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Das Spiel des Satyrs bei Dionysos

Title: Das Spiel des Satyrs bei Dionysos

Excerpt , 2009 , 15 Pages

Autor:in: Dominique Oppler (Author)

Archaeology
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Summary Excerpt Details

Dionysos und Satyr sind dermaßen prominent auf Vasenbildern vertreten, besonders auf den rotfigurigen, dass man mit gutem Grund annehmen kann, dass es sich um ein besonders beliebtes Motiv handelte. Trotz der teils derben, für heutiges Empfinden pornografischen Ikonografie, haben die Motive nichts moralisierendes. Die Bilder, mit ihren dionysischen Extravaganzen, können als Aufmunterung verstanden werden, sich am Wein, am Rausch, am Festge-lage, an der geschlechtlichen Liebe, am Leben ganz allgemein zu freuen - ein Geschenk der Götter. Die Satyre sind ambivalente Mittler, zwischen Dionysos, dem Göttlichen, welcher den Ausgleich und das Mass repräsentiert, und den sterblichen Bürgern, die aufgefordert sind, das Symposium dionysisch zu geniessen. Mal treten die Satyre auffordernd, mal eher mahnend auf. Der Betrachter entscheidet selbst, was er tun und was er lassen will. Eine Clownerie, die Moral und Spass, auf eine, für unser heutiges Empfinden, oftmals allzu direkte Weise vor Augen führt. Eine Art sich am Leben zu freuen, die damals wie auch heute, doch eher und ausschliesslich, männlich geprägt sein dürfte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Mythologische Geschichte

1.1. Dionysos

1.2. Geschichten über Dionysos' Geburt und Kindheit

1.3. Dionysos als Wiedergeburt des Zagreus

1.4. Ikonopgraphie des Dionysos

2. Das Gefolge von Dionysos

3. Der Dionysiskult

4. Silen

5. Satyr

6. Das Satyrspiel

7. Zur Ikonografie des dionysischen Geschehens auf schwarz- und rotfigurigen Vasen

7.1. Die Satyrnamen und Texte auf Vasenbildern

8. Weshalb dieses dionysische Spektakel auf den Vasen?

9. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die zentrale Rolle von Dionysos und seinem Gefolge, insbesondere der Satyrn, in der antiken griechischen Mythologie und deren ikonografische Darstellung auf schwarz- und rotfigurigen Vasen, um den religiösen und gesellschaftlichen Kontext dieser Motive zu ergründen.

  • Mythologische Ursprünge und Geburtsgeschichten des Dionysos
  • Die Funktion und das Wesen des dionysischen Gefolges (Satyrn und Silenen)
  • Entwicklung und Bedeutung des Satyrspiels in der attischen Kultur
  • Symbolik und ikonografische Merkmale in der attischen Vasenmalerei
  • Soziokulturelle Interpretation des dionysischen Spektakels im Umfeld der Symposien

Auszug aus dem Buch

5. Satyr

Als Genossen des Dionysos lieben die Satyre den übermäßigen Genuss des Weins und erscheinen bald mit dem Pokal, bald in bacchantischem Taumel mit dem Thyrsos, bald dem Schlaf ergeben, bald kelternd, auch auf der Flöte spielend oder das Cymbalum schlagend, oft auch mit den Nymphen zu raschen Tänzen vereinigt oder diese lüstern verfolgend.

Besonders charakteristisch ist das Ungestüm, das Rasende, des dionysischen Orgiasmus, die wilde Ungebundenheit.

Satyre kann man aber auch bei der Arbeit antreffen. Sei es bei der Weinlese, beim Keltern, oder bei der Arbeit auf den Äckern.

Das Spiel liegt ihnen ganz besonders. Man findet sie an oder auf der Schaukel, sie spielen Pferd oder Ball, klettern auf Bäume oder Tische, etc..

Und natürlich assistieren Sie bei den rituellen Handlungen der bachialischen Mysterien, bei Initiationsriten, helfen beim Opfern, bringen dem Hermes Kuchen, kümmern sich um die Dekoration und sind natürlich beim Symposium mit dabei.

Nicht immer sind Silenen oder Satyrn als ungestüme Wesen anzutreffen. Man sieht sie auch sitzend, schlafend, in der Hocke sinnierend oder nach Indianerart in die Ferne blickend. Und es kann auch mal passieren, dass sie auf allen Vieren unterwegs sind, oder einfach feige davon laufen.

