Das Ziel dieser Arbeit ist es, das Verständnis der beiden Rechenoperationen Addition und Subtraktion bei Grundschüler*innen der zweiten und dritten Klasse zu ermitteln und dadurch Rückschlüsse und Erkenntnisse für den späteren eigenen Unterricht zu ziehen und zu erfahren.
Die Rechenoperationen Addition und Subtraktion sind in unserer heutigen Lebenswelt unumgänglich. Trotzdem befindet sich der Mathematikunterricht in Deutschland offenkundig in einer Krise. Daher werden inzwischen von der deutschen Bildungspolitik Maßnahmen eingeleitet, die eine Besserung dieses Umstandes erwirken sollen. Eine besonders große Bedeutung hat hierbei die frühe und intensive mathematische Förderung in der Grundschule. Von großer Wichtigkeit ist, dass die mathematischen Inhalte Grundschüler*innen fachwissenschaftlich und fachdidaktisch richtig vermittelt werden, um den Unterricht lebensnäher gestalten und somit die Kinder besser motivieren zu können.
Typische Unsicherheiten und Verständnisprobleme können somit aufgedeckt und beim zukünftigen Ausüben des Lehrerberufs behoben werden. Daher soll sich diese Bachelorarbeit vordergründig mit den Zahlvorstellungen und dem Operationsverständnis der Addition und Subtraktion bei Grundschüler*innen in der zweiten- und dritten Klassenstufe beschäftigen.
Neben den arithmetischen Inhalten sind auch die allgemeinen mathematischen Kompetenzen von enormer Bedeutung für die Qualitätssicherung des Mathematikunterrichts an Grundschulen, weshalb sie ebenfalls näher betrachtet werden sollen. Nach diesem theoretischen Überblick soll sich der praktische Teil der Bachelorarbeit mit der Auswertung von qualitativ geführten Interviews auseinandersetzen. Vorher sollen die Forschungs- und die Auswertungsmethode thematisiert werden. Grundlagen dafür schaffen Videoaufzeichnung und Transkripte von Studierenden der letzten Jahre, weil das eigene Durchführen der Untersuchung aufgrund der aktuellen Covid-19-Pandemie nicht möglich war. Am Ende dieser Bachelorarbeit soll ein Fazit mit Hinblick auf die spätere eigene Lehrertätigkeit formuliert werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Vorwort
2. Theoretischer Hintergrund
2.1 Allgemeine mathematischen Kompetenzen
2.1.1 Kompetenz Kommunizieren
2.1.2 Kompetenz Darstellen
2.1.3 Kompetenz Problemlösen
2.1.4 Kompetenz Modellieren
2.1.5 Kompetenz Argumentieren
2.1.6 Kompetenz Zahlen Symbole und Hilfsmittel sicher anwenden
2.2 Zahlvorstellungen
2.2.1 Das dezimale Stellenwertsystem
2.2.2 Klasse 2 – Der Zahlenraum bis 100
2.2.3 Klasse 3 Zahlenraum bis 1000
2.3 Addition & Subtraktion
2.3.1 Klassifikationstypen der Addition
2.3.2 Kopfrechnen Addition
2.3.3 Halbschriftliches Rechnen Addition
2.3.4 Klassifikationstypen der Subtraktion
2.3.5 Kopfrechnen Subtraktion
2.3.6 Halbschriftliches Rechnen Subtraktion
3. Durchführung
3.1 Forschungs- und Auswertungsmethode
3.2 Präsentation und Potenzial der Erprobungsaufgaben
4. Auswertung
4.1 Aufgabe A – Allgemeine mathematische Kompetenz Kommunizieren, Darstellen
4.2 Aufgabe B – Allgemeine mathematische Kompetenz Kommunizieren
4.3 Aufgabe C – Allgemeine mathematische Kompetenz Kommunizieren
4.4 Aufgabe D – Allgemeine mathematische Kompetenz Problemlösen
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Ziel dieser Arbeit ist es, das mathematische Verständnis grundlegender Rechenoperationen bei Grundschülern der zweiten und dritten Jahrgangsstufe zu untersuchen, um aus den gewonnenen Erkenntnissen und Fehleranalysen Rückschlüsse für die eigene zukünftige Lehrpraxis zu ziehen.
- Grundlegende arithmetische Kompetenzen und Zahlvorstellungen im Primarbereich.
- Strukturen und Strategien des halbschriftlichen und mündlichen Addierens und Subtrahierens.
- Analyse mathematischer Problemlöseprozesse bei Kindern.
- Qualitative Auswertung von Interviews zur Identifikation häufiger Verständnisprobleme.
