Ziel dieser Ausarbeitung ist es, einen Überblick über Feindlichkeiten gegenüber LSBTIQ* Personen im Internet in Deutschland zu geben, und sowohl Gründe, Erscheinungsformen, Folgen, Unterschiede des Hasses "online" und "offline", als auch die Systematik zu erarbeiten, um Handlungsempfehlungen gegen queerfeindliche Artikulationen im Internet zu geben.
Wie kommt es dazu, dass queere Menschen Feindlichkeit, Diskriminierung und Ausgrenzung im Alltag erleben? In welchen Bereichen und Orten finden diese Abwertungen statt? Was und wie sollten Politik und Gesellschaft dazu beitragen, dass auch "Digitale Toleranz" gegenüber queeren Menschen zustande kommt?
Gliederung
1. Einleitung
2. Queerfeindlichkeit
1. theoretische Grundlagen
1. Heteronormativität
2. Queerness
3. Queerfeindlichkeit
2. aktuelle Befunde
1. Mitte-Studie
2. Studien zu LSBTIQ*
3. theoretische Einordnung der Studien über aktuelle Literatur aus den Gender Studies
3. Digitale Queerfeindlichkeit und queere Netzpolitik
1. Digitale Schikanen
1. Erscheinungsformen
2. ihre Spezifik in digitaler Form
3. aktuelle Rechtslage und Defizite
2. netzpolitische Handlungsoptionen zum Schutz von queeren Menschen
1. queer-digitale Bildungsarbeit
2. rechtliche Optionen
3. politische (zivilgesellschaftliche) Initiativen
4. Schlussfolgerung
5. Bibliographie
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen der Queerfeindlichkeit im Internet in Deutschland mit dem Ziel, Ursachen, Erscheinungsformen und gesellschaftliche Folgen zu analysieren und Handlungsempfehlungen für Politik und Zivilgesellschaft zu entwickeln, um einen sicheren, diskriminierungsfreien digitalen Raum zu fördern.
- Analyse der theoretischen Grundlagen von Queerfeindlichkeit und Heteronormativität
- Untersuchung aktueller Studien und Datensätze zu queerfeindlichen Vorfällen im Internet
- Erforschung der Spezifik digitaler Gewalt, inklusive Hate Speech und Cybermobbing
- Diskussion netzpolitischer Handlungsoptionen und Bedeutung queer-digitaler Bildungsarbeit
- Vorstellung zivilgesellschaftlicher Initiativen gegen digitale Diskriminierung
Auszug aus dem Buch
Die digitale Gefahr für Demokratie und Vielfalt
Wie es schon in der Studie dargestellt wurde: Hass im Internet ist Gefahr für Demokratie und Vielfalt. Täuschungen, Manipulationen, Leugnungen, sowie Fake News, sind Angriffe auf Rechtsstatt und Demokratie. Damit könnte man auch Meinungen in „richtige“ Richtung beeinflussen. So, wie einige rechts-konservativen Medien, wie zum Beispiel, „Junge Freiheit“ können in der Berichtserstattung Queer als „etwas nichts normales“ bezeichnen, in den Kommentaren Hetze gegen Queeren zulassen und über eigene „Normalität“ berichten.
Solche Leugnungen über Regenbogen Community könnte massiv das Denken und Meinung der anderen manipulieren und schlecht gegen Community einstellen. Aber auch einfache Beiträge in verschiedenen Gruppen hetzen gegen queere Personen, besonders, wenn irgendwelches Gesetz zugunsten LSBTIQ*+ beschloßen wurde. Personen, die es schreiben, aber auch Personen, die diese Propaganda positiv wahrgenommen haben, sind Gefahr für Queere Community im Netz, sowie auch draußen, auf der Straße.
