Im Grundlagenteil der Arbeit werden zu Beginn die historischen Meilensteine der Entwicklung des Internets beschrieben. Insbesondere das World Wide Web hat zu dem großen Erfolg des Internets beigetragen. In Kapitel 2.2 wird das World Wide Web näher beleuchtet und die Entwicklung zu einer immer größeren Interaktivität dem sogenannten „Web 2.0“ - aufgezeigt. In Kapitel 2.3 wird „Social Media“ definiert und die wichtigsten Anwendungsgebiete und Social Media Plattformen beschrieben. Das Thema Social Media Monitoring bildet den Hauptteil der Arbeit. Zunächst werden die wichtigsten Einsatzmöglichkeiten von Social Media Monitoring beschrieben und mit Beispielen belegt. Hierzu zählen die Erfolgsmessung, das Benchmarking, der Kundenservice, die Marktanalyse und die Krisenprävention. Im Anschluss werden die notwendigen Prozessschritte zur Umsetzung von Social Media Monitoring erläutert. Den Abschluss der Arbeit bilden das Fazit und eine kritische Würdigung mit Ausblick.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Relevanz
1.2 Ziel und Aufbau der Arbeit
2. Grundlagen
2.1 Internet
2.2 World Wide Web
2.3 Social Media
3. Social Media Monitoring
3.1 Einsatzmöglichkeiten von Social Media Monitoring
3.1.1 Erfolgsmessung
3.1.2 Benchmarking
3.1.3 Kundenservice
3.1.4 Marktanalyse
3.1.5 Krisenprävention
3.2 Umsetzung von Social Media Monitoring
3.2.1 Analyse-Design
3.2.2 Datenerhebung
3.2.3 Datenaufbereitung
3.2.4 Analyse
3.2.5 Reporting
4. Zusammenfassung und Reflexion
4.1 Fazit
4.2 Kritische Würdigung und Ausblick
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Diese Arbeit untersucht die Relevanz und praktische Umsetzung von Social Media Monitoring für Unternehmen, um in der digitalen Kommunikation wettbewerbsfähig zu bleiben. Das primäre Ziel ist es aufzuzeigen, wie Unternehmen durch systematisches Zuhören in sozialen Medien zielgerichtet Erkenntnisse gewinnen, Kundenbedürfnisse analysieren und proaktiv Krisen abwenden können.
- Grundlagen des Internets und des Social Webs
- Einsatzbereiche von Social Media Monitoring (z.B. Benchmarking, Kundenservice)
- Methodischer Prozess des Social Media Monitorings
- Herausforderungen in der Datenanalyse und Identifikation von Trends
Auszug aus dem Buch
3.1.5 Krisenprävention
Die Krisenprävention zählt zu den wichtigsten Einsatzfeldern von Social Media Monitoring. Ziel ist es sich häufende, negative Stimmen im Social Web frühzeitig zu erkennen. Krisen können sich für Unternehmen aus verschiedenen Ereignissen entwickeln. Beispielsweise kann es sich um Probleme mit einem Produkt handeln, um negativ aufgefasste Kampagnen oder als schlecht empfundener Kundenservice. (vgl. Decker, 2019, S.103) Bereits wenige negative Beiträge können sich in sozialen Medien im Zeitverlauf zu Empörungswellen, sogenannten Shitstorms, entwickeln. Das Eskalationspotential ist dabei gewaltig und kann das Ansehen oder die Reputation des Unternehmens schädigen. (vgl. Clement et. al, S.51, 2019) Durch ein schnelles Eingreifen können Brandherde gelöscht und damit eine Eskalation verhindert werden (vgl. Decker, 2019, S.103). Ein aktuelles Beispiel für eine in Social Media ausgelöste Krise ist ein Werbespot der Firma Volkswagen (VW), der am 19.05.2020 auf Instagram veröffentlicht wurde. Die kurze Videosequenz zeigt einen dunkelhäutigen Mann, der von einer weißen Hand durch das Bild geschoben wird, um anschließend in einen Hauseingang geschnippt zu werden. Der rassistisch wirkende Werbespot löste innerhalb kürzester Zeit einen Shitstorm aus. VW entfernte den Clip daraufhin und entschuldigte sich öffentlich. Abgesehen davon, dass der Clip so nie veröffentlich werden hätte dürfen, hätte ein gut funktionierendes Social Media Monitoring sofort über die negativen Stimmen informiert. Ein noch frühzeitigeres Eingreifen hätte den Shitstorm im besten Fall verhindert oder zumindest abflachen können.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Relevanz der Social Media Kommunikation ein und begründet die Notwendigkeit für Unternehmen, diese durch Monitoring zu überwachen.
