Im Rahmen des Seminars "Einführung in die Fachdidaktik Spanisch in nicht-schulbezogenen Vermittlungszusammenhängen" haben wir uns mit zwei thematischen Schwerpunkten auseinandergesetzt. Zunächst haben wir uns theoriebasiertes Wissen angeeignet, welches wir anschließend praxisorientiert umgesetzt haben.
Der theoriebasierte Schwerpunkt befasst sich mit allgemeinen Konzepten, wie den Methoden handlungs- und produktionsorientierten Fremdsprachenunterrichts, sowie literarischen und kommunikativen Ansätzen. Zusätzlich haben wir uns mit verschiedenen Definitionen und Modellen befasst, um einen Einstieg in die nicht-schulbezogenen Kontexte beziehungsweise außerschulischen Kontexte zu bekommen. Im weiteren Verlauf haben wir uns mit außerschulischen Lernorten und verschiedenen Modellen und Methoden befasst, wie dem Model of experience-based approaches in learning und dem Task-based Language Learning.
Zur praxisorientierte Festigung der theoretisch-erlernten Modelle und Methoden haben wir anschließend in Kleingruppen zusammen eine Unterrichtseinheit konzipiert, durchgeführt und danach analysiert und reflektiert.
Das Ziel des Seminares war sowohl notwendige theoretische Grundlagen zu schaffen als auch diese in einem ersten Versuch anzuwenden. Durch die Durchführung verschiedener Unterrichtseinheiten wurde aber vor allem eine sehr gute Gelegenheit gegeben, um sich selbst kritisch mit den Chancen und Herausforderungen von handlungs- und produktions-orientierten Fremdsprachenunterrichts auseinanderzusetzen. Durch dieses Seminar wurde zunächst ein Grundstein gelegt auf dessen Basis man später aufbauen kann. Neben den im Seminar erlernten Grundlagen ist demnach zusätzlich noch viel praktische Übung notwendig, um später zu einer guten Lehrerkraft zu werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Lehren und Lernen in außerschulischen Kontexten
3. Reflexion unseres Unterrichtskonzeptes
4. Zusammenfassung des Gelernten
Zielsetzung & Themen
Ziel dieser Arbeit ist die fundierte Reflexion über das Seminar zur Fachdidaktik Spanisch mit dem Schwerpunkt auf nicht-schulbezogenen Vermittlungszusammenhängen, wobei insbesondere die Verknüpfung von theoretisch erworbenem Wissen mit einer in Kleingruppen konzipierten unterrichtlichen Praxis im Vordergrund steht.
- Grundlagen des handlungs- und produktionsorientierten Fremdsprachenunterrichts
- Didaktik des Lehrens und Lernens in außerschulischen Lernkontexten
- Anwendung des Task-Based Language Learning (TBL) Modells
- Planung, Durchführung und Reflexion einer unterrichtlichen Lernaufgabe
- Förderung sprachlicher, kognitiver und interkultureller Kompetenzen
Auszug aus dem Buch
Besonders im außerschulischen Lernkontext spielt die Handlungs- und Produktionsorientierung eine wichtige Rolle, da man inhaltliche Aspekte mit der alltagsweltlichen Umgebung verknüpfen kann und dadurch einen Realitätsbezug herstellt.
Trotz allem muss man berücksichtigen, dass die Anwendung dieser Aufgaben auch eine Herausforderung für die Lehrkraft darstellen kann. Zum einen ist besonders wichtig bereits bei der Planung der Aufgaben die angestrebten Lernziele zu berücksichtigen. Eine weitere Herausforderung für die Lehrkraft stellt die Benotung von kreativen Schreibprozessen dar. Meist ist die Anwendung dieser Vorgehen für die Lehrkraft zu Beginn recht anspruchsvoll und ungewohnt, da es sehr vorbereitungsintensiv ist und am Ende nicht alle Schüler*innen dasselbe Ergebnis haben.
Wichtige Voraussetzungen sind daher eine motivierte Lehrkraft und zudem ein hohes Maß an Kenntnis über die Schüler*innen, damit das Unterrichtskonzept funktioniert. Mithilfe des handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterrichts in der Fremdsprache wird versucht, die Bereitschaft, Fähigkeiten und Dispositionen der Schüler*innen zu Toleranz, Empathie und Perspektivwechsel auszubilden.