Diese Gefahr kann auch in physische Gewalt einsteigen und somit drastische Folgen haben. Mann solle diese Gefahr eindämmen und Internet, als soziales und sicheres Raum für alle einrichten. Hass, Hetze, Manipulationen, Schikanen im Internet bitten im Moment kein sicheres Raum für Queere Menschen, besonders, wenn für einige queere Menschen Internet als einzige Option jemandem kennenlernen, ist es heute ein gefährlicher Schauplatz. Damit Internet weiterhin das erfüllt, wofür es gegründet und ausgedacht wurde, nämlich sicheres und soziales Internet, als Raum für alle, sollte man im Zuge dieser Arbeit Handlungsempfehlungen dafür geben, wie man in Deutschland rechtlich, sowie gesellschaftlich, einen Internet für alle schafft, Kommunikation im Internet und sicheres Ort für queere Menschen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des sich wandelnden Hasses ein, der sich zunehmend kollektiv und digital artikuliert, und stellt die Relevanz der Untersuchung für die queere Community dar.
2. Queerfeindlichkeit: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen von Heteronormativität, Queerness und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und analysiert aktuelle empirische Befunde zur Verbreitung queerfeindlicher Einstellungen.
3. Digitale Queerfeindlichkeit und queere Netzpolitik: Der Hauptteil untersucht spezifische digitale Hassformen wie Hate Speech und Cybermobbing sowie die Rolle der aktuellen Rechtslage und notwendiger netzpolitischer Handlungsstrategien.
4. Schlussfolgerung: Das Fazit synthetisiert die Erkenntnisse zu online- und offline-Diskriminierung und betont die Notwendigkeit von Bildung und staatlichem Engagement zum Schutz queerer Menschen.
5. Bibliographie: Das Verzeichnis enthält die wissenschaftliche Literatur und Forschungsgrundlagen, auf die sich die Arbeit stützt.
Schlüsselwörter
Queerfeindlichkeit, Heteronormativität, Digitalisierung, Hate Speech, Cybermobbing, Netzpolitik, LGBTIQ*, Diskriminierung, Menschenrechte, Demokratie, Internet, Zivilcourage, Bildung, Rechtsextremismus, Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Problematik queerfeindlicher Artikulationen im Internet und deren negativen Auswirkungen auf queere Personen sowie die Demokratie.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf den theoretischen Konzepten von Queerfeindlichkeit, aktuellen Studien zur digitalen Diskriminierung, den Formen digitaler Gewalt sowie Handlungsoptionen für Politik, Bildung und Zivilgesellschaft.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, einen Überblick über Feindseligkeiten gegenüber queeren Menschen im Internet zu geben und Handlungsempfehlungen zu erarbeiten, um das Internet als einen sichereren, diskriminierungsfreien Raum für alle zu etablieren.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es wurde eine quantitative und diskursive Untersuchung durchgeführt, die auf der Analyse bestehender Studien, Umfragen sowie philosophischer und soziologischer Theorien der Gender und Queer Studies basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert Erscheinungsformen digitaler Gewalt wie Hate Speech und Cybermobbing sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen und die Wirksamkeit von Gesetzen wie dem Netzwerkdurchsetzungsgesetz (NetzDG).
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Queerfeindlichkeit, digitale Hasskriminalität, Heteronormativität, Demokratiegefährdung und netzpolitische Schutzmaßnahmen charakterisiert.
Warum empfinden queere Menschen das Internet als gefährlichen Schauplatz?
Trotz der Funktion als Informationsquelle und Schutzraum für Gleichgesinnte ist das Internet durch Anonymität und mangelnde Empathie gekennzeichnet, was Hate Speech, Cybermobbing und digitale Schikanen begünstigt, die Opfer psychisch belasten.
Welche Rolle spielen staatliche Institutionen bei der Bekämpfung digitaler Gewalt?
Staatliche Institutionen werden als defizitär wahrgenommen; die Autorin fordert spezifische Stellen zur Opferberatung, mehr queer-digitale Kompetenz bei Sicherheitsbehörden und eine transparentere, effektivere Umsetzung der Gesetze.
- Arbeit zitieren
- Paul Hrosul (Autor:in), 2020, Digitale Queerfeindlichkeit. Aktuelle Befunde und netzpolitische Handlungsoptionen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1495702