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Roemische Fibeln in der Schweiz

Título: Roemische Fibeln in der Schweiz

Ensayo , 2010 , 9 Páginas

Autor:in: Dominique Oppler (Autor)

Arqueología
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Die Fibel löste die frühbronzezeitlichen Nadeln ab, welche vereinzelt noch bis in die HaC-zeitlichen Nekropolen und den entsprechenden Siedlungsfunden zu finden sind. Das Auftauchen der Fibel hat vermutlich mit kulturellen Einflüssen und mit der Veränderung der Tracht zu tun. Die ersten Fibeln weisen in die mykenische Kultur, und es kann angenommen werden, dass sie über die griechischen Provinzen in Italien, zu den oberitalienischen, schweizerischen und österreichischen Alpenregionen gefunden haben.
Es waren anfänglich sehr zierliche Fibeln, die nur ein leichtes Gewand festhalten konnten. Erst später wurden die Fibeln kräftiger und vermochten mehr und schwereren Stoff zu halten.
Die Entwicklung der Fibeltypologien zeigt auf, dass diese anfänglich einfache und praktische Sicherheitsnadel, sich zu einem schmucken, modischen Accessoire mauserte, das in späterer Zeit auch als Statussymbol von Mann und Frau stolz getragen wurde.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Aufkommen

2. Typologisierung, Verbreitung und Datierung

3. Die erste Fibel der „Schweiz“

4. Weitere Entwicklung der Fibeln in der Schweiz

5. Tragweise der Fibeln

6. Mengenmässiges Aufkommen der Fibel

7. Die Emailfibeln

8. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung, Typologie und Verwendung von römischen Fibeln in der Schweiz, um deren Bedeutung als Indikatoren für kulturelle Einflüsse, Handelswege und gesellschaftlichen Wandel zu beleuchten.

  • Historische Evolution der Fibel von der Bronze- bis zur Latènezeit.
  • Methodische Herausforderungen bei der Typologisierung und Datierung archäologischer Funde.
  • Die Fibel als modisches Accessoire und Statussymbol der römischen Ära.
  • Soziokulturelle Aspekte wie Tragweise und Amulettcharakter.
  • Quantitative Analyse des Fibelaufkommens in schweizerischen Fundorten.

Auszug aus dem Buch

4. Weitere Entwicklung der Fibeln in der Schweiz

Wenn das Aufkommen der Fibel in der Bronzezeit, und bestimmt auch noch während der Eisenzeit, in der Schweiz nur zögerlich sich entwickelte, so kann ab der Latènezeit ein regelrechter Boom nachgezeichnet werden. Dies aufgrund der römischen Besetzung und zahlreicher ethnischer Einflüsse.

Die Fibeln entwickeln sich seit je her in geografisch verschiedenen, zeitlich parallel laufenden Strängen, wobei jeweils technische und dekorative Grundelemente unterschiedlich gefertigt oder betont wurden. Es zeichnen sich im schweizerischen Gebiet dabei Unterschiede zwischen Ost und West ab, ohne dass eine klare Grenze gezogen werden könnte.

Die Fibel behält zwar ihren praktischen Aspekt, entwickelt sich vor allem aber zum modischen Accessoire, das sich in rascher Folge auf die zeitlichen und regionalen Stile einstellt, und dadurch einen enormen Variantenreichtum entfaltet.

Speziell die figürlichen Fibeln, und auch die Scheibenfibeln sind ausserordentlich klein, so dass sie zum Zusammenhalten eines Gewandes nicht dienen konnten. Auch bei grösseren Typen ist offensichtlich, dass sie als Schmuckstück getragen wurden.

An mehreren Bügelfibeln lassen sich apotropäische Zeichen, vor allem in Gestalt von Augen nachweisen, wie z.B. bei der germanischen Augenfibel, oder Fibeln mit Tierköpfen. Diese Motive könnten vermutlich einen abschreckenden, unheilabwehrenden Sinn gehabt haben. Auf magische Vorstellungen könnten auch eine stark abstrahierte Formsymbolik von Flügeln, Spulen oder seitlichen Ärmchen diverser Fibeltypen hinweisen. Auf magischen Vorstellungen basierend mögen auch die merkwürdigen eisernen Zutaten bei gewissen Fibeln eine Rolle gespielt haben. Leicht erkennbarer Zauber spricht aus den Fibeln mit Liebesinschriften.

