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Neue Offenlegungsvorschriften für Finanzinstrumente nach IFRS 7

Titel: Neue Offenlegungsvorschriften für Finanzinstrumente nach IFRS 7

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2009 , 41 Seiten , Note: 1,4

Autor:in: Mark Appoh (Autor:in)

BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Am 13.10.2008 veröffentlichte das International Accounting Standards Board (IASB) weitgehende Änderungen an den Bilanzierungsvorschriften für Finanzinstrumente. Die einschlägigen Ergänzungen des IAS 39 und des IFRS 7, die zusätzliche Möglichkeiten der Re-Kategorisierung und Bewertung finanzieller Vermögenswerte eröffnen, waren ausnahmsweise ohne den i. d. R. vorangehenden due process verabschiedet worden. 48 Stunden später hatte die EU-Kommission die Neuregelungen bereits per Verordnung in geltendes europäisches Recht umgesetzt.
Das hohe Tempo dieser Rechnungslegungsänderungen lässt tief blicken. Seit die Verwerfungen auf dem US-amerikanischen Hypothekenmarkt massive Auswirkungen in der weltweiten Finanz- und Realwirtschaft zeigen, hat die Zahl der Verbesserungsvorschläge für die Rechnungslegung deutlich zugenommen. Die bisherigen Bilanzierungsregeln gelten den meisten zwar nicht als Auslöser, wohl aber als verstärkender Faktor der Finanz- und Wirtschaftskrise. Im Fokus der Diskussion stehen dabei die Bewertungsregeln für Finanzinstrumente nach IAS/IFRS. Insbesondere die Möglichkeit der Bewertung zum Fair Value stößt in Fachkreisen teils auf massive Kritik – wie sich z. B. an der „Saarbrücker Initiative gegen den Fair Value“ zeigt. Gegner führen v. a. ins Feld, dass diese Bilanzierungskonzeption Willkür und mangelnde Objektivierbarkeit, fehlende Transparenz und prozyklische Verstärkungen fördere. Befürworter weisen auf die umfangreichen Offenlegungspflichten hin, die diesen Fehlentwicklungen entgegen wirken.
In der vorliegenden Arbeit gehe ich zunächst auf die Definition und bilanzielle Behandlung von Finanzinstrumenten nach IAS/IFRS ein. Es handelt sich hierbei um eine Skizzierung der Bilanzierungsregeln, die für die Offenlegungsvorschriften eine Rolle spielen. Im Zentrum der Arbeit steht die Betrachtung und Hinterfragung der Offenlegungsvorschriften für Finanzinstrumente nach IFRS 7. Den Schwerpunkt lege ich auf die Darstellung und kritische Würdigung der neuesten Änderungen an IFRS 7. Insbesondere diskutiere ich, inwieweit sie den gewünschten Beitrag zu einer transparenteren bilanziellen Darstellung von Finanzinstrumenten leisten können.

Leseprobe


Gliederung

1 Welche „Macht“ haben Rechnungslegungsvorschriften?

2 Finanzinstrumente in der internationalen Rechnungslegung

2.1 Die Definition des Finanzinstruments nach IAS 32.11

2.1.1 Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten

2.1.2 Eigenkapitalinstrumente

2.2 Kategorisierung und Bilanzierung der Finanzinstrumente

2.2.1 Die Kategorisierung der Finanzinstrumente nach IAS 39.9

2.2.2 Umklassifizierungen zwischen den Kategorien nach IAS 39.50

2.2.3 Erst- und Folgebewertung der Finanzinstrumente nach IAS 39

2.2.4 Die Problematik der Fair-Value-Bewertung

3 Die Offenlegungsvorschriften des IFRS 7

3.1 Angaben zur Bewertung der Finanzinstrumente (IFRS 7.7-30)

3.2 Angaben zu Risiken und Risikomanagement (IFRS 7.31-42)

4 Die Änderungen des IASB an IFRS 7

4.1 Die neuen Angabepflichten zum Fair Value (IFRS 7.27-27B)

4.2 Die neuen Angabepflichten zu Liquiditätsrisiken (IFRS 7.A, IFRS 7.39)

4.2.1 Die neue Definition des Liquiditätsrisikos (IFRS 7.A)

4.2.2 Die neuen Angaben zu Liquiditätsrisiken (IFRS 7.39)

4.3 Zukünftige Änderungen an IFRS 7

5 Synthese und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Offenlegungsvorschriften für Finanzinstrumente nach IFRS 7, insbesondere vor dem Hintergrund der Finanzmarktkrise. Ziel ist es, die neuesten Änderungen am Standard kritisch zu würdigen und zu erörtern, inwieweit diese zu einer transparenteren bilanziellen Darstellung beitragen können.

