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Gregor von Tours - Geschichtenerzähler oder ideologische Leitfigur?

„Zehn Bücher Geschichte“ in Martin Heinzelmanns „Gregor von Tours“

Titre: Gregor von Tours - Geschichtenerzähler oder ideologische Leitfigur?

Dossier / Travail , 2009 , 17 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Nikolas Kaselow (Auteur)

Histoire de l'Europe - Moyen Âge, Temps modernes
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Résumé Extrait Résumé des informations

Warum und inwiefern das hat das Leben Gregor von Tours dessen Schriften beeinflusst?
Der hohe Quellenwert seiner Schriften ist in einer sonst sehr quellenarmen Zeit unbestreitbar. Wie durch keine andere Quelle lernt man durch sie das ereignisreiche 6. Jahrhundert kennen.
Doch hat Gregor das Werk, wie ihm zum Teil vorgeworfen wird, absichtlich manipulierte und
bestimmte Ereignisse nicht erwähnt, oder besteht die Möglichkeit, dass er ganz andere
Gedanken und Absichten mit seinen Büchern hatte und ein anderes Ziel verfolgte als die
bloße Niederschreibung der Geschichte. Was waren Gregor von Tours Antriebskräfte? Was
bewog ihn, neben seinen vielen Verpflichtungen als Bischof von Tours so ein umfangreiches
Werk zu schaffen?

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Thema & Aufbau der Arbeit

1.1 Kurze Einführung in die machtpolitischen Verhältnisse des Merowinger Reiches im 6. Jahrhundert

2. Herkunft und Ausbildung Gregor von Tours

2.1 Gregor von Tours Wirken und Einflussnahme auf die politischen Verhältnisse seiner Zeit

2.2 Gregor von Tours 10 bändiges Werk „Libri historiarum decem“, „Historia Francorum“ in Martin Heinzelmanns „Gregor von Tours“

3. Mögliche Absichten und Ziele Gregor von Tours

3.1 Zusammenfassung der Ergebnisse und Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht die Figur Gregor von Tours und sein zehnbändiges Werk „Libri historiarum decem“ vor dem Hintergrund der Interpretation durch Martin Heinzelmann. Das primäre Ziel ist es zu klären, ob Gregor lediglich ein Geschichtenerzähler war oder ob er mit seinem Werk ein ideologisch geprägtes Gesellschaftsmodell verfolgte, das die Rolle der Kirche als zentrale Instanz für die Führung der Menschen zum Seelenheil betont.

  • Analyse der Lebensumstände und der politischen Rolle Gregors als Bischof von Tours.
  • Untersuchung der Struktur und des inhaltlichen Aufbaus der „Libri historiarum decem“.
  • Kritische Auseinandersetzung mit den Vorwürfen der Manipulation und Parteinahme im Geschichtswerk.
  • Darstellung des Konzepts der „Klerikalisierung der Gesellschaft“ nach Martin Heinzelmann.
  • Bewertung von Gregors Absichten zur Etablierung christlicher Werte als moralischer Leitfaden.

Auszug aus dem Buch

2. Herkunft und Ausbildung Gregor von Tours

Gregor hieß ursprünglich Georgius Florentinus. Er wurde am 30.11.538 oder 539 in Riom bei Clermont-Ferrand geboren. Seine Eltern entstammten einem vornehmen gallo-römischen Geschlecht aus der Auvergne. Mehrere Familienmitglieder hatten in spätrömischer Zeit als Senatoren gewirkt. Nach dem Untergang Westroms dienten Etliche der Kirche. So war Gregors Onkel väterlicherseits als Bischof Gallus in Clermont tätig. Mütterlicherseits gehörten die Bischöfe Sarcerdos und Nicituis von Lyon sowie Gregor von Langres zu seinen Verwandten. So war Gregors Berufung durch seine verwandtschaftlichen Beziehungen schon begünstigt. Darüberhinaus war die Großfamilie reich und zeichnete sich durch bedeutende Schenkungen in den Bischofsstädten aus, wodurch die Chancen stiegen, selbst einen Bischofsitz zu bekommen. Diese Bischöfe ließen bedeutende Kirchen bauen, um ihr Ansehen und ihren Ruhm zu festigen.

