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Soziale Arbeit unter Einflussnahme rechtspopulistischer Bewegungen

Título: Soziale Arbeit unter Einflussnahme rechtspopulistischer Bewegungen

Tesis (Bachelor) , 2021 , 39 Páginas

Autor:in: Philipp Schürmann (Autor)

Trabajo social
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Inwiefern können rechte Entwicklungen als Herausforderung für die Soziale Arbeit gesehen werden?

Soziale Arbeit, als Profession mit herausragenden Alleinstellungsmerkmalen, sollte ein besonderes Interesse angesichts der Normalisierung antisemitischer, rassistischer, sozialdarwinistischer, antidemokratischer, antifeministischer und homophober Positionen zugutekommen.

Vor dem Hintergrund– seit langem bekannter rechtsaffiner Einstellungen in der Bundesrepublik Deutschland - stellt sich die Frage nach Konsequenzen für die Soziale Arbeit. Insbesondere, „wenn rechte Ideologien nicht mehr nur dem [...] leicht identifizierbaren rechtsradikalen, z. B. NPD- oder Kameradschaftsspektrum zugeordnet werden können, sondern in Gestalt rechtspopulistischer Bewegungen den gesellschaftlichen Diskurs und politische Entwicklungen zunehmend beeinflussen[…]“ (Milbradt & Wagner, 2016).

Davon ausgehend, dass eine zunehmende Anzahl von Menschen, Phänomenen der „gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit“, und auch Themen wie „Angst vor Veränderung durch Zuwanderung“, „Politikverdrossenheit“, „Medien- und EU Kritik“ sowie „Abwertung von Schwächeren“ eher zustimmt, scheint Soziale Arbeit als Menschenrechtsprofession damit konfrontiert, nicht nur in der praktischen Arbeit mit Klientinnen und Klienten in die Auseinandersetzung mit eben solchen Phänomenen zu gehen, sondern muss auch kritisch überprüfen, inwiefern der interne Diskurs sich nicht gemeinsam mit einer gesamtgesellschaftlichen Meinung verschiebt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis der Arbeit

1. Einleitung

2. Die Herausforderung rechter Mobilisierungs- und Wahlerfolge für die Soziale Arbeit

2.1 Die Herausforderung von Wahlerfolgen der „Alternative für Deutschland“ für die Soziale Arbeit

2.2 Die Herausforderung von rechtspopulistischen Mobilisierungserfolgen im vorpolitischen Feld für die Soziale Arbeit

2.3 Zwischenfazit

3. Die Professionsinterne Herausforderung rechtspopulistischer Resurgenz

3.1 Präsenz rechter Akteurinnen und Akteure innerhalb der Sozialen Arbeit

3.2 Soziale Arbeit mit rechtsextremen Adressatinnen und Adressaten

3.3 Zwischenfazit

4. Die Herausforderung rechter Einflussnahme auf das Konzept der Sozialen Arbeit

4.1 Das Verständnis von Sozialer Arbeit als Menschenrechtsprofession

4.2 Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit unter Studierenden

4.3 Handlungsoptionen von Hochschulen im Umgang mit rechten Studierenden

5. Fazit

Zielsetzung & Themenschwerpunkte

Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht, inwiefern rechte Entwicklungen, Bewegungen und rechtspopulistische Erfolge eine Herausforderung für die Profession und Praxis der Sozialen Arbeit darstellen. Dabei werden sowohl externe Einflussnahmen (z.B. durch parlamentarische Anfragen) als auch professionsinterne Dynamiken (z.B. Haltungen von Fachkräften oder Studierenden) beleuchtet, um aufzuzeigen, wie die Soziale Arbeit als Menschenrechtsprofession ihre Grundwerte gegen eine zunehmende gesellschaftliche Normalisierung rechtsextremer Positionen verteidigen kann.

  • Analyse externer Einflussnahme durch parlamentarische und politische Akteure.
  • Untersuchung der professionsinternen Herausforderungen und Diskursverschiebungen.
  • Bewertung der Konzepte Sozialer Arbeit in Zeiten rechtspopulistischer Resurgenz.
  • Betrachtung gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit unter Studierenden und an Hochschulen.
  • Handlungsoptionen für eine wehrhafte und menschenrechtsorientierte Soziale Arbeit.

Auszug aus dem Buch

Die Herausforderung von Wahlerfolgen der „Alternative für Deutschland“ für die Soziale Arbeit

In diesem Unterkapitel soll nun ausführlicher darauf eingegangen werden, welche Bedeutung Wahlerfolge rechtspopulistischer Akteur*Innen, für die Soziale Arbeit haben können. Insbesondere betrachte ich hierbei die AfD. Wie bereits in dem Überkapitel beschrieben, schaue ich mir hier mögliche externe Einflussnahme auf die Soziale Arbeit an.

Die bereits erwähnte FGW-Studie, untersucht dieses anschaulich in einem empirisch-analytischen Kapitel unter Auswertung von Expert*Innen Interviews, der Auswertung eines Fragebogens und ergänzt dies mit einer Dokumentenanalyse. Hierbei werden vier Varianten externer Einflussnahme vorgestellt, auf die ich mich in den folgenden beiden Kapiteln berufen möchte.

