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Richard Wagners "Meistersinger von Nürnberg"

Wagners Oper aus dem Blickwinkel des feuilletonistischen Kriegsschauplatzes

Titre: Richard Wagners "Meistersinger von Nürnberg"

Etude Scientifique , 2010 , 43 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Sven Lachhein (Auteur)

Philologie Allemande - Divers
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Résumé Extrait Résumé des informations

I. Vorwort S. 3
1) Entstehungsgeschichte der Meistersinger S. 3
2) Problematik S. 8

II. Das Kunstverständnis Richard Wagners S. 8
1) Wagners kultureller Hintergrund S. 8
2) Wagners künstlerischer Werdegang S. 10
3) Wagners künstlerische Dogmatik S. 11
4) Wagner und das „ewig Weibliche“ S. 12
5) Kunst als Religionsersatz S. 13
6) Klassik vs. Moderne – Melodie vs. Klang S. 13
7) Die „unendliche Melodie“ und Wagners Leitmotive S. 14
8) Sprache, Musik und Zeichen im allgemeinen S. 16
9) Der „Wagnercode“ S. 17

III. Eduard Hanslick und das Musikalisch-Schöne S. 18
1) Annahmen und Irrtümer S. 18
2) Der Hanslick-Komplex S. 19
3) Eduard Hanslicks Maximen und (Selbst-)Reflexionen S. 20

IV. Eduard Hanslick und Richard Wagner als Figuren in den Meistersingern S. 21
1) Musikalische Erkennungszeichen S. 21
2) Musikalische Schlachtfelder S. 22
a. In der Singschule S. 22
b. Nächtliche Katzenmusik S. 35
c. Katharsis auf der Festwiese S. 38
α. Beckmesser S. 39
β. Walther S. 40

V. Schlußbetrachtung S. 41

VI. Quellen und Literatur S. 42

Extrait


Inhaltsverzeichnis

I. Vorwort

1) Entstehungsgeschichte der Meistersinger

2) Problematik

II. Das Kunstverständnis Richard Wagners

1) Wagners kultureller Hintergrund

2) Wagners künstlerischer Werdegang

3) Wagners künstlerische Dogmatik

4) Wagner und das „ewig Weibliche“

5) Kunst als Religionsersatz

6) Klassik vs. Moderne – Melodie vs. Klang

7) Die „unendliche Melodie“ und Wagners Leitmotive

8) Sprache, Musik und Zeichen im allgemeinen

9) Der „Wagnercode“

III. Eduard Hanslick und das Musikalisch-Schöne

1) Annahmen und Irrtümer

2) Der Hanslick-Komplex

3) Eduard Hanslicks Maximen und (Selbst-)Reflexionen

IV. Eduard Hanslick und Richard Wagner als Figuren in den Meistersingern

1) Musikalische Erkennungszeichen

2) Musikalische Schlachtfelder

a. In der Singschule

b. Nächtliche Katzenmusik

c. Katharsis auf der Festwiese

α. Beckmesser

β. Walther

V. Schlußbetrachtung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht die komplexe Beziehung zwischen dem Komponisten Richard Wagner und seinem zeitgenössischen Kritiker Eduard Hanslick anhand von Wagners Oper „Die Meistersinger von Nürnberg“. Ziel ist es, die künstlerischen Auseinandersetzungen der beiden Persönlichkeiten, die sich in den Figuren Hans Sachs und Sixtus Beckmesser spiegeln, aufzuarbeiten und die Bedeutung von Wagners musikästhetischen Neuerungen innerhalb des feuilletonistischen Konflikts der damaligen Zeit zu beleuchten.

  • Wagners künstlerisches Gesamtkonzept und sein Verständnis als Tondichter.
  • Eduard Hanslicks Ästhetik des „Musikalisch-Schönen“ und seine Wagner-Kritik.
  • Die Darstellung und Analyse der musikalischen Charaktere als Spiegelbild realer Gegenspieler.
  • Die Funktion der Leitmotivtechnik als „Wagnercode“ zur Strukturierung der musikalischen Handlung.
  • Die Untersuchung der Oper als musikalischer Rachefeldzug gegen Hanslick.

Auszug aus dem Buch

a. In der Singschule

Veit Pogner, Witwer mit einer Tochter, setzt diese zum Preis für den besten Sänger, welcher auf der Festwiese am Sankt Johannistag gekürt werden soll. Walther von Stolzing hat sich vorher in der Kirche nach Evas Familienstand erkundigt, „Mein Fräulein, sagt, seid ihr schon Braut?“ und dem artigen Kind die Antwort „Euch, oder keinen!“ entlockt. Um jedoch offiziell um ihre Hand anhalten zu können, muß Walther sich für den Singwettstreit qualifizieren und, sofern sein Werben von Erfolg gekrönt sein soll, diesen auch gewinnen. Hierzu muß er zunächst Mitglied der Meistersingerzunft werden. „Ist’s mit dem Schwert nicht, /muß es gelingen, /gilt es als Meister /euch zu ersingen.“

Hans Sachsens Lehrbube David hatte den jungen Ritter zuvor auf Bitten Magdalenes, Evas Anstandsdame und Geliebte Davids, mehr schlecht als recht in die Geheimnisse der Meistersingerkunst eingeweiht. Nur widerwillig ließ sich der Ritter belehren, der offenbar überhaupt keine Ahnung von den Regeln der Zunft hat und statt dessen durchblicken läßt, als Angehöriger des ersten Standes habe er nicht nur seine Privilegien, sondern auch das Kunstverständnis und Können der alten, also echten und nicht imitierenden Minnesänger geerbt. Walther weiß so recht gar nichts von der Nürnberger Tradition. „Wer ist der Merker?“ fragt er unwirsch. „Wißt Ihr das nicht? /Wart Ihr noch nie bei ’nem Singgericht?“ empört sich David, dem er herablassend zur Antwort gibt „Noch nie, wo die Richter Handwerker.“ Einzig die „Liebe“ habe er sich auf die Fahne geschrieben und sei daher guter Dinge, die alten erfahrenen und respektierten Meister ausstechen zu können – was letztendlich auch geschieht.