Die älteren Satyrn werden vorzugsweise Silene genannt und haben meist Glatzen und Bärte; die jüngeren heißen Satyrisken. Ihrem Wesen nach sind sie die Repräsentanten des üppigen und ausgelassenen Naturlebens, die rohere Seite dessen, was bei Dionysos veredelt und verklärt erscheint.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Mythologische Geschichte: Behandelt die Ursprünge des Dionysos, seine göttliche Abstammung, die Sage um seine Wiedergeburt und seine grundlegende Ikonografie.

2. Das Gefolge von Dionysos: Beschreibt die Begleiter des Gottes, insbesondere die Mänaden, und deren Rolle in den orgiastischen Riten.

3. Der Dionysiskult: Analysiert den Ursprung und die Ausbreitung des dionysischen Kultes sowie dessen Verbindung zu extatischen Zuständen und Metamorphosen.

4. Silen: Porträtiert die mythologische Figur des Silenos als Lehrer des Dionysos und ambivalentes Wesen zwischen Trunkenheit und Weisheit.

5. Satyr: Charakterisiert die Satyrn als ungestüme, lebensfrohe Wesen und Repräsentanten eines ausgelassenen Naturlebens.

6. Das Satyrspiel: Erläutert die Entstehung dieser Gattung des antiken Dramas und deren Funktion als heiteres Nachspiel im Rahmen der Dionysien.

7. Zur Ikonografie des dionysischen Geschehens auf schwarz- und rotfigurigen Vasen: Untersucht die künstlerische Entwicklung der Darstellung von Dionysos und Satyrn in der attischen Vasenmalerei.

7.1. Die Satyrnamen und Texte auf Vasenbildern: Erörtert die Benennung der dargestellten Dämonen auf Vasen und deren inhaltliche Zusammenhänge.

8. Weshalb dieses dionysische Spektakel auf den Vasen?: Diskutiert verschiedene Thesen zum Verwendungszweck und zur Bedeutung dieser Darstellungen im Kontext von Symposien.

9. Schlussbetrachtung: Fasst die Bedeutung der dionysischen Motive als Ausdruck von Lebensfreude und Spiegelbild für die damaligen Betrachter zusammen.

Schlüsselwörter

Dionysos, Satyr, Silen, Mänaden, griechische Mythologie, Vasenmalerei, Kult, Satyrspiel, Symposion, Attika, Ikonografie, Ekstase, Fruchtbarkeit, Wein, antikes Drama

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle von Dionysos, seinem Gefolge und speziell den Satyrn in der griechischen Mythologie und deren Darstellung in der antiken attischen Vasenmalerei.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Mythologie des Gottes Dionysos, die rituellen Aspekte seines Kultes, die künstlerische Entwicklung der Vasenmalerei sowie die soziokulturelle Bedeutung dionysischer Szenen bei Symposien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Verbindung zwischen mythologischer Überlieferung und bildlicher Darstellung zu analysieren und zu verstehen, warum dionysische Spektakel ein so beliebtes Motiv auf antiken Vasen darstellten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine kulturhistorische und ikonografische Analyse vorgenommen, die mythologische Quellen mit archäologischen Funden (Vasenmalerei) und theaterwissenschaftlichen Aspekten verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die mythologische Herleitung der Figuren, die Untersuchung des Dionysiskultes, die spezifische Betrachtung von Satyrn und Silenen sowie die Analyse ihrer Darstellung auf schwarz- und rotfigurigen Vasen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlüsselwörter sind Dionysos, Satyr, Silen, Mänaden, antike Mythologie, Vasenmalerei, Kult, Satyrspiel und Symposion.

Welche Rolle spielten Satyrspiele in der attischen Kultur?

Satyrspiele fungierten als heitere, befreiende Nachspiele zu den Tragödien, die durch ihre ungebundene Natürlichkeit einen komödiantischen Kontrast bildeten und fester Bestandteil der Dionysien waren.

Wie interpretiert die Autorin die Funktion der Vasenbilder?

Die Bilder dienten nicht nur der Dekoration, sondern fungierten in Symposien als Spiegel, der die Teilnehmer mit den Satyrn verglich und sie zur Teilhabe an der dionysischen Lebensfreude aufforderte.

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Details

Title
Das Spiel des Satyrs bei Dionysos
College
University of Fribourg  (Faculté des Antiquités)
Author
Dominique Oppler (Author)
Publication Year
2009
Pages
15
Catalog Number
V149986
ISBN (eBook)
9783640612017
ISBN (Book)
9783640612338
Language
German
Tags
Dionysos Satyr Silene
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dominique Oppler (Author), 2009, Das Spiel des Satyrs bei Dionysos, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/149986
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