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Multilokalität - Theorien und aktuelle Forschungsfragen

Title: Multilokalität - Theorien und aktuelle Forschungsfragen

Term Paper (Advanced seminar) , 2009 , 29 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Julian Hofmann (Author)

Geography / Earth Science - Demographics, Urban Management, Planning
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Summary Excerpt Details

Im Zeitalter globalisierter Gesellschaften und der stetig wachsenden Mobilität der Akteure, änderte sich zwangsläufig auch das Wohnverhalten der Bevölkerungsgruppen. Standortwechsel in strukturreichere Regionen, in die Nähe des Arbeitsplatzes oder zum neuen Lebenspartner beispielsweise, nahmen zu. Aber es muss nicht immer zu einer vollständigen Aufgabe des ursprünglichen Wohnortes kommen. Multilokale Lebensweisen ermöglichen den jeweiligen Akteuren an unterschiedlichen Standorten aktiv zu leben und zu wirken. Dieses Phänomen, welches sich innerhalb der westlichen Gesellschaften immer mehr zu manifestieren scheint, soll Mittelpunkt dieser wissenschaftlichen Arbeit sein.
Es wird im weiteren Verlauf der Anspruch erhoben, den Begriff der Multilokalität zunächst einmal zu definieren, ihre Formen, Ausprägungen und den historischen Ursprung vorzustellen, die Zusammenhänge zu Migration und Mobilität zu untersuchen und abschließend zukünftige Theorien und Forschungsfragen aufzustellen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Der Begriff der Multilokalität

2.1. Definition der Multilokalität

2.2. Unterschiedliche Ausprägungen der Multilokalität und ihre Ursachen

3. Wohnen und Aktionsräume- von der Vergangenheit zur Gegenwart

4. Migration vs. Multilokalität

5. Der Stellenwert der Mobilität

6. Abschließende Forschungsfragen

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit widmet sich der Untersuchung der Multilokalität als Phänomen des aktiven Lebens an mehreren Wohnstandorten. Ziel ist es, den Begriff theoretisch zu fundieren, verschiedene Ausprägungen sowie Ursachen zu beleuchten und das Verhältnis zur traditionellen Migration und Mobilität kritisch zu hinterfragen.

  • Historische Betrachtung von Wohn- und Aktionsräumen
  • Differenzierung zwischen multilokaler Lebensweise und Migration
  • Analyse der Rolle von Mobilität als Voraussetzung für Multilokalität
  • Untersuchung von Kostenfaktoren und Nutzen von Zweitwohnsitzen
  • Diskussion über gesellschaftliche Auswirkungen und Forschungsdefizite

Auszug aus dem Buch

2. Der Begriff der Multilokalität:

„Wenn du mich fragst, wo meine Heimat ist, dann muss ich fragen, ja wann?“ (POLT, GERHARD, bayrischer Kabarettist).

Das einleitende Zitat des bayrischen Kabarettisten GERHARD POLT verdeutlicht den Zustand vieler Mitbürgerinnen und Mitbürger, der modernen westlichen Gesellschaften, in Bezug auf ihre Lebensweise sowie den zugehörigen, unterschiedlichen Wohnstandorten. Der Begriff der Heimat wird traditionell mit einer bestimmten Region beziehungsweise einem bestimmten Raum verbunden, zu dem die Person welche das Wort gebraucht, sich zugehörig fühlt, sich in der Regel mit den dort ansässigen Menschen und lokalen Gegebenheiten identifizieren kann und selbst an einem fest verankerten Standort, innerhalb dieses Bereichs, wohnhaft ist. Doch dieses klassische Verständnis der einen, einzigartigen Heimat des Menschen, trifft auf viele Personen nicht mehr vollständig zu.