  • Definition und bilanzielle Behandlung von Finanzinstrumenten nach IAS/IFRS
  • Analyse der Offenlegungsvorschriften gemäß IFRS 7
  • Kritische Würdigung der Fair-Value-Bewertung und der neuen Fair-Value-Hierarchie
  • Neuregelungen zu Angabepflichten bei Liquiditätsrisiken
  • Diskussion über den Zielkonflikt zwischen Transparenz und Komplexität der Berichterstattung

Auszug aus dem Buch

2.2.4 Die Problematik der Fair-Value-Bewertung

Den bestmöglichen objektiven Anhaltspunkt für den Fair Value stellen „notierte Preise an einem aktiven Markt“ zum Abschlussstichtag dar. Finanzinstrumente gelten als auf einem aktiven Markt notiert, wenn „notierte Preise an einer Börse, von einem Händler, Broker, einer Branchengruppe, einem Preisberechnungs-Service oder einer Aufsichtsbehörde leicht und regelmäßig erhältlich sind und diese Preise aktuelle und regelmäßig auftretende Markttransaktionen wie unter unabhängigen Dritten darstellen.“ Das Unternehmen hat sich dabei auf den vorteilhaftesten aktiven Markt zu beziehen, zu dem es Zugang hat. Finden am Abschlussstichtag keine Transaktionen statt, müssen die aktuellsten Daten herangezogen und ggf. an eine veränderte Marktsituation angepasst werden. Gerade während der Finanzkrise sind die Märkte für zahlreiche Finanzinstrumente jedoch zumindest zeitweise zusammengebrochen und waren bzw. sind nicht mehr als aktiv einzustufen. Aktive Märkte existieren zudem stets nicht für bestimmte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen oder OTC-Derivate. In diesen Fällen muss zur Approximation des beizulegenden Zeitwertes entweder auf liquide Märkte für vergleichbare Vermögenswerte oder auf möglichst aktuelle Transaktionen zurückgegriffen werden. Erst wenn auch dies nicht realisierbar ist, kommen anerkannte Bewertungsmodelle wie Discounted-Cashflow-Verfahren bzw. Optionspreismodelle zum Einsatz.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Welche „Macht“ haben Rechnungslegungsvorschriften?: Einleitung zur Bedeutung von Bilanzierungsregeln im Kontext der Finanzmarktkrise und Darstellung der Zielsetzung der Arbeit.

2 Finanzinstrumente in der internationalen Rechnungslegung: Erläuterung der Definitionen und der Kategorisierung von Finanzinstrumenten nach IAS 32 und IAS 39.

3 Die Offenlegungsvorschriften des IFRS 7: Darstellung der Anforderungen an die Berichterstattung über Finanzinstrumente sowie deren Risiken und Risikomanagement.

4 Die Änderungen des IASB an IFRS 7: Kritische Untersuchung der neuen Angabepflichten bezüglich Fair Value und Liquiditätsrisiken sowie ein Ausblick auf zukünftige Modifikationen.

5 Synthese und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der IFRS-Vorschriften und Diskussion über die Bedeutung der Transparenz in der Rechnungslegung als Wettbewerbsfaktor.

Schlüsselwörter

Finanzinstrumente, IFRS 7, IAS 39, Fair Value, Bilanzierung, Finanzmarktkrise, Offenlegungspflichten, Risikomanagement, Liquiditätsrisiko, Bewertungsmodelle, Transparenz, Risikokonzentration, IASB, Rechnungslegung, Hedge Accounting

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Bilanzierungs- und Offenlegungsvorschriften für Finanzinstrumente unter den Standards IAS 39 und IFRS 7, insbesondere wie diese durch das IASB in Reaktion auf die Finanzmarktkrise angepasst wurden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Finanzinstrumenten, der Fair-Value-Bewertung, den Offenlegungspflichten zu Risiken und der kritischen Auseinandersetzung mit neuen Standards zur Fair-Value-Hierarchie.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Hauptziel ist die kritische Würdigung der neuesten Änderungen an IFRS 7, um zu prüfen, inwieweit diese zu einer transparenteren und verständlicheren Darstellung der Finanzlage von Unternehmen führen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Analyse der IFRS-Standards sowie einer kritischen Auswertung von Kommentaren und Stellungnahmen aus der Fachwelt und von relevanten Institutionen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden sowohl die bestehenden Regeln zur Bewertung als auch die spezifischen Offenlegungsvorschriften für Kredit-, Markt- und Liquiditätsrisiken detailliert erläutert und durch die neueren Anpassungen des IASB ergänzt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind neben Finanzinstrumenten, IFRS 7, Fair Value, Bilanzpolitik, Risikomanagement und die Finanzmarktkrise als Kontext.

Warum ist die Fair-Value-Bewertung so umstritten?

Die Kritik entzündet sich an der mangelnden Objektivierbarkeit, dem Potenzial zur Willkür und der hohen Volatilität in Krisenzeiten, die laut Kritikern zu einer Entobjektivierung der Bilanz führt.

Welche Rolle spielt der "management approach" bei IFRS 7?

Der management approach besagt, dass die Offenlegungen auf den Daten basieren sollen, die das Management intern zur Steuerung des Unternehmens nutzt, um Praxisrelevanz zu erhöhen und den Informationsvorsprung des Managements abzubauen.

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Details

Titel
Neue Offenlegungsvorschriften für Finanzinstrumente nach IFRS 7
Hochschule
Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg  (Betriebswirtschaftliches Institut)
Veranstaltung
Hauptseminar: Rechnungslegung im Kontext der aktuellen Wirtschafts- und Finanzmarktkrise
Note
1,4
Autor
Mark Appoh (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
41
Katalognummer
V149899
ISBN (eBook)
9783640611935
ISBN (Buch)
9783640612154
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Finanzinstrumente IFRS Bilanzierung Fair Value Risikomanagement Bewertung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Mark Appoh (Autor:in), 2009, Neue Offenlegungsvorschriften für Finanzinstrumente nach IFRS 7, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/149899
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Leseprobe aus  41  Seiten
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