie das verstärkte
Ausweichen der Kreditinstitute auf nicht mit Eigenkapital zu unterlegende Geschäftsfelder
nur einige Gründe, die zwingend zu einer Überarbeitung der bisherigen Eigenkapitalnorm
Basel beigetragen haben. Im Juni 1999 stellte der BAfB3 das 1. KP zur Neuen
Eigenkapitalvereinbarung vor, dem im Januar 2001 das 2. KP folgte. Als Reaktion auf dieses
komplexe Regelwerk gingen zahlreiche Änderungsvorschläge aus den verschiedensten
Wirtschaftsbereichen ein. Zugunsten weiterer Überarbeitungen wurde die Einführung der
Neuen Eigenkapitalvereinbarung um ein Jahr auf 2005 verschoben.4 [...]

1 Vgl. Unternehmensinsolvenzen,[ www.creditreform.de/insolvenzen.htm/]
2 Vgl. Munsch, Michael: Rating, 2. Auflage, Bonn 2001, S.7-9
3 Der Basler Ausschuß für Bankenaufsicht wurde von den Zentralbankpräsidenten der zehn wichtigsten
Industriestaaten (sogenannte Zehnergruppe) im Jahre 1975 ins Leben gerufen. Später sind Vertreter aus Spanien
und Luxemburg beigetreten. In regelmäßigen Abständen tritt er bei der Bank für Internationalen
Zahlungsausgleich in Basel zusammen und nimmt v. a. Untersuchungen zur Eigenkapitalunterlegung von
Risiken und Beurteilung der Liquidität vor.
4 Vgl. Hoffmann G., Auf dem Weg zu Basel II, 1. Auflage, Frankfurt (Main) 2001, S.1
5 Def. Rating siehe Kapitel 2.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Vorbemerkung

2 Die Neue Basler Eigenkapitalvereinbarung

2.1 Basel II – Einleitung und Zielsetzung

2.2 Aufbau und Anwendungsbereiche

2.3 Auswirkungen der Neuerungen

2.4 Makroökonomische Betrachtung

3 Kreditrisikomessung mittels Rating

4 Der Standardansatz

4.1 Das externe Rating

4.2 Kreditrisikomessung nach dem Standardansatz

4.3 Kein Rating

5 Die auf internen Ratings basierenden (IRB) Ansätze

5.1 Das interne Rating

5.2 Kreditrisikomessung nach den IRB-Ansätzen

6 Beurteilung der verschiedenen Ansätze

6.1 Die Kosten-Nutzen-Analyse im Entscheidungsprozeß

6.2 Vor- und Nachteile des Standardansatzes

6.3 Vor- und Nachteile der IRB-Ansätze

7 Schlussbemerkungen

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen der neuen Basler Eigenkapitalvereinbarung (Basel II) auf die Kreditrisikomessung und analysiert die verschiedenen Ansätze zur Bonitätsbewertung von Unternehmen. Ziel ist es, die Vor- und Nachteile der verschiedenen Methoden aufzuzeigen und Faktoren für die strategische Entscheidung der Kreditinstitute in einem veränderten regulatorischen Umfeld zu identifizieren.

  • Grundlagen der Basler Eigenkapitalvereinbarung (Basel II)
  • Unterscheidung zwischen Standardansatz und IRB-Ansätzen
  • Bedeutung von externem Rating gegenüber internem Rating
  • Kosten-Nutzen-Analyse für Kreditinstitute
  • Herausforderungen für mittelständische Unternehmen in Deutschland

Auszug aus dem Buch

3 Kreditrisikomessung mittels Rating

Unter dem in der Neuen Eigenkapitalvereinbarung viel diskutierten Kreditrisiko ist die Gefahr zu verstehen, dass der Kreditnehmer zahlungsunfähig wird bzw. seine vertraglich vereinbarten Zins- und Tilgungsleistungen nicht rechtzeitig oder nicht vollständig erfüllen kann. Die Basis für die Bestimmung des Kreditrisikos wird das Rating bilden.

„Das Rating,..., umfasst die Beurteilung von Kreditrisiken. Ratings stellen insofern Aussagen über die Fähigkeit eines Schuldners dar, finanzielle Verpflichtungen vollständig und fristgerecht erfüllen zu können. Es geht dabei insbesondere um die Ableitung von Wahrscheinlichkeiten über den Eintritt von Leistungs- und Zahlungsstörungen während der Kreditlaufzeit.“

In dieses Analyseverfahren fließen neben quantitativen Faktoren, wie z. B. die Kennzahlen zur Vermögens- und Kapitalstruktur des Kreditnehmers, auch qualitative Parameter, wie die Geschäftsstruktur, Planungsqualität und Marktstellung, ein. Nach der Gewichtung dieser Größen werden die Einzelergebnisse zu einer schulnotenähnlichen Zensur bzw. zu einem Symbol zusammengefasst. Diesem Ratingergebnis, auch Ratingnotation oder nur Rating genannt, wird auf Basis von Ausfallraten der Vergangenheit eine Ausfallwahrscheinlichkeit zugeordnet.

