Die Hausarbeit soll ein umfassendes Bild über die integrierten Kommunikationsstrategien einer Zentralbibliothek als Dokumentenlieferdienst geben.
Begonnen wird mit einer kurzen Vorstellung des Autors.
Eine kurze Einleitung soll eine Einführung in das Thema darstellen. Des Weiteren kommen Definitionen der Begriffe Bibliothek, Zentralbibliothek und Dokumentenlieferdienst um es dem Leser leichter zu machen die kommende Abhandlung zu verstehen. Die Bibliotheks-geschichte, die als nächstes aufgegriffen ist gibt eine rein geschichtliche Einführung in die allgemeine Entwicklung von Bibliotheken. Der nächste Bestandteil ist der Dokumenten-lieferdienst. Auch hier werden vorerst nur die allgemeine Entwicklung und der Ablauf beschrieben und noch nicht auf das genaue Beispiel eingegangen.
Als nächstes kommt die Einführung ins Marketing. Hier wird begonnen mit dem Zusammenhang des Marketing-Mix mit der integrierten Kommunikation. Es werden alle theoretischen Marketingaspekte und Methoden zum Thema aufgegriffen, definiert und erklärt. Darauf aufbauend kommt nun die integrierte Kommunikation mit einer kleinen Einführung über Definitionen und dann genaueren Darstellung. Dazu gehören die Formen und Instrumente der integrierten Kommunikation. Auch wird der Zusammenhang der Corporate Identity mit dem Bibliotheksmanagement aufgegriffen. Danach wird das ausgewählte Beispiel der Zentralbibliothek wieder gespiegelt. Erst wird das Institut als solches aufgegriffen und dann die Anwendung der integrierten Kommunikation. Als nächstes gibt es an Hand des Beispieles einige Aspekte zur Kontrolle des Erfolges. Und abschließend wird darauf hingewiesen wie sich das Management in Bibliotheken in der Zukunft entwickeln wird.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Definitionen
2.1. Bibliothek
2.2. Zentralbibliothek
2.3. Dokumentenlieferdienst
3. Bibliotheksgeschichte
4. Dokumentenlieferdienst
4.1. Entwicklung
4.2. Ablauf
5. Marketing-Kommunikation
6. Integrierte Kommunikation
6.1. Begriff
6.2. Kommunikationsinstrumente
6.3. Formen der integrierten Kommunikation
6.4. Corporate Identity (CI)
7. Die Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB)
7.1. Institution
7.2. Leitbild
7.3. Management der Bibliothek als Dokumentenlieferdienst
8. Entwicklungstendenzen
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die Implementierung integrierter Kommunikationsstrategien innerhalb von Zentralbibliotheken, mit besonderem Fokus auf deren Rolle als Dokumentenlieferdienst. Die zentrale Fragestellung befasst sich damit, wie Bibliotheken durch moderne Marketing-Instrumente und eine konsistente Corporate Identity den Herausforderungen der Informationsgesellschaft begegnen und ihre Dienstleistungen, insbesondere den Fernleihverkehr, benutzerorientiert optimieren können.
- Grundlagen und Definitionen zu Bibliotheken und Dokumentenlieferdiensten
- Historische Entwicklung des Bibliothekswesens
- Anwendung des Marketing-Mix in bibliothekarischen Einrichtungen
- Konzepte der integrierten Kommunikation und Corporate Identity
- Praxisbeispiel: Strategische Ausrichtung der Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB)
- Zukunftstendenzen im Bibliotheksmanagement
Auszug aus dem Buch
4.2. Ablauf
Bis in die 1980er-Jahre lief der Leihverkehr wie folgt ab: Wenn die Bibliothek das vom Leser (Benutzer) gewünschte Medium nicht hatte, gab dieser einen roten Leihschein bei seiner Bibliothek ab. Diese prüfte anhand von Bibliographien die Richtigkeit der bibliographischen Angaben und schickte den Bestellschein (Leihschein) dann an den Zentralkatalog der betreffenden Region. Dort wurde festgestellt, bei welcher Bibliothek der Region sich das Medium befinden sollte. Bei Fehlmeldungen wurde der Leihschein an den nächsten Zentralkatalog der nächsten Region weiter geschickt, bis das betreffende Medium aufgefunden wurde. Die gebende Bibliothek schickte den Titel dann an die nehmende Bibliothek, woraufhin diese dann den Benutzer benachrichtigte. Dieser Vorgang dauert oft mehrere Wochen. Auf Grund von überregionalen Bestandsnachweisen gelang es seit den 1980er-Jahren einer Bibliothek direkt die gebende Bibliothek zu bestimmen und die Anfrage direkt an diese zu senden.