Zusätzlich haben wir uns mit der Definition einer Übung/Exercise und einer Aufgabe/Task befasst. Der Begriff Übung wird als mehrfach wiederholte und zielbewusste Ausführung bestimmter (fremdsprachiger) Tätigkeiten zur Ausbildung, Verbesserung oder Wieder-herstellung von fremdsprachigen Fertigkeiten und Fähigkeiten definiert. Dabei unterscheidet man die Übungen in nicht-kommunikatives Lernen, prä-kommunikative Übungen, kommunikative Sprachübung, strukturierte Kommunikation und authentische Kommunikation.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über das Portfolio und erläutert die Zielsetzung, den Lernerfolg hinsichtlich des Seminars zu reflektieren sowie die behandelten theoretischen und praktischen Schwerpunkte vorzustellen.
2. Lehren und Lernen in außerschulischen Kontexten: Es werden theoretische Grundlagen des handlungs- und produktionsorientierten Fremdsprachenunterrichts dargelegt und die Bedeutung von authentischem Sprachgebrauch sowie die Anwendung des Task-Based Language Learning (TBL) erörtert.
3. Reflexion unseres Unterrichtskonzeptes: Dieses Kapitel beschreibt die Planung, Durchführung und Auswertung einer konkreten Unterrichtseinheit, die den Botanischen Garten als außerschulischen Lernort nutzte, um Kreativität und Kompetenzentwicklung bei den Lernenden zu fördern.
4. Zusammenfassung des Gelernten: Die Autorin resümiert die erworbenen didaktischen Kompetenzen und stellt fest, dass das Seminar einen wertvollen Grundstein für ihre zukünftige Tätigkeit als Lehrkraft gelegt hat, der in der Praxis durch weitere Erfahrung stetig ausgebaut werden muss.
Schlüsselwörter
Fachdidaktik, Spanischunterricht, außerschulische Kontexte, Handlungsorientierung, Produktionsorientierung, Task-Based Language Learning, TBL, fremdsprachliches Lernen, Unterrichtskonzept, Kompetenzentwicklung, authentische Sprache, Lehrkraft, Unterrichtsplanung, Literaturunterricht, Lernaufgabe
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit reflektiert den eigenen Lernprozess einer Studierenden im Rahmen des Seminars „Einführung in die Fachdidaktik Spanisch in nicht-schulbezogenen Vermittlungszusammenhängen“.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen des handlungs- und produktionsorientierten Fremdsprachenunterrichts, das Modell des Task-Based Language Learning sowie didaktische Strategien für außerschulisches Lernen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, das im Seminar angeeignete theoretische Wissen in Bezug auf die Konzeption und Durchführung einer praktischen Unterrichtseinheit kritisch zu hinterfragen und zu reflektieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird in dem Portfolio verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer reflexiven Analyse des eigenen Unterrichtskonzepts sowie der theoretischen Auseinandersetzung mit fachdidaktischer Literatur zu Lernmodellen und Unterrichtsmethoden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung zur Didaktik außerschulischer Kontexte und die detaillierte Reflexion einer konkret durchgeführten Unterrichtseinheit in einer Kleingruppe.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Handlungsorientierung, Produktionsorientierung, außerschulische Lernorte, Task-Based Language Learning und Fremdsprachendidaktik charakterisiert.
Welcher außerschulische Lernort wurde im Unterrichtskonzept gewählt?
Ursprünglich war der Botanische Garten als Lernort vorgesehen; aufgrund der digitalen Umsetzung wurde dieser durch eine projektbezogene Exkursion in nahegelegene Naturgebiete ersetzt.
Welche Herausforderungen bei der Planung wurden identifiziert?
Besondere Herausforderungen stellten die Festlegung der Lernziele, die Bewertung kreativer Schreibprozesse und der hohe Vorbereitungsaufwand für ein schülerzentriertes Unterrichtskonzept dar.
- Arbeit zitieren
- Luisa Rode (Autor:in), 2020, Einführung in die Fachdidaktik Spanisch in nicht-schulbezogenen Vermittlungszusammenhängen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1495643