Von den traditionellen, meist bilanzorientierten Kreditwürdigkeitsprüfungen unterscheidet sich das Rating durch die stärkere Betonung der qualitativen Faktoren und der größeren Zukunftsbezogenheit.

„Da die Bilanzanalyse kennzahlenorientiert ist und auf historischen Zahlen basiert, lastet ihr der Ruf an, vergangenheitsorientiert zu sein. Im Gegensatz hierzu gilt es bei einem (externen) Rating , die Zukunftsfähigkeit eines Unternehmens zu determinieren.“

Eine Möglichkeit, die Ratingarten zu unterscheiden, ist die Einteilung in das externe und interne Rating. Während das externe Rating von einer unabhängigen Agentur erstellt wird, ermitteln die Kreditinstitute das interne Rating selbst. Nachfolgend werden auf dieser Unterscheidung aufbauend die Verfahren zur Kreditrisikomessung nach Basel II dargestellt.

Zusammenfassung der Kapitel

Vorbemerkung: Einführung in die wachsende Bedeutung des Kreditrisikomanagements aufgrund steigender Unternehmensinsolvenzen und der Notwendigkeit einer internationalen Überarbeitung der Eigenkapitalnorm Basel.

Die Neue Basler Eigenkapitalvereinbarung: Erläuterung der Ziele und der Drei-Säulen-Strategie des neuen Akkords zur Steigerung der Sicherheit und Solidität des Finanzsystems.

Kreditrisikomessung mittels Rating: Definition des Ratings als zentrales Instrument zur Beurteilung der Ausfallwahrscheinlichkeit von Kreditnehmern unter Einbeziehung quantitativer und qualitativer Faktoren.

Der Standardansatz: Detaillierte Betrachtung des Verfahrens, das stark von externen Ratings abhängt und insbesondere für Institute ohne komplexe interne Systeme konzipiert ist.

Die auf internen Ratings basierenden (IRB) Ansätze: Beschreibung der bankinternen Methoden zur Risikomessung, die eine differenziertere Bestimmung der Risikoparameter erlauben.

Beurteilung der verschiedenen Ansätze: Analyse der Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Ansätze unter Berücksichtigung von Kosten-Nutzen-Aspekten und der spezifischen Situation deutscher Unternehmen.

Schlussbemerkungen: Zusammenfassende Bewertung der strategischen Herausforderungen für Kreditinstitute und die Prognose zur künftigen Anwendung der IRB-Ansätze.

Schlüsselwörter

Basel II, Rating, Kreditrisiko, Eigenkapitalvereinbarung, Standardansatz, IRB-Ansatz, Bonitätsbewertung, Ausfallwahrscheinlichkeit, Kreditinstitut, Finanzsystem, Mittelstand, Risikogewichtung, Eigenkapitalunterlegung, Ratingagentur, Risikomanagement.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Auswirkungen der neuen Basler Eigenkapitalvereinbarung (Basel II) auf das Kreditrisikomanagement der Banken und die damit verbundenen Änderungen bei der Bonitätsbewertung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die Systematik von Ratingverfahren, die Unterscheidung zwischen dem Standardansatz und den IRB-Ansätzen sowie die ökonomischen Folgen für Kreditinstitute und Unternehmen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Aufschluss über die neuen Kapitalvereinbarungen zu geben, die verschiedenen Ansätze zur Kreditrisikomessung gegenüberzustellen und die für eine Auswahl ausschlaggebenden Faktoren zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine deskriptive und analysierende Vorgehensweise gewählt, die auf einer umfassenden Literatur- und Dokumentenauswertung der regulatorischen Vorgaben basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Basler Regelungen, die Definition der Rating-Verfahren (extern vs. intern), deren technische Implementierung sowie eine kritische Kosten-Nutzen-Bewertung der unterschiedlichen Ansätze.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Basel II, Rating, Kreditrisiko, Standardansatz, IRB-Ansatz und Risikoadäquanz.

Warum ist die Unterscheidung zwischen externem und internem Rating so wichtig?

Die Unterscheidung ist entscheidend für die Kapitalanforderungen: Während externe Ratings auf Urteilen unabhängiger Agenturen basieren, ermöglichen interne Ratings den Instituten eine individuellere, risikogerechtere Messung, erfordern jedoch hohe Investitionen in die Datenbasis.

Welche Rolle spielt die sogenannte "Ratinglücke" in Deutschland?

In Deutschland besitzen bisher nur große Konzerne ein externes Rating. Diese Lücke erschwert für viele mittelständische Unternehmen die risikogerechte Kreditbewertung im Standardansatz, was zu einer möglichen Quersubventionierung führen kann.

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Details

Title
Rating / Basel 2
College
University of Applied Sciences Merseburg  (Maschinenbau)
Grade
2,1
Author
Tim Vollborth (Author)
Publication Year
2003
Pages
29
Catalog Number
V14952
ISBN (eBook)
9783638202206
Language
German
Tags
Rating Basel
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tim Vollborth (Author), 2003, Rating / Basel 2, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/14952
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