Übergewicht und Adipositas kann schon in Kindesalter weitreichende Folgen mit sich tragen und die Betroffenen im Laufe der Jahre schwerwiegende Krankheiten zusetzen. Daher sollten so früh wie möglich Vorbeugungsmaßnahmen greifen. Circa jedes sechste Kind in Deutschland ist übergewichtig oder adipös. Im Kindergartenalter von 3-6 liegt die Prävalenz bei Mädchen mit 3,2% sogar deutlich höher als bei Jungen mit 1,0%.
Um dies vorbeugen zu können, sollten Kinder laut der WHO pro Tag mindestens 60 Minuten mäßige bis sehr anstrengende körperliche Aktivitäten ausüben. Nur 46% der Kindergartenkinder erreichten dieses Bewegungsziel, weniger als noch in der Studie zwei Jahre zuvor.
Inhaltsverzeichnis
1 ANALYSE DER GESUNDHEITLICHEN AUSGANGSSITUATIONEN
1.1 Gesundheitsbezogene Datenlage
1.2 Ableitung von Handlungsansätzen
2 RECHERCHE
3 BEWERTUNG MODELLPROJEKT
3.1 Good-Practice-Kriterien
3.2 Schlussfolgerung für die Praxis
Zielsetzung & Themen
Die Hausarbeit analysiert die gesundheitliche Ausgangssituation von Kindern im Kindergartenalter in Bezug auf Übergewicht und Adipositas, leitet hieraus präventive Handlungsansätze für das Setting Kindertageseinrichtung ab und bewertet ein ausgewähltes Modellprojekt anhand von Good-Practice-Kriterien.
- Gesundheitsprävention bei Kindergartenkindern
- Bewegungsförderung und Ernährung im Setting KiTa
- Analyse von Adipositas-Risikofaktoren
- Bewertung des Modellprojekts "Dr. Hoppel"
- Reflexion von Good-Practice-Kriterien in der Praxis
Auszug aus dem Buch
1.1 Gesundheitsbezogene Datenlage
Übergewicht und Adipositas kann schon in Kindesalter weitreichende Folgen mit sich tragen und die Betroffenen im Laufe der Jahre schwerwiegende Krankheiten zusetzen. Daher sollten so früh wie möglich Vorbeugungsmaßnahmen greifen. Circa jedes sechste Kind in Deutschland ist übergewichtig oder adipös. Im Kindergartenalter von 3-6 liegt die Prävalenz bei Mädchen mit 3,2% sogar deutlich höher als bei Jungen mit 1,0% (Robert-Koch-Institut [RKI], 2018, S. 8). Um dies vorbeugen zu können, sollten Kinder laut der WHO pro Tag mindestens 60 Minuten mäßige bis sehr anstrengende körperliche Aktivitäten ausüben. Nur 46% der Kindergartenkinder erreichten dieses Bewegungsziel, weniger als noch in der Studie zwei Jahre zuvor. Dabei sind die Jungs mit 49% etwas aktiver als die Mädchen mit 43% (RKI, 2018, S.10).
Das Bewegungsverhalten der Kinder kann ebenso an einer aktiven Mitgliedschaft in einem Sportverein gemessen werden. Dabei sind die Mädchen im Alter von 0-6 etwas seltener (25%) als die Jungs (27%). Deutlich wird, dass die Anzahl an Kindergartenkindern in einem Sportverein zu den Jahren davor gestiegen sind (RKI, 2018, S.13). Dies sollte immer weiter gefördert werden, da dies ein guter Präventionsansatz zu Adipositas ist.
Zusammenfassung der Kapitel
1 ANALYSE DER GESUNDHEITLICHEN AUSGANGSSITUATIONEN: Dieses Kapitel beleuchtet die aktuelle Datenlage zu Übergewicht und Adipositas bei Kindern und leitet notwendige Handlungsfelder wie Bewegung und Ernährung für Kindergärten ab.
2 RECHERCHE: Hier wird das Modellprojekt „Dr. Hoppel- Mach mit, sei fit!“ vorgestellt, das darauf abzielt, durch spielerische Bewegungsprogramme den Spaß an Aktivität bei Kindern zu fördern.
3 BEWERTUNG MODELLPROJEKT: Im dritten Kapitel wird das gewählte Modellprojekt anhand von Good-Practice-Kriterien analysiert und kritisch hinsichtlich seiner Stärken und Schwächen reflektiert.
Schlüsselwörter
Adipositasprävention, Kindergartenkinder, Bewegungsförderung, Gesundheitsförderung, Ernährung, Setting Kindertageseinrichtung, Good-Practice-Kriterien, Dr. Hoppel, Lebenswelt, körperliche Aktivität, Prävalenz, Kindesalter, Gesundheitsverhalten, Bewegungsverhalten, Vorbildfunktion.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Prävention von Übergewicht und Adipositas bei Kindern im Kindergartenalter und bewertet ein konkretes Modellprojekt auf dessen Praxistauglichkeit.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Themen sind Bewegungsförderung, gesundes Ernährungsverhalten im Kindesalter sowie die Rolle des Kindergartens als wichtiges Setting für Gesundheitsprävention.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, auf Basis einer Datenanalyse Handlungsansätze für Kindertageseinrichtungen zu identifizieren und ein bestehendes Bewegungsmodell anhand wissenschaftlicher Kriterien zu bewerten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin nutzt eine Literatur- und Datenanalyse sowie eine strukturierte Evaluation eines Modellprojekts unter Anwendung von Good-Practice-Kriterien.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der gesundheitlichen Ausgangslage, die Vorstellung des Projekts „Dr. Hoppel“ sowie eine kritische Bewertung dieses Projekts nach Aspekten wie Partizipation, Nachhaltigkeit und Qualitätsmanagement.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit fokussiert sich primär auf Begriffe wie Adipositasprävention, Bewegungsförderung, Kindergarten und Gesundheitsverhalten.
Warum wird der Kindergarten im Dokument als „Schlüsselsetting“ bezeichnet?
Da Kinder in diesem Alter früh erreicht werden können und die Einrichtung Verantwortung für Verpflegung und Bewegung trägt, eignet sie sich optimal, um präventiv Einfluss auf den Lebensstil zu nehmen.
Welche Schwächen identifiziert die Autorin bei dem untersuchten Modellprojekt „Dr. Hoppel“?
Die Autorin kritisiert insbesondere die mangelnde Einbeziehung der Kinder (Partizipation/Empowerment) sowie eine fehlende kritische Reflektion und Dokumentation der Methodik durch die Projektleitung.
- Arbeit zitieren
- Pia Wilde (Autor:in), 2022, Gesundheitsförderung und Prävention in Lebenswelten. Am Beispiel einer Kindertageseinrichtung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1499638