Diese Hausarbeit wurde im Zuge der Veranstaltung „Unternehmenskommunikation II“ im Studiengang "Business Administration and Engineering“ angefertigt. Ziel der Arbeit
ist es, das Thema Kundenbindung im 21. Jahrhundert zu untersuchen. Hiermit ist gemeint, dass es für den Themenkomplex Kundenbindung in den letzten 20 Jahren und insbesondere seit der Jahrtausendwende neue Rahmenbedingungen gibt, die in der
klassischen Literatur oft noch keine Berücksichtigung finden. Im Detail werden der Einfluss der Informationsüberflutung durch unzählige Werbebotschaften in unserem Tagesablauf,
der Wertewandel der Gesellschaft, die Ablehnung gegenüber Werbung sowie die fast uneingeschränkte Möglichkeit der Informationsbeschaffung über das Internet vorgestellt.
Im Kapitel Markentreue wird darauf eingegangen, welchen Einfluss die großen Marken auf unser Kaufverhalten und somit auch auf die Kundenbindung haben. Im abschließenden Kapitel werden mehrere Möglichkeiten aus dem Bereich Kommunikation aufgezeigt, eine enge Kundenbindung und -zufriedenheit auch unter den neuen Voraussetzungen im 21. Jahrhundert zu erreichen.
Inhaltsverzeichnis
1 Kundenbindung allgemein
1.1 Begriffserläuterungen
1.1.1 Der Kunde
1.1.2 Die Stakeholder
1.1.1 Kundenbindung
1.2 Gründe der Unternehmen Kunden zu binden
1.3 Wie entsteht Kundenbindung?
2 Ursachen nachlassender Kundenbindung im 21. Jahrhundert
2.1 Ad Avoidance und Informationsüberflutung
2.2 Internet als vollkommenes Informationsmedium
2.3 Verlorene Identität der Unternehmen
3 Markentreue
4 Auswege aus der Kundenbindungskrise
4.1 Mit 360°-Kommunikation zu mehr Kundenbindung
4.2 Informations-Pull-Plattformen bereitstellen
4.3 Integrierte und einheitliche Kommunikation
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die veränderten Rahmenbedingungen für Kundenbindung im 21. Jahrhundert und zeigt auf, wie Unternehmen durch zeitgemäße Kommunikationsstrategien trotz zunehmender Werberesistenz und Informationsüberflutung langfristige Kundenbeziehungen aufbauen können.
- Herausforderungen durch Informationsüberflutung (Ad Avoidance)
- Rolle des Internets als Informations-Pull-Medium
- Bedeutung von Markenidentität und Markentreue
- Einsatz des Stakeholder-Kompasses für 360°-Kommunikation
- Strategien für integrierte Unternehmenskommunikation
Auszug aus dem Buch
2.3 Verlorene Identität der Unternehmen
Im Zuge der Globalisierung und der zunehmenden Zerstückelung der Unternehmen durch den Börsengang, geht deren Identität immer mehr verloren. Gründe hierfür sind die verminderte Fertigungstiefe in der Wirtschaft und das damit einhergehende Outsourcing von Geschäftsbereichen. Manche Unternehmen haben ihre Produktion gänzlich oder zum großen Teil ins Ausland verlagert, um dort von günstigeren Arbeitslöhnen, geminderten Kontrollen oder günstigeren Steuersätzen zu profitieren. Einstige Vorhängeschilder wie „Deutsche Wertarbeit“ lassen sich heute allenfalls noch in Kleinunternehmen oder vereinzelt im Mittelstand finden. Die großen deutschen Unternehmen wie Porsche, Daimler, BMW, Opel oder Volkswagen produzieren ihre Fahrzeuge längst zum großen Teil im Ausland und sind zum Großteil in Händen ausländischer Aktionäre.
Dadurch, dass die Unternehmen ihre Produkte teilweise komplett im Ausland produzieren und zunehmend an Material und somit auch an der Qualität und der Leistung gespart wird (Stichwort: Shareholder-Value), definiert sich die Marke ebenfalls ständig neu. Ein DVD-Player, der vor 10 Jahren gekauft wurde, hat mit einem aktuellen Modell der gleichen Marke wohl nur noch das Markenzeichen gemein. Der Kunde fragt sich also, weshalb er der Marke treu bleiben soll, wenn er doch die freie Auswahl auf dem Markt hat. Ein weiterer Aspekt ist hierbei, dass zahlreiche Unternehmen, neben ihren eigentlichen Markenprodukten, auch Artikel für den No-Name Sektor produzieren. Ist der Kunde darüber informiert, ist dies ein weiterer Punkt, weshalb er die Identität der großen Unternehmen und Marken in Frage stellt.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Kundenbindung allgemein: Grundlagen der Kundenbindung sowie die Definition des Kundenbegriffs und der Stakeholder-Strukturen.
2 Ursachen nachlassender Kundenbindung im 21. Jahrhundert: Analyse der Probleme wie Werberesistenz, Informationsüberflutung und der Identitätsverlust großer Konzerne.
3 Markentreue: Untersuchung des Einflusses von großen Marken auf das Kaufverhalten und die daraus resultierende Kundenbindung.
4 Auswege aus der Kundenbindungskrise: Erläuterung strategischer Ansätze wie 360°-Kommunikation, Informations-Pull-Plattformen und integrierte Kommunikation zur Krisenbewältigung.
Schlüsselwörter
Kundenbindung, Stakeholder, Unternehmenskommunikation, Informationsüberflutung, Ad Avoidance, Markentreue, Globalisierung, 360°-Kommunikation, Stakeholder-Kompass, Informations-Pull, Shareholder-Value, Kundenbeziehung, Markenidentität, Online-Kommunikation
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Hausarbeit befasst sich mit dem Wandel der Kundenbindung im 21. Jahrhundert unter dem Einfluss neuer Rahmenbedingungen wie Digitalisierung und Globalisierung.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der Kundenbeziehung, den Ursachen für den Identitätsverlust von Unternehmen und modernen Lösungsstrategien der Unternehmenskommunikation.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Unternehmen unter heutigen Bedingungen eine authentische und enge Kundenbindung aufbauen können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die auf Fachliteratur, Studien und Modellen wie dem Stakeholder-Kompass basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Faktoren für die nachlassende Kundenbindung und stellt Lösungsansätze wie 360°-Kommunikation und Pull-Plattformen vor.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Kundenbindung, Stakeholder, Unternehmenskommunikation, Informationsüberflutung und Markentreue.
Was genau versteht der Autor unter dem "Stakeholder-Kompass"?
Ein Modell für ganzheitliche Kommunikation, das vier Marktrichtungen (Beschaffung, Finanz, Absatz, Akzeptanz) einbezieht, um die Ansprüche verschiedener Stakeholder-Gruppen zu harmonisieren.
Warum spielt die Identität der Unternehmen bei der Kundenbindung eine Rolle?
Da Konsumenten bei identitätslosen Global Playern ihre Markenbindung in Frage stellen, ist eine klare, glaubwürdige Identität essenziell für das Vertrauen der Kunden.
Welche Rolle spielt das Internet bei der Kundenbindung laut dieser Arbeit?
Das Internet wird einerseits als Herausforderung (Informationsüberflutung) und andererseits als Chance (Informations-Pull-Plattformen für Dialog) gesehen.
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- Bachelor of Science Sebastian Neininger (Author), 2010, Ursachen nachlassender Kundenbindung im 21. Jahrhundert, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/149592