Die Arbeit beschäftigt sich unter anderem mit der Frage, welchen Einfluss tierische Lebensmittel auf die Umwelt haben.
Zudem soll beantwortet werden, welche Aspekte der Nahrungsmittelproduktion die Stabilität des Klimas und die Ökosysteme bedrohen und wie eine nachhaltige Umgestaltung des Ernährungssystems aussehen könnte. Dafür wird außerdem auf die Frage eingegangen, inwiefern ein nachhaltiger Fleischkonsum möglich ist und welche Veränderungen es hierfür auf politischer, gesellschaftlicher und individueller Ebene bräuchte. Auch die Äußerung von Leitzmann und Keller darüber, dass Veganismus und Vegetarismus einen Beitrag zum Ausweg aus den ökologischen Problemen unseres Jahrhunderts sein könnten, soll schließlich kritisch hinterfragt werden. Dafür soll zu Beginn der Arbeit analysiert werden, welche Umweltauswirkungen die Massentierhaltung und der marine Fischfang haben. Im weiteren Verlauf der Arbeit soll der Frage nachgegangen werden, welchen Beitrag alternative Ernährungssysteme wie Veganismus und Vegetarismus zum Umweltschutz leisten können und inwiefern es ökologisch notwendig ist, sich so zu ernähren. Darüber hinaus wird die generelle Klimaverträglichkeit von Fleischkonsum infrage gestellt und analysiert, ob Fleischkonsum grundsätzlich nachhaltig sein kann und welche Faktoren für die Umsetzung dahingehend eine Rolle spielen. Da an dieser Stelle vor allem die Einflussmöglichkeiten des Bildungssektors betrachtet werden, soll abschließend analysiert werden, welchen Stellenwert die Thematik im Bildungsplan der Sekundarstufe 1 in Baden-Württemberg, in den Geographie-Schulbüchern und somit im Unterricht besitzt. Am Ende werden die wichtigsten Erkenntnisse in einem Fazit zusammengefasst.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Hauptteil
2.1 Die Auswirkungen tierischer Lebensmittel auf die Umwelt
2.1.1 Aktuelle Trends und Tendenzen im Konsum tierischer Lebensmittel
2.1.2 Massentierhaltung
2.1.3 Fischfang
2.1.4 Zwischenfazit
2.2 Alternative Ernährungssysteme
2.2.1 Vegetarismus und Veganismus
2.2.2 Fleisch- und Milchersatzprodukte
2.2.3 Nachhaltiger Fleischkonsum
2.2.4 Alternativen zum konventionellen Fischfang
2.2.5 Ausblick
2.3 Relevanz von Ernährung und Umwelt im Unterricht
2.3.1 Bildungsplan
2.3.2 Schulbücher
3 Fazit
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht den Einfluss des Konsums tierischer Lebensmittel auf die Umwelt und analysiert dabei ökologische Auswirkungen von Massentierhaltung und Fischfang sowie das Potenzial alternativer Ernährungssysteme. Zudem wird kritisch geprüft, welchen Stellenwert diese Thematik im Geographie-Unterricht der Sekundarstufe 1 einnimmt.
- Ökologische Folgen von Massentierhaltung und mariner Fischerei
- Vergleichende Analyse pflanzlicher und tierischer Ernährungshinsichten
- Wirksamkeit von Ersatzprodukten und nachhaltigen Produktionsweisen
- Integration klimaorientierter Ernährungsthemen in den Bildungsplan
- Repräsentation ökologischer Herausforderungen in Geographie-Schulbüchern
Auszug aus dem Buch
2.1.2 Massentierhaltung
Unter dem Begriff ‚Massentierhaltung‘ wird im Allgemeinen die Haltung landwirtschaftlicher Nutztiere, wie z.B. Schweine, Rinder und Geflügel, gleicher Gattung und gleichen Alters in großen Beständen auf limitiertem Raum verstanden (vgl. BML 1997, S. 1). Neben dem bereits genannten angestiegenen Konsum tierischer Produkte, war ein „ausschlaggebendes Moment für die Einführung der Massentierhaltung [...] der marktwirtschaftliche Druck, kostengünstig produzieren zu müssen und wettbewerbsfähig zu bleiben“ (ebd., S. 1 f). Aus diesem Grund erfolgt die Tierhaltung so zeit-, arbeits- und raumeffizient wie möglich (vgl. ebd., S. 2). Außerdem wird in der Fütterung extrem nährstoffreiche Nahrung verabreicht, um in kurzer Zeit eine maximale Mastleistung zu erreichen (vgl. ebd.). Ein Problem, welches daraus resultiert ist, dass kleine Höfe mit geschlossenen Stoffkreisläufen durch große Produzenten abgelöst werden, die auf den Zukauf von Futter sowie die Verwendung von Düngern und Pestiziden angewiesen sind, um ihre Produktion zu intensivieren (vgl. GERBER et al. 2010, S. 157).
