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New Work - Wie vereinbar sind distanzierte und agile Arbeit in Projekten?

Titel: New Work - Wie vereinbar sind distanzierte und agile Arbeit in Projekten?

Masterarbeit , 2024 , 115 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Jens Baudy (Autor:in)

BWL - Projektmanagement
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Masterarbeit untersucht die Vereinbarkeit von distanzierter und agiler Arbeit in Projekten, mit besonderem Fokus auf die Herausforderungen und Vorteile der Kombination dieser beiden Arbeitsformen. Durch qualitative Interviews mit Mitarbeitenden eines Automobilkonzerns werden zentrale Merkmale und Einflussfaktoren identifiziert, die als Enabler oder Disabler die parallele Anwendung örtlich oder zeitlich distanzierter Modelle wie mobiler Arbeit, der Vier-Tage-Woche und/oder Jobsharing mit agilem Projektmanagement beeinflussen. Die Ergebnisse zeigen, dass distanzierte Arbeit, gekennzeichnet durch zentrale Strukturen und segmentierte Aufgaben, im Widerspruch zu den dezentralisierten, selbstorganisierenden Prinzipien agiler Arbeit steht. Dennoch ist eine positive Vereinbarkeit gegeben und auf individuelle und strukturelle Gegebenheiten, Proaktivität und Technologie als Haupteinflussfaktoren zurückzuführen. So können beispielsweise komplexe Gruppenaufgaben oder reservierte Persönlichkeiten eine Vereinbarkeit behindern, während Distanz teilweise durch Software überbrückt werden kann. Die Studie betont die Notwendigkeit von Proaktivität und Technologie, insbesondere zur Aufrechterhaltung des informellen Austauschs, und geht genauer auf Gegebenheiten ein, die eine Vereinbarkeit beidseitig beeinflussen können. Hybride Modelle werden sodann als mögliche Lösung diskutiert und Distanz als solche von distanzierten Arbeitsmodellen abgegrenzt. Zukünftige Forschung sollte sich auf die langfristigen Auswirkungen hybrider Modelle auf Unternehmenskultur, Mitarbeiterbindung und Innovationsfähigkeit konzentrieren. Diese Arbeit leistet einen Beitrag zum Verständnis der Interaktionen zwischen distanzierten und agilen Arbeitsweisen und bietet praktische Implikationen für die Umsetzung von New Work Konzepten in der modernen Arbeitswelt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Zielsetzung und Relevanz

1.3 Vorgehensweise

2 Untersuchungsgegenstand

2.1 New Work

2.1.1 Mobile Arbeit

2.1.2 Vier-Tage-Woche

2.1.3 Jobsharing

2.1.4 Agiles Projektmanagement

2.2 Distanz

3 Konzeptioneller Hintergrund

3.1 New Work | Neue Form des Organisierens?

3.2 Soziologischer Neoinstitutionalismus | Vereinbarkeit der Merkmale distanzierter und agiler Arbeit?

4 Methodik

4.1 Fallbeschreibung

4.2 Forschungsdesign

4.3 Datenerhebung

4.4 Datenanalyse

5 Ergebnisse

5.1 SF1 | Inwieweit werden die Merkmale agiler Arbeit unter Distanz eingehalten?

5.1.1 Merkmale der Distanz

5.1.2 Merkmale der Agilität

5.1.3 Zusammenfassung

5.2 SF2 | Wie vereinbar sind distanzierte und agile Arbeit in der Praxis und welche Faktoren nehmen hierauf Einfluss?

5.2.1 SF2.1 | Evaluative Vereinbarkeit

5.2.2 SF2.2 | Inhaltliche Vereinbarkeit

5.2.3 SF2.3 | Einflussfaktoren

5.2.4 Zusammenfassung

6 Diskussion

6.1 SF1 | Inwieweit werden die Merkmale agiler Arbeit unter Distanz eingehalten?

6.2 SF2 | Wie vereinbar sind distanzierte und agile Arbeit in der Praxis und welche Faktoren nehmen hierauf Einfluss?

7 Conclusio und weiterer Forschungsbedarf

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Vereinbarkeit von distanzierter und agiler Arbeit in Projekten, um zu klären, wie diese scheinbar widersprüchlichen Ansätze im modernen Arbeitsumfeld kombiniert werden können und welche Faktoren dabei als Enabler oder Disabler fungieren.

