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Zum Wandel des Hessenbildes in der Presse des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges

Vom "unbesiegbaren Feind" zum "bemitleidenswerten Söldner"?

Titel: Zum Wandel des Hessenbildes in der Presse des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges

Bachelorarbeit , 2024 , 58 Seiten

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Geschichte - Amerika
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Bachelorarbeit widmet sich der Presse des späten 18. Jahrhunderts und untersucht dabei die innerhalb der Presse erzeugten und genutzten Bilder der hessischen Soldaten allgemein, wie sich diese nach der Schlacht von Trenton wandelten und welchen Einfluss diese auf den Verlauf des Unabhängigkeitskrieges nahmen. Die exakte Fragestellung lautet dabei: Welchen Einfluss hatte die Pressesituation der Kolonien, aufgrund der Teilung in „Patrioten“ und „Loyalisten“, auf die Darstellung von Informationen und „Hessenbildern“? Welchen Einfluss nahmen die verschiedenen Hessenbilder auf den Verlauf des Unabhängigkeitskrieges zwischen den Jahren 1776 bis 1783 und wie wandelten sich diese Bilder in der Presse durch die „Schlacht von Trenton“?.

In dieser Arbeit sind unter dem Begriff der „Hessen“ bzw. „Hessians“ die von den Briten gemieteten deutschen Soldaten des Fürstentums Hessen-Kassel zu verstehen. Es kommt dabei vor, dass der Begriff „Deutsche“ bzw. „Germans“ fällt, da ebenso andere Fürstentümer Soldaten für den Unabhängigkeitskrieg vermietet hatten. Da die Hessen jedoch den mit Abstand größten Anteil an Soldaten stellten, wird in dieser Arbeit, so wie es die damalige Presse ebenfalls tat, der übergeordnete Begriff der „Hessen“ genutzt. Der Begriff der „Kolonisten“ steht für alle Bürger, die während des Krieges in den Kolonien lebten und der Begriff der „Briten“ meint in dieser Arbeit alle Soldaten, außer den „Hessen“, die für die „Royal Army“ von Großbritannien kämpften. Dieser Begriff ist von den „Loyalisten“ („Tories“), den „königstreuen“ innerhalb der Kolonien, welche jedoch nicht zwingen gekämpft hatten, zu unterscheiden. Die „Loyalisten“ bilden dabei das Gegenstück zu den „Patrioten“ („Whigs“), welche neben den „Loyalisten“ und Neutralen den Anteil der Kolonisten bildeten, die nach amerikanischer Unabhängigkeit strebten. Der Begriff der „Amerikaner“ wird gezielt nicht verwendet, da dieser aufgrund der zeitlichen Situation und des geringen Fortschrittes des Unabhängigkeitskrieges in den ersten Kriegsjahren noch nicht passend war.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Presse zur Zeit des Unabhängigkeitskrieges – Die Vielfalt der Medien durch Zeitungen und Flugblätter beider Seiten und ihre Art und Weise der Informationsverbreitung

3. Das Hessenbild der „unbesiegbaren Feinde“

3.1. Die „amerikanische Bürgerarmee“ gegen hessische Berufssoldaten – Hintergründe der Armeen

3.2. Die vorherrschende Kampfnorm des Linearkampfes und der „Guerilla Warfare“ – wie der Bruch der Norm die Wende brachte und das Bild der „unbesiegbaren Hessen“ abschwächte

4. Das Hessenbild als „morallose Söldner“

4.1. Die Darstellung, der Nutzen und die Auswirkung des „Söldnerbildes“ der Hessen in patriotischen Zeitungen

4.2. Das Söldnerbild der Hessen aus loyalistischer und britischer Sicht - Welche Auswirkungen es hatte und wie es im Vergleich zu den Briten in loyalistischen Zeitungen dargestellt war

4.3. Desertationen als wichtiger Bestandteil des Söldnerbildes – Wie die Patrioten vorgingen und welche Resultate sie erzielten in Bezug auf die zur damaligen Zeit vorherrschenden Normen

5. Das Hessenbild als „Monster und grausame Plünderer“

5.1. Die Ursachen und Gründe für die Entstehung dieses Hessenbildes durch die patriotische und loyalistische Presse

5.2. Der Nutzen und die Auswirkung des Hessenbildes in den patriotischen Zeitungen – Wie die Hessen als „Monster und Plünderer“ Vorteil aber auch Nachteil waren

5.3. Die Auswirkungen von Plünderungen, ihren Darstellungen und Versorgung auf die Disziplin der Soldaten durch die Medien

6. Die Auswirkungen der Schlachten in Trenton und Saratoga – Der Wandel der Hessenbilder in der Presse mit Bezug auf ihren Nutzen

7. Schluss

Zielsetzung & Themen

Diese Bachelorarbeit untersucht die Darstellung hessischer Soldaten in der Presse während des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges (1776–1783). Das primäre Ziel ist es zu analysieren, wie sich das Bild der „Hessen“ durch mediale Propaganda und den Kriegsverlauf – insbesondere durch die Schlacht von Trenton – wandelte und welchen Einfluss diese Konstruktionen auf den Verlauf des Konfliktes hatten.

  • Die Rolle der Presse als Informations- und Propagandainstrument während des Unabhängigkeitskrieges.
  • Die gezielte Konstruktion von Feindbildern (z.B. „unbesiegbar“, „morallose Söldner“, „Monster und Plünderer“).
  • Die diskursive Abgrenzung zwischen patriotischen „Bürgersoldaten“ und fremden Söldnern.
  • Der Wandel der Hessenbilder als Reaktion auf militärische Ereignisse und deren psychologische Wirkung auf Bevölkerung und Soldaten.