Gregor wuchs behütet auf und lernte frühzeitig Lesen und Schreiben. Als er gut acht Jahre alt war, starb sein Vater (546 n. Chr.). Von diesem Zeitpunkt an wurde Gregor von seiner Mutter Armentaria erzogen. Sie war sehr fromm und eine Mystikerin, die an Wundertaten der Heiligen glaubte. Wahrscheinlich wurde hier schon bei Gregor das Interesse geweckt, sich mit dem Leben von Heiligen auseinanderzusetzen. Im Alter von dreizehn Jahren erlitt Gregor von Tours eine schwere Magenerkrankung. Nach eigenen Angaben beschloss er, im Falle der Genesung Geistlicher zu werden. Daher ist unklar ob er den Priesterberuf aus eigenem Entschluss wählte oder doch von seiner Familie dazu beeinflusst wurde.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Thema & Aufbau der Arbeit: Die Einleitung stellt die Fragestellung nach der Rolle Gregors als Geschichtsschreiber versus ideologischer Leitfigur vor und gibt einen Abriss der politischen Lage im 6. Jahrhundert.

2. Herkunft und Ausbildung Gregor von Tours: Dieses Kapitel beleuchtet den familiären Hintergrund Gregors, seinen Werdegang zum Bischof und seine Verstrickung in die politischen Machtkämpfe der Merowingerzeit.

3. Mögliche Absichten und Ziele Gregor von Tours: Das Kapitel analysiert Gregors Zielsetzung, ein christliches Gesellschaftsmodell zu etablieren, und fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen.

Schlüsselwörter

Gregor von Tours, Libri historiarum decem, Merowinger, Frühmittelalter, Historiographie, Kirche, Martin Heinzelmann, Bischof, Weltgericht, christliches Gesellschaftsmodell, Heiligenverehrung, politische Einflussnahme, Heilsplan, Klerikalisierung, Machtkampf.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Person Gregor von Tours und seinem zehnbändigen Werk „Libri historiarum decem“, wobei kritisch hinterfragt wird, inwieweit das Werk ein objektives Geschichtsdokument ist oder eine bewusste ideologische Steuerung darstellt.

Welche zentralen Themenfelder werden in der Analyse behandelt?

Die Arbeit behandelt die politische Rolle des Bischofs Gregor, die historische Einordnung der Merowingerzeit, das Konzept der Hagiographie und die von Martin Heinzelmann beschriebene Absicht Gregors, eine christliche Weltordnung zu propagieren.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, das Geschichtswerk Gregors ganzheitlich zu betrachten und aufzudecken, dass es sich nicht um eine bloße Chronik handelt, sondern um ein erzieherisches Projekt, das die Menschen auf das nahende Weltgericht vorbereiten sollte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Literaturanalyse, insbesondere unter Heranziehung der Forschung von Martin Heinzelmann, um die Struktur und den Aufbau der historischen Schriften Gregors zu dekonstruieren und in ihrem Entstehungskontext zu interpretieren.

Welche Schwerpunkte setzt der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Herkunft Gregors, seine aktive Einflussnahme auf die Politik des 6. Jahrhunderts und die Analyse seines Schreibstils und seiner inhaltlichen Auswahlverfahren in den „Libri historiarum decem“.

Welche Charakteristika definieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch eine kritische Auseinandersetzung mit der Rolle des Autors als „ideologische Leitfigur“, die Analyse von Gegensatzpaaren in Gregors Narrativ und die Verbindung von politischer Macht und kirchlichem Anspruch geprägt.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle von König Chilperich?

Die Arbeit zeigt, dass Gregor den König Chilperich als Gegenspieler sah, da dieser den Machtanspruch der Bischöfe und der Kirche beschnitt, wofür er von Gregor als Beispiel für falsche Lebenswege kritisiert wurde.

Warum war der Heilige Martin für Gregor von so großer Bedeutung?

Der Heilige Martin diente Gregor als zentrales Vorbild für ein christliches Leben; seine häufige Erwähnung im Werk unterstreicht seine Funktion als „Anwalt der Sünder“, der den Menschen bei der Bewältigung des Weltgerichts beistehen soll.

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Résumé des informations

Titre
Gregor von Tours - Geschichtenerzähler oder ideologische Leitfigur?
Sous-titre
„Zehn Bücher Geschichte“ in Martin Heinzelmanns „Gregor von Tours“
Université
University of Koblenz-Landau  (Institut für Geschichte)
Note
2,0
Auteur
Nikolas Kaselow (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
17
N° de catalogue
V149963
ISBN (ebook)
9783640615872
ISBN (Livre)
9783640615780
Langue
allemand
mots-clé
Gregor von Tours Merowinger Heinzelmann Zehn Bücher Geschichte Geschichtsschreibung Frankenreich decem libri historiarum Tours Chlodwig
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Nikolas Kaselow (Auteur), 2009, Gregor von Tours - Geschichtenerzähler oder ideologische Leitfigur?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/149963
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Extrait de  17  pages
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