Was sind die Voraussetzungen, damit selbstgesteuertes Lernen erfolgreich sein kann? Sind es innere oder äußere Voraussetzungen für die Lernenden? Spielt die intrinsische und/oder extrinsische Motivation eine Rolle, und wenn, welche? In welchem Zusammenhang steht die Selbstwirksamkeitserwartung? Gibt es Methoden, um die Voraussetzungen zu unterstützen und aufrecht zu erhalten?
In dieser Arbeit werden Hintergründe zum selbstgesteuerten Lernen betrachtet, sowie insbesondere unterschiedliche Methoden zum Aufbau und der Beibehaltung der Motivation diskutiert.
Bei einer Vielzahl von Fortbildungsmöglichkeiten, von der Fachausbildung bis hin zum Studium, wurden in den letzten Jahrzehnten Möglichkeiten geschaffen, mithilfe von selbstgesteuertem Lernen Fachwissen, Fähigkeiten und die Persönlichkeit weiterzuentwickeln.
Das selbstgesteuerte Lernen betrifft insbesondere die Erwachsenenbildung, aber auch den Unterricht mit Jugendlichen und Kindern.
Kinder haben in sehr geringem Umfang die Möglichkeiten und/oder die Fähigkeiten zum selbstgesteuerten Lernen. Erst in den höheren Altersstufen wird in unterschiedlichem Umfang selbstgesteuertes Lernen für die Schüler ermöglicht.
Auch unter den Erwachsenen gibt es erhebliche Unterschiede, inwieweit und in welcher Form selbstgesteuertes Lernen umsetzbar und erfolgreich ist.
Für viele Erwachsene kommt selbstgesteuertes Lernen überhaupt nicht infrage, andere Erwachsene forcieren dies als nahezu alleinige Lernform, und sind dabei erfolgreich. Andere Erwachsene versuchen, selbstgesteuert zu lernen, und scheitern dabei, weil sie das Lernen immer wieder vor sich herschieben und dadurch ihre Lernziele nicht erreichen, oder gar keine klaren Lernziele definiert haben.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Selbstgesteuertes Lernen
2.1 Gründe für selbstgesteuertes Lernen
2.2 Definition des selbstgesteuerten Lernens
2.3 Voraussetzungen zum selbstgesteuerten Lernen
3 Motivation
3.1 Intrinsische Motivation
3.2 Extrinsische Motivation
4 Selbstwirksamkeitserwartung
5 Auswirkungen auf selbstgesteuertes Lernen
6 Methoden zur Unterstützung und Aufrechterhaltung
6.1 Leittextmethode
6.2 Freiarbeit
6.3 Wochenpläne
6.4 Lerntagebuch
6.5 Portfolio
7 Methodisches Vorgehen
8 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Hausarbeit untersucht die psychologischen Voraussetzungen für das erfolgreiche selbstgesteuerte Lernen, insbesondere im Kontext der Erwachsenenbildung. Sie analysiert die zentrale Rolle von intrinsischer und extrinsischer Motivation sowie der Selbstwirksamkeitserwartung und bewertet verschiedene pädagogische Methoden, um diese Lernform effektiv zu unterstützen und langfristig aufrechtzuerhalten.
- Grundlagen und Definition des selbstgesteuerten Lernens
- Die Bedeutung von intrinsischer und extrinsischer Motivation
- Das Konzept der Selbstwirksamkeitserwartung
- Einflussfaktoren der Motivation auf den Lernerfolg
- Pädagogische Methoden (z. B. Leittextmethode, Lerntagebücher) zur Lernunterstützung
Auszug aus dem Buch
Besonderheiten des Begriffs der Motivation sind:
Motivation ist ein hypothetisches Konstrukt.
Motivation kann nicht direkt beobachtet werden.
Motivation muss demgemäß aus beobachteten Verhaltensweisen oder anderen Merkmalen abgeleitet werden.
Motivation ist keine Persönlichkeitseigenschaft. Folglich sollten diesbezüglich keine Zuschreibungen erfolgen.
Motivation kann sich bei der gleichen Person jederzeit durch inneren oder äußeren Einfluss verändern.
Motivation ist ein interaktives Geschehen zwischen dem Organismus und der Umwelt.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema des selbstgesteuerten Lernens ein, stellt die Relevanz für verschiedene Bildungsbereiche dar und formuliert die leitenden Forschungsfragen der Arbeit.
