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Verweildauermanagement – Eine Chance der Pflege?

Title: Verweildauermanagement – Eine Chance der Pflege?

Master's Thesis , 2009 , 65 Pages , Grade: 3,0

Autor:in: Marion Blum (Author)

Nursing Science - Miscellaneous
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Veränderungen im deutschen Gesundheitswesen und der erhöhte Kostendruck machen vor stationären Akuteinrichtungen keinen Halt. Veränderungsprozesse im Krankenhaus- und Gesundheitswesen wurden geprägt von einer Vielzahl unterschiedlicher Einflussfaktoren, welche für die Zukunft der Pflege entscheidend sind. Unterschiedliche Entwicklungen, wie steigende Kosten, stetig sinkende Einnahmen, demografische Entwicklungen und ein kos-tenintensiver Fortschritt in Pflege, Medizin und Therapie stellen kommende Herausforderungen für die Krankenhäuser dar. Entgelt- und Finanzierungssysteme wie das Fallpauschalensystem und die German Diagnosis Related Groups (G – DRG`s) wurden den veränderten Gegebenheiten angepasst und auf vorhandenen Gesundheitseinrichtungen übertragen. Angesichts der im Umbruch befindlichen wirtschaftlichen Lage im Gesundheitswesen war die Einführung von G – DRG`s unumgänglich. Die Krankenhäuser werden durch Krankenhausrückkehrer immense Defizite erwirtschaften, da ein erneuter Aufenthalt durch die vorangegangene G - DRG – Fallpauschale aus dem ersten Aufenthalt vergütet wurde.
Es ist notwendig die Verweildauer zu optimieren. Hierbei ist ein übergreifendes Qualitätsmanagement mit Risiko- und übergreifendem Prozessmanagement zu implementieren, welches neben der Verweildauer auch die Patientenzufriedenheit verbessert.
Die Bedeutung einer Verweildaueroptimierung für das Krankenhaus und deren Ausführung durch die Pflege, erhält vor diesem Hintergrund einen hohen Stellenwert. Kann die Verweildaueroptimierung eine Chance für die Pflege sein? Kann Sie durch grundlegende Veränderungsmaßnahmen in der Pflege die Verweildauer spezifisch mit beeinflussen?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINFÜHRUNG

1.1 PROBLEMDARSTELLUNG

1.2 VORGEHENSWEISE UND ZIELSETZUNG DER ARBEIT

2. GESUNDHEITSPOLITISCHE RELEVANZ DES THEMAS

2.1 AKTUELLE SITUATION IN DER KRANKENHAUSLANDSCHAFT

2.2 GERMAN – DIAGNOSIS RELATED GROUPS (G – DRG`S)

2.2.1 Grundzüge des neuen Vergütungssystems

2.2.2 Auswirkungen des neuen Vergütungssystems auf die Krankenhäuser

2.2.3 Auswirkungen des neuen Vergütungssystems auf die Pflege

2.3 BISHERIGES FALLPAUSCHALENSYSTEM

2.3.1 Grundzüge des bisherigen Vergütungssystems

2.3.2 Auswirkungen des bisherigen Vergütungssystems auf die Krankenhäuser

2.4 GESETZLICHE GRUNDLAGEN

2.5 STAND DER ENTWICKLUNGEN IN DER PRAXIS

2.5.1 Stand international

2.5.2 Stand national

2.6 RAHMENBEDINGUNGEN UND ORGANISATION IM KRANKENHAUS

2.6.1 Anforderung an die Krankenhauslandschaft

2.6.2 Anforderung an die Pflege

2.7 ZWISCHENFAZIT

3. GESUNDHEITSÖKONOMISCHE RELEVANZ DES THEMAS

3.1 ZUM BEGRIFF „VERWEILDAUER“

3.2 ZIELE EINER VERWEILDAUEROPTIMIERUNG

3.2.1 Verbesserung der Leistungsfähigkeit des Krankenhauses

3.2.2 Verbesserung der Leistungsfähigkeit der Pflege

3.2.3 Steigerung der Patientenzufriedenheit und Pflegeversorgung

3.3 METHODEN UND INDIKATOREN ZUM VERWEILDAUERMANAGEMENT

3.3.1 Balanced Score Card

3.3.2 Controlling

3.3.3 klassischer Betriebsvergleich/ Benchmark

3.4 ZWISCHENFAZIT

4. MAßNAHMEN DER PFLEGE ZUR UMSETZUNG EINES EFFEKTIVEN VERWEILDAUERMANAGEMENTS

4.1 QUALITÄTSMANAGEMENT

4.1.1 Risikomanagement

4.1.1.1 Nosokomiale Infektion

4.1.1.2 Dekubitusrisikomanagement

4.1.1.3 Sturzrisikomanagement

4.1.2 Pflegevisite als Pflegecontrolling

4.1.3 Dokumentation

4.2 CASE MANAGEMENT

4.3 PRIMARY NURSING

4.4 CLINICAL PATHWAYS

4.5 ENTLASSUNGSMANAGEMENT/ PFLEGEÜBERLEITUNG

4.4 ZWISCHENFAZIT

5. PROBLEMATIKEN OPERATIONALEN VERWEILDAUERMANAGEMENTS IN DER PFLEGE

5.1 AUSWIRKUNGEN DER VERÄNDERUNGEN IN DER PFLEGE ZUM VERWEILDAUERMANAGEMENT

5.2 AUSWIRKUNGEN AUF DIE PATIENTEN

5.3 KONSEQUENZEN EINER VERWEILDAUEROPTIMIERUNG DURCH DIE PFLEGE

6. ZUSAMMENFASSUNG

6.1 AUSBLICK

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Masterarbeit untersucht die Herausforderungen und Chancen einer Verweildaueroptimierung in der stationären Akutversorgung, wobei der Fokus explizit auf die Rolle der Pflege und notwendige organisatorische Veränderungen gelegt wird. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, ob und wie die Pflege durch gezielte Maßnahmen zur Prozessoptimierung und Qualitätssteigerung aktiv zur Verkürzung der Krankenhausverweildauer beitragen kann, ohne die Versorgungsqualität zu gefährden.

  • Einfluss des G-DRG-Systems auf die Krankenhausstrukturen und den Pflegealltag
  • Methoden des Verweildauermanagements (Qualitätsmanagement, Case Management, Clinical Pathways)
  • Die Bedeutung der Pflegedokumentation und pflegerischen Prozesssteuerung
  • Schnittstellenmanagement und die Rolle der Pflegeüberleitung/Entlassungsplanung
  • Konsequenzen der Verweildaueroptimierung für Patienten und die Pflegeprofession

Auszug aus dem Buch

4.1.1.1 Nosokomiale Infektion

Nosokomiale Infektion bezeichnet man laut § 2 Abs. 8 Infektionsschutzgesetz wie folgt: „Eine nosokomiale Infektion ist eine Infektion mit lokalem oder systemischen Infektionsanzeichen als Reaktion auf das Vorhandensein von Erregern oder ihrer Toxine, die im zeitlichen Zusammenhang mit einer stationären oder einer ambulanten medizinischen Maßnahme steht, soweit die Infektion nicht bereits vorher bestand.“ D. h. Infektionen die Patienten während eines Krankenhausaufenthaltes neben ihrer Grundkomplikationen erworben haben. Die Erreger sind in der Hauptsache die Bakterienarten Staphylococcus aureus und Escherischia coli. Fast jede zweite Infektion, die stationär behandelt wird ist hier entstanden. Die Übertragungswege von Infektionsquelle auf den Patienten erfolgt über den direkten oder indirekten Weg, insbesondere in der Klinik durch kontaminierte Gegenstände oder Hände (vgl. Köhler, 2005, S. 48ff.).

Die Richtlinie für Infektionsprävention und Krankenhaushygiene stellt eine wichtige Grundlage für die Umsetzung des Hygienestandards dar. Zudem müssen vorab arbeitsorganisatorische Abläufe hinterfragt werden (vgl. Köhler, 2005, S. 48ff.). Die gestellten Anforderungen an die Pflege zur Vermeidung von nosokomialer Infektion sind: Ein Hygienebewusstsein beim medizinischen Personal (Pflege und Ärzte), das Vorhandensein von Hygienevorschriften hinsichtlich der Einhaltung von der Händedesinfektion. Eine eigene Sicherheit bei der Umsetzung des Hygienemanagements in die Praxis und dem Vorhandensein von professioneller Unterstützung beim Hygienemanagement durch ausgebildetes Fachpersonal wie Hygienefachpfleger, etc.. Die Händedesinfektion muss für alle Beteiligten in einem Hygieneplan genau festgelegt und geregelt sein. Die Händedesinfektionsmittelspender befinden sich auf allen Stationen in ausreichender Anzahl. Es müssen in regelmäßigen Abständen eingehende Fortbildungen und Schulungen für das Pflegepersonal sowie andere beteiligte Berufsgruppen stattfinden. Im Desinfektionsmittelplan sind konkrete Festlegungen zur Händedesinfektion definiert. Das sind wichtige Anforderungen, um die Effektivität dieser elementaren Hygienemaßnahme beim Krankenhauspersonal auf hohem Niveau zu gewährleisten. (vgl. Möllenhoff D., 2005, S. ).

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINFÜHRUNG: Diese Einleitung beschreibt die Veränderungen im Gesundheitswesen durch den Kostendruck und die Einführung des Fallpauschalensystems (G-DRG), welche die Krankenhäuser zur Verweildauerverkürzung zwingen.