  • Analyse der Schnittstellen zwischen New Work Modellen (z.B. Mobile Arbeit, Jobsharing) und agiler Projektsteuerung.
  • Identifikation von institutionellen Einflüssen auf die Arbeitsgestaltung.
  • Empirische Untersuchung anhand von IT- und vertriebsorientierten Projekten.
  • Untersuchung der Bedeutung von Proaktivität und technologischer Infrastruktur für hybride Arbeitsweisen.
  • Ableitung praktischer Implikationen für Führungskultur und organisatorische Abläufe.

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Mobile Arbeit

Erste Ansätze im Bereich mobilen Arbeitens kursierten, ähnlich des Ausdrucks New Work, bereits in den 1980er Jahren. Gemeint war damit die flexible Arbeit, die außerhalb der räumlichen und zeitlichen Grenzen einer Organisation ausgeführt wird. Ermöglicht werden sollte dies durch den Einsatz von Computer- und Kommunikationstechnologien, sodass bspw. Büroangestellte ihre Arbeit auch fernab durchführen könnten. Zwar wurde der Begriff Homeoffice, wie wir ihn heute kennen, noch nicht genannt, die Möglichkeit der Arbeit von zu Hause wurde aber schon damals untersucht und Schlüsselmerkmale von Jobs sowie Typen von Personen identifiziert, die für die Arbeit von zu Hause aus förderlich oder sogar erforderlich sind (vgl. Olson, 1983).

In einer explorativen Studie stellt die Autorin fest, dass minimale physische Anforderungen an den Arbeitsplatz, ein geringer Kommunikationsbedarf sowie hohe Selbstmotivation und -disziplin zu den wichtigsten Erfolgsfaktoren gehören (vgl. Olson, 1983). Zu den gleichen Schlüssen kommt die gegenwärtige Literatur in Bezug auf die Anforderungen und Herausforderungen von Homeoffice seit der COVID-19 Pandemie. Effektive Kommunikation bedarf einer starken technologischen Infrastruktur und selbst wenn diese vorhanden ist, kann aufgrund der Abwesenheit des physischen Büroumfelds faktisch nicht das gleiche Level an Austausch aufrechterhalten werden. Hinzu kommen Probleme in den Bereichen Selbstmotivation, -disziplin und -organisation, da zu Hause oftmals Störfaktoren existieren, die einen negativen Einfluss auf die Produktivität haben können (vgl. Franken/Bentley/Shafaei et al., 2021).

Im direkten Vergleich hat sich an den Anforderungen, trotz der vielen Jahre, die dazwischen liegen, wenig geändert. Stattdessen hat sich die Technologie weiterentwickelt und es haben sich im Laufe der letzten Jahre immer mehr Unterformen des mobilen Arbeitens herausgebildet. Neben dem bereits angesprochenen Homeoffice, bei dem die Arbeit von zu Hause verrichtet wird, können Mitarbeiter im Rahmen eines hybriden Arbeitsmodells zwischen mobiler Arbeit und Präsenzzeit wählen und wechseln. Sind sie zudem frei in ihrer Entscheidung hinsichtlich Arbeitszeit, -ort und -weise, wird ganz allgemein von flexiblem Arbeiten gesprochen (vgl. Lanzl/Schoch/Jung et al., 2023).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Problemstellung der Vereinbarkeit von agilen Arbeitsweisen und Distanz und definiert die Forschungsfrage sowie das Vorgehen der Untersuchung.

2 Untersuchungsgegenstand: In diesem Kapitel werden die theoretischen Grundlagen der verschiedenen New Work Konzepte wie mobiles Arbeiten, Vier-Tage-Woche und Jobsharing in den Kontext von Distanz gesetzt.

