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Policy-Seeking auf europäischer Ebene. Chancen und Grenzen deutscher Nischenparteien im Europäischen Parlament

Titel: Policy-Seeking auf europäischer Ebene. Chancen und Grenzen deutscher Nischenparteien im Europäischen Parlament

Hausarbeit , 2019 , 21 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Luisa Rode (Autor:in)

Politik - Thema: Europäische Union
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Nischenparteien sind ein fester Bestandteil der deutschen Parteienlandschaft und nehmen zunehmend auch an Europawahlen teil. Diese Hausarbeit untersucht, ob und in welchem Ausmaß deutsche Nischenparteien auf europäischer Ebene Policy-Seeking betreiben können. Ausgangspunkt der Untersuchung ist die These, dass deutsche Nischenparteien auf europäischer Ebene kaum Möglichkeiten haben, ihre politischen Ziele durchzusetzen.

Die Arbeit beginnt mit einer theoretischen Einordnung von Nischenparteien nach den Ansätzen von Adams, Downs und Meguid sowie einer Analyse des Parteiverhaltens nach Strom (1990). Im methodischen Teil werden die Parteiprogramme und Abstimmungsverhalten von Abgeordneten dreier Nischenparteien im Europäischen Parlament analysiert, um zu prüfen, ob die ursprüngliche These bestätigt oder widerlegt werden kann. Die Ergebnisse dieser Analyse bieten Aufschluss über die realen Einflussmöglichkeiten deutscher Nischenparteien in der europäischen Politik.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung und Hypothese

Theoretische Grundlagen und Konzepte

1. Definition Nischenpartei

2. Parteiverhalten

Methodisches Vorgehen

Analyse und Interpretation

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, ob und inwieweit deutsche Nischenparteien, die im Europäischen Parlament vertreten sind, tatsächlich in der Lage sind, ihre politischen Ziele (Policy-seeking) erfolgreich durchzusetzen.

  • Theoretische Einordnung von Nischenparteien und Parteiverhalten
  • Analyse der personellen Situation und der Parteiprogramme
  • Untersuchung von Abstimmungsverhalten im Europäischen Parlament
  • Vergleich der Themenbereiche Migrations-, Geld- und Umweltpolitik
  • Evaluation des Einflusses von Koalitionen auf die politische Durchsetzungskraft

Auszug aus dem Buch

2. Parteiverhalten

Strom unterteilt in seiner Veröffentlichung “A Behavioral Theory of Competitive Political Parties” das Parteiverhalten in drei Arten: vote-seeking, office-seeking und policy-seeking.

Die vote-seeking Parteien verfolgen als Ziel die Maximierung ihrer Wählerstimmen, um somit ein möglichst gutes Wahlergebnis zu erreichen. Die Parteien sind vor allem so ausgerichtet, dass sie nicht zwangsläufig Regierungsverantwortung tragen (Strom, 1990: vgl. S.566f.), jedoch kann eine gute Wahl durchaus dazu führen.

Die office-seeking Parteien legen ihren Schwerpunkt auf die Maximierung der Macht über politische Ämter. Dieses Ziel führt dazu, dass diese Parteien in parlamentarischen Demokratien auch Koalitionen eingehen und motiviert durch die Regierungsbeteiligung handeln (Strom, 1990: vgl. S.567).

Der dritte Typ sind die policy-seeking Parteien, welche eine Maximierung der öffentlichen Policy erreichen wollen. Demnach nutzen diese ihre Regierungsbeteiligung, um politischen Einfluss auszuüben. Zudem beeinflussen diese Parteien die öffentliche Policy, um eine höhere Chance für eine Amtsübernahme zu erreichen. Bei dem policy-seeking ist es jedoch wichtig, dass Koalitionen nur mit ideologisch nahen Parteien eingegangen werden, um möglichst gut die Policy verfolgen zu können und nur wenige Kompromisse eingehen zu müssen (Strom, 1990: vgl. S.567f.).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung und Hypothese: Einführung in die Relevanz von Nischenparteien bei Europawahlen und Aufstellung der Hypothese, dass diese Parteien kaum Möglichkeiten zum Policy-seeking haben.