Auszug aus dem Buch

3. Das Hessenbild der „unbesiegbaren Feinde“

Die patriotische Presse baute das Bild der „unbesiegbaren Feinde“ vergleichsweise schnell auf, da sie es als „unrecht empfanden“, dass die Briten über die Möglichkeit verfügten Truppen anderer Staaten, welche auf Abruf bereit waren, durch Bezahlung zu „mieten“ und auf diese Weise in kurzer Zeit ein großes Heer aufbauen mit welchem sie schnell in die Geschehnisse des Unabhängigkeitskonfliktes eingreifen konnten. Das Hessenbild der „Unbesiegbaren“ sollte dabei vor allem den Zusammenhalt der Bürger der Kolonien gegen die Krone sowie auch den Widerstandswillen und den damit einhergehenden Radikalisierungsprozess der Unabhängigkeit verstärken. Das sich dieses Hessenbild in den Kolonien überhaupt durchgesetzt und in den Köpfen der Kolonisten gefestigt hatte war deshalb verwunderlich, da die Soldatenvermietung im 18. Jahrhundert vor allem in England als „gängige Praxis“ bekannt war, mit welcher kleinere Staaten Geld verdienen und größere Staaten ihr Heer vergrößern konnten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Stellt die historische Relevanz der amerikanischen Revolution dar und definiert die zentrale Fragestellung sowie die wichtigsten Begriffe wie „Hessen“, „Patrioten“ und „Loyalisten“.

2. Die Presse zur Zeit des Unabhängigkeitskrieges – Die Vielfalt der Medien durch Zeitungen und Flugblätter beider Seiten und ihre Art und Weise der Informationsverbreitung: Analysiert die Rolle der Medien als Instrument der Propaganda und politischen Einflussnahme unter Berücksichtigung von Neutralität und Wirtschaftlichkeit.

3. Das Hessenbild der „unbesiegbaren Feinde“: Untersucht die Hintergründe der Armeen und wie die Kampftaktik der Lineartaktik den Mythos der Unbesiegbarkeit der Hessen begründete.

4. Das Hessenbild als „morallose Söldner“: Erläutert die mediale Konstruktion der Hessen als Söldner und diskutiert die Desertationsthematik als politisches Mittel der Patrioten.

5. Das Hessenbild als „Monster und grausame Plünderer“: Analysiert die Entstehung von Schreckensbildern durch Plünderungsvorwürfe und deren strategischen Nutzen zur Stärkung der patriotischen Sache.

6. Die Auswirkungen der Schlachten in Trenton und Saratoga – Der Wandel der Hessenbilder in der Presse mit Bezug auf ihren Nutzen: Zeigt den Wandel der Hessenbilder nach den militärischen Schlüsselsiegen der Patrioten und die Abnahme ihrer propagandistischen Wirkung.

7. Schluss: Fasst die zentralen Thesen zusammen und betont die langfristigen Auswirkungen der medialen Hessenbilder auf den Verlauf der amerikanischen Unabhängigkeit.

Schlüsselwörter

Amerikanische Revolution, Hessen, Söldner, Patrioten, Loyalisten, Kriegspropaganda, Pressefreiheit, Trenton, Lineartaktik, Plünderungen, Soldatenhandel, Radikalisierung, Militärgeschichte, Zeitungsgeschichte, Desertation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die mediale Berichterstattung über hessische Soldaten während des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges und untersucht die daraus entstandenen Feindbilder.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die Rolle von Zeitungen und Flugblättern im 18. Jahrhundert, der Einfluss von Propaganda auf die öffentliche Meinung und der Wandel von Fremdbildern durch militärische Ereignisse.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Es soll geklärt werden, welchen Einfluss die Pressesituation auf die Wahrnehmung hessischer Soldaten hatte und wie diese Bilder instrumentalisiert wurden, um den Prozess der amerikanischen Unabhängigkeit voranzutreiben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit verfolgt einen systematischen und chronologischen Ansatz, der historische Quellen (Zeitungen, Flugblätter, Briefe) analysiert, um die Entwicklung der Hessenbilder im zeitlichen Kontext nachzuvollziehen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Bildkonstruktionen der Hessen: als „unbesiegbare Feinde“, „morallose Söldner“ sowie „Monster und grausame Plünderer“ und deren Wandel nach Schlüsselereignissen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Konzepte wie Kriegspropaganda, Söldnerbild, Medienöffentlichkeit und den Verlauf der amerikanischen Unabhängigkeit definiert.

Welchen Einfluss hatte die Schlacht von Trenton auf das Bild der Hessen?

Die Schlacht von Trenton markierte einen Wendepunkt, da der Mythos der „Unbesiegbaren“ zerschlagen wurde und sich das Bild der „Söldner“ wandelte, was den Patrioten psychologischen Aufwind verschaffte.

Wie wurden Plünderungen medial verwertet?

Plünderungen wurden gezielt genutzt, um die Hessen als „Monster“ darzustellen, wobei man bei der patriotischen Berichterstattung häufig eigene Plünderungen ignorierte oder herunterspielte, um das negative Image des Gegners zu stärken.

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Details

Titel
Zum Wandel des Hessenbildes in der Presse des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges
Untertitel
Vom "unbesiegbaren Feind" zum "bemitleidenswerten Söldner"?
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2024
Seiten
58
Katalognummer
V1495340
ISBN (PDF)
9783389056684
ISBN (Buch)
9783389056691
Sprache
Deutsch
Schlagworte
wandel hessenbildes presse unabhängigkeitskrieges feind söldner
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2024, Zum Wandel des Hessenbildes in der Presse des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1495340
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Leseprobe aus  58  Seiten
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