2. GESUNDHEITSPOLITISCHE RELEVANZ DES THEMAS: Dieses Kapitel analysiert das G-DRG-System, die gesetzlichen Rahmenbedingungen und die aktuelle Situation in der Krankenhauslandschaft, wobei der Fokus auf den Auswirkungen für Krankenhäuser und Pflege liegt.

3. GESUNDHEITSÖKONOMISCHE RELEVANZ DES THEMAS: Hier werden ökonomische Ziele der Verweildaueroptimierung diskutiert, wie die Steigerung der Leistungsfähigkeit und Patientenzufriedenheit, sowie Methoden wie Balanced Score Card und Controlling vorgestellt.

4. MAßNAHMEN DER PFLEGE ZUR UMSETZUNG EINES EFFEKTIVEN VERWEILDAUERMANAGEMENTS: Dieses zentrale Kapitel beschreibt konkrete Maßnahmen in der Pflege, insbesondere Qualitäts- und Risikomanagement, Case Management, Primary Nursing und Clinical Pathways.

5. PROBLEMATIKEN OPERATIONALEN VERWEILDAUERMANAGEMENTS IN DER PFLEGE: Das Kapitel diskutiert die Auswirkungen der neuen Management-Strategien auf die Arbeitsweise der Pflege, die Patienten und die Konsequenzen einer optimierten, aber hochintensiven Patientenversorgung.

6. ZUSAMMENFASSUNG: Die Zusammenfassung rekapituliert die Notwendigkeit des Verweildauermanagements und betont die zukünftige Rolle der Pflege als zentraler Akteur im Versorgungsprozess.

Schlüsselwörter

Verweildauermanagement, Pflege, G-DRG, Krankenhaus, Prozessoptimierung, Qualitätsmanagement, Case Management, Primary Nursing, Clinical Pathways, Risikomanagement, Patientenorientierung, Fallpauschalensystem, Pflegedokumentation, Entlassungsmanagement, Gesundheitsökonomie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem „Verweildauermanagement“ als neue Herausforderung und Chance für die Pflege im stationären Krankenhausbereich, insbesondere vor dem Hintergrund ökonomischer Reformen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder umfassen die gesundheitspolitische Relevanz des G-DRG-Systems, Methoden zur Prozess- und Qualitätsoptimierung in der Pflege sowie die Auswirkungen auf den Patienten und die pflegerische Versorgung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es aufzuzeigen, wie die Pflege durch gezielte, strukturierte Veränderungen in der Versorgung (z.B. durch Case Management oder Clinical Pathways) aktiv zur Verkürzung der Verweildauer beitragen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, bei der einschlägige Fachbücher, Studien und gesundheitspolitische Richtlinien recherchiert und ausgewertet wurden, um das Thema theoretisch fundiert aufzuarbeiten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die ökonomische Begründung der Optimierung, die detaillierte Darstellung pflegerischer Maßnahmen wie Risikomanagement und Primary Nursing sowie eine Diskussion der Konsequenzen für die Akteure.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kritische Begriffe sind unter anderem Verweildauermanagement, G-DRG, Case Management, Clinical Pathways und Pflegequalität.

Warum ist das Risikomanagement für das Verweildauermanagement so wichtig?

Da Komplikationen wie Dekubitus oder nosokomiale Infektionen zu einer signifikant längeren Verweildauer führen, ist ein präventives Risikomanagement eine Grundvoraussetzung, um unnötige Liegezeitverlängerungen zu vermeiden.

Welche Rolle spielt die Pflegedokumentation in diesem Kontext?

Die Dokumentation ist der zentrale Nachweis für die erbrachte Pflegeleistung; sie ist für die korrekte DRG-Abrechnung und zur juristischen Absicherung der Qualitätssicherung essenziell.

Wie unterscheidet sich die Rolle des Case Managers in dieser Arbeit?

In der Arbeit wird der Case Manager primär als „Systemagent“ betrachtet, der den gesamten Behandlungspfad des Patienten koordiniert und Schnittstellenprobleme zwischen den medizinischen und pflegerischen Diensten minimiert.

Was ist die Schlussfolgerung des Autors bezüglich der Zukunft der Pflege?

Die Autorin sieht in einem gut durchgeführten Verweildauermanagement eine Chance für die Pflege, sich als unverzichtbarer „Partner“ des Krankenhausmanagements zu etablieren und so die Qualität und Wirtschaftlichkeit der Einrichtung maßgeblich zu sichern.

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Details

Title
Verweildauermanagement – Eine Chance der Pflege?
College
Bielefeld University  (Fakultät für Gesundheitswissenschaften)
Course
Masterstudiengang "Master of Health Administration"
Grade
3,0
Author
Marion Blum (Author)
Publication Year
2009
Pages
65
Catalog Number
V149809
ISBN (eBook)
9783640606566
ISBN (Book)
9783640606634
Language
German
Tags
Verweildauermanagement Eine Chance Pflege
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marion Blum (Author), 2009, Verweildauermanagement – Eine Chance der Pflege?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/149809
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