Theoretische Grundlagen und Konzepte: Erläuterung der Definition von Nischenparteien nach verschiedenen Autoren sowie Vorstellung des Modells zum Parteiverhalten nach Strom (1990).

Methodisches Vorgehen: Darlegung des Forschungsdesigns, welches auf dem Vergleich von Parteiprogrammen und dem Abstimmungsverhalten von drei ausgewählten Nischenparteien im Europäischen Parlament basiert.

Analyse und Interpretation: Untersuchung der Parteistandpunkte und Abstimmungsergebnisse in den Themenfeldern Migrationspolitik, Geldpolitik und Umweltpolitik sowie Analyse der Rolle von Koalitionen.

Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Untersuchung, die zur Widerlegung der Ausgangshypothese führt und feststellt, dass Nischenparteien unter bestimmten Bedingungen erfolgreich Policy-seeking betreiben können.

Schlüsselwörter

Nischenparteien, Europäisches Parlament, Policy-seeking, Parteiverhalten, Europawahl, Migrationspolitik, Geldpolitik, Umweltpolitik, Koalitionen, Politische Ideologie, Wahlprogramm, Abgeordnete, Reform, Europäische Union, Kleinstparteien.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, ob kleine Nischenparteien, die in das Europäische Parlament einziehen, dort mit ihren politischen Forderungen tatsächlich Einfluss nehmen können.

Welche zentralen Themenfelder werden analysiert?

Die Untersuchung konzentriert sich auf die Bereiche Migrationspolitik, Geldpolitik und Umweltpolitik, da diese in den Parteiprogrammen eine zentrale Rolle spielen.

Was ist das primäre Ziel der Studie?

Das Ziel besteht darin, die anfängliche These zu überprüfen, dass deutsche Nischenparteien auf der europäischen Ebene grundsätzlich zu schwach sind, um ihre spezifische Policy zu verfolgen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin nutzt ein qualitatives Forschungsdesign, das theoretische Modelle zum Parteiverhalten mit der empirischen Analyse von Wahlprogrammen und namentlichen Abstimmungen im Europäischen Parlament verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Herleitung des Parteiverhaltens (nach Strom), die methodische Differenzierung des Vorgehens und die detaillierte Auswertung von Abstimmungsdaten zu den genannten Politikfeldern.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Neben dem zentralen Begriff der Nischenpartei sind Begriffe wie Policy-seeking, Abstimmungsverhalten, Koalitionswirkung und programmatische Distanz entscheidend für die Analyse.

Warum spielt die Rolle der Koalitionen in dieser Untersuchung eine wichtige Rolle?

Koalitionen im Parlament sind oft notwendig, um politischen Einfluss auszuüben; die Arbeit prüft, ob die Mitgliedschaft in verschiedenen Fraktionen den Parteien tatsächlich hilft, ihre Ziele umzusetzen oder ob sie dennoch scheitern.

Was ist das zentrale Fazit zur Rolle der AfD in diesem Zusammenhang?

Die Analyse zeigt, dass die AfD trotz einer größeren Anzahl an Abgeordneten im Vergleich zu ÖDP oder Tierschutzpartei aufgrund ihrer ideologischen Positionen selten erfolgreich ihre Policy durchsetzen konnte.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Policy-Seeking auf europäischer Ebene. Chancen und Grenzen deutscher Nischenparteien im Europäischen Parlament
Hochschule
Georg-August-Universität Göttingen  (Institut für Politikwissenschaft)
Veranstaltung
Seminar Nischenparteien
Note
1,7
Autor
Luisa Rode (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
21
Katalognummer
V1495349
ISBN (PDF)
9783389058152
ISBN (Buch)
9783389058169
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Nischenparteien Policy Europäische Union
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Luisa Rode (Autor:in), 2019, Policy-Seeking auf europäischer Ebene. Chancen und Grenzen deutscher Nischenparteien im Europäischen Parlament, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1495349
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  21  Seiten
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