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Theorien über Konjunkturzyklen aus neuer Sicht

Título: Theorien über Konjunkturzyklen  aus neuer Sicht

Trabajo Escrito , 2009 , 14 Páginas , Calificación: 1.0

Autor:in: Michael Ferger (Autor)

Economía - Coyuntura y crecimiento
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Die vorliegende Arbeit geht der Frage nach, ob und in wieweit die Erforschung der Länge von Konjunkturzyklen nach dem heutigen Stand der Forschung noch von wissenschaftlicher und konjunkturpolitischer Relevanz ist.
Konjunkturzyklen werden in unterschiedlichster Form immer wieder beobachtet.
Ein in wenigen Jahren regelmäßig wiederkehrender konjunktureller Modellzyklus konnte jedoch nicht nachgewiesen werden. Erklärunsobjekt der Forschung sind heute Beobachtungen über das typische Entwicklungsverhalten von makroökonomischen Variablen auf kurze und mittlere Sicht, den sog. stilisierten Fakten.
Auch für andere neue Theorien wie die NKM, NCM oder RBC-Modelle existieren regelmäßige zyklische Schwankungen nicht, sondern nur zufällig, wobei aber gewisse Regelmäßigkeiten und Verlaufsmuster in Zeitreihen der ökonomischen Variablen erforscht werden.
„Long Swings“ nach Kuznets lassen sich mit demo-ökonomischen Erklärungsansetzen gut darstellen. Sie lassen sich im Wohnungsbau und der Infrastruktur plausibel mit Schwankungen der Heiratsziffer, Haushaltsgründungen und Ein- bzw. Auswanderungen in Beziehung setzen, jedoch bleibt die empirische Basis sehr schmal und unsicher. Siegenthaler erklärt sie aus der Interaktion zwischen längerem Wachstum und sozio-politischen bzw. kultu-rellem Wandel.
Auch der Nachweis der „Langen Wellen“ ist bisher theoretisch und empirisch unbefriedigend gelungen. Langfristige Trendschwankungen sind nur mit historisch singulären Schocks begründbar. Eine Art „Meta-Theorie“ wäre erforderlich, wie von Bornschier vorgestellt, die alle wesentlich erscheinenden Dimensionen des sozialen, kulturellen, politischen und ökonomischen Wandels einbezieht.
Die Untersuchung von „Langen Wellen“ zeigt, dass sie auf den Normalzyklus zurück verweist und auf die Zusammenhänge zwischen aufeinanderfolgenden Normalzyklen. So ist es wenig sinnvoll, Juglar-Zyklen als separates Phänomen zu untersuchen, weist doch die Untersuchung „Langer Wellen“ auf die zentrale Bedeutung des Trends und periodischer Wechsel in Trendrate und –richtung hin.
Für den Wirtschaftshistoriker erscheint es wichtig, Trend und Zyklus in übergreifende soziale und politische Verhältnisse eingebunden zu sehen.
P. Krugman plädiert in diesem Kontext für einen neuen Typ von Wissenschaftler, der zunächst beobachtet, nicht interpretiert: Den Wirtschaftshistorikerer

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Konjunktur und Wachstum

2.1. Konjunktur

2.2. Wachstum

3. Konjunkturmodelle

3.1. Juglar- Zyklen

3.2. Kitchin- Zyklen

3.3. Kuznets- Zyklen

3.4. Kondratieff- Zyklen

3.5. Weitere Zyklusmodelle

4. Resümee

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die wissenschaftliche und konjunkturpolitische Relevanz der Erforschung von Konjunkturzyklen unter Berücksichtigung aktueller wirtschaftshistorischer Ansätze und theoretischer Modelle zur Identifizierung von Zykluslängen.

  • Analyse der Abgrenzung zwischen Konjunktur- und Wachstumsschwankungen
  • Darstellung klassischer Zyklusmodelle (Juglar, Kitchin, Kuznets, Kondratieff)
  • Diskussion über die empirische Validität und Messbarkeit langer Wellen
  • Bewertung der Rolle des Wirtschaftshistorikers in der modernen Konjunkturforschung

Auszug aus dem Buch

3.1. Juglar- Zyklen

Eine eigene Konjunkturtheorie begann 1862, als der französische Arzt Clément Juglar (1819–1905) sein Buch „Les crises…“ über die periodisch wiederkehrenden „kommerziellen“ Krisen in Frankreich, England und den Vereinigten Staaten veröffentlichte.

Juglar entdeckte, indem er den Mechanismus sich abwechselnder Prosperitäten und Liquidationsprozesse untersuchte, das grundsätzliche Muster von Konjunkturschwankungen. Er ging bei der Untersuchung von Handelskrisen im Sinne der Wiederkehr der Ereignisse erstmals von einer Zyklusvorstellung aus.