Heute kann der Benutzer in einer Verbunddatenbank selber recherchieren und selber bestellen. Allerdings läuft die Lieferung weiterhin über die nehmende und gebende Bibliothek. Das heißt abzuholen und zurückzugeben hat der Leser sein Medium immer noch in seiner Bibliothek. Dieser Vorgang bedeutet eine enorme Beschleunigung des Leihverkehrs. Bestellwünsche, welche sich in deutschen Bibliotheken nicht verwirklichen lassen, werden in den Internationalen Leihverkehr übergeleitet.
Die neueste Form der Fernleihe ist der Dokumentendirektlieferdienst. Ziel hier ist es noch schneller liefern zu können. Verwirklicht werden kann dies durch moderne Informations- und Kommunikationstechnologien. Diese Art der Lieferung spielt sich direkt zwischen Bibliothek und Benutzer ab, wobei gegeben sein muss, dass beide einen Internetzugang besitzen. Er ermöglicht die Online-Recherche wie auch die Bestellung und direkte Lieferung von Fachliteratur an den unmittelbaren Benutzerarbeitsplatz.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Beschreibt den Wandel zur Informationsgesellschaft und die Notwendigkeit für Bibliotheken, sich als Dienstleister mit integrierter Kommunikation neu zu positionieren.
2. Definitionen: Erläutert die grundlegenden Begriffe Bibliothek, Zentralbibliothek und Dokumentenlieferdienst zur Schaffung einer einheitlichen Wissensbasis.
3. Bibliotheksgeschichte: Bietet einen Überblick über die historische Entwicklung von der Antike bis zum modernen Bibliothekswesen inklusive elektronischer Medien.
4. Dokumentenlieferdienst: Analysiert die Entwicklung und den technologischen Wandel der Fernleihe bis hin zum modernen Dokumentendirektlieferdienst.
5. Marketing-Kommunikation: Setzt den Marketing-Mix in den Kontext von Bibliotheken und ordnet die Kommunikationspolitik als zentralen Handlungsbereich ein.
6. Integrierte Kommunikation: Definiert die theoretischen Grundlagen der integrierten Kommunikation, deren Instrumente, Formen sowie die Bedeutung der Corporate Identity.
7. Die Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB): Untersucht die praktische Anwendung der Kommunikationsstrategien und des Dokumentenlieferdienstes am konkreten Beispiel der ZLB.
8. Entwicklungstendenzen: Skizziert zukünftige Herausforderungen für das Bibliotheksmanagement und die Notwendigkeit einer strategischen, betriebswirtschaftlichen Ausrichtung.
Schlüsselwörter
Bibliothek, Zentralbibliothek, Dokumentenlieferdienst, Fernleihe, Integrierte Kommunikation, Marketing-Mix, Corporate Identity, ZLB, Öffentlichkeitsarbeit, Kundenservice, Informationsgesellschaft, Bestandsmanagement, Subito, Benutzerorientierung, Bibliotheksmanagement
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die strategische Kommunikation von Zentralbibliotheken und wie diese durch moderne Methoden den Dokumentenlieferdienst für Nutzer optimieren können.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf dem Marketing-Mix für Bibliotheken, der Theorie der integrierten Kommunikation, Corporate Identity und der praktischen Umsetzung bei der Fernleihe.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, ein Bild über integrierte Kommunikationsstrategien zu vermitteln, die eine Zentralbibliothek als modernen Dienstleister etablieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer literaturgestützten Analyse von Marketingkonzepten und einer Fallstudie zur Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB).
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Marketinggrundlagen, die historische Einordnung der Bibliothek und die konkrete Analyse von Lieferprozessen und Kommunikationsinstrumenten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Bibliotheksmanagement, Dokumentenlieferdienst, Fernleihe, Marketing, Integrierte Kommunikation und Corporate Identity.
Warum ist die ZLB ein geeignetes Beispiel?
Die ZLB dient als Praxisbeispiel, da sie als moderne Einrichtung ein breites Spektrum an Dienstleistungen und einen ausgebauten Dokumentenlieferdienst integriert.
Welche Rolle spielt der Dokumentendirektlieferdienst wie Subito?
Subito stellt die aktuellste und schnellste Form der Dokumentenlieferung dar, die eine direkte Versorgung der Nutzer via Internet ermöglicht und somit einen hohen Kundennutzen bietet.
- Quote paper
- Astrid Seefeld (Author), 2008, Integrierte Kommunikationsstrategie einer Zentralbibliothek als Dokumentenlieferdienst, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/149987