Es werden die Varianten „Strukturen angreifen“ (V1), „Bedrohen“ (V2), „Sozialräumliche Inszenierungen“ (V3) und „Agenda-Setting“ (V4) benannt, die jeweils den Perspektiven „Bestehendes destabilisieren“ (V1 und V2) und „Neues schaffen“ (V3 und V4) zuzuordnen sind.

Beide Perspektiven („Bestehendes destabilisieren“ und „Neues schaffen“), stehen jeweils konträr zueinander, haben jedoch eine gemeinsame Intention; die externe Einflussnahme auf die Soziale Arbeit. Zunächst wird die Variante „Strukturen angreifen“ vorgestellt, da diese größtenteils im politischen Raum stattfindet. In dem folgenden Unterkapitel gehe ich näher auf das „Bedrohen“, die „sozialräumliche Inszenierung“ und das „Agenda-Setting“ ein, da diese Punkte eher dem vorpolitischen Raum zuzuordnen sind.

Zusammenfassung der Kapitel

Die Herausforderung rechter Mobilisierungs- und Wahlerfolge für die Soziale Arbeit: Dieses Kapitel analysiert, wie politische Wahlerfolge und Mobilisierungserfolge rechtspopulistischer Akteure die Soziale Arbeit von außen unter Druck setzen und Institutionen delegitimieren.

Die Professionsinterne Herausforderung rechtspopulistischer Resurgenz: Dieser Abschnitt untersucht, wie rechte Ideologien professionell intern wirken und zu einer Diskursverschiebung oder zu Unterlassungen bei Hilfeleistungen führen können.

Die Herausforderung rechter Einflussnahme auf das Konzept der Sozialen Arbeit: Hier wird das Selbstverständnis der Sozialen Arbeit als Menschenrechtsprofession gegen rechte Vereinnahmungsversuche abgegrenzt und diskutiert, wie Hochschulen auf die Herausforderung durch rechte Studierende reagieren können.

Schlüsselwörter

Soziale Arbeit, Rechtspopulismus, AfD, Menschenrechtsprofession, externe Einflussnahme, professionsinterne Herausforderung, gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, Diskursverschiebung, Neue Rechte, PEGIDA, Sozialraum, Demokratische Bildung, Wehrhafte Soziale Arbeit, Diskriminierung, Agenda-Setting.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Auswirkungen rechtspopulistischer und rechtsextremer Entwicklungen auf die Praxis, die Theorie und das Selbstverständnis der Sozialen Arbeit.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die externe Einflussnahme auf soziale Einrichtungen, die Gefahr der professionellen Diskursverschiebung sowie die Auswirkungen rechter Ideologien in der Ausbildung und unter Studierenden.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die spezifischen Gefährdungen für die Soziale Arbeit durch rechte Akteure zu identifizieren und Argumente für eine wehrhafte, menschenrechtsorientierte professionelle Haltung zu entwickeln.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert primär auf einer detaillierten Analyse von Fachliteratur sowie der Auswertung bestehender Studien, insbesondere der sogenannten „FGW-Studie“ über die Neue Rechte in der Sozialen Arbeit.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse von externen Angriffen auf Strukturen, die Untersuchung professionsinterner Problematiken wie Diskriminierung durch Fachkräfte und die konzeptionelle Verteidigung des Selbstverständnisses als Menschenrechtsprofession.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Soziale Arbeit, Menschenrechtsprofession, Rechtspopulismus, Diskursverschiebung, Agenda-Setting und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit.

Wie gehen rechte Akteure laut der Arbeit gezielt gegen soziale Einrichtungen vor?

Rechte Akteure setzen auf Strategien wie parlamentarische Anfragen, die Infragestellung der Gemeinnützigkeit, moralische Unterwanderung durch karitative Schein-Angebote sowie gezieltes Agenda-Setting, um bestehende Arbeitsstrukturen zu delegitimieren.

Welche Rolle spielt die „Soziale Arbeit mit rechtsextremen Adressaten“ im Kontext der Profession?

Die Arbeit betont, dass Soziale Arbeit grundsätzlich auch mit rechtsextremen Personen arbeitet, jedoch darauf achten muss, dass der professionelle Gleichbehandlungsgrundsatz gewahrt bleibt und die Fachkräfte sich nicht von den Adressaten in ihrer eigenen Haltung vereinnahmen lassen.

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Detalles

Título
Soziale Arbeit unter Einflussnahme rechtspopulistischer Bewegungen
Universidad
University of Kassel  (Sozialwesen)
Autor
Philipp Schürmann (Autor)
Año de publicación
2021
Páginas
39
No. de catálogo
V1498307
ISBN (PDF)
9783389059128
ISBN (Libro)
9783389059135
Idioma
Alemán
Etiqueta
Soziale Arbeit Rechtsextremismus Rechtspopulismus Rassismus Soziologie Menschenrechtsprofession gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit Einfluss AfD rechte Studierende neue Rechte
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Philipp Schürmann (Autor), 2021, Soziale Arbeit unter Einflussnahme rechtspopulistischer Bewegungen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1498307
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