Auszug aus dem Buch
Die Bedeutung der allgemeinen mathematischen Kompetenzen
Das Festlegen der allgemeinen mathematischen Kompetenzen in den Bildungsstandards kann als ein erster entscheidender Faktor zur Qualitätsverbesserung des Mathematikunterrichts in Deutschland angesehen werden. Die Schwerpunktsetzung bei den Kompetenzen begründet sich auf der Ursachenforschung in Bezug auf Defizite deutscher Schüler*innen (vgl. Käpnick, 2014, S. 19). Es wird laut den Bildungsstandards erwartet, dass Schüler*innen die allgemeinen mathematischen Kompetenzen sowohl in außermathematischen (anwendungsorientiert) als auch in innermathematischen (strukturorientiert) Kontexten nutzen können. Die allgemeinen mathematischen Kompetenzen sollen in der tätigen und lebendigen Auseinandersetzung mit der Mathematik erworben werden. Es ist wichtig, dass die allgemeinen mathematischen Kompetenzen nicht für selbstverständlich gehalten werden (vgl. Krauthausen, 2018, S. 27). Die fünf allgemeinen mathematischen Kompetenzen Kommunizieren, Modellieren, Darstellen, Problemlösen und Argumentieren sind von zentraler Bedeutung für das erfolgreiche Nutzen und Aneignen der Mathematik (vgl. Sekretariat der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland, 2005, S. 7). Diese allgemeinen mathematischen Kompetenzen sind ebenso im Lehrplan Mathematik festgehalten, wobei hier noch auf eine sechste verwiesen wird: das sichere Anwenden von Zahlen, Symbolen und Hilfsmitteln in der Mathematik (vgl. Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, 2010, S. 7 f.). Nun sollen die allgemeinen mathematischen Kompetenzen näher beleuchtet werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Vorwort: Dieses Kapitel erläutert die Beweggründe der Arbeit und die Relevanz der mathematischen Grundbildung sowie der Lehrerprofessionalisierung im Kontext der schulischen Krise.
2. Theoretischer Hintergrund: Hier werden die mathematischen Kompetenzen, Zahlvorstellungen und die didaktischen Grundlagen der Addition und Subtraktion ausführlich beleuchtet.
3. Durchführung: Dieses Kapitel beschreibt die forschungsmethodische Vorgehensweise anhand klinischer Interviews und stellt die zur Auswertung verwendeten Erprobungsaufgaben vor.
4. Auswertung: Der Hauptteil der Arbeit bietet eine detaillierte Analyse der Interviewergebnisse zu den Kompetenzbereichen Kommunizieren, Darstellen und Problemlösen.
5. Fazit: Das Fazit reflektiert den persönlichen Erkenntnisgewinn der Autorin und die praktische Anwendung der Ergebnisse für die spätere Lehrertätigkeit.
Schlüsselwörter
Mathematikdidaktik, Addition, Subtraktion, Grundschule, Mathematische Kompetenzen, Zahlvorstellungen, Stellenwertsystem, Fehleranalyse, Problemlösen, Halbschriftliches Rechnen, Klinische Interviews, Bildungsstandards, Lernstrategien, Primarstufe.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das übergeordnete Ziel der Bachelorarbeit?
Die Arbeit untersucht, wie Grundschüler der zweiten und dritten Klasse die Operationen Addition und Subtraktion verstehen und anwenden, um daraus Erkenntnisse für eine verbesserte Lehrerpraxis abzuleiten.
Welche mathematischen Kompetenzen stehen im Fokus?
Hauptsächlich werden die fünf allgemeinen Kompetenzen Kommunizieren, Problemlösen, Modellieren, Darstellen und Argumentieren sowie die zusätzliche Kompetenz des sicheren Anwendens von Zahlen und Symbolen behandelt.
Welches Ziel verfolgt die Forschungsanalyse genau?
Es sollen typische Unsicherheiten und Verständnisprobleme von Schülern aufgedeckt werden, um diese im späteren eigenen Lehrerberuf gezielt beheben zu können.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Erkenntnisgewinnung genutzt?
Die Autorin stützt sich auf die Methode des klinischen Interviews, um Denkstrukturen und Lernwege von Kindern direkt nachvollziehen zu können.
Welchen inhaltlichen Schwerpunkt nimmt der Hauptteil ein?
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Überblick, eine Beschreibung der Forschungs- und Auswertungsmethode sowie die praktische Analyse der Schülerinterviews zu spezifischen Aufgabenstellungen.
Welche Keywords definieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit fokussiert auf Begriffe wie Mathematikdidaktik, Fehleranalyse bei Grundschülern, Operationsverständnis und Kompetenzorientierung im Unterricht.
Welche Rolle spielt das dezimale Stellenwertsystem in dieser Arbeit?
Das Stellenwertsystem wird als essenzielle Grundlage für ein effizientes Verständnis der vier Grundrechenarten im Grundschulalter herausgearbeitet.
Was zeigt die Auswertung bezüglich der "Hälfte von ungeraden Zahlen" bei Grundschülern?
Die Analyse zeigt, dass diese spezifische Aufgabe für Schüler der zweiten Klasse eine große Hürde darstellt und oft zu Verständnisproblemen führt.
- Quote paper
- C. Wolansky (Author), 2021, Zahlvorstellungen und Verständnis der Operationen Addition und Subtraktion bei Schüler*innen der Klassenstufen 2 und 3, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1500207