2 Selbstgesteuertes Lernen: Das Kapitel erläutert die Notwendigkeit des selbstgesteuerten Lernens in der modernen Arbeitswelt, definiert den Begriff und beleuchtet grundlegende Voraussetzungen.
3 Motivation: Der Abschnitt definiert den Begriff der Motivation im Lernkontext und differenziert zwischen intrinsischen und extrinsischen Motivationsformen.
4 Selbstwirksamkeitserwartung: Dieses Kapitel erläutert das Konzept der Selbstwirksamkeitserwartung nach Bandura und dessen Bedeutung für die Bewältigung schwieriger Anforderungssituationen.
5 Auswirkungen auf selbstgesteuertes Lernen: Der Autor beschreibt, wie Motivation und Selbstwirksamkeitserwartung konkret das Lernverhalten beeinflussen und welche Risiken ein Motivationsverlust für den Lernerfolg birgt.
6 Methoden zur Unterstützung und Aufrechterhaltung: Hier werden praxisnahe Methoden wie die Leittextmethode, Freiarbeit und Lerntagebücher vorgestellt, die Lernende bei der Strukturierung und Aufrechterhaltung ihrer Motivation unterstützen.
7 Methodisches Vorgehen: Dieser Teil beschreibt die Recherchestrategie und die Nutzung von Datenbanken zur Informationsbeschaffung für diese Hausarbeit.
8 Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit stabiler Rahmenbedingungen für erfolgreiches lebenslanges, selbstgesteuertes Lernen.
Schlüsselwörter
Selbstgesteuertes Lernen, Intrinsische Motivation, Extrinsische Motivation, Selbstwirksamkeitserwartung, Lebenslanges Lernen, Lernmotivation, Leittextmethode, Freiarbeit, Lerntagebuch, Portfolio, Handlungsorientiertes Lernen, Pädagogische Psychologie, Lernberatung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Hausarbeit im Kern?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den psychologischen Bedingungen, die notwendig sind, damit Individuen erfolgreich selbstgesteuert – also ohne direkte Anleitung – lernen können.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Schwerpunkte liegen auf den Konzepten der Motivation (intrinsisch und extrinsisch), der Selbstwirksamkeitserwartung und deren Bedeutung für den Lernprozess.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es zu klären, wie Lernende ihre Motivation und ihr Vertrauen in die eigene Kompetenz aufrechterhalten können, um Lernziele trotz Herausforderungen zu erreichen.
Welche wissenschaftliche Methode nutzt der Autor?
Der Autor führt eine Literaturarbeit durch, bei der er bestehende psychologische Theorien und pädagogische Fachliteratur analysiert, um Zusammenhänge zwischen den genannten Faktoren zu identifizieren.
Was wird im Hauptteil der Arbeit analysiert?
Neben theoretischen Grundlagen zu Motivation und Selbstwirksamkeitserwartung analysiert der Hauptteil diverse pädagogische Methoden, die das eigenverantwortliche Arbeiten unterstützen.
Welche Keywords charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie "Selbstgesteuertes Lernen", "Motivation", "Selbstwirksamkeit" und verschiedene didaktische Ansätze zur Lernorganisation.
Was versteht man unter dem in der Arbeit erwähnten Korrumpierungseffekt?
Der Korrumpierungseffekt beschreibt das Phänomen, dass eine eigentlich intrinsisch motivierte Tätigkeit durch zusätzliche äußere Belohnungen an Reiz verliert und die intrinsische Motivation dadurch verdrängt wird.
Welche Rolle spielt die Selbstwirksamkeitserwartung laut Autor beim Lernen?
Sie fungiert als entscheidender Faktor für die Ausdauer: Nur wenn Lernende glauben, schwierige Anforderungen aus eigener Kraft bewältigen zu können, bleiben sie beim selbstgesteuerten Lernen erfolgreich.
- Citation du texte
- Herbert Wurst (Auteur), 2022, Die Rolle von intrinsischer und extrinsischer Motivation, sowie der Selbstwirksamkeitserwartung, beim selbstgesteuerten Lernen, und Methoden zu deren Unterstützung und Aufrechterhaltung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1496304