Aber es hilft nichts, Walther muß sich der Zunftberatung stellen und beweisen, daß er in der Lage ist, ein eigenes Lied nach eigener Weise zu verfassen und auch vortragen zu können. Natürlich sind die Meister skeptisch. Ein Rittersmann, also ein in den Augen des emanzipierten Stadtbürgertums nutzloser Schnösel, sollte in die Zunft aufgenommen werden?

Zusammenfassung der Kapitel

I. Vorwort: Dieses Kapitel erläutert die Entstehung der Oper und führt in die Problematik der feindseligen Rezeption durch Kritiker ein.

II. Das Kunstverständnis Richard Wagners: Hier werden Wagners ästhetische Grundannahmen, seine Leitmotivtechnik und seine Rolle als Tondichter detailliert analysiert.

III. Eduard Hanslick und das Musikalisch-Schöne: Dieses Kapitel widmet sich der Musikästhetik Hanslicks und dem Konflikt zwischen ihm und Wagner.

IV. Eduard Hanslick und Richard Wagner als Figuren in den Meistersingern: Der Autor untersucht, wie die Rivalen in die Oper integriert wurden und analysiert zentrale Schlüsselszenen wie die Singschule und das Ständchen.

V. Schlußbetrachtung: Ein Resümee über das Versagen der Kritiker im Zeitgeist und die künstlerische Einordnung des Konflikts.

Schlüsselwörter

Richard Wagner, Eduard Hanslick, Die Meistersinger von Nürnberg, Oper, Leitmotiv, Tondichter, Kunstkritik, Hans Sachs, Sixtus Beckmesser, Musikdramatik, Ästhetik, Musikgeschichte, Singschule, Harmonik, Gesamtkunstwerk.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert den historischen und persönlichen Konflikt zwischen Richard Wagner und dem Musikkritiker Eduard Hanslick, unter Verwendung von Wagners Oper „Die Meistersinger von Nürnberg“ als Fallbeispiel.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Musikästhetik, die Entwicklung des Musikdramas, die Rolle der Kritik im 19. Jahrhundert sowie die persönliche Feindschaft zwischen Wagner und Hanslick.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist aufzuzeigen, wie Wagner seine persönlichen Auseinandersetzungen mit Hanslick in seine Oper integriert hat und wie die Figuren Sachs und Beckmesser als Stellvertreter dieses realen Konflikts fungieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine werkbiographische und analytische Methode, die musiktheoretische Aspekte (Leitmotive) mit einer literaturwissenschaftlichen Interpretation der Libretti und historischen Kontextualisierungen verbindet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit Wagners künstlerischem Dogma, Hanslicks Kritik am „Musikalisch-Schönen“ und detaillierten Analysen der Opernszenen, in denen die Kontrahenten aufeinandertreffen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Wagners Musikästhetik, Leitmotivtechnik, Hanslick-Wagner-Kontroverse, Meistersinger von Nürnberg, Musikpublizistik.

Warum fungiert Beckmesser als Abbild von Hanslick?

Wagner stellt Beckmesser als unfähigen Kritiker dar, der pedantisch an veralteten Regeln festhält, was Wagners Sicht auf die destruktive Art der Hanslickschen Musikkritik widerspiegelt.

Was ist die Rolle von Hans Sachs in diesem Konflikt?

Sachs fungiert in der Oper als Alter Ego Wagners, das die Zunftregeln beherrscht, sie jedoch zugunsten einer progressiven, künstlerischen Freiheit weiterzuentwickeln weiß.

Wie bewertet der Autor die „unendliche Melodie“?

Der Autor versteht die „unendliche Melodie“ als revolutionäre Abkehr von der Nummernoper und als zentrales Mittel Wagners, um Musik und Dichtung in einer neuen Einheit zu verschmelzen.

Inwiefern beeinflusste die Zeitgeschichte das Werk?

Die Arbeit betont, dass Wagners Schaffen tief in den gesellschaftlichen und geistigen Krisen des 19. Jahrhunderts verwurzelt ist, was sich in der thematischen Vielfalt der Oper manifestiert.

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Résumé des informations

Titre
Richard Wagners "Meistersinger von Nürnberg"
Sous-titre
Wagners Oper aus dem Blickwinkel des feuilletonistischen Kriegsschauplatzes
Université
http://www.uni-jena.de/
Note
1,3
Auteur
Sven Lachhein (Auteur)
Année de publication
2010
Pages
43
N° de catalogue
V149938
ISBN (ebook)
9783640608720
ISBN (Livre)
9783640609048
Langue
allemand
mots-clé
Richard Wagners Meistersinger Nürnberg Wagners Oper Blickwinkel Kriegsschauplatzes
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Sven Lachhein (Auteur), 2010, Richard Wagners "Meistersinger von Nürnberg", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/149938
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Extrait de  43  pages
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