Diese Art der Tierhaltung bzw. -produktion hat multiple Auswirkungen auf die Umwelt. Die Haltung landwirtschaftlicher Nutztiere beansprucht den größten Teil des verfügbaren Landes, verbraucht einen erheblichen Anteil an Frischwasser und ist verantwortlich für die anhaltende Entwaldung sowie den Artenverlust (vgl. SCHLATZER 2011, S. 15). Des Weiteren sind „Verschmutzung von Land- und Wasserwegen, Bodenerosionen [und] die Verbreitung zoonotischer Krankheiten [...] Symptome des fortschreitenden Raubbaus an unserem Planeten“ (ebd.). Nachfolgend soll auf die einzelnen Umwelt- bzw. Klimaauswirkungen näher eingegangen werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Vorstellung der Problemstellung, der Relevanz für den Klimawandel und Definition des Forschungsziels dieser Arbeit.
2 Hauptteil: Analyse der ökologischen Folgen von Massentierhaltung und Fischfang, Diskussion alternativer Ernährungsmodelle sowie Untersuchung der Verankerung des Themas im Bildungssektor.
3 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Umweltauswirkungen tierischer Produkte und Empfehlung zur Reduktion des Fleischkonsums sowie Empfehlungen für den Unterricht.
Schlüsselwörter
Massentierhaltung, mariner Fischfang, Klimawandel, Treibhausgasemissionen, Biodiversitätsverlust, Veganismus, Vegetarismus, Ernährungswende, Geographieunterricht, ökologische Nachhaltigkeit, Bodendegeneration, Fleischersatzprodukte, Bildungsplan, Schulbuchanalyse, Umweltschutz.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit fokussiert sich auf die ökologischen Auswirkungen, die durch den menschlichen Konsum von tierischen Lebensmitteln wie Fleisch, Milchprodukten und Fisch entstehen.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Felder sind die ökologischen Folgen industrieller Tierhaltung, die Probleme der weltweiten Fischerei sowie die Potenziale alternativer Ernährungssysteme und deren Implementierung im Schulalltag.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, den Einfluss des Konsums tierischer Produkte auf die Umwelt zu evaluieren und aufzuzeigen, wie eine nachhaltigere Umgestaltung des Ernährungssystems sowie dessen Vermittlung in der Schule aussehen kann.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?
Es handelt sich um eine theoretische Literaturanalyse, bei der aktuelle verfügbare Daten und Studien ausgewertet werden, ergänzt durch eine Analyse von Bildungsplänen und Schulbüchern für die Sekundarstufe 1.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine ökologische Bestandsaufnahme von Fleischkonsum und Fischerei, eine Untersuchung vegetarischer/veganer Ernährungsformen sowie eine Analyse des geographischen Unterrichts in Baden-Württemberg.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Kernbegriffe sind Treibhausgasemissionen, Boden- und Wasserverbrauch, Artenverlust, nachhaltige Ernährung und schulische Vermittlung geographischer Kompetenzen.
Welche Rolle spielt die Aquakultur laut der Autorin?
Die Autorin stellt dar, dass Aquakulturen zwar den Druck auf Wildbestände mindern könnten, jedoch selbst erhebliche Umweltprobleme wie Abholzung von Mangrovenwäldern und Verschmutzung verursachen, womit sie keine pauschale Lösung darstellen.
Warum wird der Bildungsplan kritisch hinterfragt?
Die Arbeit kritisiert, dass ökologische Folgen des Fleischkonsums im Bildungsplan der Sekundarstufe 1 nicht explizit thematisiert werden und somit eine inhaltliche Lücke für die Bildung für nachhaltige Entwicklung besteht.
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- Malin Hochgreve (Author), 2024, Der Einfluss des Konsums tierischer Lebensmittel auf die Umwelt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1499684