Seine Erkenntnisse gewann er zunächst durch die Untersuchung von Geburten und Sterberaten sowie von Zinsraten und Kreditbedingungen. Die nach ihm benannten Juglar- Zyklen weisen eine Schwankungsbreite von 7 – 11 Jahren auf. Die folgende Tabelle der Konjunkturverläufe zeigt eine weitgehende Übereinstimmung mit seinen Berechnungen. (Tabelle 2 für Nachkriegszeit s. Anhang).

Juglar sieht diese Wellenbewegungen als den Normalzustand des Wirtschaftslebens an, da Angebot und Nachfrage immer nur um einen Gleichgewichtszustand hin- und herschwanken würden.

Mit dieser phänomenologischen Sichtweise wurden Konjunkturzyklen als eigenständiges Forschungsobjekt etabliert und davon ausgehend eine Vielzahl von Konjunkturtheorien entwickelt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Fragestellung ein, ob die Erforschung von Konjunkturzyklen heute noch von wissenschaftlicher Relevanz ist, und skizziert den methodischen Fokus auf wirtschaftshistorische Arbeiten.

2. Konjunktur und Wachstum: Das Kapitel definiert die zentralen Begriffe und diskutiert die Problematik der empirischen Trennung von kurzfristigen Konjunkturschwankungen und langfristigem Wachstum.

3. Konjunkturmodelle: Hier werden die wichtigsten Zyklustheorien von Juglar, Kitchin, Kuznets und Kondratieff detailliert vorgestellt und hinsichtlich ihrer theoretischen Basis sowie empirischen Aussagekraft bewertet.

4. Resümee: Das Resümee fasst zusammen, dass ein streng regelmäßiger Modellzyklus nicht nachweisbar ist und plädiert stattdessen für eine historische Betrachtungsweise, die Trends und soziale Faktoren stärker einbezieht.

Schlüsselwörter

Konjunktur, Wachstum, Wirtschaftsgeschichte, Zyklustheorie, Juglar-Zyklen, Kitchin-Zyklen, Kuznets-Zyklen, Kondratieff-Zyklen, BIP, Lange Wellen, Makroökonomie, Wirtschaftsentwicklung, Konjunkturforschung, Modellzyklus, Strukturwandel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Bedeutung der Erforschung von Konjunkturzyklen und der Frage, ob diese Zyklen nach heutigem Stand der Forschung wissenschaftlich und wirtschaftspolitisch noch relevant sind.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit beleuchtet die Definitionen von Konjunktur und Wachstum, die historische Entwicklung verschiedener Zyklusmodelle sowie die Herausforderungen bei der empirischen Messung von Wellenbewegungen in der Wirtschaft.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist zu klären, inwieweit die Analyse der Länge von Konjunkturzyklen heute noch valide Erkenntnisse für politische und wirtschaftliche Akteure liefern kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender Konjunktur- und Wachstumstheorien sowie den Vergleich empirischer Befunde verschiedener Wirtschaftsökonomen wie Metz, Spree und Ramser; auf eine eigene mathematische Analyse wird verzichtet.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die theoretischen Ansätze zu den Juglar-, Kitchin-, Kuznets- und Kondratieff-Zyklen und diskutiert deren Schwächen sowie die Problematik der statistischen Abgrenzung gegenüber langfristigen Trends.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Konjunkturzyklen, Wachstumstheorie, Lange Wellen, empirische Wirtschaftsgeschichte und die methodische Kritik an der Identifikation regelmäßiger Modellzyklen.

Warum wird die Trennung von Konjunktur und Wachstum kritisch betrachtet?

Die Arbeit verweist auf Kritiker wie Tichy, die darauf hinweisen, dass Mess- und Interpretationsfehler sowie eine mangelnde Differenzierung zu Fehlinterpretationen der Zykluslängen führen können.

Welche Rolle spielt der Wirtschaftshistoriker laut der Arbeit?

Im Anschluss an P. Krugman wird argumentiert, dass der Wirtschaftshistoriker eine neue Rolle einnehmen sollte, indem er wirtschaftliche Phänomene beobachtet und in einen breiteren sozialen und politischen Kontext einbettet, statt nur zu interpretieren.

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Detalles

Título
Theorien über Konjunkturzyklen aus neuer Sicht
Universidad
University of Marburg  (Institut für Wirtschaftsgeschichte)
Curso
Konjunkturen
Calificación
1.0
Autor
Michael Ferger (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
14
No. de catálogo
V149761
ISBN (Ebook)
9783640607303
ISBN (Libro)
9783640607464
Idioma
Alemán
Etiqueta
Konjunkturzyklen Konjunktutheorien Lange Wellen Juglarzyklus Kitchinzyklus Kondratieffzyklen Kuznetzyklen Wierschaftsgeschichte
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Michael Ferger (Autor), 2009, Theorien über Konjunkturzyklen aus neuer Sicht, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/149761
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