Zahlreiche Fibeln haben Amulettcharakter, wobei Sonnen- und Mondsymbole die häufigsten erkennbaren Zeichen sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Aufkommen: Dieses Kapitel erläutert den Ursprung der Fibel als Nachfolgerin der frühbronzezeitlichen Nadeln und ihre mögliche Ausbreitung aus der mykenischen Kultur.

2. Typologisierung, Verbreitung und Datierung: Hier werden die methodischen Ansätze der archäologischen Klassifizierung sowie die Probleme der Datierung durch lückenhafte Fundkontexte und lange Nutzungsdauern erörtert.

3. Die erste Fibel der „Schweiz“: Der Autor identifiziert ein in Corcelettes gefundenes Stück als älteste datierbare Fibel der Schweiz und weist auf deren Importcharakter hin.

4. Weitere Entwicklung der Fibeln in der Schweiz: Dieses Kapitel beschreibt den Boom der Fibelproduktion in der Latènezeit und analysiert deren Wandel vom reinen Nutzobjekt zum modischen Statussymbol.

5. Tragweise der Fibeln: Anhand von Ikonografien und Grabfunden wird die spezifische Trageweise der unterschiedlichen Fibeltypen für Männer- und Frauentrachten rekonstruiert.

6. Mengenmässiges Aufkommen der Fibel: Der Autor analysiert die zeitliche Verteilung der Funde und stellt fest, dass das Aufkommen nach dem 1. Jahrhundert n. Chr. stark abnimmt, was mit veränderten Trachtgewohnheiten korreliert.

7. Die Emailfibeln: Ein detaillierter Blick auf die spezielle Fertigungstechnik von Emailfibeln, die eine gallische Tradition fortsetzen und als begehrte Exportgüter dienten.

8. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Fibel als Spiegelbild antiker Modetrends zusammen und betont ihren Wert für die provinzrömische Archäologie.

Schlüsselwörter

Römische Fibeln, Schweiz, Archäologie, Typologie, Datierung, Latènezeit, Tracht, Statussymbol, Emailfibeln, Fundort, Ausgrabung, Metallhandwerk, Antike, Materialkultur, Handelswege.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der materiellen Kultur der römischen Fibeln, deren Verbreitung und archäologischer Bedeutung in der Schweiz.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum?

Im Fokus stehen die chronologische Entwicklung, die morphologische Typologisierung sowie die soziokulturelle Funktion der Fibeln als Schmuck und Statussymbol.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Entwicklung der Fibel von einer funktionalen Sicherheitsnadel zu einem modischen Accessoire nachzuzeichnen und Rückschlüsse auf Handelsbeziehungen und Trachtgewohnheiten zu ziehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär angewandt?

Die Arbeit basiert auf einer archäologisch-typologischen Analyse sowie der Auswertung von Grabfunden und ikonografischen Quellen.

Welche Inhalte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die technologische Entwicklung, die Analyse der Tragweisen, die statistische Verteilung der Fibeltypen und eine detaillierte Betrachtung spezifischer Formen wie der Emailfibeln.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit beschreiben?

Wichtige Begriffe sind Römische Fibeln, Schweiz, Archäologie, Typologie, Materialkultur und antike Tracht.

Warum ist die Datierung von Fibeln so schwierig?

Die Schwierigkeit ergibt sich aus spärlichen Fundzahlen, dem Fehlen archäologischer Kontexte bei Altgrabungen und der langen Lebensdauer der Objekte, was eine genaue zeitliche Einordnung erschwert.

Welche Bedeutung haben die sogenannten „apotropäischen Zeichen“ auf den Fibeln?

Diese Zeichen, wie etwa Augenmotive oder Tierköpfe, dienten vermutlich als magischer Schutz gegen Unheil und unterstreichen den Amulettcharakter vieler Stücke.

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Detalles

Título
Roemische Fibeln in der Schweiz
Universidad
University of Fribourg
Autor
Dominique Oppler (Autor)
Año de publicación
2010
Páginas
9
No. de catálogo
V150010
ISBN (Ebook)
9783640613885
ISBN (Libro)
9783640614097
Idioma
Alemán
Etiqueta
Fibeln römisch provinz-römisch Schweiz
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Dominique Oppler (Autor), 2010, Roemische Fibeln in der Schweiz, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/150010
Leer eBook
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