2. Grundlagen: Es werden die historischen Entwicklungen des Internets, des Web 2.0 sowie die Definition und Anwendungsgebiete von Social Media dargestellt.
3. Social Media Monitoring: Dieses Kapitel erläutert die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten wie Benchmarking, Kundenservice und Krisenprävention sowie den methodischen Prozess der Umsetzung.
4. Zusammenfassung und Reflexion: Die Ergebnisse werden zusammengefasst, die Bedeutung des Monitorings für den Unternehmenserfolg hervorgehoben und ein Ausblick gegeben.
Schlüsselwörter
Social Media, Monitoring, Web 2.0, Krisenprävention, Benchmarking, Kundenservice, Marktanalyse, Analyse-Design, Datenerhebung, Datenaufbereitung, Sentiment-Analyse, Shitstorm, Unternehmenskommunikation, Digitalisierung, Online-Reputation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die strategische Bedeutung von Social Media Monitoring als Instrument zur professionellen Überwachung und Analyse von Nutzerkommunikation in sozialen Medien für Unternehmen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit fokussiert sich auf die theoretischen Grundlagen des Social Webs, die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten des Monitorings (z.B. Marktanalyse, Krisenprävention) und den technischen sowie organisatorischen Prozess der Umsetzung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, den Nutzen von Social Media Monitoring für die Unternehmensführung aufzuzeigen und Unternehmen einen strukturierten Leitfaden für die praktische Implementierung an die Hand zu geben.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin oder der Autor verwendet eine Literaturanalyse, um den aktuellen Stand der Technik und die Methoden des Social Media Monitorings (insbesondere das Prozess-Modell) darzulegen und mit Praxisbeispielen zu untermauern.
Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?
Der Hauptteil beleuchtet die konkreten Einsatzmöglichkeiten von Monitoring-Tools sowie die fünf Phasen der Umsetzung: Analyse-Design, Datenerhebung, Datenaufbereitung, Analyse und Reporting.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Social Media, Krisenprävention, Benchmarking, Sentiment-Analyse, Online-Reputation und die grundlegenden Monitoring-Phasen.
Warum spielt die Krisenprävention eine so große Rolle für Unternehmen?
Wie das Beispiel von Volkswagen verdeutlicht, können sich unkontrollierte negative Stimmungen innerhalb kürzester Zeit zu einem rufschädigenden Shitstorm ausweiten, was ein frühzeitiges Monitoring unerlässlich macht.
Wie unterscheidet sich die manuelle von der automatisierten Datenerhebung?
Während die manuelle Erhebung tiefergehende Einblicke ermöglicht, aber sehr zeitaufwendig ist, liefert die automatisierte Erhebung quantitative Daten und Dashboards, erfordert jedoch eine initial komplexere Einrichtung der Tools.
Was versteht man unter dem Begriff "Web 2.0" in diesem Kontext?
Web 2.0 bezeichnet eine weiterentwickelte Form des Internets, in der Nutzer nicht mehr nur passiv konsumieren, sondern aktiv eigene Inhalte erstellen und untereinander interagieren (Mitmachweb).
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- Felix Lindholm (Author), 2020, Untersuchung der Möglichkeiten des Social Media Monitoring, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1499192