3 Konzeptioneller Hintergrund: Es wird die organisationstheoretische Einordnung von New Work Modellen vorgenommen und mittels soziologischem Neoinstitutionalismus die Vereinbarkeit der Merkmale distanzierter und agiler Arbeit analysiert.

4 Methodik: Dieses Kapitel beschreibt das Forschungsdesign, die Fallbeschreibung der Projekte, die Datenerhebung durch halbstrukturierte Interviews sowie die methodische Auswertung.

5 Ergebnisse: Die Ergebnisse präsentieren die Analyse der Merkmale der Distanz und Agilität sowie die evaluative und inhaltliche Vereinbarkeit beider Arbeitsweisen in der Praxis.

6 Diskussion: Die Diskussion kritisiert die Nichteinhaltung agiler Merkmale unter Distanz und beleuchtet die Rolle der festgestellten Einflussfaktoren auf die in der Praxis gegebene positive Vereinbarkeit.

7 Conclusio und weiterer Forschungsbedarf: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und identifiziert Implikationen für die Praxis sowie zukünftige Forschungsansätze.

Schlüsselwörter

Agil, Distanz, Jobsharing, Mobiles Arbeiten, New Work, Projektmanagement, Vier-Tage-Woche, Hybridarbeit, Organisationskultur, Selbstorganisation, Kommunikation, Produktivität, Führung, Teamstruktur, Arbeitszeitmodelle.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Masterarbeit grundsätzlich?

Die Masterarbeit befasst sich mit der Vereinbarkeit von zwei in der modernen Arbeitswelt präsenter Trends: agiler Projektarbeit und distanzierten Arbeitsmodellen wie Homeoffice oder Vier-Tage-Woche.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Untersuchung spannt den Bogen von theoretischen New Work Konzepten und organisationstheoretischen Ansätzen bis hin zur empirischen Analyse der praktischen Implementierung in Projektorganisationen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die zentrale Forschungsfrage lautet: "New Work – Wie vereinbar sind distanzierte und agile Arbeit in Projekten?"

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Die Arbeit nutzt ein qualitatives Forschungsdesign, basierend auf halbstrukturierten Interviews mit Mitarbeitern und Führungskräften eines Automobilkonzerns, und wendet die GIOIA-Methode zur Datenanalyse an.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Analyse und einen umfangreichen Ergebnisteil, in dem unter anderem untersucht wird, inwieweit agile Merkmale unter distanzierten Bedingungen eingehalten werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die Arbeit konzentriert sich auf Begriffe wie Agilität, Distanz, Mobiles Arbeiten, New Work, Projektmanagement und Führung.

Welche konkreten Einflussfaktoren auf die Vereinbarkeit wurden identifiziert?

Der Autor identifiziert vor allem individuelle und strukturelle Gegebenheiten, Proaktivität der Mitarbeiter und die technologische Ausstattung als entscheidende Faktoren, die die Vereinbarkeit positiv oder negativ beeinflussen.

Wie lautet die Schlussfolgerung bezüglich des IT-Bezugs der untersuchten Projekte?

Obwohl ein Vergleich zwischen Projekten mit hohem und niedrigem IT-Bezug vorgenommen wurde, konnte kein signifikanter Unterschied in der Vereinbarkeit festgestellt werden, was auf die generelle Anwendbarkeit der Erkenntnisse hindeutet.

Ende der Leseprobe aus 115 Seiten  - nach oben

Details

Titel
New Work - Wie vereinbar sind distanzierte und agile Arbeit in Projekten?
Hochschule
Wirtschaftsuniversität Wien  (Organization Studies)
Note
1,0
Autor
Jens Baudy (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2024
Seiten
115
Katalognummer
V1499087
ISBN (PDF)
9783389060650
ISBN (Buch)
9783389060667
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Agil Distanz Jobsharing Mobiles Arbeiten New Work Projektmanagement Vier-Tage-Woche Agile Distance Job Sharing Mobile Working Project Management Four-Day Workweek
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jens Baudy (Autor:in), 2024, New Work - Wie vereinbar sind distanzierte und agile Arbeit in Projekten?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1499087
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Leseprobe aus  115  Seiten
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