Die Heimat kann erweitert werden, oder wird nur in bestimmten Zeiträumen eines Jahres aufgesucht. Zudem ist es möglich, dass einem neuen Standort dieselben Empfindungen zu Teil werden, ohne jedoch den Ursprungswohnsitz aufgeben zu müssen. Zweifelsohne beschreibt POLT die multilokale Lebensform, wenn auch anzunehmen ist, dass diese Bezeichnung im fremd sein könnte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Einleitung in die Thematik der sich verändernden Wohnverhältnisse hin zu multilokalen Lebensstilen angesichts globaler Mobilität.

2. Der Begriff der Multilokalität: Definition des Begriffs sowie die Differenzierung von verschiedenen multilokalen Lebensformen und deren subjektiven Ursachen.

3. Wohnen und Aktionsräume- von der Vergangenheit zur Gegenwart: Historische Einordnung von Wohnstandortverlagerungen und die Bedeutung der Sesshaftigkeit im Wandel der Gesellschaft.

4. Migration vs. Multilokalität: Abgrenzung des Konzepts der Multilokalität gegenüber dem Migrationsbegriff und Einordnung in sozialräumliche Mobilitätsformen.

5. Der Stellenwert der Mobilität: Analyse der Notwendigkeit und Rolle von Mobilitätspotenzialen und Infrastrukturen für die Realisierbarkeit multilokaler Lebensweisen.

6. Abschließende Forschungsfragen: Kritische Reflexion der aktuellen Datenlage und Benennung zukünftiger Forschungsbedarfe bezüglich dieses komplexen Themenfeldes.

Schlüsselwörter

Multilokalität, Wohnstandort, Mobilität, Migration, Sesshaftigkeit, Lebensstil, Aktionsraum, Transit, Transitionskosten, Forschungsfragen, soziale Ungleichheit, Globalisierung, Raumentwicklung, Zweitwohnsitz, Lebenswelt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Phänomen der Multilokalität, also das aktive Leben an mehreren Standorten, und ordnet dieses in den Kontext moderner Lebensweisen ein.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die theoretische Definition, der historische Vergleich von Wohnmodellen, die Abgrenzung zur klassischen Migration sowie der Einfluss von Mobilität und Kosten auf die Lebensweise.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, den Begriff der Multilokalität wissenschaftlich zu definieren, Ausprägungen zu klassifizieren und die Notwendigkeit weiterer Forschung in diesem Bereich aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf Literaturanalyse, der Aufarbeitung soziologischer Konzepte sowie der Diskussion raumplanerischer Erkenntnisse basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erstreckt sich von der Begriffsdefinition über historische Vergleiche und die Abgrenzung zur Migration bis hin zur Analyse der Bedeutung von Mobilität und den anfallenden Kosten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Multilokalität, Mobilität, Aktionsraum, Sesshaftigkeit und Lebenswelt.

Welche Rolle spielt die Wohnung als „Schutzbehälter“?

Die Wohnung dient als zentraler Ankerpunkt der Identität, der Sicherheit bietet und an den sich die Lebensrhythmen der Akteure ausrichten.

Warum ist Multilokalität laut Autor kein reines Randphänomen mehr?

Die zunehmende globale Vernetzung und die veränderten Arbeitsmarktanforderungen führen dazu, dass immer mehr gesellschaftliche Gruppen multilokale Lebensstile praktizieren.

Was sind Transitionskosten?

Dies sind die materiellen und psychischen Kosten, die durch den regelmäßigen Wechsel zwischen den Wohnstandorten und die Distanzüberbrückung entstehen.

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Details

Title
Multilokalität - Theorien und aktuelle Forschungsfragen
College
Karlsruhe Institute of Technology (KIT)  (Institut für Geographie und Geoökologie)
Course
Humangeographie
Grade
1,5
Author
Julian Hofmann (Author)
Publication Year
2009
Pages
29
Catalog Number
V149563
ISBN (eBook)
9783640601721
ISBN (Book)
9783640601400
Language
German
Tags
Multilokalität Zweitwohnsitz Mobilität multilokaler Lebensstil
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Julian Hofmann (Author), 2009, Multilokalität - Theorien und aktuelle Forschungsfragen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/149563
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